Stadt Münster wird Mitglied bei Civitas Connect e.V.

In einer smarten Stadt werden gemeinschaftlich Lösungen für alltägliche Herausforderungen entwickelt. Die Bereiche Mobilität und Energie sowie die Ver- und Entsorgung von Wasser sind dabei zentrale Themen, in denen Handlungsbedarf aber auch Lösungspotenziale bestehen. Netzbetreiber sind zumeist die Stadtwerke oder andere kommunale Unternehmen. Mit Civitas Connect e.V. hat sich daher im Juni diesen Jahres ein bundesweites Netzwerk aus eben diesen Akteuren gegründet, das gemeinsam Lösungen für die Fragen von Morgen entwickeln möchte. Dem Zusammenschluss gehören bislang gut 25 Unternehmen von Travemünde bis Arnsberg an. Als erster kommunaler Partner ist nun die Stadt Münster Mitglied in diesem Zusammenschluss geworden.

„Wir freuen uns, dass wir als Mitglied dieser Kooperation dazu beitragen können, praktische Lösungen für die Fragestellungen der Zukunft zu entwickeln“, freut sich Dr. André Wolf, Leiter der Stabsstelle Smart City im Dezernat für Planung, Bau und Wirtschaft der Stadt Münster. „Wir möchten unsere Kolleginnen und Kollegen aus den Fachämtern motivieren, aktiv in diesem Netzwerk mitzuarbeiten“, so Wolf weiter.

Der Zusammenschluss Civitas Connect setzt darauf, dass die Mitgliedsunternehmen in selbst organisierten Arbeitsgruppen gemeinsam Problemlösungen erarbeiten. Die Idee dahinter ist, dass viele Stadtwerke oder kommunale Unternehmen vor denselben Herausforderungen stehen, aber nicht jeder seine eigenen Lösungen erarbeiten und dafür Ressourcen investieren muss. Was testweise gemeinsam in Travemünde ausprobiert wird, kann in Arnsberg genauso funktionieren. Zu diesem praktischen Austausch möchte die Stadt Münster mit der Mitgliedschaft beitragen.

Die Stabsstelle Smart City Münster und mit ihr die gesamte Stadtverwaltung ist gespannt auf den gemeinsamen Austausch und die ersten Projektumsetzungen.

Wir suchen Ihre Idee für ein noch lebenswerteres Münster!

Münster durch dgitale Lösungen noch lebenswerter gestalten. Dies ist der Grund, warum die Stabsstelle Smart City den #MSHACK20 unterstützt. Gemeinsam mit dem Digital Hub münsterLAND rufen wir zum offenen Ideenwettbewerb für den vierten MÜNSTERHACK auf: https://www.muensterhack.de/

Alle Ideen werden im Vorfeld an die Teilnehmer kommuniziert, so dass gute Chancen bestehen, dass ein Team sich Ihrer Idee annimmt – natürlich gerne mit Ihrer Mithilfe. Unter allen Einreichern werden zudem Sachpreise verlost.

Sie haben eine Idee für ein noch lebenswerteres Münster der Zukunft? Dann reichen Sie Ihre Hack-Idee noch bis zum 31. August ein unter www.muensterhack.de/#ideen

Aaseemonitoring jetzt auch digital: Intelligente Sensoren messen Wasserqualität

Münsters Aasee ist der größte Naherholungsraum im Stadtgebiet. Als im Hitzesommer 2018 der Sauerstoffgehalt des Sees auch aufgrund stetig hoher Temperaturen und ausbleibenden Niederschlags stark sank, kam es zu einem großen Fischsterben.

Als Michael Hermes auf seinem Arbeitsweg nach Münster Zeuge des Fischsterbens wurde, stellte er sich die Frage, ob bei der Lösung dieses Problems entsprechende Sensorik, also kontinuierliche Messungen spezifischer Daten, hilfreich sein könnte. Hermes bringt seine Idee im September 2018 in den „Münsterhack“ ein. Bei der Zusammenkunft von Münsters Tech-Szene wird in einem kleinen Team die Idee „Hack-a-Tonne“ geboren. Dabei handelt es sich um eine Messtonne, die, ausgestattet mit „LoRaWAN“-Sensoren (Long Range Wide Area Network), an unterschiedlichen Stellen auf dem Aasee befestigt wird und 24 Stunden Umweltdaten zur Gewässeranalytik sendet.

„LoRaWAN“ wird besonders im Umweltbereich eingesetzt, weil die Datenübermittlung sehr energiesparend ist und die Reichweite der Übertragung mehrere Kilometer betragen kann. Ergänzt wird das digitale System durch analoge Messungen, die vom Umweltamt der Stadt Münster bereits seit Mitte der 1990er Jahre vorgenommen werden.

Die Wasserqualität des Sees ist längst wieder hergestellt und der Fischbestand hat sich erholt. “Gerade weil der Aasee für alle Münsteraner einen besonderen Wert hat, haben wir uns gefreut, eine Projektidee aus der Bürgerschaft in das gesamte Handlungskonzept Aasee integrieren zu können”, freut sich Berthold Reloe vom Amt für Mobilität und Tiefbau. Der Einsatz von „LoRaWAN“ biete für die Stadt Münster die Chance, die Technik in einer echten Anwendung zu testen und dann möglicherweise auch für andere Bereiche vorzusehen.

Insbesondere vor dem Hintergrund einer „Smart City“, der Stadtentwicklung im digitalen Zeitalter, bieten sich in der Stadtentwässerung zahlreiche Möglichkeiten, digitale Lösungen einzusetzen. Neben der Überwachung der Qualität des Aasees gibt es auch im Bereich Starkregen- und Hochwassermanagement oder der Bewirtschaftung von Kanalnetzen und Bauwerken weitere Anwendungsfelder. „Mithilfe von digitalen Maßnahmen die Lebensqualität zu erhalten oder zu verbessern, ist ein Grundprinzip der Smart City“, erklärt Dr. André Wolf, Leiter der Stabsstelle Smart City Münster.

Der „Münsterhack“ wird seit 2017 jährlich vom „Digital Hub münsterLAND“ in Kooperation mit der items GmbH veranstaltet. Der nächste Hackathon findet am 25. und 26. September statt. Gemeinsam mit der Stabsstelle Smart City rufen die Organisatoren zum Ideen-Wettbewerb bis zum 31. August auf: Ideen können unter https://www.muensterhack.de/#ideen eingereicht werden.

Hier geht es zur Original-Pressemeldung der Stadt.

Stadt Münster unterstützt Hackathon zur Stadtentwicklung

Smart Cities zeichnen sich durch eine nachhaltige, vernetzte und technologiebasierte Stadtentwicklung aus. Auch Münster macht sich auf den Weg zur Smart City und setzt dabei auf das Know-how und kreative Potenzial von Bürgern, Programmierern und digitalen Vordenkern. Die Stadt Münster verstetigt und intensiviert daher ihre Unterstützung für das Veranstaltungsformat “Münsterhack”, welches im September bereits zum vierten Mal stattfinden wird.

“In den letzten Wochen ist deutlich geworden, dass es die Digitalisierung möglich macht, aus vielen Daten Erkenntnisse zu ziehen, die unser Leben verbessern können”, erläutert Dr. André Wolf, Leiter der Stabsstelle Smart City im Bau- und Planungsdezernat der Stadt Münster. Daher sei es wichtig digitale Angebote zu entwickeln, die Probleme im städtischen Alltag – etwa in den Bereichen Stadtentwicklung, Mobilität, Freizeit und Umweltschutz – lösen können. “Neue Ideen und Projekte erfordern in diesem Zusammenhang auch neue kreative und teamorientierte Formate wie den ‘Hackathon’, bei dem in relativ kurzer Zeit sehr konkrete Produktideen entstehen.”

Die städtische Stabsstelle Smart City unterstützt daher in Zukunft den Verein “münsterLAND.digital”. Der Verein ist mit seinem Projekt “Digital Hub münsterLAND” gemeinsam mit dem IT-Unternehmen items Hauptinitiator des “Münsterhack”. Auf den zweitägigen Events treffen sich Ideengeber sowie Stadt-Visionäre und Software-Entwickler, um in kleinen Teams intensiv an Prototypen und Software-Demonstratoren für vorgegebene oder eigene Problemstellungen zu arbeiten. Der Begriff “Hackathon” ist dabei eine Wortschöpfung aus “Hack” und “Marathon”.

Matthias Günnewig, Vorstand des Vereins, freut sich über die Unterstützung, die zunächst für drei Jahre gilt: “Mit der langfristigen Zusammenarbeit können Smart-City-Projekte im Digital Hub und im FabLab Münster systematisch entwickelt und in Anwendung gebracht werden. Das ist ein großer Mehrwert für unsere Mitglieder, für die Start-ups und die vielen Techies. Im Mittelpunkt des ‘Münsterhack’ steht die Frage, wie wir Münster durch digitale Lösungen noch lebenswerter gestalten können. Dafür verwenden die Teams auch offene Datenquellen, die von der Stadt, den Stadtwerken und anderen Unternehmen aus Münster zur Verfügung gestellt werden.” In diesem Jahr findet der Hackathon am 25./26. September statt. Erstmals ist aufgrund von Corona auch eine Online-Teilnahme möglich. Oberbürgermeister Markus Lewe ist wie in den Vorjahren Schirmherr der Veranstaltung.

Bevor die Hacker starten, braucht es neben Daten auch Projektideen. Dr. Sebastian Köffer, Geschäftsleiter des “Digital Hub münsterLAND” und Mitinitiator des Hacks, ruft daher zum Mitmachen beim Ideenwettbewerb des “Münsterhack” auf: “In den bisherigen Ausgaben sind sehr vielfältige Konzepte herausgekommen – beispielsweise für die Vorhersage von Ampelphasen für Fahrradfahrer, eine Taschengeldbörse oder ein Öko-Kontrollsystem zur Wasserqualität des Aasees.”

Neue Ideen kann man über die Internetseite https://muensterhack.de/#ideen einreichen.

Die Unterstützung des Vereins “münsterLAND.digital” soll sich nicht nur auf das Format “Münsterhack” beschränken. “Wir wollen gemeinsam digitale Projekte nach vorne bringen”, sind sich Günnewig und Wolf einig, dass Kooperation und Vernetzung künftig eine noch größere Rolle für den Standort Münster spielen werden.

Foto: Dr. André Wolf (r.), Leiter der städtischen Stabsstelle Smart City, Matthias Günnewig (l.), Vorstand des Vereins “münsterLAND.digital” und Dr. Sebastian Köffer, Geschäftsleiter des “Digital Hub münsterLAND”, freuen sich auf die Zusammenarbeit und laden zum Ideenwettbewerb beim “Münsterhack 2020” ein.

Alle Informationen zum Hackathon 2020 auf www.muensterhack.de

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