Leezenflow – Einfach. Smart. Münster.

Leezenflow

Wer kennt es nicht? Da strampelt man sich auf seiner Leeze ab, um zügig über die nächste Kreuzung zu kommen – und dann springt wenige Meter davor die Ampel auf Rot und bremst einen aus. Mit „Leezenflow“, einem Grüne Welle-Assistenten, sorgt die Stadt Münster künftig für mehr Komfort und eine höhere Verkehrssicherheit für Radfahrerinnen und Radfahrer. Auf einer digitalen Anzeige sieht man anhand des Farbverlaufs bereits kurz vor der nächsten Straßenkreuzung, wie lange die aktuelle Ampelphase noch andauert, so kann jede Radfahrerin und jeder Radfahrer seine Geschwindigkeit individuel anpassen und man kommt flüssiger und sicherer ans Ziel. Der Leezenflow ist mit der jeweiligen Fahrradampel verbunden und ändert die Länge des Farbverlaufs dynamisch. Das System bietet nicht nur mehr Komfort, sondern führt im Idealfall zu weniger Rotlichtverstößen.

Farbverlauf des Leezenflow / Animation: Magdalena Schmitz & Leonie Winkelmann

 

Preisverdächtig

Preisverleihung MSHACK20, Quelle: Sputnik GmbH

Leezenflow gewinnt den Zuschauerpreis beim Münsterhack 2019 und wird im September 2020 im Rahmen des MSHack 2020 mit dem Nachgeha(c)kt-Preis ausgezeichnet. Das Projekt geht voraussichtlich im Frühjahr 2021 an den Start.

 

Bike-to-X-Kommunikation im Leezenflow

Damit die Idee Leezenflow in die Umsetzung kommt, kümmern sich bCyber UG in Kooperation mit Code for Münster um die Programmierung. Sie nutzen ein in der Ampeltechnik bereits vorhandenes Signal, um Informationen über die Ampelintervalle frühzeitig weiterzugeben. Diese Übertragungstechnik soll in den nächsten Jahren EU-weit in jeder Ampel verbaut sein, um Kommunikation zwischen Ampeln und Fahrzeugen zu ermöglichen. Andere Städte beginnen damit, diese Technik als sogenannte „Car-to-X-Kommunikation“ vor allem für den Pkw-Verkehr einzusetzen. In Münster möchte die Stabsstelle Smart City diese frühzeitig für den Radverkehr nutzbar machen und damit „Bike-to-X-Kommunikation“ schaffen. Somit kann das münstersche Smart City-Projekt Leezenflow der Grundstein für mögliche Folgeprojekte werden – wie zum Beispiel eine Grüne-Welle-App, die auf der gleichen Übertragungstechnik basiert.

 

Leezenflow auf der Promenade

Voraussichtlich ab dem Frühjahr 2021 wird der Leezenflow auf der Promenade, Ecke Hörster Tor getestet. Verbunden mit der Installation beginnt eine wissenschaftliche Evaluation des Leezenflows, um Aussagen darüber treffen zu können, inwiefern Leezenflow den Radverkehrsfluss verbessert, die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtig und inwieweit die Münsteraner Radfahrerinnen und Radfahrer mit dem Prototypen zufrieden sind.

Foto-Montage: Magdalena Schmitz & Leonie Winkelmann

Bei dem Projekt Leezenflow arbeitet die Stabsstelle Smart City Münster zusammen mit dem Amt für Mobilität und Tiefbau, Fachstelle Verkehrsmanagement und Smart Mobility, dem Stadtplanungsamt, Fachstelle Baudenkmalschutz und -pflege, der Münster School of Design sowie bCyber UG und Code for Münster.

 

Wussten Sie schon?

Das Design für den Leezenflow entwickelten die beiden Studentinnen Magdalena Schmitz und Leonie Winkelmann im Rahmen ihrer Abschlussarbeit an der FH Münster, Fachbereich Design. Am 12. und 13. Februar 2021 stellten sie ihre Arbeit beim Online-Parcours vor: Magdalena Schmitz und Leonnie Winkelmann

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