Webforum “Beteiligung in der Stadtentwicklung digitaler denken”

Die digitale Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern in der Stadtentwicklung ist zunehmend ein wichtiges Thema und zwar nicht erst seit der Einschränkung von Präsenzveranstaltungen aufgrund der Corona-Lage. Erfahrungen zeigen, dass oft neue und andere Interessierte erreicht werden, dass die zeitliche Flexibilität vielen entgegen kommt, aber einige sich auch ausgeschlossen fühlen könnten.

In Ergänzung zum nun für 2021 geplanten Stadtforum “Beteiligung weiter denken” wurden im Webforum am 17.11.2020 die Chancen und Grenzen neuer Beteiligungsformate via Internet ausgelotet und diskutiert, ob eine gründliche Erörterung komplexer Themen überhaupt so möglich ist.

Die Online-Veranstaltung von Smart City Münster und den MünsterZukünften bildet den Auftakt einer Reihe von Webforen, die den Beitrag von Bürgerinnen und Bürgern, den Part der Stadtgesellschaft in Münsters Weg zur Smart City zum Thema machen.

Mehr als 150 Interessierte verfolgten am 17.11.2020 das erste Webforum “Beteiligung in der Stadtentwicklung digitaler denken”. Fünf Expertinnen und Experten diskutieren mit städtischen Vertreterinnen und Vertretern folgende Fragestellungen: Welche Erfahrungen haben wir bis jetzt in Münster? Was kann die Zukunft der digitalen Öffentlichkeitsbeteiligung sein?

Gäste waren

  • Kathrin Feigs | plan-lokal / Projekt Stadtteilentwicklungskonzept Handorf, Gelmer, Sudmühle
  • Anke M. Leitzgen | #stadtsache / Projekte Südviertel und Hörster Parkplatz
  • Oskar Lingk | Urban Participation Lab / Projekte Werkstattverfahren Bremer Platz und Masterplan Münster Mobilität 2035+
  • Alexander Sommer | items GmbH / Projekt MÜNSTERHACK

mit Anmerkungen und einer Einordnung von Dr. Fee Thissen, Büro für Urbane Transformation/RWTH Aachen.

Vertreter der Stadtverwaltung

  • Robin Denstorff, Stadtbaurat
  • Dr. André Wolf, Leiter Stabsstelle Smart City Münster
  • Christopher Festersen, Leiter Stadtplanungsamt Münster
  • Bernadette Spinnen, Leiterin Münster Marketing

Mitmachen

Alle Zuschauer waren aufgefordert, Fragen zum Thema im Chat zu formulieren.

Graphic Recording: Marie Jacob

Interaktive Aufzeichnung der Veranstaltung

Die interaktive Aufzeichnung der Veranstaltung in BigBlueButton finden Sie hier » Sie können anhand der Folien links direkt zu den einzelnen Beiträgen navigieren.

Grußwort von Oberbürgermeister Lewe

Das Grußwort von Oberbürgermeister Lewe finden Sie hier » Es konnte aus technischen Gründen nicht in die Gesamtaufzeichnung eingebunden werden.

Vortrag von Anke M. Leitzgen

Wir bitten die schlechte Tonqualität des Beitrags von Anke M. Leitzgen (ab min. 81:45) zu entschuldigen. Der Vortrag wurde von ihr im Anschluss umgehend neu eingesprochen und findet sich als separate Aufzeichnung hier »

Publikumsumfragen

Alle Teilnehmenden wurden gefragt. Die Beteiligung lag bei ca. 80%:

Haben Sie schon Erfahrung mit digitalen Beteiligungsformaten?

72 %
(89 Personen)
ja
22 %
(27 Personen)
nein
4 %
(6 Personen)
unsicher

Auch die Alterstruktur der Teilnehmenden wurde abgefragt. Dabei ordneten sie sich den Altersgruppen wie folgt zu:

9 %
unter 25 Jahre
43 %
25–40 Jahre
37 %
41–60 Jahre
8 %
61–80 Jahre
1 Person
über 80 Jahre

Offene Publikumsfragen

Offene Fragen aus dem Publikumschat, die aus zeitlichen Gründen nicht aufgegriffen werden konnten, werden zurzeit bearbeitet. Die Antworten der Vortragenden werden bald auf der Seite der MünsterZukünfte zur Verfügung stehen.

 

Open Source-Videoplattform

Die Veranstaltung wurde durchgeführt mit der Open Source Videokonferenzplattform “BigBlueButton” – gehostet von der items GmbH in Münster.

 

Die Veranstaltung war ein Gemeinschaftsprojekt von MünsterZukünfte und Smart City Münster

        

 

Stadt Münster wird Mitglied bei Civitas Connect e.V.

In einer smarten Stadt werden gemeinschaftlich Lösungen für alltägliche Herausforderungen entwickelt. Die Bereiche Mobilität und Energie sowie die Ver- und Entsorgung von Wasser sind dabei zentrale Themen, in denen Handlungsbedarf aber auch Lösungspotenziale bestehen. Netzbetreiber sind zumeist die Stadtwerke oder andere kommunale Unternehmen. Mit Civitas Connect e.V. hat sich daher im Juni diesen Jahres ein bundesweites Netzwerk aus eben diesen Akteuren gegründet, das gemeinsam Lösungen für die Fragen von Morgen entwickeln möchte. Dem Zusammenschluss gehören bislang gut 25 Unternehmen von Travemünde bis Arnsberg an. Die Stadtwerke Münster sind als Gründungsmitlied ebenfalls dabei und als erster kommunaler Partner ist jetzt auch die Stadt Münster assoziiertes Mitglied in diesem Zusammenschluss geworden.

„Wir freuen uns, dass wir als Mitglied dieser Kooperation dazu beitragen können, praktische Lösungen für die Fragestellungen der Zukunft zu entwickeln“, freut sich Dr. André Wolf, Leiter der Stabsstelle Smart City im Dezernat für Planung, Bau und Wirtschaft der Stadt Münster. „Wir möchten unsere Kolleginnen und Kollegen aus den Fachämtern motivieren, aktiv in diesem Netzwerk mitzuarbeiten“, so Wolf weiter.

Der Zusammenschluss Civitas Connect setzt darauf, dass die Mitgliedsunternehmen in selbst organisierten Arbeitsgruppen gemeinsam Problemlösungen erarbeiten. Die Idee dahinter ist, dass viele Stadtwerke oder kommunale Unternehmen vor denselben Herausforderungen stehen, aber nicht jeder seine eigenen Lösungen erarbeiten und dafür Ressourcen investieren muss. Was testweise gemeinsam in Travemünde ausprobiert wird, kann in Arnsberg genauso funktionieren. Zu diesem praktischen Austausch möchte die Stadt Münster mit der Mitgliedschaft beitragen.

Die Stabsstelle Smart City Münster und mit ihr die gesamte Stadtverwaltung ist gespannt auf den gemeinsamen Austausch und die ersten Projektumsetzungen. Koordiniert wird Civitas Connect e. V. übrigens von der items Münster.

Smart Cities im Münsterland tauschen sich aus

Auf Initiative der Stabsstelle Smart City tauschten sich jüngst die Akteure der Smart Cities Münster und Ahaus aus. „Die Zukunft der Stadt ist vernetzt. Dabei ist es wichtig, nicht nur Daten, Anwendungen und Geräte zu vernetzen, sondern auch Akteure und Mitgestalter in einen Erfahrungsaustausch zu bringen“, erklärt Dr. André Wolf, Leiter der Stabsstelle Smart City im Dezernat für Planung, Bau und Wirtschaft der Stadt Münster.

„Gerade im Münsterland können wir gut voneinander und miteinander lernen“, so Wolf. „Die Smart City macht nicht an Stadt- oder Kreisgrenzen halt. Durch Sensoren, Vernetzung und smarte Dienste kann zum Beispiel Mobilität in der Smart City effizienter, umweltfreundlicher und bedarfsorientierter organisiert werden. Dies gilt sowohl für Großstädte als auch für Klein- und Mittelstädte.“ Unter den Teilnehmern waren Vertreter der Stadt und der Stadtwerke, der Wirtschaftsförderung, der Universität Münster, der Initiative „Code for Münster“ und des Netzwerk Innenstadt NRW.

Nach einem Empfang bei Bürgermeisterin Karola Voß, dem Ersten Beigeordneten Hans-Georg Althoff und dem Ahauser „Chief Digital Officer“ Thomas Spieker ging es zum Campus von Tobit Software und anschließend auf eine Digital-Tour durch die Stadt. Die Fortschritte der Digitalisierung in Ahaus konnte durch den Besuch mehrerer „Showcases“ erlebt werden. Gezeigt wurde, wie man in Ahaus über digitale Anwendungen Spielgeräte, Boote oder eigene Kinoräume teilen und buchen kann. Auch ein smartes Hotel, eine Disco und ein E-Bike-Verleih gehörten zu den Stationen, die die 20 Neugierigen aus Münster gezeigt bekamen.

Ein bisschen Ahaus gibt es übrigens schon in Münster, und ein bisschen Münster in Ahaus: Die Technik für Münsters ersten digitalen Biergarten und auch die Pop Up Gastronomie Wintergarten stammt von Tobit Software aus Ahaus. Die Stadtwerke Ahaus wiederum sind Mitglied der Kooperationsplattform Civitas Connect, das durch die Münstersche items GmbH organisiert und moderiert wird und das sich unter anderem um den Ausbau von LoRaWAN-Netzwerken (Long Range Wide Area Network) für Kommunen und kommunale Unternehmen kümmert. Am Ende sprach Wolf eine Gegeneinladung nach Münster aus.

Münsterhack 2020 ist eröffnet – Einladung zum Livestream der Pitches

Beim MÜNSTERHACK kommt die Tech-Szene in Münster zusammen und entwickelt gemeinsam Ideen und Prototypen, um die eigene Stadt noch lebenswerter zu machen. Die Stadt Münster vertreten durch die Stabsstelle Smart City Münster unterstützt  daher sehr gerne den Hackathon.

Am Freitag, 25. September 2020, wurde der vierte MÜNSTERHACK eröffnet. Viele interessante Ideen für die smarte Stadt und Region kursieren im Teilnehmerkreis – was davon umgesetzt wird, entscheidet sich am Wochenende.

Beim Abschlusspitch des MÜNSTERHACK am Samstagabend, 26. September, präsentieren die Teams im Livestream ihre Ideen und Prototypen für die smarte Stadt Münster. Eine Fachjury aus Experten und Unterstützern des MÜNSTERHACK bewertet die Ideen und vergibt die Preise an die besten drei Teams.

Alle Interessierten können die Pitches der Hackathon-Teams am Samstag, 26. September im Livestream ab 18.00 Uhr verfolgen. Im Stream wird dann auch live der Zuschauerpreis im Wert von 500 EUR vergeben. Auch Sie können abstimmen! Hierfür müssen Sie sich lediglich im Vorfeld anmelden. Die kostenfreie Anmeldung zum Livestream und zur Zoom-After-Show-Party erfolgt unter www.muensterhack.de/#zuschauen.

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter www.muensterhack.de

Aaseemonitoring jetzt auch digital: Intelligente Sensoren messen Wasserqualität

Münsters Aasee ist der größte Naherholungsraum im Stadtgebiet. Als im Hitzesommer 2018 der Sauerstoffgehalt des Sees auch aufgrund stetig hoher Temperaturen und ausbleibenden Niederschlags stark sank, kam es zu einem großen Fischsterben.

Als Michael Hermes auf seinem Arbeitsweg nach Münster Zeuge des Fischsterbens wurde, stellte er sich die Frage, ob bei der Lösung dieses Problems entsprechende Sensorik, also kontinuierliche Messungen spezifischer Daten, hilfreich sein könnte. Hermes bringt seine Idee im September 2018 in den „Münsterhack“ ein. Bei der Zusammenkunft von Münsters Tech-Szene wird in einem kleinen Team die Idee „Hack-a-Tonne“ geboren. Dabei handelt es sich um eine Messtonne, die, ausgestattet mit „LoRaWAN“-Sensoren (Long Range Wide Area Network), an unterschiedlichen Stellen auf dem Aasee befestigt wird und 24 Stunden Umweltdaten zur Gewässeranalytik sendet.

„LoRaWAN“ wird besonders im Umweltbereich eingesetzt, weil die Datenübermittlung sehr energiesparend ist und die Reichweite der Übertragung mehrere Kilometer betragen kann. Ergänzt wird das digitale System durch analoge Messungen, die vom Umweltamt der Stadt Münster bereits seit Mitte der 1990er Jahre vorgenommen werden.

Die Wasserqualität des Sees ist längst wieder hergestellt und der Fischbestand hat sich erholt. “Gerade weil der Aasee für alle Münsteraner einen besonderen Wert hat, haben wir uns gefreut, eine Projektidee aus der Bürgerschaft in das gesamte Handlungskonzept Aasee integrieren zu können”, freut sich Berthold Reloe vom Amt für Mobilität und Tiefbau. Der Einsatz von „LoRaWAN“ biete für die Stadt Münster die Chance, die Technik in einer echten Anwendung zu testen und dann möglicherweise auch für andere Bereiche vorzusehen.

Insbesondere vor dem Hintergrund einer „Smart City“, der Stadtentwicklung im digitalen Zeitalter, bieten sich in der Stadtentwässerung zahlreiche Möglichkeiten, digitale Lösungen einzusetzen. Neben der Überwachung der Qualität des Aasees gibt es auch im Bereich Starkregen- und Hochwassermanagement oder der Bewirtschaftung von Kanalnetzen und Bauwerken weitere Anwendungsfelder. „Mithilfe von digitalen Maßnahmen die Lebensqualität zu erhalten oder zu verbessern, ist ein Grundprinzip der Smart City“, erklärt Dr. André Wolf, Leiter der Stabsstelle Smart City Münster.

Der „Münsterhack“ wird seit 2017 jährlich vom „Digital Hub münsterLAND“ in Kooperation mit der items GmbH veranstaltet. Der nächste Hackathon findet am 25. und 26. September statt. Gemeinsam mit der Stabsstelle Smart City rufen die Organisatoren zum Ideen-Wettbewerb bis zum 31. August auf: Ideen können unter https://www.muensterhack.de/#ideen eingereicht werden.

Hier geht es zur Original-Pressemeldung der Stadt.

Stadt Münster unterstützt Hackathon zur Stadtentwicklung

Smart Cities zeichnen sich durch eine nachhaltige, vernetzte und technologiebasierte Stadtentwicklung aus. Auch Münster macht sich auf den Weg zur Smart City und setzt dabei auf das Know-how und kreative Potenzial von Bürgern, Programmierern und digitalen Vordenkern. Die Stadt Münster verstetigt und intensiviert daher ihre Unterstützung für das Veranstaltungsformat “Münsterhack”, welches im September bereits zum vierten Mal stattfinden wird.

“In den letzten Wochen ist deutlich geworden, dass es die Digitalisierung möglich macht, aus vielen Daten Erkenntnisse zu ziehen, die unser Leben verbessern können”, erläutert Dr. André Wolf, Leiter der Stabsstelle Smart City im Bau- und Planungsdezernat der Stadt Münster. Daher sei es wichtig digitale Angebote zu entwickeln, die Probleme im städtischen Alltag – etwa in den Bereichen Stadtentwicklung, Mobilität, Freizeit und Umweltschutz – lösen können. “Neue Ideen und Projekte erfordern in diesem Zusammenhang auch neue kreative und teamorientierte Formate wie den ‘Hackathon’, bei dem in relativ kurzer Zeit sehr konkrete Produktideen entstehen.”

Die städtische Stabsstelle Smart City unterstützt daher in Zukunft den Verein “münsterLAND.digital”. Der Verein ist mit seinem Projekt “Digital Hub münsterLAND” gemeinsam mit dem IT-Unternehmen items Hauptinitiator des “Münsterhack”. Auf den zweitägigen Events treffen sich Ideengeber sowie Stadt-Visionäre und Software-Entwickler, um in kleinen Teams intensiv an Prototypen und Software-Demonstratoren für vorgegebene oder eigene Problemstellungen zu arbeiten. Der Begriff “Hackathon” ist dabei eine Wortschöpfung aus “Hack” und “Marathon”.

Matthias Günnewig, Vorstand des Vereins, freut sich über die Unterstützung, die zunächst für drei Jahre gilt: “Mit der langfristigen Zusammenarbeit können Smart-City-Projekte im Digital Hub und im FabLab Münster systematisch entwickelt und in Anwendung gebracht werden. Das ist ein großer Mehrwert für unsere Mitglieder, für die Start-ups und die vielen Techies. Im Mittelpunkt des ‘Münsterhack’ steht die Frage, wie wir Münster durch digitale Lösungen noch lebenswerter gestalten können. Dafür verwenden die Teams auch offene Datenquellen, die von der Stadt, den Stadtwerken und anderen Unternehmen aus Münster zur Verfügung gestellt werden.” In diesem Jahr findet der Hackathon am 25./26. September statt. Erstmals ist aufgrund von Corona auch eine Online-Teilnahme möglich. Oberbürgermeister Markus Lewe ist wie in den Vorjahren Schirmherr der Veranstaltung.

Bevor die Hacker starten, braucht es neben Daten auch Projektideen. Dr. Sebastian Köffer, Geschäftsleiter des “Digital Hub münsterLAND” und Mitinitiator des Hacks, ruft daher zum Mitmachen beim Ideenwettbewerb des “Münsterhack” auf: “In den bisherigen Ausgaben sind sehr vielfältige Konzepte herausgekommen – beispielsweise für die Vorhersage von Ampelphasen für Fahrradfahrer, eine Taschengeldbörse oder ein Öko-Kontrollsystem zur Wasserqualität des Aasees.”

Neue Ideen kann man über die Internetseite https://muensterhack.de/#ideen einreichen.

Die Unterstützung des Vereins “münsterLAND.digital” soll sich nicht nur auf das Format “Münsterhack” beschränken. “Wir wollen gemeinsam digitale Projekte nach vorne bringen”, sind sich Günnewig und Wolf einig, dass Kooperation und Vernetzung künftig eine noch größere Rolle für den Standort Münster spielen werden.

Foto: Dr. André Wolf (r.), Leiter der städtischen Stabsstelle Smart City, Matthias Günnewig (l.), Vorstand des Vereins “münsterLAND.digital” und Dr. Sebastian Köffer, Geschäftsleiter des “Digital Hub münsterLAND”, freuen sich auf die Zusammenarbeit und laden zum Ideenwettbewerb beim “Münsterhack 2020” ein.

Alle Informationen zum Hackathon 2020 auf www.muensterhack.de

Zur Originalpressemeldung hier klicken