Projekt „Thermografiebefliegung“ erfolgreich abgeschlossen

Mehr als 25.000 Downloads der Wärmebilder von Hausdächern / Zahl der Energieberatungen verdreifacht / Webportal zum Download der Bilder weiterhin online

Die Stadt zieht eine positive Bilanz des Projektes Thermografiebefliegung. Die zur Verfügung gestellten Wärmebilder von Hausdächern riefen rund 60 Prozent der von der Stadt angeschriebenen Eigentümer:innen ab, insgesamt sind das mehr als 25.000 Downloads. Die Aufnahmen fragten Privathaushalte, Unternehmen sowie öffentliche und kirchliche Immobilienbesitzende ab. Auf Basis der Bilder führte die Stadt in der Zeit von Februar 2022 bis Ende Dezember 2022 über 2000 kostenlose Energieberatungen durch. Damit verdreifachte sich die Zahl der Beratungen im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr. „Die Thermografiebefliegung war das richtige Projekt zur richtigen Zeit“, sagt Stadtbaurat Robin Denstorff. „Energie ist immer noch knapp, die Energiepreise sind nach wie vor hoch und sie belasten die Haushaltskassen.“ 

Ziel des Projektes war es, nicht nur das Dach auf Energiesparpotenziale zu prüfen, sondern das gesamte Gebäude in den Fokus zu nehmen. „So haben die Eigentümerinnen und Eigentümer anhand der Aufnahmen einen wertvollen Eindruck vom energetischen Zustand ihres Gebäudes erhalten. Nun können sie durch eine energetische Sanierung ihres Hauses Energie und langfristig auch Geld sparen“, sagt Stadtbaurat Denstorff.

Im Januar 2021 schickte die Stadt ein Flugzeug mit einer Spezialkamera in die Luft, um Wärmebilder der münsterschen Dachlandschaft zu erstellen. Im Frühjahr 2022 erhielten 41.500 Eigentümer:innen Wärmebilder vom energetischen Zustand ihres Gebäudes. Anhand der Wärmebilder konnten sie ein kostenfreies Energieberatungsangebot der Stadt nutzen. Zusätzlich zur Interpretation des Wärmebildes und der daraus resultierenden Sanierungsempfehlungen beinhalteten die Beratungsgespräche etwa auch Hinweise zur Förderung von Photovoltaik-Anlagen und zur Begrünung von Hausdächern.

Die kostenfreien Einstiegs-Energieberatungen der Stadt Münster auf Basis des Thermografiebildes werden weiterhin angeboten und auch das Webportal „Thermodatenabruf Münster“ (www.thermodatenabruf-muenster.de) wird bis Ende 2023 erreichbar sein.

Die Thermografiebefliegung Münster zeigt, welche unmittelbare Relevanz das Nutzen von Daten und Digitalisierungsmöglichkeiten für Bürger:innen haben kann. Mittlerweile haben sich aus zahlreichen Kommunen und Kreisen Interessierte gemeldet, die eine Thermografiebefliegungen nach dem münsterschen Vorbild durchführen wollen.

Darüber hinaus wurde das Projekt im Herbst 2022 auf Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz als erfolgreiches Digitalisierungsprojekt aus deutschen Kommunen auf der Smart Country Convention in Berlin vorgestellt.

Die „Thermografiebefliegung Münster – Klimaschutz aus der Luft“ wurde von Herbst 2019 bis Dezember 2022 als Gemeinschaftsprojekt der Stabsstelle Smart City Münster (Projektkoordination), dem Vermessungs- und Katasteramt und der Stabsstelle Klima (vormals Koordinierungsstelle für Klima und Energie) sowie unter Beteiligung der Stadtnetze Münster GmbH durchgeführt.

Alle Informationen zur Thermografiebefliegung gibt es auf unserer Projektseite: https://smartcity.ms/thermografiebefliegung/.

Den Abschlussbericht finden Sie hier https://www.stadt-muenster.de/sessionnet/sessionnetbi/getfile.php?id=522588&type=do

Thermografiebefliegung erfolgreich abgeschlossen!

In der Nacht von Samstag, 30. Januar, auf Sonntag, 31. Januar, fanden die beiden letzten der insgesamt drei Flüge des Projekts „Thermografiebefliegung Münster – Klimaschutz aus der Luft“ statt. „Alle Flüge waren erfolgreich, so dass nun die erste Phase des Gesamtprojekts abgeschlossen ist“, resümiert Stadtbaurat Robin Denstorff.

Das mit der Befliegung beauftragte niederländische Unternehmen Miramap hatte am Samstagnachmittag aufgrund der guten Wetterlage (kalt, trocken, klar) kurzfristig entschieden und mitgeteilt, dass es am Abend und in der Nacht fliegen wird. „Ich bitte um Verständnis, dass wir dadurch nur noch sehr kurzfristig über die sozialen Medien und die Webseiten über die Befliegung und die Lärmbeeinträchtigungen durch die Propellermaschine informieren konnten,“ erklärt Denstorff. „Dennoch freue ich mich, dass die Befliegung nun vollständig durchgeführt ist. Die aktuell in der Diskussion befindlichen Grenzschließungen hätten dazu führen können, dass das Flugzeug mit der Spezialkamera gar nicht mehr hätte einfliegen können“. Diese Situation hatte es bereits im Frühjahr 2020 gegeben, als die Wetterbedingungen passend waren, die Crew aufgrund der seinerzeitigen Ein- und Ausreisebedingungen aber nicht starten konnte.

Das Projekt Thermografiebefliegung dient dem Klimaschutz. Mithilfe einer Spezialkamera wurden in Phase 1 Wärmebilder von Münsters Dachlandschaft aufgenommen. „In Phase 2 werden die Daten nun ausgewertet“, erklärt Dr. André Wolf, Leiter der Stabsstelle Smart City, die im Dezernat für Planung, Bau und Wirtschaft angesiedelt ist und das Projekt koordiniert. „Phase 3 wird dann voraussichtlich im Spätsommer starten: Dann werden die Hauseigentümer mit Informationen zu den kostenlosen Wärmebildern angeschrieben. Auf Basis der sehr anschaulichen Wärmebilder kann dann eine Beratung zur energetischen Dach- und Haussanierung erfolgen.“ Hierzu berät die Koordinierungsstelle für Klima und Energie (KLENKO) der Stadt Münster gemeinsam mit der Verbraucherzentrale zu speziellen Förderprogrammen.

Mit der Befliegung erfolgte zugleich eine Kontrolle des 120 Kilometer langen Fern- und Nahwärmenetze der Stadtnetze Münster.

Wichtige Informationen finden sich auf den Projektseiten von Smart City und der Stadt Münster: www.smartcity.ms/2020/12/14/thermografiebefliegung-3/ www.stadt-muenster.de/thermografiebefliegung

Thermografiebefliegung: Flugzeug steht bereit

Befliegung des Stadtgebietes dient dem „Klimaschutz aus der Luft“ / Start an drei Abenden / Das Wetter muss stimmen

Mit der Thermografiebefliegung möchte die Stadt Münster einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Zeichen für den Start des Projektes stehen gut: Der Flieger steht bereit und die Temperaturmessgeräte sind verteilt.

„Die Thermografiebefliegung ist eine wichtige Maßnahme des Klimaschutzes, die für energetische Fragestellungen sensibilisiert und Angebote zu Möglichkeiten der Energieeinsparung macht“, so Stadtbaurat Robin Denstorff. „Jetzt braucht es nur noch die passenden Wetterverhältnisse – klare und trockene Nächte, geringe Luftfeuchtigkeit, keinen Wind und Temperaturen von 5 Grad oder kälter.“ Unter diesen Voraussetzungen lassen sich verwertbare Wärmebilder der münsterschen Dachlandschaft erstellen.

Nach Auswertung und Aufbereitung der Bilder bietet die Stadt in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale Münster allen Hauseigentümerinnen und Hauseigentümern kostenlos eine thermografische Darstellung ihrer Immobilie und eine Erstberatung zur energetischen Gebäudesanierung an. „Ziel ist es, dauerhaft Heizkosten zu verringern und CO2-Emissionen zu vermeiden“, erläutert Georg Reinhardt vom Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit. Die ausgewerteten Wärmebilder liegen voraussichtlich im Herbst 2021 vor.

„Doch zunächst werden die so genannten Rohbilder benötigt“, erklärt Dr. André Wolf, Leiter der Stabsstelle Smart City, die das Projekt federführend bei der Stadt Münster betreut. Für die Aufnahmen wird eine Propellermaschine an drei Tagen in den späten Abendstunden unterwegs sein. Das Flugzeug samt Spezialkamera der beauftragten Firmen Hexagon und miramap steht in Utrecht bereit. „Da in einer Höhe von 500 Metern geflogen wird, lässt sich eine Lärmbelästigung leider nicht vermeiden“, wirbt Wolf um Verständnis für die Maßnahme.

Mit der Befliegung erfolgt zugleich eine Kontrolle der 120 Kilometer langen Fern- und Nahwärmenetze der Stadtnetze Münster.

Geplant war die Thermografiebefliegung ursprünglich schon für Anfang 2020. Wegen der Corona-Regelungen musste sie jedoch verschoben werden.

Ausführliche Informationen zum Projekt gibt es auf unserer Projektseite, auf den Seiten der Stadt Münster sowie in der Pressemeldung.