Digitallabor Münster

 

Das Digitallabor Münster ist ein zukunftsorientierter Bildungs- und Erfahrungsraum zur Unterstützung der digitalen Schulentwicklung in Münster. Durch die Einbindung der in Münster ansässigen Digitalisierungs- und Bildungsakteure werden zusätzliche und neue Impulse für die Weiterbildung vor Ort gegeben. Alle Nutzer:innen des Digitallabors können hier selbstständig oder angeleitet ausprobieren, experimentieren und umsetzen, sich über ihre Erfahrungen mit anderen austauschen und durch sachkundige Unterstützung der beteiligten Netzwerkpartner:innen neue Dinge lernen und erfahren. Somit trägt das Digitallabor zur Weiterentwicklung der gesamten Bildungslandschaft der Stadt Münster bei.

Die Einrichtung hat im Herbst 2021 auf dem Leonardo-Campus der Fachhochschule Münster den Betrieb aufgenommen.

 

Das Digitallabor ist eine Einrichtung der Stadt Münster, versteht sich aber als offener Ort um mit den unterschiedlichen Netzwerkpartner:innen aus Wirtschaft, Hochschule, Lehrerbildung und Zivilgesellschaft zeitgemäße und zukunftsorientierte Angebote für Lehrkräfte, Studierende, Schüler:innen und Interessierte in Digital- und Medienkompetenz zu realisieren. Im Digitallabor werden zahlreiche variierende, niedrigschwellige und fachspezifische Bildungs- und Veranstaltungsformate angeboten, die teilweise singulär und/oder gemeinschaftlich von den jeweiligen Beteiligten konzipiert und umgesetzt werden.

 

Kollaborativ und kooperativ Arbeiten

Coworking im Digitallabor Münster

Das Digitallabor ist ein Ort, der hybride Möglichkeiten für Austausch, Lernen und Begegnung bietet: Physische wie digitale Anwesenheit und Vernetzung. Das Digitallabor soll eine offene zugängliche Wissens- und Kommunikationsplattform zur Digitalen Bildung sein. Hier sollen kooperative Prozesse angestoßen werden, um durch konstruktive Prozesse neue Lösungen, Anwendungen und Angebote für die Gestaltung einer digitalen Kultur zu erproben.

 

Makerspace, Coding usw.

Im sogenannten Makerspace lernt man u.a. mit einem 3D-Drucker zu arbeiten.

Themen wie Coding, digitale Souveränität und Open Source-Ansätze sollen die nachhaltige, altersunabhängige Teilhabe in Form von Technological und „Digital Literacy“ in der Wissensgesellschaft auf Dauer gewährleisten. Gestandenen und noch in Ausbildung befindlichen Lehrenden soll hier das digitale Handwerkszeug vermittelt werden für eine moderne Ermöglichungsdidaktik, die auf die Digitalität der aktuellen Generationen von Lernenden abgestimmt ist und die Verschränkung von digitaler und analoger Lebenswelt erlebbar und gestaltbar macht.

 

Das Digitallbor Münster ist ein Gemeinschaftsprojekt von

  • Stabsstelle Digitale Bildung der Stadt Münster
  • Stabsstelle Smart City der Stadt Münster
  • Bezirksregierung Münster, Medienberater:innen
  • Bezirksregierung Münster, Zentrum für schulpraktische Lehrerbildung
  • Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Zentrum für Lehrerbildung
  • Fachhochschule Münster, Institut für Berufliche Lehrerbildung
  • citeq
  • Schulamt für die Stadt Münster
  • Volkshochschule Münster
  • Stadtbücherei Münster
  • FILM+SCHULE NRW
  • openSenseLab gGmbH
  • DigitalHub münsterLAND e.V.
  • CoderDojo Münster

 

Kontakt

Das Digitallabor Münster wird koordiniert und betreut von der Stabsstelle für Digitale Bildung im Amt für Schule und Weiterbildung der Stadt Münster: Torsten Henseler und Dr. Inga Zeisberg.

 

 

Wussten Sie schon?

Ab voraussichtlich 2026 wird das Digitallabor gemeinsam mit der Stabsstelle Smart City, dem WDR und der VHS an den „Urbanen Ort am Servatiiplatz“ ziehen. Es ist Teil unseres Smart City-BMI-Förderprojektes „Funkhaus 2.0“.

Designkiosk K67 wird Anlaufpunkt für Bürgerbeteiligung

Seit Mitte Juni findet sich ein kleiner roter Kiosk im Stadthaus 3 am Albersloher Weg. Der sogenannte K67 ist ein Kiosk, der 1966 vom slowenischen Architekten und Designer Saša J. Mächtig entworfen wurde. Dr. Ansgar Buschmann hat der Stadt Münster jetzt eines der seltenen Exemplare als Dauerleihgabe überlassen.

Bis zum Produktionsstopp 1999 fanden die fast 7.500 hergestellten Einheiten verschiedene Einsatzmöglichkeiten, wie beispielsweise als Zeitungs- oder Ticketverkaufsstand, Snackbude oder Polizeistation. Mit dem Zusammenbruch der sozialistischen Staaten im Osten und Südosten Europas verschwand der K67 jedoch zusehends aus der Öffentlichkeit.

 

Bürgerbeteiligung im Designobjekt

„Wir bringen den Design-Kiosk zurück in die Öffentlichkeit und haben uns zudem eine ganz besondere Einsatzvariante für Münster überlegt“, freut sich Stadtbaurat Robin Denstorff über die hochwertige Leihgabe. „Der K67 wird im Rahmen von Stadtentwicklungsprozessen für die Bürgerbeteiligung eingesetzt, das heißt er taucht als eine Art Markenzeichen für Bürgerbeteiligung immer wieder an verschiedenen Orten auf, um die Münsteranerinnen und Münsteraner dazu einzuladen, sich zu beteiligen“, verrät Denstorff. „Das ist eine ganz besondere, smarte Art Bürger zu beteiligen und dabei Design im öffentlichen Raum zu präsentieren und zu erleben.“

Für die Zeit, in der der Kiosk nicht im Einsatz ist, steht er neben der alten Straßenbahn im gläsernen Foyer des Stadthauses 3.

Der K67, ein Kiosk im zeitlosen Design und doch ein Kind seiner Zeit: Bernadette Spinnen, Leiterin Münster Marketing, Stadtbaurat Robin Denstorff, Leihgeber Dr. Ansgar Buschmann und André Wolf, Leiter Stabsstelle Smart City (v.l.) sind sich einig in ihrer Freude über den smarten Kiosk, der so gut nach Münster passt.. Foto: Amt für Kommunikation / MünsterView, H. Witte

„Der K67 ist in der Sammlung des Museum of Modern Art in New York zu bewundern und jetzt auch in Münster – ein sehr guter Platz für dieses einzigartige Designobjekt“, freut sich Dr. Ansgar Buschmann, von Büroorganisation Buschmann, der den K67 der Stadt als Leihgabe zur Verfügung gestellt hat. „Die Idee, ihn für die Bürgerbeteiligung einzusetzen, ist perfekt. Der K67 wurde in der Vergangenheit bereits für unterschiedlichste Formate genutzt, daher freue ich mich sehr, dass er nun dem Dialog in der Stadt zu Gute kommt.“

 

Der K67 in und für Münster

2020 erwarb Dr. Ansgar Buschmann ein sehr seltenes, vollständig restauriertes Exemplar des K67 und brachte es nach Münster. Der Kiosk fand seinen Platz in seinem abc.k67 ConceptStore am Roggenmarkt in der Innenstadt von Münster und war dort neben zahlreichen weiteren Designobjekten zu bestaunen. Im Frühjahr 2021 machten lange geplante Umbaumaßnahmen den Umzug des K67 unumgänglich. Buschmann war von Anfang an daran interessiert, den K67 in einer „guten Nutzung“ zu wissen, die öffentlich zugänglich ist. Mit der Schlüsselübergabe Ende Juni ging der K67 als Dauerleihgabe in die Hände der Stadt Münster über. Der Kiosk wurde im Stadthaus 3 untergebracht, von wo aus er Bestandteil von Veranstaltungen werden soll. Das Anwendungsfeld ist dabei klar definiert. An einem Kiosk kommen Menschen zusammen, tauschen sich aus, informieren und vernetzen sich. Dieses Prinzip möchte die Stadt Münster mit dem K67 aufgreifen und ihren Bürgerinnen und Bürgern einen Ort für Beteiligung bieten, an dem Informationen zu unterschiedlichen Entwicklungen in der Stadt präsentiert und erlebbar gemacht werden. So soll der kleine rote Kiosk immer wieder an unterschiedlichen Orten in der gesamten Stadt auftauchen und ein Informationsangebot bieten. Durch seine Designsprache verkörpert er dabei eine sehr gute Symbiöse aus zeitloser Modernität und Dialog, weshalb sich das Objekt auch in verschiedenen bedeutenden Sammlungen von Designobjekten wiederfindet. Aktuell werden von Kolleginnen und Kollegen aus dem Dezernat für Planung, Bau und Wirtschaft die ersten Einsätze des K67 geplant und schon bald wird der kleine rote Kiosk im Stadtgebiet zu sehen sein.

Pressemitteilung der Stadt Münster

Münster ist jetzt Smart-City-Modellkommune

Die Stadt Münster erhält vom Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat (BMI) über das Programm „Modellprojekte Smart Cities: Stadtentwicklung und Digitalisierung“ einen Förderzuschlag von rund 9,5 Millionen Euro.

Bereits zum dritten Mal hatte das BMI Ende 2020 zur Bewerbung für das Programm aufgerufen. Die Stadt Münster folgte erstmalig dem Aufruf und setzte sich unter 94 Städten, Kreisen und Gemeinden sowie interkommunalen Kooperationen aus ganz Deutschland mit ihrem Vorhaben durch. Die von der Stadt beantragten Maßnahmen haben ein Gesamtvolumen von knapp 15 Millionen Euro für Smart-City-Projekte. Das Motto des Aufrufs lautete: „Gemeinsam aus der Krise: Raum für Zukunft“.

 

Münster ist Smart-City-Modellkommune

„Münster ist jetzt Smart-City-Modellkommune“, sagt Stadtbaurat Robin Denstorff. „Wir sind glücklich über den Zuschlag in Höhe von rund 9,5 Millionen Euro. Nun können wir zahlreiche innovative Projekte realisieren, die Münster als zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort stärken und noch lebenswerter für die Münsteranerinnen und Münsteraner macht.“ Es sei ein Riesenerfolg, dass Münster in das Förderprogramm Smart Cities des Innenministeriums aufgenommen wurde, so Denstorff: „Das freut mich persönlich sehr – auch für die Stabsstelle Smart City und die mittlerweile fast 40 Partner der Allianz Smart City. Es ist auch eine tolle Bestätigung unserer Arbeit, vor allem unseres Ansatzes, Digitalisierung als nachhaltigen Prozess zu verstehen, der der Stadtentwicklung und dem Gemeinwohl nützen muss.“

Digitalisierung findet Stadt:  MünsterZukunft gemeinsam machen

Die Bewerbung baut auf der Smart-City-Strategie der Stadt Münster auf und trägt den Titel „Digitalisierung findet Stadt: MünsterZukunft gemeinsam machen“. Sie nimmt Bezug auf das Stadtentwicklungskonzept und die Nachhaltigkeitsstrategie Münsters. Fast 50 Projekte hatte die Stabsstelle Smart City Münster innerhalb der Stadtverwaltung sowie im Rahmen der Allianz Smart City Münster für die Bewerbung eingesammelt. Daraus sind zwölf Maßnahmen entwickelt worden, die drei Kategorien zugeordnet wurden: Mitmach-Stadt, Klima-Stadt und Mobile-Stadt.

Grafik: Marie Jacobi

Die münsterschen Förderprojekte kurz vorgestellt

  • Young Smart City: #stadtsache 2.0: Kinder und Jugendliche für die Smart City beteiligen und befähigen. Ausgerüstet mit mobilen Endgeräten erkunden sie ihre Umgebung mit Fokus auf Themen einer digitalen Stadt.
  • Leezenflow für die Stadtregion: Weiterentwicklung des Grüne-Welle-Assistenten „Leezenflow“ und Installation auf den 14 Velorouten der Stadtregion Münster.
  • Energiehelden: Unser Klima 2030: Entwicklung eines digital gestützten Bildungs- & Informationsangebotes zum Thema Klimaschutz und erneuerbare Energien.
  • Ideenfarm: open source solution enabler: Unterstützung und Verstetigung von „offenen“ bürgerschaftlichen Ideen und Digitalprojekten durch ein Patenschaftsmodell.
  • Werkraum Innenstadt: Attraktivitätssteigerung der Innenstadt durch Ansiedlung und Nutzbarmachung von Ideen, start-ups und Projekten der Digitalwirtschaft.
  • Ganzheitliche City Logistik: Mit digitalen Lösungen zur optimalen Stadtlogistik. Entwicklung von digital gestützten Maßnahmen, um lokale Lieferwege kurz und umweltfreundlich zu gestalten.
  • Funkhaus 2.0: Das Digitale lokalisieren: Entwicklung eines „Dritten Ortes“ für das Anwenden und Ausprobieren von Techniken und digitalen Lösungen zum Erwerb von Medien- und Digitalkompetenz.
  • Smarte Quartiere für vernetzte Nachbarschaft: Entwicklung und Umsetzung von quartiersbezogenen Digitalprojekten für neue Stadtquartiere wie Oxford und York.
  • Kleine Kiste, große Wirkung: Fühlen.Messen.Mitmachen: Entwicklung eines flächendeckenden und partizipativen Netzwerkes von Messstationen zum Erheben von Umweltdaten.
  • NICO: NetzInfrastrukturCOckpit: Entwicklung einer zentralen Datenplattform und eines digitalen Zwillings für städtische Infrastrukturen.
  • Data-Leeze: smarte Fahrradstadt Münster: Erhebung und Analyse von Daten zur Weiterentwicklung und zum Ausbau der Fahrradinfrastruktur.
  • BOOST: Loop und Busverkehr beschleunigen: Einsatz intelligenter Kommunikationstechnologien zur Optimierung des öffentlichen Personennahverkehrs.

Auch die Smart City-Strategie soll in einem breiten Beteiligungsverfahren mit Hilfe der Fördermittel weiterentwickelt werden.

Weitere Informationen finden Sie in unserer Pressemitteilung.

Wir suchen Ihre Idee für ein noch lebenswerteres Münster!

Am 24. und 25. September findet der fünfte „MÜNSTERHACK“ statt. Es kommen wieder Menschen zusammen, die digitale Ideen entwickeln, mit deren Umsetzung Münster noch lebenswerter werden soll. Schirmherr dieser besonderen Form der Bürgerbeteiligung ist Oberbürgermeister Markus Lewe. Ab sofort ist dazu ein Ideenwettbewerb geöffnet.

Intensives Arbeiten im Team bringt gute Gedanken hervor. Auch beim fünften „MÜNSTERHACK“ sollen wieder Ideen entwickelt werden, die das Leben leichter machen.

 

MÜNSTERHACK

Der MÜNSTERHACK ist ein zweitägiges Event, auf dem sich Ideengeber sowie Stadt-Visionäre und Software-Entwickler treffen, um in kleinen Teams intensiv an Prototypen und Software-Demonstratoren für vorgegebene oder eigene Problemstellungen zu arbeiten. Der Begriff “Hackathon” ist dabei eine Wortschöpfung aus “Hack” und “Marathon”. Die Stabsstelle Smart City ist offizieller Partner des MÜNSTERHACKS und des mit-organisierendem münsterLAND.digital e.V.

 

Ihre Hacking-Idee für ein (noch) lebenswerteres Münster!

Zur weiteren Inspiration der Hacker:innen ermuntert die städtische Stabsstelle Smart City gemeinsam mit den Organisatoren des Hackathons, dem Digital Hub münsterLAND und dem IT-Unternehmen items GmbH, alle Bürger:innen zum Mitmachen beim Ideenwettbewerb für die Jubiläumsausgabe des „MÜNSTERHACK“.

Bis zum 31.08.2021 können Sie Ihre Idee einreichen über die Internetseite https://www.muensterhack.de/#ideen. Alle Ideen werden im Vorfeld an die Teilnehmer kommuniziert, so dass die Chance besteht, dass ein Team sich Ihrer Idee annimmt – natürlich gerne mit Ihrer Mithilfe durch eine aktive Teilnahme. Unter allen Einreichern werden zudem Sachpreise verlost.

Mehr Informationen finden Sie in der städtischen Pressemeldung.

 

Welche Ideen wurden bereits umgesetzt?

In den letzten Jahren konnten bereits einige Projektideen aus dem MÜNSTERHACK durch die Stadtverwaltung Münster umgesetzt werden: Aaseemonitoring (MÜNSTERHACK-Gewinner 2018), Leezenflow (Zuschauerpreis 2019), KlimaHeroes (MÜNSTERHACK-Gewinner 2020) sowie „Stadtgeschichte für die Zukunft“ (Mentorenpreis 2020). Weitere Ideen wurden mit anderen Partnern ebenfalls umgesetzt.

Alle Infornationen zum MÜNSTERHACK finden Sie hier: https://www.muensterhack.de/

Smart City-Dashboard

Daten sind die Basis für eine nachhaltige integrierte Stadtentwicklung im digitalen Zeitalter. Doch welche Daten sind relevant für eine Smart City? Eine Auswahl von Echzeitdaten aus Münster, die für eine nachhaltige Stadtentwicklung interessant sind, werden nun auf dem Smart City-Dashboard visualisiert: Fahrradzählstationen, Parkhäuser, Passantenfrequenzen sowie Umweltdaten von der Smart City senseBox und dem Aaseemonitoring werden dargestellt.

 

Echzeitdaten

Das Smart City-Dashboard ist ein Informationsangebot der Stabsstelle Smart City Münster, angesiedelt im Dezernat für Planung, Bau und Wirtschaft der Stadt Münster. Echtzeitdaten, die in unterschiedlichen Themenbereichen der Stadtentwicklung durch die Stadt Münster und ihre Partner erhoben werden, werden hier dargestellt. Interaktive Zeitreihen erlauben erste Analysen der Daten.

Das Dashboard und das entsprechende Sensorennetzwerk sollen schrittweise weiter ausgebaut werden. Mit diesen Live-Daten kann künftig ein Überblick zum Beispiel über Luftqualität, Bodenfeuchte und andere Umweltdaten sowie Mobilitätsangebote gegeben werden. Auf Basis von Echtzeitdaten und interaktiven Zeitreihen lässt sich beispielsweise die Wirksamkeit von Maßnahmen im Stadtraum analysieren.

 

Open Data, Open Source

Die interaktive Kartendarstellung gibt Informationen über die jeweiligen Orte der Datensammlung. Informationen und Ansprechpartner zu den einzelnen Themen findet man bei einem Klick auf „Über die Daten“ bei der jeweiligen Themenkachel. Alle Daten sind als Offene Daten (Open Data) auch über das Open-Data-Portal der Stadt Münster für andere Zwecke verfügbar.

Die Software des Dashboards wurde von der münsterschen Firma re:edu entwickelt und ist als Freie Software (Open Source) zur Adaption, Verbesserung und Verbreitung frei verfügbar: Quelltext des Frontends, Quelltext des Backends

 

Wussten Sie schon?

In der Stadt der Zukunft spielen Daten eine zentrale Rolle: Digitalisierung betrifft Kommunen in allen Bereichen. Die digitale Transformation verändert unsere Mobilität, unsere Art zu arbeiten, zu wohnen und zu leben, unsere Freizeit, unseren Konsum sowie unsere Kommunikation. Daten bilden das Fundament und sind zudem Treiber dieser Transformation. Wie werden die Daten gesammelt und welche Daten sind für eine nachhaltige Stadtentwicklung wichtig? Im Rahmen unserer Smart City-Projekte sammeln wir unterschiedliche Daten für die Stadtentwicklung, auf dem Smart City-Dashboard visualisieren wir eine Auswahl dieser Offenen Daten.

Smart City-Dashboard ist jetzt online

Daten sind die Basis für eine nachhaltige integrierte Stadtentwicklung im digitalen Zeitalter. Doch welche Daten sind relevant für eine Smart City? Eine Auswahl von Echzeitdaten aus Münster, die für eine nachhaltige Stadtentwicklung interessant sind, werden nun auf dem Smart City-Dashboard visualisiert: Fahrradzählstationen, Parkhäuser, Passantenfrequenzen sowie Umweltdaten von der Smart City senseBox und dem Aaseemonitoring werden dargestellt.

Das Smart City-Dashboard ist ein Informationsangebot der Stabsstelle Smart City Münster, angesiedelt im Dezernat für Planung, Bau und Wirtschaft der Stadt Münster. Echtzeitdaten, die in unterschiedlichen Themenbereichen der Stadtentwicklung durch die Stadt Münster und ihre Partner erhoben werden, werden hier dargestellt. Interaktive Zeitreihen erlauben erste Analysen der Daten.

Das Dashboard und das entsprechende Sensorennetzwerk sollen schrittweise weiter ausgebaut werden. Mit diesen Live-Daten kann künftig ein Überblick zum Beispiel über die Luftqualität, andere Umweltdaten oder Mobilitätsangebote gegeben werden. Auf Basis von Echtzeitdaten und interaktiven Zeitreihen lässt sich beispielsweise die Wirksamkeit von Maßnahmen im Stadtraum analysieren.

Die interaktive Kartendarstellung gibt Informationen über die jeweiligen Orte der Datensammlung. Informationen und Ansprechpartner zu den einzelnen Themen findet man bei einem Klick auf „Über die Daten“ bei der jeweiligen Themenkachel. Alle Daten sind als Offene Daten (Open Data) auch über das Open-Data-Portal der Stadt Münster für andere Zwecke verfügbar.

Die Software des Dashboards wurde von der münsterschen Firma re:edu entwickelt und ist als Freie Software (Open Source) zur Adaption, Verbesserung und Verbreitung frei verfügbar: Quelltext des Frontends, Quelltext des Backends

Hier geht’s zum Smart City-Dashboard.

Smart City Reallabor

Parkplatz Nieberdingstraße wird Probierfeld für Smart-City-Technik: Stadt und Stadtwerke bauen Reallabor auf

„Smart-City-Reallabor Nieberding“ heißt es ab sofort an der Kanalbrücke Albersloher Weg. Stadt Münster und Stadtwerke Münster testen am dortigen P+R-Parkplatz verschiedene Sensoren, Anzeigen und Technologien, die später in Quartieren und Mobilstationen zum Einsatz kommen könnten, um Fahrgästen den Umstieg auf den klimafreundlichen Nahverkehr zu erleichtern und Quartiersbewohner:innen das Leben bequemer zu machen. Den Auftrag, den Park&Ride-Platz zu einem Reallabor „Smarte Mobilstation“ zu entwickeln, hatte der Rat der Stadt Münster im März 2021 gegeben.

„Den Test machen wir ganz bewusst in aller Öffentlichkeit: Im Reallabor sollen innovative Smart-City-Anwendungen unter realen Bedingungen erprobt werden. Der Testraum schafft Transparenz und liefert wesentliche Erkenntnisse auf dem weiteren Weg zur Smart City“, sagt Stadtbaurat Robin Denstorff. „Was überzeugt, übernehmen wir in den Standard für Stadt- und Mobilitätsplanung.“

 

Mobilstation und mehr

Erste Anwendung: Sensoren, die die Verfügbarkeit der Parkplätze erfassen

Als erste Smart-City-Anwendung installieren Stadt und Stadtwerke Sensoren, die erfassen, ob Parkplätze frei oder belegt sind. „Für eine moderne Mobilstation ist das ein Muss. Wer mit dem Auto von außerhalb kommt, kann sich so gleich zu einem freien Parkplatz außerhalb der Innenstadt navigieren lassen und dort auf den Bus umsteigen“, erklärt Frank Gäfgen den praktischen Nutzen des Systems. E-Ladesäulen gehören ebenfalls zum Umfang der Mobilstation. Erstmals soll auch eine vollständig barrierefreie Ladesäule installiert werden. Außerdem soll es dort weitere Stellplätze für Carsharing-Anbieter sowie eine Abstellfläche für Leihroller oder -räder geben. Fahrräder könnten dann unter einem großen Photovoltaikmodul abgestellt werden, das die Leezen vor Regen schützt und gleichzeitig Ökostrom erzeugt.

Welche Anwendungen sind noch geplant?

Im Smart-City-Reallabor sollen aber nicht nur Anwendungen für Mobilstationen getestet werden, sondern verschiedene Lösungen, die Münster bei der Entwicklung zur lebenswerten und resilienten Stadt der Zukunft unterstützen soll.

Dieser Sensor misst die Bodenfeuchte.

So können Sensoren die Bodenfeuchtigkeit überwachen und damit im Winter vor Glatteis warnen und im Sommer für ausrechende Bewässerung der Bäume sorgen. Auch die Müllbehälter können ihren Füllstand automatisch an die Abfallwirtschaftsbetriebe melden.

LoRaWAN-Netz der Stadtwerke Münster

Für die Datenübertragung kommt das Stadtwerke-eigene LoRaWAN-Netz zum Einsatz. „Wir haben diese wichtige Infrastruktur für die Smart-City-Anwendungen in den letzten Jahren aufgebaut und decken damit fast das ganze Stadtgebiet ab. Vorteile sind der geringe Energieverbrauch und die große Reichweite, weil wir wie hier nur kleine Datenmengen übertragen müssen“, so Frank Gäfgen.

 

Vorbereitung für neue Quartiere

Auch eine neue Generation Straßenlaternen wird im Smart-City-Reallabor auf die Probe gestellt. „Sie sollen nicht nur Licht – natürlich aus energiesparenden LED – spenden, sondern können auch als WLAN-Hotspot dienen oder anzeigen, ob eine nahegelegene E-Ladestation frei ist“, so Robin Denstorff. „Zum Einsatz könnten diese zum Beispiel in den Quartieren York und Oxford in Gremmendorf und Gievenbeck kommen.“

Installiert werden die verschiedenen Anwendungen sukzessive über die kommenden Monate, die Überwachung und Auswertung erfolgt laufend durch ein gemeinsames Projektteam der Stadtwerke und der Smart-City-Stabsstelle der Stadt. Interessierte können die Daten des Reallabors künftig in Echtzeit über online abrufen.

 

Das Smart City Reallabor Nieberding ist ein Gemeinschaftsprojekt von

 

 

Wussten Sie schon?

„LoRaWAN“ wird besonders im Umweltbereich eingesetzt, weil nur sehr kleine Datenmengen übermittelt werden, so dass die Datenübermittlung sehr energiesparend ist. Die Reichweite der Übertragung kann mehrere Kilometer betragen.

Digitale Woche Münster vom 14. bis 19. Juni 2021

Digitalisierung gemeinsam gestalten

Sechs Tage lang täglich Infos, Ideen und Projekte rund um digitale Themen

Am 18. Juni 2021 findet der bundesweite Digitaltag statt. Der Aktionstag bietet eine Plattform, um verschiedene Aspekte der Digitalisierung zu beleuchten und sowohl Chancen und Potenziale als auch Herausforderungen zu diskutieren. Dieser Tag soll die Digitalisierung mit zahlreichen Formaten erklären, erlebbar machen, Wege zu digitaler Teilhabe aufzeigen und Raum für Debatten schaffen

Anlässlich des Digitaltages haben sich Smart City Münster, Digital Hub münsterLand, Stadtbücherei Münster und büne e.V. zusammengeschlossen, um den Digitaltag mit einer Digitalen Woche Münster zu begleiten. Diese findet in diesem Jahr und in dieser Form erstmalig komplett online vom 14. bis 19. Juni 2021 statt. An sechs Thementagen wird verdeutlicht, wie der digitale Wandel in nahezu allen Lebensbereichen stattfindet. Vorgestellt werden Ideen und konkrete Projekte in den Handlungsfeldern der Smart City Münster – die die Bereiche Mobilität, Umwelt, Lebensart, Wirtschaft und Teilhabe umfassen.

Im Mittelpunkt der Digitalen Woche steht dann auch in Münster der bundesweite Digitaltag am Freitag, 18. Juni 2021. Ziel des Digitaltags und der Digitalen Woche ist die Förderung der digitalen Teilhabe. Alle Menschen in Münster sollen in die Lage versetzt werden, sich selbstbewusst und selbstbestimmt in der digitalen Welt zu bewegen und diese aktiv mit Ideen und Lösungen mitgestalten zu können.

 

Programmübersicht

Bitte berücksichtigen Sie, dass Sie sich über die jeweiligen Links für einzelne Programmpunkte im Vorfeld anmelden müssen. Insofern eine Anmeldung nicht erforderlich ist, finden Sie den direkten Einwahllink unter der Programmbeschreibung.

Montag, 14.06.2021: Thementag Mobilität

Digitale Dienste für neue Formen der Mobilität?

Screenshot Heatmap Stadtradeln 2020 in Münster, (C) Stadtradeln

Am ersten Thementag stehen die Einsatzbereiche von Digitalisierung für eine intelligente Mobilität im Mittelpunkt. In der ersten Session starten wir mit einem Überblick über das Zukunftsthema Autonomes Fahren mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI). In zwei Impulsreferaten am frühen Abend rückt dann die Frage in den Fokus, wie die Verkehrswende mithilfe digitaler Formate unterstützt werden kann. Ganz münstertypisch richtet sich dabei der Blick auf die Fahrradstadt 2.0 sowie auf Maßnahmen in einem Smart City Reallabor am Nieberding, das in Kürze an den Start gehen wird. Im Chat dürfen gerne Fragen an die Referentinnen und Referenten gestellt werden, die im Anschluss diskutiert werden.

 

16.30 – 17.30 Uhr

Das Ende des Lenkrads? Autonomes Fahren: Chancen und Herausforderungen

Vielen Bürger:innen erscheint das autonome Fahren als eine futuristische Entwicklung, die noch in weiter Zukunft liegt. Diese Zukunft wird aber schon schrittweise Realität, denn es gibt bereits erste Fahrzeuge, die autonom fahren können. In dieser Veranstaltung werden die Chancen und Herausforderungen des „Fahrens ohne Lenkrad“ beleuchtet.

Thomas Werner, Code for Münster

Hier geht es direkt zum Vortrag auf youtube!

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18.00 – 19.00 Uhr

Mit Daten und digitalen Werkzeugen die Verkehrswende gestalten

Anmeldung: https://www.eventbrite.de/e/digitale-woche-munster-2021-registrierung-156002402385 

Hilft es, für die Verkehrswende Daten zu sammeln? Und was hat das mit einer Smart City zu tun? Diese und weitere Fragen werden anhand zweier konkreter Projekte aus Münster näher in den Blick genommen.

Moderation: Dr. André Wolf, Stabsstelle Smart City, Stadt Münster

Daten sammeln für die Radverkehrsplanung in Münster

Anwenderdaten digital sammeln als Grundlage für die Radverkehrsplanung – mit dieser Methode nimmt die Stadt Münster eine Vorreiterrolle ein. Doch welche Daten werden genau erfasst und wie gehen die Mitarbeiter:innen vom städtischen Fahrradbüro bei ihren Planungen vor? Am Beispiel der Aktionen AppGrade im Rahmen der Entwicklung des Fahrradnetz 2.0 und Stadtradeln wird erklärt, warum Daten und Bürgerbeteiligung wichtige Bestandteile für die Planungen sind.

Annika Schröder und Malte Konrad, Fahrradbüro, Stadt Münster

 

Auf dem Weg zur Mobilstation 2.0 – das Smart City Reallabor

Was ist eigentlich ein „Reallabor“, wie kann es bei der Entwicklung einer Smart City helfen und warum spielen Kooperationen dabei so eine große Rolle? Antworten auf diese Fragen werden am Beispiel des ersten Smart City Reallabors in Münster gegeben und diskutiert.

Thomas Terstiege, Stabsstelle Smart City, Stadt Münster und Fabian Röttgering, Stadtwerke Münster

 

Dienstag, 15.06.2021: Thementag Umwelt

Digitalisierung als „Game Changer“?

Aaseemonitoring Münster

Der zweite Tag der Digitalen Woche beschäftigt sich mit dem Themenbereich Umwelt. Die Veranstaltungen betrachten hierbei drei Projekte, die alle ein Ziel gemeinsam haben: Mit Digitalisierung Klima- und Umweltschutz zu gestalten. Während die Nachmittagsveranstaltung eine Reise in den Bereich der Climate Fiction unternimmt, die dem Klimawandel erlegen ist, werden am Abend zwei reale Projekte aus Münster vorgestellt, die auf unterschiedliche Art und Weise mithilfe der Digitalisierung Klima und Umwelt verbessern wollen. Im Chat dürfen gerne Fragen an die Referenten gestellt werden, die im Anschluss diskutiert werden.

 

16.30-17.30 Uhr

Extrem spannend und beklemmend aktuell – Christoph Tiemann liest aus „Cryptos“ vor

Extrem spannend und beklemmend aktuell – das ist der Science-Fiction-Roman „Cryptos“, aus dem der Schauspieler Christoph Tiemann auf Einladung der Stadtbücherei Münster zum Thementag „Umwelt“ der Digitalen Woche liest. Nach Erebos und Erebos 2 erzählt Bestseller-Autorin Ursula Poznanski nun von einer Wirklichkeit, in der das Klimasystem bereits gekippt ist, und für die meisten Menschen nur die Flucht ins Virtuelle bleibt. Ein Thriller der Extraklasse aus dem Bereich der Climate Fiction über eine Welt, die dem Klimawandel erlegen ist.

Christoph Tiemann, Schauspieler und Leiter des Ensembles Theater ex libris

Livestream: facebook.com/stadtbuecherei.muenster

Hinweise: ab 14 Jahren und mit freundlicher Zustimmung des Loewe-Verlags

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18.00 – 19.00 Uhr

Erst den Aasee retten, dann die ganze Erde?

Anmeldung: https://www.eventbrite.de/e/digitale-woche-munster-2021-registrierung-156002402385 

Digitalisierung kann auf unterschiedliche Weise zum Schutz der Umwelt beitragen, wie anhand der beiden Projekte deutlich wird. Die „LoRaWAN-Tonne“ kann beispielsweise die Wasserqualität des Aasees mithilfe von Sensoren überprüfen, während die KlimaHeroes eine App entwickelt haben, mit der die Nutzerinnen und Nutzer „spielend die Erde retten“ können.

Moderation: Thomas Terstiege, Stabsstelle Smart City, Stadt Münster

Mit der „LoRaWAN-Tonne“ den Aasee retten

Der Aasee ist Münsters zentrales Naherholungsgebiet. Im Hitzesommer 2018 sank der Sauerstoffgehalt des Aasees soweit, dass es zu einem großen Fischsterben kam. Mithilfe einer digitalen Lösung, dessen Idee im Münsterhack 2018 entwickelt wurde, wird nun seit dem Jahr 2020 die Wasserqualität des Aasees täglich 24 Stunden lang überwacht. Wie kann die Technik auf andere Gewässer in Münster übertragen werden und welche Vorteile hat grundsätzlich die Digitalisierung im Hinblick auf Gewässerschutz, Hochwasser-Vorsorge und Klima-Veränderungen?

Referent: Daniel Berger, Amt für Mobilität und Tiefbau, Stadt Münster

Spielend die Erde retten

Mit einer App auf spielerische Art sein eigenes Verhalten ändern und so die Umwelt retten? Wie kann das funktionieren? Das Sieger-Team des Münsterhackathons 2020 erzählt seine Erfolgsgeschichte: von der Idee, der gemeinsamen Entwicklung beim Münsterhack, dem Solution-Enabler-Programm und dem aktuellen Stand der App, die Menschen auf ihrem Weg zu klimafreundlicherem Handeln unterstützt.

Referentin: Ronja Köhling, Klimaheroes

 

Mittwoch, 16.06.2021: Thementag Lebensart

Soziale Nachbarschaften und Technik: wie passt das zusammen?

Kreativkai Münster: Lebensart und Innovationsschmiede

Auch für Quartiers- und Nachbarschaftsarbeit bieten digitale Lösungen neue Möglichkeiten der Vernetzung. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von digitalen Plattformen, die das Ziel verfolgen Nachbarinnen und Nachbarn besser untereinander zu vernetzen. Am dritten Tag der Digitalen Woche stellen wir dazu unter anderem Fragen wie: Welche Formen digitaler Vernetzung gibt es in Nachbarschaften? Was sind Risiken der Digitalisierung in der Nachbarschaftsarbeit? Wie können auch Kinder und Jugendliche bei der Quartiersgestaltung beteiligt werden? Im Chat dürfen gerne Fragen an die Referenten gestellt werden, die im Anschluss diskutiert werden.

 

16.30-17.30 Uhr

Was bietet der Digital-Kompass – Standort Münster?

Gerade in Corona-Zeiten zeigt sich, dass das Interesse älterer Menschen an der Digitalisierung stark zugenommen hat. Die bundesweite Initiative „Digital Kompass“ unterstützt mit Sachmitteln und Informations-Angeboten und hilft, Fragen zum Umgang mit digitalen Medien jeweils vor Ort zu klären. Was heißt das nun konkret? Welche Beratungsangebote sind in Münster geplant oder werden schon umgesetzt? Der Digital-Kompass-Standort Münster stellt sich vor.

Zoom-Meeting: https://zoom.us/j/98400060755?pwd=WTh5WUtNOHErOFVnN0tpRExBYWl1Zz09

Meeting-ID: 984 0006 0755

Kenncode: 245514

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18.00 – 19.00 Uhr

Digitale Nachbarschaften

Anmeldung: https://www.eventbrite.de/e/digitale-woche-munster-2021-registrierung-156002402385 

Soziale Kontakte pflegen wir am liebsten persönlich. Doch spätestens seit Beginn der Corona-Pandemie etablieren sich immer mehr Möglichkeiten, auch digital neue Kontakte zu suchen oder aufrecht zu halten. Die FH Münster führt aktuell eine Untersuchung zu „digitalen Nachbarschaften“ durch, und die Stadt Münster wendet bereits digitale Methoden bei der Quartiersentwicklung an.

Moderation: Henning Spenthoff, Stabsstelle Smart City, Stadt Münster

Einfluss digitaler Medien auf Nachbarschaften im ländlichen Raum

In dem Forschungsprojekt „Digitales Dorfleben“ der FH Münster werden die Folgen digitaler Kommunikation auf die Beziehung zwischen Nachbarinnen und Nachbarn in ländlichen Räumen untersucht. Insbesondere geht es um die Frage, ob digitale Nachbarschaftsnetzwerke einen Beitrag dazu leisten, dass Nachbarinnen und Nachbarn eher in Kontakt kommen und sich dadurch Auswirkungen auf das lokale Zusammenleben ausmachen lassen. Erste Ergebnisse des Projekts und der Vergleich zu einer Umfrage in NRW werden im Zuge dessen vorgestellt.

Referentin: Katrin Rosenberger, Fachbereich Sozialwesen, FH Münster

Spielerisch mit der App #stadtsache das eigene Viertel erkunden und verbessern

Digitale Medien bieten ein großes Potenzial bei der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. In Münster wurde bereits im Jahr 2019 mithilfe der App #stadtsache nach Vielfalt im Quartier gesucht. Nun werden auch Kinder und Jugendliche im Stadtteil Berg Fidel zu Stadtforschern in eigener Sache. Wir sprechen über die Idee, die App und erste Ergebnisse.

Referentin: Julia Kohake, Quartiersmanagerin Stadt Münster, Münster Marketing

 

Donnerstag, 17.06.2021: Thementag Wirtschaft

Wie kann die Wirtschaft helfen, die Smart City zu beflügeln?

Coworking und Start ups – Vernetzung digital und analog

Wirtschaft und Digitalisierung hängen oftmals eng zusammen, und Begriffe wie Kryptowährung oder Smart Home begegnen uns im Alltag immer öfter. Was genau es mit diesen Begriffen auf sich hat, wie sehr Digitalisierung und Wirtschaft miteinander zusammenhängen und was innovative Start-up Unternehmen damit zu tun haben, ist Thema des vierten Smart City-Thementages. Im Chat dürfen gerne Fragen an die Referenten gestellt werden, die im Anschluss diskutiert werden.

 

16.30-17.30 Uhr

Die Blockchain-Technologie – Bitcoin und mehr

Virtuelle Währungen wie Bitcoin sind in aller Munde. Doch was steckt dahinter? Wie funktioniert eine Blockchain und was sind die Besonderheiten der Technologie? Elisaweta Rabovskaja vom Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht der WWU gibt eine grundlegende Einführung und zeigt insbesondere Anwendungsfälle auf, die über virtuelle Währungen hinausgehen.

Zoom-Meeting: https://wwu.zoom.us/j/64107931693?pwd=dTJCK2RNdjVTaXBlamN6THppTDVzdz09

Meeting-ID: 641 0793 1693

Kenncode: 570648

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18.00 – 19.00 Uhr

Digital- und Startupszene in der Smart City: Hier entsteht Zukunft

Anmeldung: https://www.eventbrite.de/e/digitale-woche-munster-2021-registrierung-156002402385 

Innovationen und Ideen, die oftmals in den Bereich der Digitalisierung einzuordnen sind, schaffen nicht selten Durchbrüche, die bedeutende Auswirkungen auf die Wirtschaft haben. Auch für die Smart City Münster steckt viel Potenzial in den Ideen und im Engagement der Digitalwirtschaft und von Start ups.

Moderation: Henning Spenthoff, Smart City Münster

State of the Münster Tech – Wo steht die Digital- und Startup-Szene Münsters?

Die Digitalwirtschaft und Startup-Szene sind zukunftsweisend für die Entwicklung einer Region. Deswegen werden von Bund, Land und Kommunen viele Aktivitäten vorangetrieben. Auch in Smart City Projekten sind digitale Lösungen Antreiber für neue Ideen und für Lösungen zur besseren Vernetzung von Stadt und Land. Der Vortrag gibt einen Überblick über Entwicklung in Münster innerhalb der letzten 12 Monate. Wo steht die digitale Stadt Münster im überregionalen Vergleich?

Referent: Dr. Sebastian Köffer, Digital Hub MünsterLAND

Smart Home, City, Grid und Co. – was ist wirklich „smart“?

Smart City, Smart Grid und Co.: Technik von heute soll das Leben erleichtern und die Herausforderungen unserer Zeit bewältigen. Dafür sammeln intelligente Technologien rund um die Uhr große Datenmengen. Was davon, ist aber wirklich „smart“ und bringt einen Nutzen und können uns bei Klimawandel und Demografie helfen? Kein Buzzword Bingo, sondern ein Einblick in konkrete Praxisbeispiele.

Referent: Alexander Sommer, items GmbH Münster

 

Bundesweiter Digitaltag

Freitag, 18.06.2021: Thementag Teilhabe

Digitalisierung gemeinsam gestalten: Wie machen wir es konkret?

Workshop 3D-Druck: FabLab Münster

Der fünfte Tag der digitalen Woche ist zugleich der bundesweite Digitaltag 2021. Ziel dieses Aktionstages ist es, die digitale Teilhabe in der Breite der Gesellschaft zu fördern und die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung zu beleuchten. Wir gehen das Motto des Digitaltags – Digitalisierung gemeinsam gestalten – ganz konkret an und bieten neben zwei Voträgen auch zwei Workhops an: zum Mitmachen, Erleben und Ausprobieren von Digitalisierung und digitalen Tools.

 

13.00 – 15.00 Uhr

Workshop re:edu: Umweltdaten selber messen mit der senseBox

Im ersten Workshop wird anschaulich erklärt, wie man eine senseBox zusammenbaut und wozu genau man diese verwenden kann. Teilnehmer*innen bekommen die Möglichkeit eine „remote senseBox“ von zu Hause aus zu programmieren und auszuprobieren.

Die senseBox ist eine kleine Umweltmessstation, welche ihre Messwerte online auf der openSenseMap teilen kann. Ein interessanter Workshop für jede und jeden, die oder der eine ganz eigene kleine Umweltmessstation bauen und erhobene Daten mit anderen teilen möchte. Teilnehmer:innen bekommen die Möglichkeit, eine „remote senseBox“ von zu Hause aus zu programmieren und auszuprobieren.

Hinweis: Für die Teilnahme am Workshop ist eine eigene senseBox nicht erforderlich, und es sind such keine Vorkenntnisse nötig!

Referent: Dr. Thomas Bartoschek, re:edu GmbH, Münster

Format: Workshop

Anmeldung: https://sensebox.de/remote-workshop

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14.00 – 16.00 Uhr

FabLab: 3D-Druck

Mithilfe von 3D-Druck kann jede:r schnell und kostengünstig Objekte in den eigenen vier Wänden anfertigen. Dieser Einführungsworkshop vermittelt die technischen Grundlagen und das schrittweise Vorgehen von der digitalen Datei über die Maschineneinstellungen zum fertigen Teil. Der praktisch ausgerichtete Workshop ist für alle Kenntnislevels geeignet.
Die Anmeldung erfolgt über Eventbrite, der Workshop wird über Zoom abgehalten.

Referent: Eugen Beierle, FabLab Münster

Format: Workshop

Anmeldung: https://bit.ly/3bEYVcH

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15.00 – 16.00 Uhr

Handwerk Roadshow „Mobiles Baustellenmanagement – Arbeitsschutz digital“

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Handwerk.digital Roadshow des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Lingen und der Handwerkskammer Münster gibt Monja Meier, Gründerin des Startups EASI Control aus Hamm, unter dem Titel „Digitale Baustelle – mobiles Baustellenmanagement“ Einblicke in ihre umfangreiche digitale Lösung zum Thema Arbeitsschutz. Die Software ermöglicht es, alle Angelegenheiten rund um das Thema Arbeitsschutz digital zu verwalten.

Referentin: Monja Meier (Gründerin & Geschäftsführerin)

Anmeldelink: https://handwerkdigital.org/index.php/termine/handwerkskammer-muenster/mobiles-baustellenmanagement-arbeitsschutz-digital

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16.30 – 17.30 Uhr

Hate Speech, Fake News & Co

Der Siegeszug des Internets und des Word Wide Webs bietet neben neuen Möglichkeiten für gesellschaftliche und politische Partizipation auch neue Gelegenheitsstrukturen für Missbrauch und Manipulation, etwa für die Verbreitung von Online-Propaganda, Desinformation oder Hate Speech. Tim Schatto-Eckrodt vom Institut für Kommunikationswissenschaft der WWU gibt einen Überblick über aktuelle Erscheinungsformen von Online-Propaganda, stellt ausgewählte Forschungsbefunde zu ihrer Wirksamkeit vor, und diskutiert mögliche Gegenstrategien, um Manipulationsversuchen im Netz zu begegnen.

Zoom-Meeting: https://zoom.us/j/95978396089?pwd=T05Xbjliam9ITHY0NmIzZ3hJam5Gdz09

Meeting-ID: 959 7839 6089

Kenncode: 341000

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19.30 – 20.30 Uhr

Digitale Live-Abendführung: Zukunft gestalten, Bildung erleben – BNE im Allwetterzoo Münster

In dieser Führung erfahren die Gäste an ausgewählten Beispielen wie die 17 SDGs (Sustainable Development Goals) im Allwetterzoo Münster an lebenden Tierarten veranschaulicht und erklärt werden. Tiere aus verschiedenen Lebens- und Klimaräumen, die mal mehr mal weniger in Koexistenz mit Menschen leben, sind emotionale Botschafter und „Sinnbilder“, um das Wirken der Menschen auf Natur, Umwelt und gelebten Artenschutz zu erklären. Diese Führung erklärt digital den Beitrag des Allwetterzoo Münster zur Erfüllung unterschiedlicher Dimensionen von BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) und gibt Handlungsempfehlungen für aktiven Umwelt- und Artenschutz.

Maren Dobslaw, Biologin und Zooführerin im Allwetterzoo Münster

Format: Digitale „Live“ Abendführung durch den Allwetterzoo Münster, Teilnehmer können über die Chat Funktion Fragen an die Zooführerin stellen

Anmeldung: https://zoom.us/j/94265050140

 

Samstag, 19.06.2021: Thementag Kreativität

Auch der letzte Tag der digitalen Woche steht im Zeichen der Teilhabe – zum Schluss geht es spielerisch und musikalisch zu… Einleitungstext folgt

 

10.00 – 13.00 Uhr

Scratch Workshop – Programmiere dein eigenes Computerspiel

Einmal ein eigenes Videospiel erschaffen. Mit Scratch lassen sich erste Schritte in die Welt der Programmierung unternehmen. Mit einfachen, visuellen Bausteinen können 2D-Spiele und – Animationen erschaffen werden. Dabei werden anfänglich die Grundlagen des Programmierens vermittelt und nach wenigen Schritten können sich die Teilnehmer*innen selbst ausprobieren und schließlich ihr Programm der Gruppe vorstellen.

Hinweis: Für junge Menschen ab 10 Jahren.

Anmeldung an: Jugendbuecherei@stadt-muenster.de
Weitere Infos folgen nach der Anmeldung über email.

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11.00 – 13.00 Uhr

Einstieg in die digitale Musikproduktion

Dieses Angebot richtet sich an alle, die Lust haben ihre eigenen Beats zu bauen bzw. elektronische Musik zu machen und sich unsicher sind, welche Anschaffungen dafür wirklich nötig sind und auf welche man verzichten kann. Es werden Fragen geklärt, wie: Welches Programm ist das Richtige für mich? Reicht Garage Band? Brauche ich Plugins? Brauche ich Synthesizer? Außerdem wird ein Überblick über die DAW Ableton Live gegeben und es werden eure Fragen beantwortet.

Was bedeutet überhaupt digitale Musikproduktion? Gibt es überhaupt noch analoge Musikproduktion in einer zunehmend digitalisierten Welt? Wie lässt sich das genau voneinander abgrenzen? Der Workshop ist ein Kurs für alle, die Musikproduktion & die Live Performance Möglichkeiten einer Digital Audio Workstation (DAW) kennenlernen wollen. In diesem Kurs werden wir uns vor allem darauf konzentrieren, was digitale Musikproduktion bedeutet und welche digitalen Hilfsmittel es gibt. Was ist der Unterschied zwischen analog und digital? Was sind die Vorteile und Nachteile? Wie lassen sich analoge und digitale Musiktechnologie miteinander vernetzen? DJIDADA gibt euch einen Überblick über ihr Hybridsetup aus analogen und digitalen Elementen. Vielleicht habt ihr konkrete Fragen, die euch interessieren? Schickt vorab eure Fragen per E-Mail an info(at)djidada.com.

Hinweis: Für Interessierte ab 12 Jahren, Anzahl der Teilnehmenden begrenzt auf 20

Anmeldung erforderlich unter digimusiclab@stadt-muenster.de (bis zum 16.6.)

  

Die Digitale Woche Münster ist eine Gemeinschaftsveranstaltung von

 

 

 

 

Auf einen Blick

Hier finden Sie weitere Informationen zum Programm der Digitalen Woche Münster, des bundesweiten Digitaltages und der digitalen Transformation …

Digital Hub münsterLAND: https://www.digitalhub.ms/events

Bundesweiter Digitaltag: https://digitaltag.eu/aktionsuebersicht

Fahrradnetz 2.0 Münster

Ein zusammenhängendes Fahrradnetz mit Qualität

Münster ist ohne Frage eine Stadt, in der viele Wege mit dem Rad erledigt werden. Erklärtes Ziel ist es, noch mehr Menschen für dieses Verkehrsmittel zu begeistern und Radfahren sicher und komfortabel zu machen. Um die Infrastruktur hieran anzupassen, erarbeitet die Stadt Münster zurzeit ein lückenloses und systematisches Fahrradnetz 2.0, das Schritt für Schritt umgesetzt werden soll. Damit wird eine konzeptionelle Grundlage geschaffen, mit der die Radwege bedarfsgerecht und modern ausgebaut werden können.

Daten für die smarte Fahrradstadt 2.0 – Mehrmals um die Welt für Münsters Radwege

Zusätzlich zu den bereits vorhandenen Daten wurden 2021 mit der Aktion „Dein AppGrade für Münsters Fahrradwege“ erstmalig mithilfe der Münsteraner Fahrradfahrer:innen Daten von Alltagswegen für den Ausbau des Fahrradnetzes 2.0 Münster erhoben.

Bei der Aktion sind das städtische Fahrradbüro mit Unterstützung der Stabsstelle Smart City neue, digitale Wege gegangen: Alle Bürger:innen waren vom 12. April bis zum 9. Mai 2021 eingeladen, die Fahrradnetz-Planung zu unterstützen, indem sie sich die App Naviki herunterladen und ihre Alltagswege aufzeichnen.

Heatmap bildet aufgezeichnete Wege ab

Wenn möglichst viele Menschen mitmachen, wird sichtbar, welche Wege die Bürger:innen in der Realität nutzen. Bei der Aktion geht es nicht darum, besser zu sein als jemand anderes. Jeder noch so kurze oder lange Weg zählt. Viele individuelle Wege ergeben am Ende ein aussagekräftiges Gesamtbild für die zukünftige Fahrradnetzplanung in Münster.

Über 2000 Menschen beteiligten sich mit fast 23 000 Einzelwegen an der Kampagne. Insgesamt kamen so bei dem Tracking über 160 000 Kilometer zusammen. Das ist mehr als vier Mal um die Welt. Eine ganze Menge Daten, die die Planer:innen nun auswerten können. Details finden Sie in unserer News vom 14.05.2021.

Die Heatmap bildet alle während der Aktion aufgezeichneten Wege ab. Je intensiver das Rot, desto häufiger nutzten die Teilnehmer:innen die jeweiligen Strecken. Foto: Stadt Münster

Wozu wurden die Daten gesammelt?

Die Planer:innen erhalten so wichtige Informationen. Zum Beispiel, welche Wege oder Straßen in Münster besonders häufig mit dem Fahrrad genutzt und welche Verbindungsstrecken bevorzugt werden. Natürlich werden bereits einige Möglichkeiten genutzt, um an solche Daten zu kommen – etwa mit Hilfe der Fahrradzählstellen.

Fahrradzählstation am Kreisverkehr in Münster. Foto: Smart City Münster

Über diese punktuellen Auswertungsmöglichkeiten hinaus werden die Daten aus der App aber ein noch umfangreicheres und zusammenhängenderes Bild liefern.

Fahrradnetz-Planung: Ein hierarchisches und zusammenhängendes Fahrradnetz für Münster

Münster hat im Vergleich zu allen Großstädten Deutschlands den höchsten Fahrradverkehrsanteil – rund 43 % aller Wege werden mit dem Rad zurückgelegt. Gerade in den vergangenen Jahren hat die Stadt Münster viel für den Radverkehr getan und zum Beispiel mit der Umgestaltung der Fahrradstraßen nach den politisch beschlossenen Qualitätsstandards neue Maßstäbe gesetzt. Gleichzeitig besteht weiter Handlungsbedarf. Es gilt, die Fahrradinfrastruktur entsprechend der wachsenden Nachfrage und Ansprüche zu erweitern, denn viele Radwege sind zu eng und haben eine schlechte Oberfläche. Dies schränkt sicheres Fahren sowie den Verkehrsfluss ein und bietet Radfahrenden wenig Komfort.

Um das Radfahren auf ein neues Niveau zu heben, entwickelt das Amt für Mobilität und Tiefbau zusammen mit dem Beratungsunternehmen Rambøll und der Planungsgemeinschaft Verkehr PGV-Alrutz GbR das neue Fahrradnetz 2.0 – mit einer lückenlosen Fahrradinfrastruktur und mehr Platz für Fahrräder. Grundlage hiefür ist die im Februar 2020 beschlossene Vorlage: Vorlage V/1186/2019: Fahrradnetz-Planung: ein hierarchisches, zusammenhängendes Fahrradnetz für Münster erarbeiten

Ziel der Netzplanung ist der einfache, komfortable und sichere Fahrradverkehr von Tür zu Tür, der in das städtische Gesamtverkehrsnetz integriert ist. Dabei steht nicht der einzelne Radweg im Fokus, sondern das Fahrradnetz als Ganzes. Vom Kfz-Straßennetz ist das bekannt. Da gibt es auch eine Unterscheidung der Straßen je nach Funktion: Hauptstraßen, Nebenstraßen, Erschließungsstraßen. Eine solche Routenabstufung mit entsprechenden Qualitäten entwickelt die Stadt Münster mit der Netzplanung auch für den Radverkehr.

Die Netzplanung versteht sich als systematisches Vorgehen, das im Rahmen einer Bestandserfassung und -analyse Mängel und Defizite identifiziert und anschließend einen Fahrplan für die Zukunft festlegt: Welche Maßnahmen sind mit welcher Priorität umzusetzen, um Schritt für Schritt ein zukunftsfähiges Fahrradnetz zu erhalten?

 

Wussten Sie schon?

Die Stadt Münster schreitet bei der Fahrradnetzplanung neue Wege ein: Denn bislang wurde das Netzplansystem – eine Routenabstufung mit entsprechenden Qualitäten – überwiegend in der Kfz-Straßennetzplanung eingesetzt. Die Stadt Münster überträgt diese Idee im Rahmen von Fahrradnetz 2.0 nun erstmalig auch auf den Radverkehr bzw. die Radverkehrsplanung!

Mehrmals um die Welt für Münsters Radwege

„Dein AppGrade für Münsters Fahrradwege“ – bei der Aktion der Stadt Münster konnten Fahrradfahrende ihre Strecken per App aufzeichnen und damit einen wichtigen Beitrag für die Planung der Radwege leisten. Das ließen sich die Radfahrer:innen nicht zweimal sagen und machten fleißig mit.

Rund 160 000 Kilometer wurden per App aufgezeichnet

An der Kampagne, die vom 12. April bis zum 9. Mai lief, beteiligten sich über 2000 Menschen mit fast 23 000 Einzelwegen. Insgesamt kamen bei dem Tracking so über 160 000 Kilometer zusammen. Das ist mehr als vier Mal um die Welt. Eine ganze Menge Daten, die die Planer:innen nun auswerten können.

„Was für ein Zulauf! Für unsere Aktion haben tausende Radfahrerinnen und Radfahrer in Münster kräftig in die Pedale getreten und Informationen über ihre Alltagswege beigesteuert – die kurzen genauso wie die langen. Dieser Datenschatz ist eine ausgezeichnete Basis für den weiteren Ausbau des Fahrradwegenetzes“, freut sich Stadtbaurat Robin Denstorff.

Foto: Stadt Münster

Daten liefern Grundlage für Verkehrsplanung im Rahmen des Fahrradnetz 2.0

Erstmalig wurden alltagsnahe Daten im Rahmen der Aktion gesammelt, mit denen nun weiter gearbeitet wird. Zusätzlich zu den verschiedenen Wegen verraten uns die Daten nämlich auch, wo Radfahrende schneller oder langsamer vorankommen – wo die Planer:innen sich also beispielsweise anschauen müssen, was für Verzögerungen sorgt.

Alle Daten werden nun im Anschluss an die Aktion im Rahmen des Gesamtprojektes Fahrradnetz 2.0 ausgewertet und die bisherigen Planungen um Alltagswege ergänzt, und damit um die Lebenswirklichkeit der Menschen, um im Hinblick darauf die Priorisierung der umzusetzenden Maßnahmen vorzunehmen.

Im Juni wird es bereits einen ersten Zwischenbericht zur Netzplanung geben. Das Gesamtkonzept soll voraussichtlich Ende 2021 vorgestellt werden.

 

Weitere Informationen zur Fahrradnetzplanung 2.0 gibt es auf unserer Projektseite. Hier finden Sie die Original-Pressemitteilung der Stadt Münster.