Modellprojekte Smart Cities: Neue Plattform DIGIFARM.MS startet

Auf der neuen Plattform DIGIFARM.MS werden Open-Source-Projekte präsentiert mit dem Ziel Projektpartner:innen zu finden und diese Digitalprojekte für Münster in die Umsetzung zu bringen.

Bundesförderprogramm Modellkommune Smart Cities

DIGIFARM.MS ist ein Pilotprojekt der Stadt Münster. Entwickelt wurde die Plattform gemeinsam von der Stabsstelle Smart City Münster und der Open-Data-Koordination der Stadt Münster, angesiedelt beim städtischen IT-Dienstleister citeq. Unterstützt wird das Projektteam vom DIGIFARM.MS-Lenkungsgremium mit Vertretern von „Code for Münster“, „Tech Labs Münster“, dem Netzwerk ERCIS am Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Münster, MÜNSTERHACK, Bürgernetz, der Freiwilligenagentur sowie weiteren Ämtern der Stadt Münster. Der Nutzen der Plattform und mögliche Verbesserungsoptionen werden durch eine wissenschaftliche Begleitung untersucht.

DIGIFARM.MS ist eines von insgesamt elf Smart-City-Projekten in Münster, die vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) im Rahmen der 3. Staffel des Bundesförderprogramms „Modellprojekte Smart Cities“ gefördert werden. Die Förderprojekte werden koordiniert durch die Stabsstelle Smart City im Dezernat für Planung, Bau und Wirtschaft der Stadt Münster. Alle elf in Münster entwickelten Smart City-Projekte, die im Zusammenhang mit dem Bundesförderprogramm konzipiert und umgesetzt werden, zeichnet ein Modellcharakter und damit verbunden die Übertragbarkeit auf andere Kommunen aus.

Bürgerschaftliches Engagement stärken

Mit der neuen Plattform baut die Stadt Münster auch ihre Unterstützung für digitales Engagement aus. Passend zur Woche des bürgerschaftlichen Engagements (ab 9. September 2022) startet die Plattform DIGIFARM.MS, auf der digitale Open-Source-Projekte für Münster gesammelt und präsentiert werden. Ziel ist es, den Betrieb der ehrenamtlich entwickelten Projekte mit Hilfe von Partner:innen zu unterstützen und bürgerschaftliches Engagement zu würdigen und zu stärken.

DIGIFARM.MS bringt Projekt-Paten zusammen

Auf der Plattform DIGIFARM.MS werden Open-Source-Projekte gesammelt, die für die Stadtgesellschaft in Münster einen Mehrwert bringen. Für die meist ehrenamtlichen Projektinitiator:innen werden Partner:innen aus verschiedenen Bereichen und Branchen gesucht, die bislang gefehlt haben, um das Projekt in die Umsetzung oder Verstetigung zu bringen. „Dies können zum Beispiel Unterstützerinnen und Unterstützer für die inhaltliche, technische oder finanzielle Betreuung sein – DIGIFARM.MS ist somit eine Art Partnerbörse für digitale Projekte“, erklärt Thomas Werner, Open Data-Koordinator der Stadt Münster und Mitinitiator der Plattform. „Gleichzeitig hoffen wir, durch die Präsentation der Projekte weitere Menschen für eine Mitarbeit oder Hilfe gewinnen zu können.“

Unter www.digifarm.ms ist zu sehen, welche Projekte Unterstützung suchen. Interessent:innen können direkt Kontakt aufnehmen. Außerdem können Digital-Projekte über ein Bewerbungsformular vorgeschlagen werden. Voraussetzung ist unter anderem, dass es sich um Open-Source-Software handelt. 

Sieben Digitalprojekte suchen Pat:innen

„Sieben Start-Projekte stehen bereits auf DIGIFARM.MS bereit und suchen in unterschiedlichen Bereichen nach Partnerinnen und Partnern“, erläutert Thomas Terstiege, Projektleiter bei der Stabsstelle Smart City. „Unterstützung bei der technischen Umsetzung für Münster sucht zum Beispiel das für Berlin entwickelte Open-Source-Projekt ‚Gieß den Kiez‘: Über eine digitale Plattform werden Menschen gesucht, die sich um die Bewässerung der Stadtbäume kümmern.“

Ebenfalls auf DIGIFARM.MS eingestellt ist „Meine Stadt Transparent“. Dieses alternative Ratsinformationssystem stellt die von Ratsvorlagen behandelten Orte auf einem Stadtplan dar, was einen neuen Blick auf die politischen Beschlüsse im eigenen Wohnumfeld ermöglicht. Für das Hosting von „Meine Stadt Transparent“ wird noch eine Finanzierungsunterstützung gesucht.

Hier geht es direkt zur Plattform DIGIFARM.MS und zu weiteren Smart City Münster-Projekten

Zur offizielen Pressemeldung der Stadt Münster zum Launch der Plattform.

Leezen-LOOPmünster

Auf dem Weg zur smarten Fahrradstadt testen Stadt und Stadtwerke vom 1. August bis 25. September 2022 ein besonderes Mobilitätsangebot in Münsters Innenstadt, den Rikscha-Bus-On-Demand:

Das Fahrrad ist in Münsters Innenstadt das schnellste Verkehrsmittel, mit ihm geht es über die Promenade und durch fast alle Straßen. Stadt und Stadtwerke möchten mit dem Leezenbus ausprobieren, ob und wie Rikschas den Nahverkehr ergänzen sowie besser machen können. Zudem liefert das Angebot einen Beitrag zum Zukunftsziel ‚Münsters Innenstadt autoarm und erreichbar‘, einem zentralen Handlungsfeld, welches der Rat der Stadt Münster im Rahmen der aktuell laufenden Zukunftsentwicklungen beschlossen hat.

Bundesweit das erste Mal, dass Rikschas komplett integriert als Teil des Nahverkehrs unterwegs sind

Leezen-LOOPmünster ist eine Ergänzung zum regulären städtischen Nahverkehrsangebot. Das heißt, im Versuchszeitraum können Fahrgäste mit einem gültigen Bus- oder Bahnticket und der App LOOPmünster eine Fahrt mit der Rikscha durch Münsters Innenstadt buchen. Unterwegs sein werden zwei Rikschas von montags bis sonntags von 7 bis 21 Uhr.

Bediengebiet des „Leezen-LOOPmünster“. Grafik: Stadtwerke Münster

Der Leezenbus funktioniert wie LOOPmünster. Das heißt, er fährt auf Bestellung, ohne Fahrplan und feste Linienwege, so dass sich neue Querverbindungen entwickeln, die die normalen Busse nicht fahren können.

Wie funktioniert Leezen-LOOPmünster?

Der Leezenbus wird über die bestehende App LOOPmünster gebucht. Hierfür hat die App ein neues Betriebsgebiet in der Innenstadt erhalten, das komplett separat vom bestehenden Gebiet in Münsters Süden ist, denn bislang konnte die Software nur On-Demand-Kleinbus-Systeme steuern. Für den Testversuch wurde sie speziell auf Fahrräder umprogrammiert, denn die Räder können ihre Wege deutlich flexibler wählen. Die einzelnen Schritte bis zur Buchung sowie weitere Informationen zu Leezen-LOOPmünterster stehen auf den Seiten der Stadtwerke Münster https://www.stadtwerke-muenster.de/privatkunden/mobilitaet/mobilitaetsangebote/leezen-loopmuenster.html

Vorstellung zum Leezen-LOOPmünster. Fahrer Florian Voß, Leezen Heroes, Fahrgast Louis Stille-Hönig. Foto: Stadtwerke Münster/Peter Leßmann

Welches Ziel verfolgen Stadt und Stadtwerke mit dem Versuch? Und warum Smart City?

Gemeinsam arbeiten Stadt und Stadtwerke daran, innovative Lösungen passgenau für Münster zu entwickeln und auszuprobieren. „Dafür braucht es Projekte zum Anfassen und zur Veranschaulichung digitaler Denkweisen und Lösungsansätze – so wie dieses Projekt“, erklärt Dr. André Wolf den Smart City-Hintergrund bei diesem Versuch. Eine Verstetigung des Angebots ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht geplant, nach den acht Wochen möchten Stadt und Stadtwerke auswerten, in welchen Situationen die Rikschas den Nahverkehr effizient unterstützt haben.

Wussten Sie schon?

Das Angebot realisieren Stadt und Stadtwerke zusammen mit den Leezen Heroes aus Münster sowie der Software-Firma door2door. Der Leezenbus funktioniert wie LOOPmünster. Pro Leeze können zwei Fahrgäste mitfahren, die Fahrerinnen und Fahrer werden von einem Elektromotor unterstützt. Finanziert wird das Angebot gemeinsam von Stadt und Stadtwerken, die sich die Kosten von 50.000 Euro teilen. Die Arbeiten zur Einbindung in die LOOPmünster-App übernimmt door2door.

Leezen-LOOPmünster: Stadt und Stadtwerke testen Rikscha-Bus-On-Demand

Besonderes Mobilitäts-Angebot vom 1. August bis zum 25. September: Rikscha-Bus fährt durch die Innenstadt

Statt mit dem großen Bus zum Beispiel vom Schlossplatz zur Rothenburg zu fahren und den restlichen Weg zur Klemensstraße zu laufen, machen Stadt und Stadtwerke Münster den Fahrgästen in diesem Sommer ein besonderes Angebot: Vom 1. August bis zum 25. September sind zwei Rikschas als Teil des Nahverkehrs in Münsters Innenstadt unterwegs. Sie bringen die Fahrgäste im Anschluss an eine Busfahrt klimafreundlich an ihr Ziel oder einfach schnell und bequem von A nach B. „Das Rad ist in der Innenstadt das schnellste Verkehrsmittel, mit ihm geht es über die Promenade und durch fast alle Straßen. Wir möchten ausprobieren, ob und wie Rikschas den Nahverkehr ergänzen sowie besser machen können. Das macht es attraktiver, Münster zu besuchen. Davon profitieren sowohl Besucherinnen und Besucher als auch die Kaufleute der Innenstadt“, erklärt Gerhard Rüller, kommissarischer Leiter des Amtes für Mobilität und Tiefbau der Stadt Münster. Unterwegs sein werden die Rikschas innerhalb des Promenadenrings, am Hauptbahnhof und bis zum Hafen täglich von 7 bis 21 Uhr.

Das Angebot realisieren Stadt und Stadtwerke zusammen mit den Leezen Heroes aus Münster sowie der Software-Firma door2door. „Der ‚Leezenbus‘ wird wie LOOPmünster funktionieren: Er fährt auf Bestellung in der bekannten LOOPmünster-App, ohne Fahrplan und feste Linienwege, so dass die Fahrgäste ganz einfach an der nächsten Straßenecke ein- und aussteigen können. Somit entwickeln sich neue Querverbindungen, die unsere normalen Busse nicht fahren können“, sagt Phil Rose, Nahverkehrsplaner und Projektleiter bei den Stadtwerken. „ÖPNV ist längst nicht mehr nur Bus und Bahn, sondern eine Verknüpfung vieler verschiedener Verkehrsmittel, die sich nachhaltig ergänzen. Indem wir die Rikscha versuchsweise zum Teil des Nahverkehrs machen, wird es für unsere Fahrgäste einfacher, ihr Ziel zu erreichen.“ Es gilt der normale ÖPNV-Tarif: alle Tickets und Abos, die im Stadtgebiet Gültigkeit haben, berechtigen auch zur Fahrt mit den Rikschas. Es ist bundesweit das erste Mal, dass Rikschas komplett integriert als Teil des Nahverkehrs unterwegs sein werden.

Eine Verstetigung des Angebots ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht geplant, nach den acht Wochen möchten Stadt und Stadtwerke auswerten, in welchen Situationen die Rikschas den Nahverkehr effizient unterstützt haben.

Dr. André Wolf, Leiter der städtischen Stabsstelle Smart City, ist gespannt auf den Versuch: „Wir arbeiten an vielen Stellen gemeinsam mit den Stadtwerken daran, innovative Lösungen passgenau für Münster zu entwickeln und auszuprobieren. Dafür braucht es Projekte zum Anfassen und zur Veranschaulichung digitaler Denkweisen und Lösungsansätze – so wie dieses Projekt. Zudem liefert das Angebot auch einen Beitrag zum Zukunftsziel ‚Innenstadt autoarm und erreichbar‘, einem zentralen Handlungsfeld, das der Rat im Rahmen der aktuell laufenden Zukunftsentwicklungen beschlossen hat.“

Florian Voß vom münsterschen Unternehmen Leezen Heroes freut sich bereits auf den Versuch: „Mit Shuttlefahrten – zum Beispiel auf dem Gelände des Universitätsklinikums – haben wir bereits gute Erfahrungen gemacht und Autofahrten ersetzt. Als Ergänzung des Busses können wir auf dem Rad unsere Stärke ausspielen und direktere Wege fahren.“ Gebucht wird das Angebot über die bestehende App LOOPmünster. Diese erhält ein neues Betriebsgebiet in der Innenstadt, das komplett separat vom bestehenden Gebiet in Münsters Süden ist. „Für unsere Entwicklerinnen und Entwickler war die Umsetzung eine spannende Herausforderung. Bisher hat unsere Software nur On-Demand-Kleinbus-Systeme gesteuert, Fahrräder können ihre Wege deutlich flexibler wählen. Nach der Einführung von LOOPmünster setzen wir in Münster die nächste Innovation für den Nahverkehr um“, sagt Ivan Cihlarz, Global Head of Customer Success von door2door.

Pro Leeze können zwei Fahrgäste mitfahren, die Fahrerinnen und Fahrer werden von einem Elektromotor unterstützt. Finanziert wird das Angebot gemeinsam von Stadt und Stadtwerken, die sich die Kosten von 50.000 Euro teilen. Die Arbeiten zur Einbindung in die LOOPmünster-App übernimmt door2door.

Alle Informationen zum Testversuch finden Sie auf unserer Projektseite Leezen-LOOPmünster. Informationen zum Herunterladen App sowie die einzelnen Schritte bis zur Buchung finden Sie auf den Seiten der Stadtwerke Münster.

Wärmeschutz von Wohngebäuden: Freie Termine für kostenfreie Energieberatung

Für das kostenfreie Beratungsangebot zum Wärmeschutz von Eigenheimen im Rahmen der Auswertung der Thermografiebefliegung Münster gibt es aktuell wieder freie Termine.

Anfang des Jahres waren im Auftrag der Stadt Wärmebilder von Münsters Dachflächen erstellt und allen Hauseigentümern und Hauseigentümerinnen zur Verfügung gestellt worden. Bei der Interpretation des Wärmebildes, das Aufschluss darüber gibt, in welchem energetischen Zustand sich das jeweilige Dach befindet, helfen Experten und Expertinnen. Sie beraten auch zu verschiedenen Energiefragen rund um das Wohngebäude – etwa, ob eine energetische Sanierung des Daches notwendig und sinnvoll ist. Gerade im Sommer, wenn die Temperaturen steigen, bemerken viele Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer den schlechten energetischen Zustand ihres Wohngebäudes daran, dass sich das Gebäude sehr schnell aufheizt. Auch hier verschafft eine Dämmung von Dach und Außenwänden Abhilfe. Auch die Frage nach Alternativen zur Gas- oder Ölheizung ist aktueller denn je.

In der 30-minütigen Energieberatung geben die Berater und Beraterinnen bei Interesse einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten zur energetischen Sanierung und zum Heizungsaustausch. Dazu gibt es auch Tipps zum richtigen Vorgehen und zu den nächsten Schritten.

Gebucht werden können die kostenfreien Beratungstermine über das Online-Buchungsportal der Stadt Münster unter https://www.stadt-muenster.de/thermografiebefliegung.

Weitere Informationen zum Projekt Thermografiebefliegung Münster finden Sie auf unserer Projektseite.

MÜNSTERHACK als Ideenschmiede für Zukunftsprojekte

Am 23. und 24. September findet der sechste „Münsterhack“ statt. In diesem Jahr wird das Motto „Digitalisierung findet Stadt – MünsterZukunft gemeinsam machen“ aus dem Programm „Modellprojekte Smart Cities“ aufgegriffen. „Wir wollen eine Smart City von und für Menschen entwickeln. Daher ermuntern wir zur Inspiration der Hackerinnen und Hacker alle Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen beim Ideenwettbewerb für den „Münsterhack“, sagt Dr. André Wolf, Leiter der Stabsstelle Smart City im Bau- und Planungsdezernat der Stadt Münster. Schirmherr für diese besondere Form der partizipativen Stadtentwicklung ist Oberbürgermeister Markus Lewe. 

Der „Münsterhack“ wird gemeinsam ausgerichtet vom Digital Hub münsterLAND und dem IT-Unternehmen items GmbH Münster. Auf dem zweitägigen Event treffen sich Ideengeberinnen und Ideengeber, Stadt-Visionärinnen und -Visionäre sowie Software-Entwicklerinnen und -Entwickler, um in kleinen Teams intensiv an Prototypen und Software-Demonstratoren für Herausforderungen der digitalen Stadtentwicklung zu arbeiten.  „Der Münsterhack bedeutet 36 Stunden konzentrierte Arbeit. Dafür suchen wir Zukunftsideen, durch deren Umsetzung Münster noch lebenswerter werden soll“, erklärt Dr. André Wolf, Leiter der Stabsstelle Smart City im Bau- und Planungsdezernat der Stadt Münster. 

Dr. Sebastian Köffer, Vorstand des Digital Hub münsterLAND und Mitinitiator des Münsterhack, betont: „Beim Hackathon steht die prototypische Umsetzung von Ideen im Vordergrund. Was die über 100 Teilnehmenden allein im letzten Jahr auf die Beine gestellt haben, ist mehr als beachtlich. Von einer Blutspende App für das UKM über eine neue Version des Leezenflow vom Hackathon 2019 bis zum Machine-Learning-Modell, das beim gezielten Ausbau von Photovoltaik-Anlagen unterstützt – das Themenspektrum war riesig.“  

Neben neuen Ideen können auch andere, bereits teilweise umgesetzte Ideen aus der Civic-Tech-Szene, aus vergangenen „Münsterhacks“ oder anderen Hackathons aufgegriffen und im Ideenwettbewerb eingereicht werden.

Neue Ideen und bestehende Lösungen, die weiterentwickelt werden sollen, kann jede und jeder über die Internetseite www.muensterhack.de/ideen ab sofort einreichen. Diese Ideen und die entwickelten Prototypen werden im weiteren Prozess auch für die Entwicklung der Smart City-Strategie Münster berücksichtigt. Weitere Informationen gibt es auf www.muensterhack.de und in unserem Newsarchiv unter dem Stichwort „Netzwerk“

Online-Beteiligung gestartet: Wir suchen Ihre Zukunftsideen für Münster!

Ihre Meinung ist gefragt – wir möchten Ihre Ideen für die zukünftige und lebenswerte Entwicklung der Stadt Münster kennenlernen: Machen Sie mit bei der Online-Beteiligung!

Digitalisierung ist inzwischen in vielen Lebensbereichen Wirklichkeit geworden. Dies gilt auch für die Stadt Münster, die sich auf den Weg macht, eine „Smart City“ zu werden. Bei einer „Smart City“ geht es um integrierte, nachhaltige Stadtentwicklung im digitalen Zeitalter. Ziel ist die Steigerung der Lebensqualität und die Stärkung Münsters als attraktiver Wohn- und Wirtschaftsstandort. Durch intelligente Vernetzung von Systemen und Menschen können Kosten reduziert, Ressourcen gespart und eine effektivere Steuerung der Stadt realisiert werden.

Um Digitalisierung und Stadtentwicklung systematisch zusammenzudenken, wurde bereits eine vorläufige Smart City Strategie für Münster entwickelt. In der sogenannten Beta-Version der Strategie werden erste Leitlinien für Projekte der Smart City formuliert. Der Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung der Stadt Münster nahm sie im Juni 2021 zur Kenntnis. Im Rahmen der Förderung als Modellprojekt Smart Cities soll sie in einem breiten partizipativen Prozess zu einer verbindlichen Smart City Strategie ausgebaut werden.

Die erste Kick-off-Veranstaltung am 13. Mai 2022 mit den Stakeholdern aus der Stadt Münster bildete den Auftakt für die gemeinsame Entwicklung der Smart City Strategie für Münster. Vertreter:innen des Konzerns Stadt waren eingeladen sich über das Thema „Smart City“ und die Meilensteine der Strategieentwicklung zu informieren. Die Teilnehmenden konnten sich in einem interaktiven Workshop-Format über die vorläufigen Handlungsfelder der Smart City Strategie austauschen und Ziele für die zukünftige Entwicklung Münsters zusammentragen. Der Beteiligungsprozess mit den Bürger:innen der Stadt startete am 09. Juni 2022 mit einer Dialogveranstaltung in der Glashalle des Stadthaus 3. Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es nun die Möglichkeit zur Online-Beteiligung bis zum 30. Juni 2022.

Machen Sie mit bei der Online-Beteiligung!

Ihre Meinung ist gefragt – wir möchten Ihre Ideen für die zukünftige und lebenswerte Entwicklung der Stadt Münster kennenlernen:

  • Wo steht die Stadt Münster aktuell? Was läuft gut, wo gibt es Verbesserungspotenzial?
  • Was macht für Sie die smarte und innovative Stadt Münster aus?
  • Wie können digitale Technologien und Digitalisierung dazu beitragen, die Lebensqualität in der Stadt langfristig zu verbessern?

Die Umfrage wird ca. 10 min Ihrer Zeit in Anspruch nehmen und die Ergebnisse fließen direkt in die Smart City Strategie für Münster ein! Die Teilnahme ist bis zum 30. Juni 2022 möglich.

Mehr erfahren

Hier geht es zur Pressemeldung der Stadt Münster

Hintergrund MünsterZukunft

Zukunftsideen für Münster gesucht

Stadt lädt zum Dialog über nachhaltige Stadtentwicklung und neue digitale Projekte für Münster ins Stadthaus 3 ein

„Digitalisierung findet Stadt – MünsterZukunft gemeinsam machen“ – unter diesem Titel hat sich die Stadt Münster im vergangenen Jahr als eine von 28 Städten und Gemeinden erfolgreich um Fördermittel aus dem Programm „Modellprojekte Smart Cities“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauen beworben. Neben elf Projekten der digitalen Stadtentwicklung wird auch eine Smart City-Strategie erarbeitet.

Nun sind Ideen und Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern gefragt, um gemeinsam weitere digitale Zukunftsideen für Münster zu entwickeln. Am Donnerstag, den 9. Juni 2022, lädt die Stadt Münster alle interessierten Bürgerinnen und Bürger in die Glashalle des Stadthauses 3 am Albersloher Weg 33 ein. Von 12.00 bis 18.00 Uhr besteht die Möglichkeit, sich mit dem Thema der digitalen Stadtentwicklung zu befassen, sich zu informieren und eigene Ideen und Hinweise in den Entwicklungsprozess auf dem Weg zur Smart City einzubringen.

Nachhaltige Stadtentwicklung vorantreiben

„Mit der Aufnahme in das Förderprogramm ergeben sich für Münster neue Möglichkeiten, nachhaltige Stadtentwicklung weiter voranzutreiben, weil nun die finanziellen und organisatorischen Strukturen bestehen, um eine zukunftsorientierte Smart City Strategie zu entwickeln und gleichzeitig wegweisende Projekte umzusetzen“, sagt Stadtbaurat Robin Denstorff.

Die Stabsstelle Smart City beschäftigt sich mit der Umsetzung des Förderprogramms. Der Förderzeitraum umfasst insgesamt fünf Jahre (2022-2026), bis Ende 2022 muss die Strategie erarbeitet werden. „Eine Smart City nutzt neben Daten und digitalen Technologien vor allem auch das Wissen und das Potenzial ihrer Bürgerinnen und Bürger für schlaue und nachhaltige Lösungen“, sagt Stabsstellenleiter Dr. André Wolf. „Daher möchten wir alle Bürgerinnen und Bürger herzlich zum Dialog und zum Mitmachen einladen. Wir wollen eine Smart City von und für Menschen entwickeln“.

Bei der Erarbeitung der Smart City Strategie wird die städtische Stabsstelle Smart City durch Experten des Beratungsunternehmens „bee smart city“ aus Mülheim an der Ruhr unterstützt. Das Unternehmen hat schon Städte wie etwa Bochum und Gelsenkirchen in den jeweiligen Strategieprozessen beraten. Thomas Müller, Geschäftsführer von „bee smart city“, betont: „Münster hat zum Beispiel mit dem Aaseemonitoring, dem Leezenflow oder dem Digitallabor schon mehrere gute Projekte vorzuweisen. Aber es ist genau richtig, und so will es auch der Fördermittelgeber, nicht jetzt schon eine Leistungsschau zu betreiben, sondern den Auftakt und den weiteren Weg zur Smart City Münster gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern zu gestalten.“ 

Eine Anmeldung zu der Veranstaltung am 9. Juni im Stadthaus 3 ist nicht erforderlich. Im Anschluss an die Veranstaltung wird es auch eine Online-Beteiligungsmöglichkeit geben.

Pressemeldung der Stadt Münster

Smart-City-Reallabor am Albersloher Weg startet

 Stadt und Stadtwerke testen neue Technologien auf P+R-Parkplatz 

Nachdem die Bagger am Park+Ride-Parkplatz Nieberding am Albersloher Weg verschwunden sind, sind zunächst nur kleinere Änderungen zu sehen. Neben einer modernen Beleuchtungsstele stechen die acht Ladeplätze für Elektroautos ins Auge. Dabei haben Stadt und Stadtwerke viel mehr neue Technologie installiert.  

„Wir möchten dort ausprobieren, wie wir Mobilstationen, Parkplätze und auch ganze Quartiere in Zukunft smart machen können und wie zuverlässig die Technik unter realen Bedingungen bereits ist“, sagt Stefan Kohake, Manager für IoT der Stadtwerke. Mit „Internet of Things“ (IoT) werden moderne, vernetzte Geräte bezeichnet, wie sie hier ausprobiert werden.

Das kommunale Unternehmen hat die Technik auf dem städtischen Parkplatz installiert und arbeitet dafür eng mit der Stadt Münster zusammen. „Bisher verknüpft der Parkplatz ‚nur‘ Auto und Bus. Wir wollen ausprobieren, wie Smart-City-Technik dieses Angebot optimieren bzw. erweitern kann. Die daraus abgeleiteten Erkenntnisse unterstützen die städtischen Pläne zur Mobilitätswende, zur Digitalisierung und für eine nachhaltige, integrierte Quartiers- bzw. Stadtentwicklung gleichermaßen“, sagt Dr. André Wolf, Leiter der Stabsstelle Smart City im Dezernat für Planung, Bau und Wirtschaft der Stadt Münster.  

Einige Parkplätze, darunter auch die barrierefreien Plätze, sind mit speziellen Sensoren ausgerüstet, die anzeigen, ob sie besetzt sind oder nicht. Beispielsweise können damit zukünftig Menschen mit Behinderung in einer App sehen, ob für sie reservierte Stellplätze frei sind. Zwei der Ladepunkte sind zudem besonders für Menschen im Rollstuhl optimiert. Herkömmliche Ladesäulen lassen sich zum Teil nur schwer aus dem Rollstuhl hinaus bedienen. „Wenn wir unseren Kundinnen und Kunden das Leben mit dem Einsatz neuer und innovativer Technologien erleichtern können, dann machen wir unseren Job richtig“, ist sich Fabian Röttgering, Innovationsmanager der Stadtwerke, sicher. In die Entwicklung eingeflossen sind die Erfahrungen von Thomas Walbaum, Schwerbehindertenvertreter bei den Stadtwerken.

Zudem zählen Kameras die ein- und ausfahrenden Autos, so dass die Anzahl freier Stellplätze im städtischen Parkleitsystem angezeigt werden kann. Eine weitere Kamera liefert Daten über die Verkehrsbewegungen auf dem Albersloher Weg. „Dabei wird dem Datenschutz jederzeit Rechnung getragen, Kennzeichen oder Gesichter werden nicht erfasst, die Bilder werden nach wenigen Sekunden wieder gelöscht“, so Wolf. Die Datenübertragung im Reallabor Smart City erfolgt überwiegend energie- und strahlungsarm mit LoRaWAN (Long Range Wide Area Network). Eine smarte Straßenlaterne mit WLAN, Abfalleimer, die ihren Füllstand automatisch an die Abfallwirtschaftsbetriebe (AWM) melden und diverse Umweltsensoren, die Bodenfeuchte, Wetter und Luftqualität ermitteln, runden das Angebot ab. Zukünftig sollen neben weiteren Smart City-Technologien weitere Angebote rund um geteilte Mobilität hinzukommen, zum Beispiel mit Leihrädern oder E-Scootern. Elektrisches Carsharing hat bereits heute eine Heimat im Reallabor gefunden. 

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Projektseite zum Smart City Reallabor.

Smart City Reallabor

Parkplatz Nieberdingstraße wird Probierfeld für Smart-City-Technik: Stadt und Stadtwerke bauen Reallabor auf

„Smart City Reallabor Nieberding“ heißt es ab sofort an der Kanalbrücke Albersloher Weg. Stadt Münster und Stadtwerke Münster testen am dortigen P+R-Parkplatz verschiedene Sensoren, Anzeigen und Technologien, die später in Quartieren und Mobilstationen zum Einsatz kommen könnten, um Fahrgästen den Umstieg auf den klimafreundlichen Nahverkehr zu erleichtern und Quartiersbewohner:innen das Leben bequemer zu machen. Den Auftrag, den Park&Ride-Platz zu einem Reallabor „Smarte Mobilstation“ zu entwickeln, hatte der Rat der Stadt Münster im März 2021 gegeben.

„Den Test machen wir ganz bewusst in aller Öffentlichkeit: Im Reallabor sollen innovative Smart City-Anwendungen unter realen Bedingungen erprobt werden. Der Testraum schafft Transparenz und liefert wesentliche Erkenntnisse auf dem weiteren Weg zur Smart City“, sagt Stadtbaurat Robin Denstorff. „Was überzeugt, übernehmen wir in den Standard für Stadt- und Mobilitätsplanung.“

Smart City Reallabor aktuell

In unserer Rubrik „Aktuelle Beiträge“ und auf Twitter berichten wir über den aktuellen Stand im Reallabor:

News vom 13.05.22 Smart City Reallabor am Albersloher Weg startet

Mobilstation und mehr

Erste Anwendung: Sensoren, die die Verfügbarkeit der Parkplätze erfassen

Als erste Smart-City-Anwendung installieren Stadt und Stadtwerke Sensoren, die erfassen, ob Parkplätze frei oder belegt sind. „Für eine moderne Mobilstation ist das ein Muss. Wer mit dem Auto von außerhalb kommt, kann sich so gleich zu einem freien Parkplatz außerhalb der Innenstadt navigieren lassen und dort auf den Bus umsteigen“, erklärt Frank Gäfgen den praktischen Nutzen des Systems. E-Ladesäulen gehören ebenfalls zum Umfang der Mobilstation. Erstmals soll auch eine vollständig barrierefreie Ladesäule installiert werden. Außerdem soll es dort weitere Stellplätze für Carsharing-Anbieter sowie eine Abstellfläche für Leihroller oder -räder geben. Fahrräder könnten dann unter einem großen Photovoltaikmodul abgestellt werden, das die Leezen vor Regen schützt und gleichzeitig Ökostrom erzeugt.

Welche Anwendungen sind noch geplant?

Im Smart-City-Reallabor sollen aber nicht nur Anwendungen für Mobilstationen getestet werden, sondern verschiedene Lösungen, die Münster bei der Entwicklung zur lebenswerten und resilienten Stadt der Zukunft unterstützen soll.

Dieser Sensor misst die Bodenfeuchte.

So können Sensoren die Bodenfeuchtigkeit überwachen und damit im Winter vor Glatteis warnen und im Sommer für ausrechende Bewässerung der Bäume sorgen. Auch die Müllbehälter können ihren Füllstand automatisch an die Abfallwirtschaftsbetriebe melden.

LoRaWAN-Netz der Stadtwerke Münster

Für die Datenübertragung kommt das Stadtwerke-eigene LoRaWAN-Netz zum Einsatz. „Wir haben diese wichtige Infrastruktur für die Smart-City-Anwendungen in den letzten Jahren aufgebaut und decken damit fast das ganze Stadtgebiet ab. Vorteile sind der geringe Energieverbrauch und die große Reichweite, weil wir wie hier nur kleine Datenmengen übertragen müssen“, so Frank Gäfgen.

Vorbereitung für neue Quartiere

Auch eine neue Generation Straßenlaternen wird im Smart-City-Reallabor auf die Probe gestellt. „Sie sollen nicht nur Licht – natürlich aus energiesparenden LED – spenden, sondern können auch als WLAN-Hotspot dienen oder anzeigen, ob eine nahegelegene E-Ladestation frei ist“, so Robin Denstorff. „Zum Einsatz könnten diese zum Beispiel in den Quartieren York und Oxford in Gremmendorf und Gievenbeck kommen.“

Installiert werden die verschiedenen Anwendungen sukzessive über die kommenden Monate, die Überwachung und Auswertung erfolgt laufend durch ein gemeinsames Projektteam der Stadtwerke und der Smart-City-Stabsstelle der Stadt. Interessierte können die Daten des Reallabors künftig in Echtzeit über online abrufen.

Das Smart City Reallabor Nieberding ist ein Gemeinschaftsprojekt von

 

Wussten Sie schon?

„LoRaWAN“ wird besonders im Umweltbereich eingesetzt, weil nur sehr kleine Datenmengen übermittelt werden, so dass die Datenübermittlung sehr energiesparend ist. Die Reichweite der Übertragung kann mehrere Kilometer betragen.

Leezenflow für die Velorouten

Zehn neue Standorte geplant / Installation ab Herbst 2022 / Leezenflow-Prototyp zurzeit in Reparatur

Im Februar beauftragte der Rat der Stadt Münster die Verwaltung, weitere Standorte für das Leezenflow-System, dem Grüne-Welle-Assistenten für den Radverkehr, zu prüfen. Mittlerweile stehen zehn neue Leezenflow-Standorte fest, die in den nächsten Wochen den Bezirksvertretungen Münster Mitte und Münster Südost sowie dem Ausschuss für Verkehr und Mobilität vorgestellt werden. Die Standortwahl erfolgte insbesondere unter Berücksichtigung der Velorouten sowie im Hinblick auf verkehrstechnische Voraussetzungen, die Verkehrssicherheit und die Stadtgestaltung.

Neue Grüne-Welle-Assistenten sind an der Promenade an der Kreuzung Neutor in beiden Fahrtrichtungen sowie an der Kreuzung Hörstertor in südliche Fahrtrichtung vorgesehen. Die weiteren vorgeschlagenen Standorte befinden sich entlang verschiedener Velorouten: an den Kreuzungsbereichen Steinfurter Straße und Grevener Straße, Neutor und Lazarettstraße, Weseler Straße und Koldering, Salzstraße und Von-Vincke-Straße (jeweils stadtauswärts), Albersloher Weg und Umgehungsstraße, Warendorfer Straße und Ring sowie Warendorfer Straße und Piusallee (jeweils stadteinwärts). Der Ausbau weiterer Leezenflow-Systeme wird durch das Programm „Modellprojekte Smart Cities“ vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert und startet nach aktuellen Planungen im Herbst 2022.

Die Idee zum Leezenflow, der mit Hilfe einer digitalen Anzeige den Radverkehr in Fluss hält und das Radfahren komfortabler gestaltet, entstand 2019 aus der Bürgerschaft im Rahmen der Veranstaltung Münsterhack. Der seit Mai 2021 installierte Prototyp am Hörstertor wurde am Osterwochenende beschädigt und ist aktuell in Reparatur. Die Stadt hofft, dass der Leezenflow so schnell wie möglich wieder genutzt werden kann.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Projektseite Leezenflow.