Das Projekt „Urbanes Wasser“ ermöglicht es, Münsters Wassermanagement zukunftsfähig und möglichst klimafolgenresponsiv zu gestalten. Digitale Lösungen liefern dafür wichtige Instrumente: durch höhere Vernetzung und bessere Datenanalyse wird es möglich, Betrieb und Wartung der Kanalisation zu optimieren und die Planung des Kanalnetzes zu erleichtern.
Untersuchungsgebiet ist zunächst Münsters Stadtteil Mauritz. Basierend auf bestehenden sowie durch die Erhebung ergänzender Daten wird hier ein umfangreiches Wasserwirtschaftsmodell erstellt. Es stellt verschiedenste Wasserdaten in Echtzeit dar und ermöglicht so die Analyse unterschiedlicher Szenarien. Ziel ist es, resiliente und effiziente Planungs-, Wartungs-, Versorgungs- und Instandsetzungsmaßnahmen zu ermöglichen. Dafür wird das Modell in seiner Anwendung auf das Wasser-Management öffentlicher Flächen getestet.
Im Projektverlauf wurden drei digitale Klimastationen, sowie 16 Wasserstands-Messungen und 7 Bodenfeuchtesensoren für die Datenerhebung installiert. Die Klimastationen wurden am Erikaplatz, der Pleisterschule und an einem städtischen Regenrückhaltebecken in Betrieb genommen. Zusätzlich zum Niederschlag, der Lufttemperatur und der Windgeschwindigkeit, messen diese unterschiedlichen Sensoren den Wasserstand im Regenwasserkanal sowie die Bodenfeuchte an Baumstandorten.
Gemeinsam mit den Daten des Wasserwirtschaftsmodells bilden die Messdaten die Basis für die Entwicklung eines „Digitalen Wasserzwillings“: ein virtuelles Abbild des Stadtteils und seiner blauen Infrastruktur. Dieser Digitale Zwilling wird im Internet öffentlich zugänglich und steigert im Rahmen von Projekten für Unternehmen sowie für Bürgerinnen und Bürger maßgeblich die Sichtbarkeit der oftmals „unsichtbaren“ Ressource Wasser.
Förderung
„Urbanes Wasser“ wird als sogenanntes Smart City-Fokusprojekt im Rahmen der „Modellprojekte Smart Cities“ vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert.
Im Rahmen des Projekts „Stadt Temperatur“ wird ein stadtweites Netzwerk an smarten Temperatur-Messstationen installiert, welche die tatsächliche und die gefühlte Temperatur im Stadtgebiet erfassen. So können bei zu erwartender starker Hitze frühzeitig Warnungen an vulnerable Gruppen herausgegeben werden. Zudem können dank eines engmaschigen Messnetzes auch kleinflächige Hitzeinseln erkannt und in der Folge „kühle Orte“ in der Stadt geschaffen werden. Die Daten sind im Geo-Portal der Stadt Münster unter Wetterkarte visualisiert. Ziel ist es, die Daten auch in den Coolen Stadtplan einfließen zu lassen.
Ergänzt wird das Projekt durch die Begleitung einer Schul-AG an der Gesamtschule West in Roxel. Dort werden Experimente durchgeführt, wie sich bspw. Farbe auf Gehäuse auswirkt und welchen Beitrag Belüftung und Lüfter auf Temperatur nehmen können. Ziel wird es sein ein Transferkonzept zu erstellen, sodass auch andere Schulen die Inhalte niedrigschwellig vermitteln können.
Das Projekt Stadt Temperatur wirkt so auf zwei Ebenen: die städtische Verwaltung optimiert mit Daten ihre Planungen und Entscheidungen, während Bürger*innen smarte Technologien kennenlernen und sich interaktiv zum Klimawandel und seinen Auswirkungen in Münster sowie zu relevanten Stadtentwicklungsthemen wie z. B. Klimaanpassung und Hitzeschutz informieren. Entsprechend gliedert sich die Maßnahme in unterschiedliche, miteinander verschränkte Bereiche:
Die Datensammlung, um Entwicklungen und Herausforderungen rund um Stadtklima, Stadtbäume, Grünflächenplanung und -unterhaltung zu lösen
Die automatisierte Datenauswertung, um das Ergebnis notwendiger Maßnahmen gegenüber Entscheidungsträger*innen beziffern und evidenzbasiert bewerten zu können (u.a. Modellsimulationen)
Kommunikation, Partizipation, Citizen Science- und Bildungsangebote, um Bürger* innen zu beteiligen und zu befähigen.
„Stadt Temperatur“ wird als sogenanntes Smart City-Fokusprojekt im Rahmen der „Modellprojekte Smart Cities“ vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert.
Das smarte Fahrradprojekt Velo Wave baut auf dem Erfahrungsschatz des Projekts Leezenflow auf. Leezenflow ermöglicht es Radfahrenden, ihre Geschwindigkeit so anzupassen, dass sie die nächste Ampel bei Grün erreichen. Velo Wave dagegen erfasst die Radfahrenden bereits vor der nächsten Ampel. Wenn möglich, schaltet die Ampel dann passend Grün. So können Radfahrende bei Grün weiterfahren, ohne ihre Geschwindigkeit anzupassen.
Damit das Rad als stadt- und umweltverträgliches Verkehrsmittel für mehr Menschen eine sinnvolle Alternative zum PKW wird, ist es notwendig, eine komfortable, schnelle und sichere Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Gegenwärtig sind Radfahrende besonders durch Unterbrechungen an Ampeln beeinträchtigt. Sie sind im Vergleich zum PKW der Witterung ausgesetzt und kommen anschließend schwerer wieder „in Tritt“. Velo Wave hat zum Ziel, den Radfahrkomfort durch eine Verringerung von Reisezeiten zu erhöhen. Außerdem laufen die Erkenntnisse aus Velo Wave in weitere Entwicklungen zum Beispiel zur Vorrangschaltung von Blaulicht- und Busverkehr ein.
Die modellhafte, auf den Radverkehr reagierende Ampelsteuerung leistet so einen wichtigen Beitrag zum intelligenten Verkehrsmanagment und zur Verkehrsverlagerung. Daraus ergeben sich Chancen für die nachhaltige Stadtentwicklung (autoarme Quartiere, Flächenumverteilung etc.). Zudem soll diese Steuerung die Verkehrssicherheit erhöhen, indem sie Rotlichtverstöße aufgrund langer Wartezeiten reduziert. Besonders im Fokus für Velo Wave stehen die Velorouten, die als durchgehende, hochwertige Alltagsrouten den Radverkehr auf typischen Stadt-Umland-Strecken bündeln sollen.
Aktueller Stand des Projektes
Aktuell befindet sich das Projekt kurz vor den Vergabeverfahren. In den letzten Monaten wurde intensiv geplant:
Standortwahl
Zunächst wurde sich für einen Standort entschieden. Velo Wave wird auf der Veloroute 5 (Hüfferstraße / Roxeler Straße) installiert. Es wurden die verschiedenen Bedingungen entlang der Route herausgearbeitet.
Abb. 1 Die Abbildung zeigt die Standorte von Velo Wave auf der Veloroute 5. Am Ring und Stadtgraben wird es zunächst keine Fahrradbevorrechtigung geben. Hier können sich Radfahrende voraussichtlich anLeezenflowsorientieren, wann sie bei Grün die Straße queren können (Grünphasenassistenz).
Konzeptionsphase
Was soll Velo Wave ermöglichen und wie könnte das umgesetzt werden?
Velo Wave hat 4 Phasen:
Erkennung der Radfahrenden inkl. Geschwindigkeit & voraussichtlicher Ankunft an der Ampel
Neuberechnung der Ampelphasen, um Radverkehr möglichst grün geben zu können
Visuelle Geschwindigkeits-Empfehlung für Radfahrende
Feedback an der Ampel (z.B. wenn doch ein vollbesetzter Bus an der Kreuzung Priorität bekommen hat)
Abb. 2 Die Abbildung zeigt dengeplanten Aufbau des Velo-Wave-Systems. Im weiteren Projektverlauf kann es noch zu Änderungen kommen.
Vorüberlegungen
Sensorik erkennt Radfahrenden, sendet relevante Informationen weiter und berechnet auf der Basis die Grünphase neu. So schaffen es mehr Radfahrende über die Ampel.
Abb. 3Die Abbildung zeigt die sich verschiebende Grünphase durch die Neuberechnung mit Velo Wave. Durch die Anpassung der Grünphase kann ein weiteres Fahrrad ohne Halt die Kreuzung passieren.
Wie geht es weiter?
In den nächsten Wochen werden die einzelnen Projektabschnitte an Unternehmen vergeben. Danach geht es in die Umsetzungsphase. Weitere Informationen und Meilensteine werden hier fortlaufend kommuniziert.
Gefördert durch…
Velo Wave wird als sogenanntes Smart City-Fokusprojekt im Rahmen der Modellprojekte Smart Cities vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert. Es basiert auf dem Starterprojekt Leezenflow. Beide Projekte werden in der Smart City Strategie 1.0 für Münster definiert.
Mit dem Leezenflow-System wird der Radverkehr in Münster sichtbarer, komfortabler und flüssiger. Die innovative Anzeige an Laternenmasten vor Ampeln signalisiert in einigem Abstand vor der nächsten Kreuzung, wann die Ampel umschaltet. Das System berücksichtigt hierfür die Durchschnittsgeschwindigkeit des Radverkehrs an den jeweiligen Standorten aus Daten, die im Rahmen der Fahrradprojekte „Dein AppGrade“ und „Stadtradeln“ gesammelt wurden.
Entspanntes Radfahren im Flow ist ein weiterer Schritt hin zu einer lebenswerten und klimafreundlichen Smart City Münster.
Aktueller Stand des Projekts
Neue und optimierte Geräte hat die Stadt Münster an der Promenade HöheHörstertor und am Bohlweg aufgebaut. Damit kehrt das Leezenflow-System vorerst an zwei Standorte zurück.
Standort
Durchschnittsgeschwindigkeit, die für Leezenflow genutzt wird
Entfernung Leezenflow – Fahrradampel
Hörstertor
17 km/h
110m
Bohlweg / Gartenstraße
19 km/h
195m
Tabelle: Welche Geschwindigkeit wurde für Leezenflow am jeweiligen Standort genutzt und wie weit ist die Entfernung zur Ampel.
Verlauf des Projektes
In den letzten Monaten war lediglich noch der Prototyp am Hörstertor aktiv und lieferte weiterhin wichtige Erkenntnisse aus dem Realbetrieb. Die weiteren installierten Geräte waren außer Betrieb. Hintergrund dafür waren mehrere technische und strukturelle Herausforderungen:
Projektpartner ausgestiegen: Der ursprüngliche Entwicklungspartner hat sich aus dem Projekt zurückgezogen, da er sich auf andere Geschäftsbereiche konzentriert. Ein verlässlicher Weiterbetrieb der Leezenflow-Geräte ist ohne den Dienstleister leider nicht möglich. Auch eine direkte Weiterentwicklung auf Basis des ersten Modells ist erschwert.
Materialien im Realbetrieb nicht ausreichend langlebig: Die Gehäuse der ersten Generation wurden im 3D-Druckverfahren hergestellt, um einen schnellen Projektstart zu ermöglichen. Die Anzeigen sind Wind und Wetter an den Standorten ausgesetzt. Im Dauerbetrieb haben sich – schneller als ursprünglich angenommmen – Schwächen gezeigt, die die Funktion beeinträchtigen.
Datenerhebung und Analyse laufen: Parallel wurden Daten erhoben und in einer unabhängigen Begleituntersuchung ausgewertet. Die Erkenntnisse fließen in die nächste Generation der Geräte ein.
Wer mehr zur Entstehungsgeschichte und Funktionsweise des Leezenflow Protoypen erfahren möchte, kann alle Infos im Blogbeitrag nachlesen.
Wie wurden die Geräte weiterentwickelt?
Während das Projekt in Münster also erstmal pausierte, wurde das System in anderen Städten in Betrieb genommen und weiterentwickelt. So hat ein neues Betreiber-Unternehmen ein wetterfestes Metall-Gehäuse entwickelt. Über die überregionale Vernetzung mit anderen Kommunen kehren nun optimierte Geräte in die Heimatstadt des Leezenflow zurück.
Test eines verbesserten Modells: In Kooperation mit der Stadt Berlin, die ein weiterentwickeltes Modell unter realen Bedingungen testet, soll nun auch in Münster ein weiterentwickeltes Exemplar erprobt werden. Ziel ist es, Erfahrungen mit robusterer Technik in einem Metallgehäuse zu sammeln und diese perspektivisch in eine neue Geräteserie einfließen zu lassen.
Überregionale Vernetzung: Die ursprüngliche Leezenflow-Idee wurde 2019 im Rahmen des MÜNSTERHACKs entwickelt und als Open-Source-Lösung veröffentlicht. Dies hat zu bundesweitem Interesse geführt: Städte wie Solingenund Berlin haben das Konzept aufgegriffen, weiterentwickelt und eigene Systeme in Betrieb genommen. Auch in Hamburg ist das Interesse am Leezenflow weiter aktiv. Der offene Austausch mit diesen Kommunen ist ein zentraler Bestandteil der weiteren Projektentwicklung.
Zukunftsperspektive
Die Wieder-Inbetriebnahme und Weiterentwicklung des Leezenflow-Systems fließt in weitere Projekte zur Entwicklung des Fahrradverkehrs in Münster ein – bspw. eingebettet in das Projekt Velo Wave, in dem die bedarfsgerechte Ampelschaltung für den Radverkehr erprobt wird. In diesem Zusammenhang soll in Zusammenarbeit mit einem neuen Projektpartner auch ein neuer technischer Ansatz getestet werden.
Die Stadt Münster bleibt im engen Austausch mit anderen Städten, Forschungsinstituten und weiteren Partnern – denn nachhaltige Mobilität lebt vom gemeinsamen Lernen und Weiterentwickeln.
Beim Jugendhackathon Hack your City haben 35 Jugendliche drei Tage lang intensiv an ihren Ideen, Prototypen und Pitches gearbeitet – mit viel Kreativität, Teamgeist und dem klaren Ziel, Lösungen für Herausforderungen in ihrer Stadt zu entwickeln.
Den Abschluss bildete das gut besuchte Pitch-Event im Foyer der Fachhochschule. Hier stellten die Teams ihre Projekte vor und zeigten, mit wie viel Kreativität und Engagement sie an konkreten Herausforderungen der Stadt gearbeitet haben. Auch Oberbürgermeister Tilmann Fuchs ließ es sich nicht nehmen, vorbeizuschauen, den Jugendlichen zu gratulieren und sie ausdrücklich dazu zu ermutigen, sich weiter aktiv in die Gestaltung ihrer Stadt einzubringen.
Foto: MünsterView / Heiner Witte
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Gemeinsam an echten Herausforderungen arbeiten
Zum ersten Mal wurden zu Beginn sogenannte „Challenges“ vorgestellt – konkrete Fragestellungen aus der Stadtverwaltung und aus der Lebenswelt von Jugendlichen. Diese wurden im Vorfeld gemeinsam mit verschiedenen Bereichen der Stadtverwaltung entwickelt.
Die Teilnehmenden konnten selbst entscheiden, ob sie an diesen Herausforderungen arbeiten oder eigene Ideen entwickeln möchten. So entstanden vielfältige Projekte, die zeigen: Jugendliche haben nicht nur Ideen – sie wollen auch Verantwortung übernehmen und aktiv etwas verändern.
Denn das ist der Kern eines jeden Hackathons: Probleme erkennen, Lösungen entwickeln – und dabei gemeinsam lernen (und natürlich auch Pizza essen).
Foto: MünsterView / Heiner Witte
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Austausch und neue Impulse
Eine weitere Premiere war die Kooperation mit dem MÜNSTERHACK. Die erwachsenen Hackerinnen und Hacker trafen sich am Donnerstagabend im Digitallabor für ihr Nachtreffen – und die Jugendlichen hatten die Möglichkeit, ihre Ideen zu präsentieren und in den Austausch zu gehen.
So entstand eine Brücke zwischen den Generationen mit dem Ziel, die Ideen der Jugendlichen weiterzutragen. „Eine schöne Verzahnung von zwei Veranstaltungen, die ähnliche Ziele verfolgen. Ich bin beeindruckt von der Ideenvielfalt und dem technischen Talent der Jugendlichen. Das sind die ‚MSHACKies‘ der Zukunft!“, beschreibt MÜNSTERHACK Organisator Sebastian Köffer die Zusammenarbeit.
Programmieren, Tüfteln, Ausprobieren und Zusammenarbeiten
Viele Teilnehmende waren bereits zum wiederholten Mal dabei und konnten direkt in die Projektarbeit einsteigen. Gleichzeitig haben auch viele neue Gesichter frischen Wind und neue Perspektiven eingebracht und zum ersten Mal “Hackathon” Luft geschnuppert.
Unterstützt von Mentorinnen und Mentoren aus verschiedenen Fachrichtungen haben die Jugendlichen gelernt, wie aus einer Idee Schritt für Schritt ein funktionierender Prototyp wird – und wie wichtig Teamarbeit, Austausch und unterschiedliche Blickwinkel dabei sind.
Kreative Lösungen für die Stadt von morgen
Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen: Insgesamt 12 Teams präsentierten ihre Projekte – geprägt von Kreativität, technischem Know-how und einem klaren Blick für gesellschaftliche Herausforderungen.
So entwickelten Emil, Gabriel, Paul und Yari ein Spiel, das gezielt dazu motiviert, sich draußen mit Freundinnen und Freunden zu treffen – als Gegenentwurf zu rein digitalen Begegnungen.
Moritz und Paul widmeten sich dem Thema Lebensmittelverschwendung. Ihr „Smart Fridge“ ist ein Modul, so groß wie eine Milchpackung und hilft dabei, den Überblick über Vorräte zu behalten, schlägt Rezepte basierend auf den im Kühlschrank befindlichen Lebensmitteln vor und erstellt Einkaufslisten.
Das Team von „Smart Charge“ entwickelte eine smarte Parkbucht, die erkennt, ob ein Parkplatz belegt ist, wie lange noch geladen wird und sogar, ob dort ein Verbrenner-Fahrzeug steht, das dort nicht parken darf.
Diese und viele weitere Ideen zeigen, wie engagiert und lösungsorientiert junge Menschen an Themen wie Nachhaltigkeit, Zusammenleben und Stadtentwicklung herangehen.
Gemeinsam Stadt gestalten
„Für uns als Smart City Team der Stadt ist Hack your City weit mehr als ein Ferienprogramm. Es ist ein Ort, an dem junge Menschen erleben, dass ihre Ideen zählen – und dass sie die Zukunft ihrer Stadt aktiv mitgestalten können.” so Smart City Projektleiter Thomas Hollekamp.
SeidaBahtovic vom Digitallabor der Stadt ergänzt „Die Jugendlichen haben nicht nur technische Fähigkeiten erlernt, sondern auch erfahren, wie man im Team arbeitet, eigene Ideen weiterentwickelt, konkrete Lösungen für reale Herausforderungen findet und dass Scheitern ein selbstverständlicher und wichtiger Teil vonErfolg ist.”
Wir sagen Danke an alle Teilnehmenden, Mentorinnen und Mentoren, an das Team des Digitallabors und an die openSenseLab gGmbH für die großartige Zusammenarbeit.
„Hack your City“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der städtischen Stabsstellen Smart City und Digitale Bildung im Amt für Schule und Weiterbildung. Der Jugendhackathon ist eine Teilmaßnahme des Projektes „Stadt Labor“ und wird im Rahmen des Bundesprogramms „Modellprojekte Smart Cities“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert. Die Stadt Münster, Stabsstelle Smart City, wird bis 2026 insgesamt 11 Förderprojekte in diesem Zusammenhang umsetzen: Modellprojekte Smart Cities.
Basierend auf den erfolgreichen Jugendhackathons in 2025 (Nachbericht und Fotos) und 2024 (Nachbericht und Fotos) laden die städtischen Stabsstellen Smart City und Digitale Bildung gemeinsam mit der openSenseLab gGmbH vom 09. bis 11. April 2026 erneut zu einem Hackathon für Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren ein. Unter dem Motto „Hack your City“ beschäftigen sich bis zu 30 Jugendliche mit aktuellen und zukünftigen Stadtentwicklungsthemen rund um die Bereiche Mobilität, Smart City oder Umwelt- und Klimaschutz: Anmeldung hier möglich
Ziele des Hackathons
Der Hackathon soll dazu dienen, Jugendliche für städtische Zukunftsthemen zu interessieren, um Ideen und Lösungen zu entwickeln, die unser Münster auch in Zukunft lebenswert und nachhaltig machen. Zudem werden spezielle Fähigkeiten im Bereich digitaler Bildung vermittelt wie beispielsweise coding erlernen bzw. vertiefen oder die Arbeit mit dem 3D-Druck.
Veranstaltung vom 09. bis 11. April 2026
Der Hackathon findet im städtischen Digitallabor statt, welches von der Stabsstelle Digitale Bildung betreut wird. Fachliche und organisatorische Unterstützung bekommt die Stadt Münster von der OpenSenseLab gGmbH als erfahrenen Partner zur Durchführung des Hackathons.
Unter fachlicher Anleitung, aber in ihrem Wirken völlig frei, entwickeln die Jugendlichen an drei Tagen in den Osterferien ihre eigenen Ideen und Lösungsansätze. Sie arbeiten in Teams, die von ihnen selber zu Beginn des Hackathons gebildet werden. Am letzten Veranstaltungstag (Samstag) stellen alle Teilnehmenden ihre Lösungsansätze in einem Pitch vor. Eingeladen zur Abschlussveranstaltung sind insbesondere Eltern, Freunde und Verwandte, aber auch alle interessierten Bürger*innen aus Münster und Umgebung.
Am einfachsten erreichst du das Digitallabor natürlich mit dem Fahrrad. Aber auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist es gut zu erreichen. Die nächste Haltestelle ist die Haltestelle „Leonardo-Campus“. Hier halten die Linien 16, R73 und R72 . Von dort aus sind es nur noch wenige Meter bis zum Digitallabor. Falls du dir unsicher bist können wir dich auch an der Bushaltestelle einsammeln.
Benötige ich einen eigenen Laptop?
Nein, du benötigst keinen eigenen Laptop. Wir haben genügend Laptops vor Ort, die du nutzen kannst. Falls du aber einen eigenen Laptop hast, kannst du diesen natürlich gerne mitbringen.
Was ist, wenn ich noch keine Erfahrung mit Programmieren habe?
Kein Problem! Wir haben für jeden das passende Angebot. Egal ob du noch nie programmiert hast oder schon ein Fortgeschritten bist. Wir haben für jeden das passende Angebot.
Zeitplan
Donnerstag, 09. April 2026: 10:00 Uhr bis 21:00 Uhr Freitag, 10. April 2026: 09:00 Uhr bis 21:00 Uhr Samstag, 11. April 2026: 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr
„Hack your City“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der städtischen Stabsstellen Smart City und Digitale Bildung im Amt für Schule und Weiterbildung. Der Jugendhackathon ist eine Teilmaßnahme des Projektes „Stadt Labor“ und wird im Rahmen des Bundesprogramms „Modellprojekte Smart Cities“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert. Die Stadt Münster, Stabsstelle Smart City, wird bis 2026 insgesamt 11 Förderprojekte in diesem Zusammenhang umsetzen: Modellprojekte Smart Cities.
Wie vielfältig, kreativ und verbindend digitales Engagement sein kann, hat unser erster Infotag Digitales Engagement eindrucksvoll gezeigt. In der Stadtbücherei Münster kamen am 17. Januar 2026 engagierte Menschen, Organisationen, Initiativen und neugierige Besucher*innen zusammen, um sich auszutauschen, voneinander zu lernen und neue Ideen zu entwickeln.
Fotos: Amt für Kommunikation / MünsterView / Witte
Reges Treiben an den Infoständen
Schon beim Ankommen wurde klar: Das Interesse am digitalen Ehrenamt ist groß. An den Infoständen wurde lebhaft diskutiert, gefragt, erklärt und vernetzt. Ehrenamtliche berichteten von ihren Erfahrungen, Organisationen stellten ihre digitalen Projekte vor – von Online-Patenschaften und digitaler Nachhilfe über Unterstützungsangebote für Senior*innen bis hin zu technisch geprägten Projekten rund um Open Data und Programmierung für den guten Zweck.
Was ist digitales Engagement?
Ein zentrales Thema des Tages war die Frage, was digitales Engagement eigentlich ausmacht. Schnell wurde deutlich: Digitales Engagement ist weit mehr als „Engagieren am Bildschirm“. Es schafft neue Zugänge, ermöglicht flexible Beteiligung und bringt Menschen mit ganz unterschiedlichen Fähigkeiten zusammen. Ob eine Stunde Zeit, spezielles Fachwissen oder einfach Lust auf Ausprobieren – digitales Engagement bietet viele Möglichkeiten, sich niedrigschwellig und wirksam einzubringen.
Spielerisch lernen
Ein besonderer Hingucker waren die Buzzer im Eingangsbereich, die fleißig gedrückt wurden. Spielerisch konnten Besucher*innen so erleben, wie einfach es sein kann, Daten zu erheben, sichtbar zu machen und gemeinsam zu nutzen. So wurde das Thema Open Data ganz praktisch und greifbar.
Im Maker-Space ging es kreativ und technisch zu: Das Jugendhackt Lab Münster zeigte, wie 3D-Modellierung, Coding und Robotik funktionieren – und wie junge Menschen mit digitalen Tools gesellschaftliche Fragen aufgreifen und eigene Lösungen entwickeln. Viele Besucher:innen nutzten die Gelegenheit, selbst Fragen zu stellen, Dinge auszuprobieren und neue Perspektiven kennenzulernen.
Nicht das letzte Mal
Besonders wertvoll war der offene Austausch: zwischen Generationen, zwischen Ehrenamt und Verwaltung, zwischen Technik und sozialem Engagement. Immer wieder ging es auch um die Frage, welche digitalen Projekte in Münster noch fehlen und welche Bedarfe es gibt – ein wichtiger Impuls für zukünftige Angebote und Kooperationen.
Unser Fazit: Der erste Infotag Digitales Engagement hat gezeigt, wie viel Potenzial in digitalem Ehrenamt steckt – und wie groß das Interesse ist, dieses Potenzial gemeinsam weiterzuentwickeln. Die vielen Gespräche, Ideen und Begegnungen machen Mut und Lust auf mehr.
Wir sind uns sicher: Das war nicht das letzte Event zum Thema digitales Engagement. Vielen Dank an alle, die dabei waren, mitgedacht, mitdiskutiert und mitgemacht haben. Wir freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen – digital, analog oder beides zusammen.
Im Rahmen des Fokusprojekts „Urbane Datenplattform“ werden eine städtische Datenplattform und damit vernetzte Digitale Zwillinge für den Stadtkonzern Münster entwickelt und eingesetzt. Diese Plattform stellt alle relevanten Daten aus dem gesamten Stadtkonzerns für den gesamten Stadtkonzern zur Verfügung. Dabei löst sie bestehende Systeme nicht ab, sondern vernetzt diese untereinander.
Die geplanten Digitalen Zwillinge stellen virtuelle Modelle der tatsächlichen Stadt dar, und das auf allen Ebenen: vom Verkehr über Wasser und Grünflächen bis hin zu sozialen Themen. In diesen Zwillingen werden alle Daten auf Grundlage von „echten“ räumlichen Verhältnissen miteinander in Beziehung gesetzt – dadurch lässt sich die Stadt Münster „simulieren“. Von Beginn an werden diese Lösungen entlang des tatsächlichen Bedarfs entwickelt und anhand realer Herausforderungen getestet. Dazu werden besonders datenlastige Anwendungsfälle definiert, die bisher nur mit hohem Aufwand umgesetzt werden können.
Dieses Fokusprojekt nimmt eine besondere Stellung in der Smart City Strategie 1.0 ein – Herausforderungen und Ergebnisse der Maßnahme wirken sich wesentlich auf die Umsetzung aller Fokusprojekte sowie auf die Erreichung aller Ziele der Strategie aus.
Einer solide und moderne Dateninfrastruktur ist entscheidend für nahezu alle Stadt- und Raum-Entwicklungskonzepte. Sie befähigt den gesamten Stadtkonzern, Maßnahmen zur Lösung aktueller Herausforderungen auf Grundlage belastbarer Daten zu bewerten und so die verfügbaren Ressourcen möglichst effizient einzusetzen. Das Projekt wird – das ist neuartig für stadtkonzernübergreifende Arbeiten – als agiles Projekt durchgeführt. So kann flexibel auf sich entwickelnde Anforderungen reagiert und ein Wandel in der Arbeitskultur der Verwaltung angestoßen werden.
Wussten Sie schon …?
Die „Urbane Datenplattform“ wird als sogenanntes Smart City-Fokusprojekt im Rahmen der „Modellprojekte Smart Cities“ vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert.
Anfangen, Anfassen, Ausbilden, Ausprobieren: das Fokusprojekt „Stadt Labor“ verortet digitale Stadtentwicklung und digitale Bildung nah- und erfahrbar im Stadtraum Münster. Während die festen Elemente des Labors zentralen Raum für unterschiedlichste Formate darstellen, treten die mobilen Elemente dezentral mit dem Stadtraum in Austausch. So entstehen Orte, um Fragen digitaler Stadtentwicklung und digitaler Bildung mit der Verwaltung, der Wissenschaft, der Wirtschaft, der organisierten Zivilgesellschaft und vor allem den Bürger*innen zu diskutieren. Hier können neue Technologien im Kontext der Fokusprojekte ausprobiert, digitale Kompetenzen erlernt und der Einsatz smarter Technologien in der Stadtentwicklung vorangetrieben werden.
Dazu richtet das Labor Veranstaltungen aus und setzt gemeinsam mit Partner*innen innerhalb und außerhalb des Stadtkonzerns ein Angebot um, das zur Aktivierung der gesamten Stadtgesellschaft beiträgt und zur Teilnahme an Beteiligungsprozessen der digitalen Stadtentwicklung befähigen soll.
Das Projekt wird in drei Phasen realisiert. In der Anlaufphase werden die Räumlichkeiten des städtischen Digitallabors für erste Aktivitäten genutzt und in der Zusammenarbeit mit der Stabsstelle Digitale Bildung weiterentwickelt. In einer zweiten Phase soll neben dem städtischen Digitallabor mindestens ein weiterer (temporärer) Standort im Stadtgebiet bespielt werden. Neben der neuen „Außenstelle“ des Stadtlabors ist die Anschaffung und dezentrale Nutzung von mobilen „Stadtlabor-Units“ geplant. Diese werden flexibel im Stadtgebiet eingesetzt und auch von anderen Projektteams sowie Mitarbeitenden des Stadtkonzerns für Sensibilisierungs-, Bildungs- und Beteiligungsprozesse genutzt werden können. In einer dritten Phase steht die Vorbereitung des Bezuges einer größeren Räumlichkeit im Fokus, in der sowohl das Digitallabor Münster als auch die weiteren Elemente des Stadtlabors langfristig einen festen Ort erhalten sollen.
Wussten Sie schon …?
„Stadt Labor“ wird als sogenanntes Smart City-Fokusprojekt im Rahmen der „Modellprojekte Smart Cities“ vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert.
Die Stadt Münster ist im Jahr 2021 in das Förderprogramm „Modellprojekte Smart Cities (MPSC)“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) aufgenommen worden. Im Rahmen des Förderprogramms hat Münster die Möglichkeit, in den Jahren 2022 bis Ende 2026 innovative Maßnahmen an der Schnittstelle von Stadtentwicklung und Digitalisierung zu entwickeln, zu erproben und umzusetzen. Die städtische Stabsstelle Smart City im Dezernat für Planung, Bau und Wirtschaft koordiniert diese Maßnahmen, die unter dem Motto „Digitalisierung findet Stadt: MünsterZukunft gemeinsam machen“ eingereicht wurden und sich auf die drei Bereiche MobileStadt, MitmachStadt und KlimaStadt konzentrieren. Voraussetzung für die Maßnahmen in beiden Förderphasen ist die Modellhaftigkeit und Übertragbarkeit auf andere Kommunen.
„Ziel unseres Förderprogramms Smart Cities sind nachhaltige und lebenswerte Städte, die die Chancen der Digitalisierung zum Wohl der Menschen nutzen“, Klara Geywitz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, auf der Smart Country Convention 2022 . Foto: BMWSB
Ausgangssituation: Warum hat Münster sich für das Förderprogramm beworben?
Münster wächst, Verkehrsbelastungen und Erwartungen an Beteiligung und Transparenz steigen, Klimaauswirkungen – wie beispielsweise Hitze oder Starkregen – und die Digitalisierung beeinflussen zunehmend die Stadtentwicklung. Für diese Herausforderungen werden Smart City-Lösungen gebraucht. Münster ist bereits auf dem Weg und will an Tempo zulegen. Dabei soll jedoch nicht Technologie die Stadt treiben, sondern Digitalisierung soll helfen, Münster menschengerecht und gemeinwohlorientiert zu gestalten.
Digitalisierung ist kein in sich abgeschlossenes und befristetes einzelnes Projekt. Es handelt sich um einen fortlaufenden, dauerhaften Prozess, den wir durch technische, kollaborative und kommunikative Maßnahmen gestalten wollen.
Dr. André Wolf, Leiter Stabsstelle Smart City Münster
Die Smart City Münster braucht neben einer Strategie zur Steuerung der Maßnahmen auch erste konkrete Projekte, die den Weg in eine digitale und zukunftsorientierte Stadtentwicklung erfahrbar machen und somit den Möglichkeitsraum für größere Anschlussprojekte aufzeigen. Durch eine integrierte Ausrichtung der Maßnahmen und eine begleitende Kommunikation, sollen das Wissen aus Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft, Bürgerschaft und Zivilgesellschaft gebündelt und in erste erfahrbare Verbesserungen der Lebensqualität in Münster übersetzt werden. Dabei bilden sowohl der souveräne Umgang mit Daten und digitalen Technologien als auch die dauerhafte Vernetzung zwischen den Anwender:innen der innovativen Lösungen wichtige Grundvoraussetzungen des Gemeinschaftswerkes der Smart City Münster.
Strategie
Um Digitalisierung und Stadtentwicklung systematisch zusammenzudenken, wurde in 2021 eine vorläufige Smart City Strategie für Münster entwickelt, die an die städtische Nachhaltigkeits- und Klimaneutralitätsstrategie sowie den Stadtentwicklungsprozess der „MünsterZukünfte“ anknüpft. In der sogenannten Beta-Version der Strategie werden erste Leitlinien für Projekte der Smart City Münster formuliert.
Die Entwicklung der Stadt der Zukunft ist eine Gemeinschaftsaufgabe für Politik und Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft, damit das Münster von morgen ein noch besseres ist als das Münster von heute
Robin Denstorff, Stadtbaurat Münster
Im Zuge der Förderung als Modellprojekt Smart Cities ist die Beta-Version in Projektphase A in eine verbindliche Smart City Strategie 1.0 für Münster ausgebaut werden. Gemeinsam mit städtischen Gesellschaften, Fachbereichen, Stakeholdern und Bürger:innen wurden Smart City-spezifische Herausforderungen, Visionen, Ziele und Maßnahmenvorschläge erarbeitet und vom vom Rat der Stadt Münster im September 2023 verabschiedet.
Maßnahmen
Zu Beginn der Förderung stand daher die gemeinschaftliche Entwicklung einer Smart City Strategie 1.0 für Münster, aufbauend auf der bisher erarbeiteten „Beta-Version“, im Fokus. Damit diese Strategie anfassbar und erlebbar wird, setzt Münster parallel fünf erste Maßnahmen (Starterprojekte) um. Diese reichen von der Kinder- und Jugendbeteiligung über die Entwicklung eines digital gestützten Kommunikationsangebotes zum Klimaschutz bis zur Weiterentwicklung des Grüne-Welle-Assistenten „Leezenflow“ für den Radverkehr. Alle Maßnahmen sollen verdeutlichen, dass Digitalisierung dabei hilft, kommunale Entscheidungsprozesse sowie Beteiligung und Teilhabe zu verbessern oder auch (Echtzeit-)Daten als Grundlage für Planungen zu liefern: „Dadurch schaffen wir mehr Evidenz, Akzeptanz und Verständnis für Veränderungsprozesse, die durch aktuelle Herausforderungen nötig sind“, so Dr. Thomas Terstiege, Projektleiter Smart City Münster.
Das Förderprogramm ist aufgeteilt in Phase A (2022-2023) und Phase B (2023-2026)
Phase A beinhaltet neben der Entwicklung einer Smart City Stratgiefünf Maßnahmen, die sogenannten Starterprojekte:
Erste Ideenskizzen für die fünf Maßnahmen (Projekte) waren bereits Bestandteil der seinerzeitigen Bewerbung für eine Teilnahme am Förderprogramm. Gemeinsam mit den Umsetzern wurden diese während der Strategiephase geschärft.
„Leezenflow für die Stadtregion“: Weiterentwicklung des Grüne-Welle-Assistenten Leezenflow und Installation des Systems an maximal neun weiteren Standorten im Stadtgebiet von Münster … – mehr zum Projekt
„ePart_MS-LAB“: Kinder und Jugendliche für die Smart City beteiligen und befähigen. Ausgerüstet mit mobilen Endgeräten erkunden sie ihre Umgebung mit Fokus auf Themen einer digitalen Stadt … – mehr zum Projekt
„Energiehelden: Unser Klima 2030„: Entwicklung eines Klimadashboard Münster, auf dem Daten sortiert nach den Handlungsfeldern Klima, Energie, Mobilität und Gebäude visualiert werden. Sie bilden die Basis für weitere Weichenstellungen in den Bereichen Klimaschutz und Klimafolgenanpassungen und damit verbunden in der integrierten Stadtentwicklung und Stadtplanung … – mehr zum Projekt
„DIGIFARM.MS – Gemeinsam digitale Projekte umsetzen“: Auf dieser neuen Plattform werden digitale Open-Source-Projekte für Münster gesammelt und präsentiert. Ziel ist es, den Betrieb der ehrenamtlich entwickelten Projekte mittel- bis langfristig durch geeignete Unterstützende in die Umsetzung zu bringen und bürgerschaftliches Engagement zu stärken … – mehr zum Projekt
„Safe Stream“: Hochwasserschutz mit sensorgestützen Technologien an Kleinfließgewässern erproben und optimieren.
Phase B beinhaltet weitere sechs Maßnahmen (Fokusprojekte):
Erste Ideenskizzen für die sechs Fokusprojekte waren bereits Bestandteile der seinerzeitigen Bewerbung für eine Teilnahme am Förderprogramm. Während der Strategiephase wurden diese dann gemeinsam mit den Umsetzern innerhalb des Stadtkonzerns geschärft.
Die „Urbane Datenplattform“ verbindet und vernetzt Akteur:innen sowie ihre Daten(sätze), um passgenaue Datenverarbeitung und -visualisierung für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung zu fördern und datenbasierte Entscheidungsgrundlagen für ein noch lebenswerteres Münster zu schaffen. Mehr zum Projekt …
In den „Abfallfreien Quartieren“ lassen wir vor Ort alle mitwirken und setzen mit Unterstützung von KI kreislauforientiertes Ressourcenmanagement praktisch um. Mehr zum Projekt …
„Velo Wave“ macht Radverkehr in unserer Fahrradstadt (noch) komfortabler und schaltet für die Mobilitätswende schneller auf Grün. Mehr zum Projekt …
„Stadt Temperatur“ schafft ein stadtweites Netzwerk an Messstationen für Temperaturdaten, damit Klimaanpassung in Münster an den richtigen Stellen die größtmögliche Wirkung entfalten kann. Mehr zum Projekt …
“Urbanes Wasser“ fördert eine wasserbewusste Stadt auf Basis innovativer Technologien: Smart managen, entscheiden, planen. Basierend auf bestehenden Wasserdaten und durch Datengenerierung mithilfe neuangeschaffter Sensorik/Aktorik wird ein umfangreiches städtisches Wasserwirtschaftsmodell erstellt. Mehr zum Projekt …
„Stadt Labor“ schafft konkrete Räume, Orte und Formate für die Befähigung zur Teilhabe und aktiven Mitgestaltung des digitalen Wandels in Münster. Mehr zum Projekt …
Modellprojekte Smart Cities (MPSC) nutzen die Chancen von Informations- und Vernetzungstechnologien im Sinne einer nachhaltigen und integrierten Stadtentwicklung. Die Bundesregierung fördert derzeit 73 Modellprojekte Smart Cities, die seit 2019 in drei Staffeln ausgewählt wurden, mit insgesamt 820 Millionen Euro. Die Stadt Münster wurde im Rahmen der 3. Staffel in 2021 ausgewählt. Mit einem Gesamtvolumen von 11,74 Millionen Euro, davon 7,6 Millionen Euro gefördert, werden innovative Projekte realisiert und eine Smart City Strategie für Münster entwickelt. Weitere Informationen zum Förderprogramm finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums: https://www.smart-city-dialog.de/modellprojekte