Aaseemonitoring

Der Aasee ist Münsters zentralstes Naherholungsgebiet. Der 2.300 m lange See ist nur 15 Fußminuten vom berühmten Prinzipalmarkt entfernt und für Bewohner:innen und Touristen eine blau-grüne Oase im Stadtbild von Münster. Im Hitzesommer 2018 sank der Sauerstoffgehalt des Aasees soweit, dass es zu einem großen Fischsterben kam. Der Rückgang des Sauerstoffgehalts blieb damals lange unentdeckt.

Über Sensoren in Messtonnen bzw. Bojen im Aasee, wird nun seit dem Sommer 2020 die Wasserqualität des innerstädtischen Gewässers fortlaufend gemessen. Die gewonnenen Daten werden über das LoRaWAN-Netz der Stadtwerke Münster in Echtzeit an die zuständigen Ämter übermittelt. Auf diese Weise können Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität frühzeitig ergriffen werden. Dieses Projekt entstand als Projektidee im Münsterhack 2018, wurde von der Stadtverwaltung aufgegriffen und in Kooperation mit den Stadtwerken Münster umgesetzt. Zudem werden die digitalen Messdaten mit regelmäßigen analogen Gewässerproben abgeglichen. Den nächsten heißen Sommern blickt Münster damit etwas entspannter entgegen. Hier geht es zur Pressemeldung der Stadt Münster

Blick in die wasserdichte Kiste: Sensoren messen die Wasserqualität am Aasee in Münster (Foto: Stadt Münster)

Reallabor Aasee

Der Einsatz von „LoRaWAN“ im Rahmen des Aaseemonitoring bietet für die Stadt Münster die Chance, die Technik in einer echten Anwendung zu testen und dann auch für andere Bereiche vorzusehen, so dass der Aasee in diesem Zusammenhang als Reallabor zu sehen ist. Insbesondere vor dem Hintergrund einer „Smart City“, der Stadtentwicklung im digitalen Zeitalter, bieten sich in der Stadtentwässerung zahlreiche Möglichkeiten, digitale Lösungen einzusetzen. Neben der Überwachung der Qualität des Aasees gibt es auch im Bereich Starkregen- und Hochwassermanagement oder der Bewirtschaftung von Kanalnetzen und Bauwerken weitere Anwendungsfelder. Mithilfe von digitalen Maßnahmen die Lebensqualität zu erhalten oder zu verbessern, ist ein Grundprinzip der Smart City.

 

Gemeinschaftsprojekt

Beim Aaseemonitoring handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Münster mit der Stabsstelle Smart City, dem Amt für Mobiltät und Tiefbau (Abteilung Planung und Wasserwirtschaft), dem Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit, den Stadtwerken Münster und der items GmbH Münster.

 

Aktuelle Informationen zum Projekt

Einen detailierten Bericht zum Projekt Aaseemonitoring hat unser Projektpartner items GmbH im Dezember 2021 veröffentlicht unter dem  Titel „Wie geht es dem Aasee? – Praxisprojekt Hack(a)Tonne: Ein Rückblick und Erfahrungsbericht„.

 

Wussten Sie schon?

Der Einsatz von LoRaWAN eignet sich durch die energiesparsame Datenübermittlung über Entfernungen von mehreren Kilometern. Es werden Sonden der Firma UIT GmbH mit einer Update-Rate von 15 Minuten eingesetzt. Folgende Parameter werden dabei ermittelt: Wassertemperatur, gelöster Sauerstoff, pH, Cholophyll, Cyanobakterien, SAK254, COD, BOD, TOC und Trübung.

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