Leezenflow

Mit dem Leezenflow-System wird der Radverkehr in Münster sichtbarer, komfortabler und schneller. Die innovative Anzeige an Laternenmasten vor Ampeln signalisiert in einigem Abstand vor der nächsten Kreuzung, wann die Ampel umschaltet. Das System berücksichtigt hierfür die Durchschnittsgeschwindigkeit des Radverkehrs an den jeweiligen Standorten aus Daten, die im Rahmen der Fahrradprojekte „Dein AppGrade“ und „Stadtradeln“ gesammelt wurden.

Entspanntes Radfahren im Flow ist ein weiterer Schritt hin zu einer lebenswerten und klimafreundlichen Smart City Münster.

Aktueller Stand des Projekts

Derzeit ist der Prototyp am Hörstertor aktiv und liefert weiterhin wichtige Erkenntnisse aus dem Realbetrieb. Die weiteren installierten Geräte sind aktuell außer Betrieb. Hintergrund dafür sind mehrere technische und strukturelle Herausforderungen:

  • Projektpartner ausgestiegen: Der ursprüngliche Entwicklungspartner hat sich aus dem Projekt zurückgezogen, da er sich auf andere Geschäftsbereiche konzentriert. Ein verlässlicher Weiterbetrieb der Leezenflow-Geräte ist ohne den Dienstleister leider nicht möglich. Auch eine direkte Weiterentwicklung auf Basis des ersten Modells ist erschwert.

  • Materialien im Realbetrieb nicht ausreichend langlebig: Die Gehäuse der ersten Generation wurden im 3D-Druckverfahren hergestellt, um einen schnellen Projektstart zu ermöglichen. Die Anzeigen sind Wind und Wetter an den Standorten ausgesetzt. Im Dauerbetrieb haben sich – schneller als ursprünglich angenommmen – Schwächen gezeigt, die die Funktion beeinträchtigen.

  • Datenerhebung und Analyse laufen: Parallel wurden Daten erhoben und in einer unabhängigen Begleituntersuchung ausgewertet. Die Erkenntnisse fließen in die nächste Generation der Geräte ein.

Wie geht es weiter?

Die Stadt Münster treibt die Wieder-Inbetriebnahme und Weiterentwicklung des Leezenflow-Systems gezielt voran – eingebettet in das Projekt Velo Wave, in dem die bedarfsgerechte Ampelschaltung für den Radverkehr erprobt wird. In diesem Zusammenhang soll in Zusammenarbeit mit einem neuen Projektpartner auch ein neuer technischer Ansatz getestet werden:

  • Test eines verbesserten Modells: In Kooperation mit der Stadt Berlin, die ein weiterentwickeltes Modell unter realen Bedingungen testet, soll nun auch in Münster ein weiterentwickeltes Exemplar erprobt werden. Ziel ist es, Erfahrungen mit robusterer Technik in einem Metallgehäuse zu sammeln und diese perspektivisch in eine neue Geräteserie einfließen zu lassen.

  • Überregionale Vernetzung: Die ursprüngliche Leezenflow-Idee wurde 2019 im Rahmen des MÜNSTERHACKs entwickelt und als Open-Source-Lösung veröffentlicht. Dies hat zu bundesweitem Interesse geführt: Städte wie Solingen und Berlin haben das Konzept aufgegriffen, weiterentwickelt und eigene Systeme in Betrieb genommen. Auch in Hamburg ist das Interesse am Leezenflow weiter aktiv. Der offene Austausch mit diesen Kommunen ist ein zentraler Bestandteil der weiteren Projektentwicklung.

Zukunftsperspektive

Die Erfahrungen aus dem Prototypenbetrieb sowie die Ergebnisse der Begleituntersuchung sind Grundlage für eine technisch überarbeitete, langfristig einsetzbare Version des Systems. Ziel ist es, Leezenflow zu einem robusten Baustein der Radverkehrsförderung in Münster zu machen.

Die Stadt Münster bleibt im engen Austausch mit anderen Städten, Forschungsinstituten und wetieren Partnern – denn nachhaltige Mobilität lebt vom gemeinsamen Lernen und Weiterentwickeln.

Das Projekt Leezenflow im Detail

Erklärvideo zum Leezenflow, Video: Stadt Münster

Wer „Leezenflow“ bei Grün erreicht, erreicht auch die Ampel bei Grün. Zeigt das System Gelb, kann man sich überlegen, ob ein kleiner Sprint noch lohnt oder ob es klüger ist, schon langsamer zu fahren, um die Standzeit an der roten Ampel zu verkürzen. Bei Rot kann man sich langsam der Fahrradampel nähern, um auch so die Standzeit zu verkürzen.

Ziel des Grüne-Welle-Assistenten ist es, dass Radfahrende flüssiger und damit komfortabler ans Ziel kommen, indem sie mehrere Meter vor der nächsten Straßenkreuzung auf einem LED-Display sehen können, wann die Ampel umschaltet. Hierfür ist der „Leezenflow“ mit der jeweiligen Fahrradampel verbunden und zeigt über einen dynamischen Farbverlauf an, ob Radfahrende die Ampel noch bei Grün erreichen können oder nicht.

Leezenflow nutzt dabei die errechnete Durchschnittsgeschwindigkeit auf Basis der Daten der in Münster durchgeführten Fahrradprojekte „Dein AppGrade“ und „Stadtradeln“. Bei starken Abweichungen von der Durchschnittsgeschwindigkeit (zum Beispiel durch die Verkehrssituation bedingt) kann sich der Flow individuell verändern …

Standort Durchschnittsgeschwindigkeit, die für Leezenflow genutzt wird Entfernung Leezenflow – Fahrradampel
Hörstertor (Prototyp) 17 km/h 110m
Promenade / Zwinger 16 km/h 195m
Bohlweg / Gartenstraße 19 km/h 195m
Schillerstraße / Hansaring 18 km/h 135m
Schloss / Promenade 18 km/h 130m
Neutor / Promenade 16 km/h 115m
Neutor / Lazarettstraße 18 km/h 70m
Steinfurter Straße / Grevener Straße 18 km/h 75m
Warendorfer Straße / Piusallee 17 km/h 105m
Tabelle: Welche Geschwindigkeit wurde für Leezenflow am jeweiligen Standort genutzt und wie weit ist die Entfernung zur Ampel?

Leezenflow ist ein Smart-City-Projekt

Das Leezenflow-System soll den Radverkehr im Sinne der Mobilitätswende und die digitale Stadtentwicklung voranbringen. Es zeigt, wie aus einer Idee der Bürgerschaft eine Technik mit Freier Software (Open-Source) wird, die den Radverkehr fördert und das Interesse anderer Kommunen weckt.

Die Idee zum „Leezenflow“ stammt aus der Bürgerschaft. Im Münsterhack 2019 wurde ein Prototyp entwickelt und anschließend mithilfe der Stadtverwaltung und finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur umgesetzt. 2021 wurde der erste „Leezenflow“-Prototyp auf Münsters Promenade in Betrieb genommen. Aufgrund einer positiven Evaluation des Systems wurden 2024 im Rahmen des Bundesförderprogramms „Modellprojekte Smart City (MPSC)“ acht weitere Systeme im Stadtgebiet von Münster installiert.

In diesem Zuge wurde u.a. die Anzeige des Leezenflows weiterentwickelt und berücksichtigt nun die Durchschnittsgeschwindigkeiten des Radverkehrs. Begleitend zur Einführung der neuen Visualisierung lässt die Stadt die Leistungsfähigkeit und Verkehrssicherheit des Systems untersuchen (Verkehrsbeobachtung und Online-Umfrage). Sollte sich weiterer Optimierungsbedarf herausstellen, wird Leezenflow angepasst. (News vom 27.9.2023).

Leezenflow-System an der Fahrradstraße „Schillerstraße“ in Münster; Foto: Stadt Münster

Smarte Technologie für den Radverkehr

Leezenflow nutzt für die Kommunikation zur Ampel eine von Fachleuten als Vehicle-to-everything (V2X) bezeichnete Technik, die weltweit entwickelt wurde, damit Busse, Rettungsfahrzeuge und Autos Kontakt zur Ampel und weiterer Infrastruktur aufnehmen können. Mit Leezenflow wird diese Technik für den Radverkehr genutzt und die neue Datenübertragung im Live-Betrieb getestet.

Leezenflow ist Freie Software (Open-Source). Das heißt u.a., dass die komplette Bauanleitung des Leezenflows im Internet frei verfügbar ist. Eine Weitergabe und Adaption des Systems ist ausdrücklich erwünscht. Die Verwaltung in Münster profitiert von den Erfahrungen anderer Kommunen und Unternehmen und umgekehrt profitieren andere von den Erkenntnissen und Herausforderungen in Münster. Darüberhinaus erzielen die eingesetzten Steuergelder (von Bund, Land und Kommune) durch den Transfer von Lösungen in andere Kommunen eine größere Wirkung: Statt Wissen bei einzelnen Unternehmen zu privatisieren, können alle auf den (durch Steuergelder finanzierten) Arbeitsergebnissen aufbauen (Public Money, Public Code).

Neue Technik beim Leezenflow an der Schillerstraße; Foto: Stadt Münster

Prototyp an Münsters Promenade

Vom 17. Mai 2021 bis Mitte 2023 wurde der Prototyp Leezenflow an der Kreuzung Hörstertor auf Münsters Promenade getestet. Im Rahmen der Testphase führte das Institut für Verkehrswissenschaften der WWU Münster im Auftrag der Stadt Münster vom 17. Mai bis Mitte Juli 2021 eine wissenschaftliche Evaluation durch. Diese bestand aus einer Online-Bürger-Umfrage, an der 546 Personen teilgenommen haben, sowie Verkehrsbeobachtungen und -messungen vor Ort. Das Ziel der Untersuchung war, Aussagen darüber treffen zu können, inwiefern Leezenflow den Radverkehrsfluss verbessert, die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigt und die Radfahrer:innen mit dem Prototypen zufrieden sind.

Seit 2021 hängt der Leezenflow Prototyp auf der Promenade in Münster, im September 2023 wurde die Visualisierung aktualisiert. Foto: Stadt Münster

Die Ergebnisse der Evaluation stehen im Ratsinformationssystem der Stadt zum Download zur Verfügung. Außerdem lassen sich die Rohdaten, die im Zuge der Evaluation erstellt wurden, über den Publikationsserver der Uni Münster herunterladen.

Insgesamt ist das Leezenflow-System positiv bewertet worden, so dass der Hauptausschuss der Stadt Münster im Februar 2022 beschlossen hat, weitere Leezenflow-Systeme vorrangig an den Velorouten und an den zukünftigen Hauptrouten installieren zu lassen. Ende Mai 2024 wurden acht Leezenflow-Systeme mit der neuen Technik in Betrieb genommen, davon drei zusätzliche Geräte an der Promenade und fünf an Velorouten:

Leezenflow-Standorte im Stadtgebiet von Münster, Grafik: Stadt Münster

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Medienspiegel Leezenflow (Auswahl)

Wussten Sie schon?

Leezenflow ist Freie Software (Open-Source). Das heißt u.a., dass die komplette Bauanleitung des Leezenflows im Internet frei verfügbar ist. Eine Weitergabe und Adaption des Systems ist ausdrücklich erwünscht.

Gefördert wurde der Prototyp durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Die neuen Leezenflow-Systeme inkl. überarbeiteter Technik sind Teil des Förderprogramms „Modellprojekte Smart Cities“ des Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen mit einer Ko-Finanzierung durch das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.

Ko-Finanzierung der neuen Leezenflow-Systeme durch das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW

Prototyp Leezenflow-System

Logo des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Velo Wave

Das smarte Fahrradprojekt „Velo Wave“ baut auf dem Erfahrungsschatz des Projekts „Leezenflow, der Grüne-Welle-Assistent für den Radverkehr“ auf. Leezenflow ermöglicht es Radfahrenden, ihre Geschwindigkeit so anzupassen, dass sie die nächste Ampel bei Grün erreichen. Velo Wave dagegen erfasst die Radfahrenden bereits vor der nächsten Ampel, sodass sie auf der Grünen Welle weiterfahren können, ohne ihre Geschwindigkeit anzupassen.

Damit das Rad als stadt- und umweltverträgliches Verkehrsmittel für mehr Menschen eine sinnvolle Alternative zum PKW wird, ist es notwendig, eine komfortable, schnelle und sichere Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Gegenwärtig sind Radfahrende besonders durch Unterbrechungen an Ampeln beeinträchtigt. Sie sind im Vergleich zum PKW der Witterung ausgesetzt und kommen anschließend schwerer wieder „in Tritt“. Velo Wave hat es zum Ziel, den Radfahrkomfort durch die Verringerung der Reisezeiten zu erhöhen.

Eine auf den Radverkehr reagierende Ampelsteuerung leistet so einen wichtigen Beitrag zur Verkehrsverlagerung. Daraus ergeben sich Chancen für die nachhaltige Stadtentwicklung (autoarme Quartiere, Flächenumverteilung etc.). Zudem erhöht diese Steuerung die Verkehrssicherheit, indem sie Rotlichtverstöße aufgrund langer Wartezeiten reduziert. Besonders im Fokus stehen die neuen Velorouten, die als durchgehende, hochwertige Alltagsrouten den Radverkehr auf typischen Stadt-Umland-Strecken bündeln.

Wussten Sie schon?

„Velo Wave“ wird als sogenanntes Smart City-Fokusprojekt im Rahmen der „Modellprojekte Smart Cities“ vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert. Es basiert auf dem Starterprojekt „Leezenflow„. Beide Projekte werden in der Smart City Strategie 1.0 für Münster definiert.

Ko-Finanzierung der neuen Leezenflow-Systeme durch das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW

Stadt Münster veranstaltet Hackathon für Jugendliche

Basierend auf den erfolgreichen Jugendhackathons in 2023 (Nachbericht und Fotos) und 2024 (Nachbericht und Fotos) laden die städtischen Stabsstellen Smart City und Digitale Bildung gemeinsam mit der openSenseLab gGmbH vom 24. bis 26. April 2025 erneut zu einem Hackathon für Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren ein. Unter dem Motto „Hack your City“ beschäftigen sich bis zu 30 Jugendliche mit aktuellen und zukünftigen Stadtentwicklungsthemen rund um die Bereiche Mobilität, Smart City oder Umwelt- und Klimaschutz: Anmeldung hier möglich

 

Ziele des Hackathons

Der Hackathon soll dazu dienen, Jugendliche für städtische Zukunftsthemen zu interessieren, um Ideen und Lösungen zu entwickeln, die unser Münster auch in Zukunft lebenswert und nachhaltig machen. Zudem werden spezielle Fähigkeiten im Bereich digitaler Bildung vermittelt wie beispielsweise coding erlernen bzw. vertiefen oder die Arbeit mit dem 3D-Druck.

Veranstaltung vom 24. bis 26. April 2025

Der Hackathon findet im städtischen Digitallabor statt, welches von der Stabsstelle Digitale Bildung betreut wird. Fachliche und organisatorische Unterstützung bekommt die Stadt Münster von der OpenSenseLab gGmbH als erfahrenen Partner zur Durchführung des Hackathons.

Unter fachlicher Anleitung, aber in ihrem Wirken völlig frei, entwickeln die Jugendlichen an drei Tagen in den Osterferien ihre eigenen Ideen und Lösungsansätze. Sie arbeiten in Teams, die von ihnen selber zu Beginn des Hackathons gebildet werden. Am letzten Veranstaltungstag (Samstag) stellen alle Teilnehmenden ihre Lösungsansätze in einem Pitch vor. Eingeladen zur Abschlussveranstaltung sind insbesondere Eltern, Freunde und Verwandte, aber auch alle interessierten Bürger*innen aus Münster und Umgebung.

Anmeldung zu Hack your City 2025


Hier geht’s zur Anmeldung

     

FAQs zum Hackathon

Veranstaltungsort: Digitallabor der Stadt Münster

Adresse

Leonardo-Campus 6a
48149 Münster

Wie komme ich am besten zum Digitallabor?

Am einfachsten erreichst du das Digitallabor natürlich mit dem Fahrrad. Aber auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist es gut zu erreichen. Die nächste Haltestelle ist die Haltestelle „Leonardo-Campus“. Hier halten die Linien 16, R73 und R72 . Von dort aus sind es nur noch wenige Meter bis zum Digitallabor. Falls du dir unsicher bist können wir dich auch an der Bushaltestelle einsammeln.

Benötige ich einen eigenen Laptop?

Nein, du benötigst keinen eigenen Laptop. Wir haben genügend Laptops vor Ort, die du nutzen kannst. Falls du aber einen eigenen Laptop hast, kannst du diesen natürlich gerne mitbringen.

Was ist, wenn ich noch keine Erfahrung mit Programmieren habe?

Kein Problem! Wir haben für jeden das passende Angebot. Egal ob du noch nie programmiert hast oder schon ein Fortgeschritten bist. Wir haben für jeden das passende Angebot.

Zeitplan

Donnerstag, 24. April 2025: 10:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Freitag, 25. April 2025: 09:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Samstag, 26. April 2025: 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Bundesförderprogramm Modellprojekte Smart Cities (MPSC)

„Hack your City“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der städtischen Stabsstellen Smart City und Digitale Bildung im Amt für Schule und Weiterbildung. Der Jugendhackathon ist eine Teilmaßnahme des Projektes „Stadt Labor“ und wird im Rahmen des Bundesprogramms „Modellprojekte Smart Cities“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert. Die Stadt Münster, Stabsstelle Smart City, wird bis 2026 insgesamt 11 Förderprojekte in diesem Zusammenhang umsetzen: Modellprojekte Smart Cities.

 

Mit freundlicher Unterstützung durch


Links zum Thema

Nachbericht Hack your City 2024

Nachbericht Jugendhackathon 2023

Digitallabor der Stadt Münster

extern: openSenseLab gGmbH

Urbane Datenplattform

Im Rahmen des Fokusprojekts „Urbane Datenplattform“ werden eine städtische Datenplattform und damit vernetzte Digitale Zwillinge für den Stadtkonzern Münster entwickelt und eingesetzt. Diese Plattform stellt alle relevanten Daten aus dem gesamten Stadtkonzerns für den gesamten Stadtkonzern zur Verfügung. Dabei löst sie bestehende Systeme nicht ab, sondern vernetzt diese untereinander.

Die geplanten Digitalen Zwillinge stellen virtuelle Modelle der tatsächlichen Stadt dar, und das auf allen Ebenen: vom Verkehr über Wasser und Grünflächen bis hin zu sozialen Themen. In diesen Zwillingen werden alle Daten auf Grundlage von „echten“ räumlichen Verhältnissen miteinander in Beziehung gesetzt – dadurch lässt sich die Stadt Münster „simulieren“. Von Beginn an werden diese Lösungen entlang des tatsächlichen Bedarfs entwickelt und anhand realer Herausforderungen getestet. Dazu werden besonders datenlastige Anwendungsfälle definiert, die bisher nur mit hohem Aufwand umgesetzt werden können.

Dieses Fokusprojekt nimmt eine besondere Stellung in der Smart City Strategie 1.0 ein – Herausforderungen und Ergebnisse der Maßnahme wirken sich wesentlich auf die Umsetzung aller Fokusprojekte sowie auf die Erreichung aller Ziele der Strategie aus.

Einer solide und moderne Dateninfrastruktur ist entscheidend für nahezu alle Stadt- und Raum-Entwicklungskonzepte. Sie befähigt den gesamten Stadtkonzern, Maßnahmen zur Lösung aktueller Herausforderungen auf Grundlage belastbarer Daten zu bewerten und so die verfügbaren Ressourcen möglichst effizient einzusetzen. Das Projekt wird – das ist neuartig für stadtkonzernübergreifende Arbeiten – als agiles Projekt durchgeführt. So kann flexibel auf sich entwickelnde Anforderungen reagiert und ein Wandel in der Arbeitskultur der Verwaltung angestoßen werden.

Wussten Sie schon …?

Die „Urbane Datenplattform“ wird als sogenanntes Smart City-Fokusprojekt im Rahmen der „Modellprojekte Smart Cities“ vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert.

Stadt Temperatur

Im Rahmen des Projekts „Stadt Temperatur“wird ein stadtweites Netzwerk an smarten Temperatur-Messstationen installiert, welche die tatsächliche und die gefühlte Temperatur im Stadtgebiet erfassen. So können bei zu erwartender starker Hitze frühzeitig Warnungen an vulnerable Gruppen herausgegeben werden. Zudem können dank eines engmaschigen Messnetzes auch kleinflächige Hitzeinseln erkannt und in der Folge „kühle Orte“ in der Stadt geschaffen werden.

Im Rahmen der Citizen-Science-Maßnahme „Gemeinsam Daten für den Hitzeschutz sammeln“ werden Bürger*innen aufgefordert, ebenfalls Temperaturdaten zu messen und sie der Stadt ergänzend zu den Daten der Messstationen zur Verfügung zu stellen. Hierfür gibt die Verwaltung Sensoren aus, die in einem gemeinsamen Workshop zusammengebaut werden.

Stadt Temperatur wirkt auf zwei Ebenen: die städtische Verwaltung optimiert mit Daten ihre Planungen und Entscheidungen, während Bürger*innen smarte Technologien kennenlernen und sich interaktiv zum Klimawandel und seinen Auswirkungen in Münster sowie zu relevanten Stadtentwicklungsthemen, wie z. B. Klimaanpassung und Hitzeschutz, informieren. Entsprechend gliedert sich die Maßnahme in unterschiedliche, miteinander verschränkte Bereiche:

  • Die Datensammlung, um Entwicklungen und Herausforderungen rund um Stadtklima, Stadtbäume, Grünflächenplanung und -unterhaltung zu lösen
  • Die automatisierte Datenauswertung, um das Ergebnis notwendiger Maßnahmen gegenüber Entscheidungsträger*innen beziffern und evidenzbasiert bewerten zu können (u.a. Modellsimulationen)
  • Kommunikation, Partizipation, Citizen Science- und Bildungsangebote, um Bürger* innen zu beteiligen und zu befähigen.

Wussten Sie schon …?

„Stadt Temperatur“ wird als sogenanntes Smart City-Fokusprojekt im Rahmen der „Modellprojekte Smart Cities“ vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert.

Stadt Labor

Anfangen, Anfassen, Ausbilden, Ausprobieren: das Fokusprojekt „Stadt Labor“ verortet digitale Stadtentwicklung und digitale Bildung nah- und erfahrbar im Stadtraum Münster. Während die festen Elemente des Labors zentralen Raum für unterschiedlichste Formate darstellen, treten die mobilen Elemente dezentral mit dem Stadtraum in Austausch. So entstehen Orte, um Fragen digitaler Stadtentwicklung und digitaler Bildung mit der Verwaltung, der Wissenschaft, der Wirtschaft, der organisierten Zivilgesellschaft und vor allem den Bürger*innen zu diskutieren. Hier können neue Technologien im Kontext der Fokusprojekte ausprobiert, digitale Kompetenzen erlernt und der Einsatz smarter Technologien in der Stadtentwicklung vorangetrieben werden.

Dazu richtet das Labor Veranstaltungen aus und setzt gemeinsam mit Partner*innen innerhalb und außerhalb des Stadtkonzerns ein Angebot um, das zur Aktivierung der gesamten Stadtgesellschaft beiträgt und zur Teilnahme an Beteiligungsprozessen der digitalen Stadtentwicklung befähigen soll.

Das Projekt wird in drei Phasen realisiert. In der Anlaufphase werden die Räumlichkeiten des städtischen Digitallabors für erste Aktivitäten genutzt und in der Zusammenarbeit mit der Stabsstelle Digitale Bildung weiterentwickelt. In einer zweiten Phase soll neben dem städtischen Digitallabor mindestens ein weiterer (temporärer) Standort im Stadtgebiet bespielt werden. Neben der neuen „Außenstelle“ des Stadtlabors ist die Anschaffung und dezentrale Nutzung von mobilen „Stadtlabor-Units“ geplant. Diese werden flexibel im Stadtgebiet eingesetzt und auch von anderen Projektteams sowie Mitarbeitenden des Stadtkonzerns für Sensibilisierungs-, Bildungs- und Beteiligungsprozesse genutzt werden können. In einer dritten Phase steht die Vorbereitung des Bezuges einer größeren Räumlichkeit im Fokus, in der sowohl das Digitallabor Münster als auch die weiteren Elemente des Stadtlabors langfristig einen festen Ort erhalten sollen.

Wussten Sie schon …?

„Stadt Labor“ wird als sogenanntes Smart City-Fokusprojekt im Rahmen der „Modellprojekte Smart Cities“ vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert.

Urbanes Wasser

Das Projekt „Urbanes Wasser“ ermöglicht es, Münsters Wassermanagement zukunftsfähig und möglichst klimafolgenresponsiv zu gestalten. Digitale Lösungen liefern dafür wichtige Instrumente: durch höhere Vernetzung und bessere Datenanalyse wird es möglich, Betrieb und Wartung der Kanalisation zu optimieren und die Planung des Kanalnetzes zu erleichtern.

Untersuchungsgebiet ist zunächst Münsters Stadtteil Mauritz. Basierend auf bestehenden sowie durch die Erhebung ergänzender Daten wird hier ein umfangreiches Wasserwirtschaftsmodell erstellt. Es stellt verschiedenste Wasserdaten in Echtzeit dar und ermöglicht so die Analyse unterschiedlicher Szenarien. Ziel ist es, resiliente und effiziente Planungs-, Wartungs-, Versorgungs- und Instandsetzungs­maßnahmen zu ermöglichen. Dafür wird das Modell in seiner Anwendung auf das Wasser-Management öffentlicher Flächen getestet.

Zunächst werden drei digitale Klimastationen, sowie 16 Wasserstands-Messungen und 7 Bodenfeuchtesensoren für die Datenerhebung installiert. Die Klimastationen werden am Erikaplatz, der Pleisterschule und an einem städtischen Regenrückhaltebecken in Betrieb genommen. Zusätzlich zum Niederschlag, der Lufttemperatur und der Windgeschwindigkeit, messen diese unterschiedlichen Sensoren den Wasserstand im Regenwasserkanal sowie die Bodenfeuchte an Baumstandorten.

Gemeinsam mit den Daten des Wasserwirtschaftsmodells bilden die Messdaten die Basis für die Entwicklung eines „Digitalen Wasserzwillings“: ein virtuelles Abbild des Stadtteils und seiner blauen Infrastruktur. Dieser Digitale Zwilling wird im Internet öffentlich zugänglich und steigert im Rahmen von Projekten für Unternehmen sowie für Bürgerinnen und Bürger maßgeblich die Sichtbarkeit der oftmals „unsichtbaren“ Ressource Wasser.

Wussten Sie schon …?

„Urbanes Wasser“ wird als sogenanntes Smart City-Fokusprojekt im Rahmen der „Modellprojekte Smart Cities“ vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert.

Modellprojekte Smart Cities

Die Stadt Münster ist im Jahr 2021 in das Förderprogramm „Modellprojekte Smart Cities (MPSC)“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) aufgenommen worden. Im Rahmen des Förderprogramms hat Münster die Möglichkeit, in den Jahren 2022 bis Ende 2026 innovative Maßnahmen an der Schnittstelle von Stadtentwicklung und Digitalisierung zu entwickeln, zu erproben und umzusetzen. Die städtische Stabsstelle Smart City im Dezernat für Planung, Bau und Wirtschaft koordiniert diese Maßnahmen, die unter dem Motto „Digitalisierung findet Stadt: MünsterZukunft gemeinsam machen“ eingereicht wurden und sich auf die drei Bereiche MobileStadt, MitmachStadt und KlimaStadt konzentrieren. Voraussetzung für die Maßnahmen in beiden Förderphasen ist die Modellhaftigkeit und Übertragbarkeit auf andere Kommunen.

„Ziel unseres Förderprogramms Smart Cities sind nachhaltige und lebenswerte Städte, die die Chancen der Digitalisierung zum Wohl der Menschen nutzen“, Klara Geywitz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, auf der Smart Country Convention 2022 . Foto: BMWSB

 

Ausgangssituation: Warum hat Münster sich für das Förderprogramm beworben?

Münster wächst, Verkehrsbelastungen und Erwartungen an Beteiligung und Transparenz steigen, Klimaauswirkungen – wie beispielsweise Hitze oder Starkregen – und die Digitalisierung beeinflussen zunehmend die Stadtentwicklung. Für diese Herausforderungen werden Smart City-Lösungen gebraucht. Münster ist bereits auf dem Weg und will an Tempo zulegen. Dabei soll jedoch nicht Technologie die Stadt treiben, sondern Digitalisierung soll helfen, Münster menschengerecht und gemeinwohlorientiert zu gestalten.

Digitalisierung ist kein in sich abgeschlossenes und befristetes einzelnes Projekt. Es handelt sich um einen fortlaufenden, dauerhaften Prozess, den wir durch technische, kollaborative und kommunikative Maßnahmen gestalten wollen.

Dr. André Wolf, Leiter Stabsstelle Smart City Münster

 

Die Smart City Münster braucht neben einer Strategie zur Steuerung der Maßnahmen auch erste konkrete Projekte, die den Weg in eine digitale und zukunftsorientierte Stadtentwicklung erfahrbar machen und somit den Möglichkeitsraum für größere Anschlussprojekte aufzeigen. Durch eine integrierte Ausrichtung der Maßnahmen und eine begleitende Kommunikation, sollen das Wissen aus Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft, Bürgerschaft und Zivilgesellschaft gebündelt und in erste erfahrbare Verbesserungen der Lebensqualität in Münster übersetzt werden. Dabei bilden sowohl der souveräne Umgang mit Daten und digitalen Technologien als auch die dauerhafte Vernetzung zwischen den Anwender:innen der innovativen Lösungen wichtige Grundvoraussetzungen des Gemeinschaftswerkes der Smart City Münster.

Strategie

Um Digitalisierung und Stadtentwicklung systematisch zusammenzudenken, wurde in 2021 eine vorläufige Smart City Strategie für Münster entwickelt, die an die städtische Nachhaltigkeits- und Klimaneutralitätsstrategie sowie den Stadtentwicklungsprozess der „MünsterZukünfte“ anknüpft. In der sogenannten Beta-Version der Strategie werden erste Leitlinien für Projekte der Smart City Münster formuliert.

Die Entwicklung der Stadt der Zukunft ist eine Gemeinschaftsaufgabe für Politik und Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft, damit das Münster von morgen ein noch besseres ist als das Münster von heute

Robin Denstorff, Stadtbaurat Münster

Im Zuge der Förderung als Modellprojekt Smart Cities ist die Beta-Version in Projektphase A in eine verbindliche Smart City Strategie 1.0 für Münster ausgebaut werden. Gemeinsam mit städtischen Gesellschaften, Fachbereichen, Stakeholdern und Bürger:innen wurden Smart City-spezifische Herausforderungen, Visionen, Ziele und Maßnahmenvorschläge erarbeitet und vom vom Rat der Stadt Münster im September 2023 verabschiedet.

 

Maßnahmen

Zu Beginn der Förderung stand daher die gemeinschaftliche Entwicklung einer Smart City Strategie 1.0 für Münster, aufbauend auf der bisher erarbeiteten „Beta-Version“, im Fokus. Damit diese Strategie anfassbar und erlebbar wird, setzt Münster parallel fünf erste Maßnahmen (Starterprojekte) um. Diese reichen von der Kinder- und Jugendbeteiligung über die Entwicklung eines digital gestützten Kommunikationsangebotes zum Klimaschutz bis zur Weiterentwicklung des Grüne-Welle-Assistenten „Leezenflow“ für den Radverkehr. Alle Maßnahmen sollen verdeutlichen, dass Digitalisierung dabei hilft, kommunale Entscheidungsprozesse sowie Beteiligung und Teilhabe zu verbessern oder auch (Echtzeit-)Daten als Grundlage für Planungen zu liefern: „Dadurch schaffen wir mehr Evidenz, Akzeptanz und Verständnis für Veränderungsprozesse, die durch aktuelle Herausforderungen nötig sind“, so Dr. Thomas Terstiege, Projektleiter Smart City Münster.

 

Das Förderprogramm ist aufgeteilt in Phase A (2022-2023) und Phase B (2023-2026)

Phase A beinhaltet neben der Entwicklung einer Smart City Stratgie fünf Maßnahmen, die sogenannten Starterprojekte:

Erste Ideenskizzen für die fünf Maßnahmen (Projekte) waren bereits Bestandteil der seinerzeitigen Bewerbung für eine Teilnahme am Förderprogramm. Gemeinsam mit den Umsetzern wurden diese während der Strategiephase geschärft.

  • „Leezenflow für die Stadtregion“: Weiterentwicklung des Grüne-Welle-Assistenten Leezenflow und Installation des Systems an maximal neun weiteren Standorten im Stadtgebiet von Münster … – mehr zum Projekt
  • „ePart_MS-LAB“: Kinder und Jugendliche für die Smart City beteiligen und befähigen. Ausgerüstet mit mobilen Endgeräten erkunden sie ihre Umgebung mit Fokus auf Themen einer digitalen Stadt … – mehr zum Projekt
  • Energiehelden: Unser Klima 2030„: Entwicklung eines Klimadashboard Münster, auf dem Daten sortiert nach den Handlungsfeldern Klima, Energie, Mobilität und Gebäude visualiert werden. Sie bilden die Basis für weitere Weichenstellungen in den Bereichen Klimaschutz und Klimafolgenanpassungen und damit verbunden in der integrierten Stadtentwicklung und Stadtplanung … – mehr zum Projekt
  • „DIGIFARM.MS – Gemeinsam digitale Projekte umsetzen“: Auf dieser neuen Plattform werden digitale Open-Source-Projekte für Münster gesammelt und präsentiert. Ziel ist es, den Betrieb der ehrenamtlich entwickelten Projekte mittel- bis langfristig durch geeignete Unterstützende in die Umsetzung zu bringen und bürgerschaftliches Engagement zu stärken … – mehr zum Projekt
  • „Safe Stream“: Hochwasserschutz mit sensorgestützen Technologien an Kleinfließgewässern erproben und optimieren.

Phase B beinhaltet weitere sechs Maßnahmen (Fokusprojekte):

Erste Ideenskizzen für die sechs Fokusprojekte waren bereits Bestandteile der seinerzeitigen Bewerbung für eine Teilnahme am Förderprogramm. Während der Strategiephase wurden diese dann gemeinsam mit den Umsetzern innerhalb des Stadtkonzerns geschärft.

  • Die „Urbane Datenplattform“ verbindet und vernetzt Akteur:innen sowie ihre Daten(sätze), um passgenaue Datenverarbeitung und -visualisierung für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung zu fördern und datenbasierte Entscheidungsgrundlagen für ein noch lebenswerteres Münster zu schaffen. Mehr zum Projekt …
  • In den „Abfallfreien Quartieren“ lassen wir vor Ort alle mitwirken und setzen mit Unterstützung von KI kreislauforientiertes Ressourcenmanagement praktisch um. Mehr zum Projekt …
  • „Velo Wave“ macht Radverkehr in unserer Fahrradstadt (noch) komfortabler und schaltet für die Mobilitätswende schneller auf Grün. Mehr zum Projekt …
  • „Stadt Temperatur“ schafft ein stadtweites Netzwerk an Messstationen für Temperaturdaten, damit Klimaanpassung in Münster an den richtigen Stellen die größtmögliche Wirkung entfalten kann. Mehr zum Projekt …
  • “Urbanes Wasser“ fördert eine wasserbewusste Stadt auf Basis innovativer Technologien: Smart managen, entscheiden, planen. Basierend auf bestehenden Wasserdaten und durch Datengenerierung mithilfe neuangeschaffter Sensorik/Aktorik wird ein umfangreiches städtisches Wasserwirtschaftsmodell erstellt. Mehr zum Projekt …
  • „Stadt Labor“ schafft konkrete Räume, Orte und Formate für die Befähigung zur Teilhabe und aktiven Mitgestaltung des digitalen Wandels in Münster. Mehr zum Projekt …

 

Newsmeldungen zum Förderprogramm (Auswahl)

 

Wussten Sie schon …?

Modellprojekte Smart Cities (MPSC) nutzen die Chancen von Informations- und Vernetzungstechnologien im Sinne einer nachhaltigen und integrierten Stadtentwicklung. Die Bundesregierung fördert derzeit 73 Modellprojekte Smart Cities, die seit 2019 in drei Staffeln ausgewählt wurden, mit insgesamt 820 Millionen Euro. Die Stadt Münster wurde im Rahmen der 3. Staffel in 2021 ausgewählt. Mit einem Gesamtvolumen von 11,74 Millionen Euro, davon 7,6 Millionen Euro gefördert, werden innovative Projekte realisiert und eine Smart City Strategie für Münster entwickelt. Weitere Informationen zum Förderprogramm finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums: https://www.smart-city-dialog.de/modellprojekte

Dokumentation und Ausblick: Stadtforum „Lokale Demokratie stärken …“

Im Rahmen unseres Stadtforums „Lokale Demokratie stärken – Beteiligung weiterentwickeln“ am 20. Juni 2024 wurden grundlegende Aspekte des Themas diskutiert und vertieft. Den Abend haben wir mit wir in Film und Bild dokumentiert.

Ungefähr 200 Menschen hatten sich für den Austausch von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft angemeldet, darunter auch Einwohnerinnen und Einwohnern, die zufällig aus dem Melderegister gelost, gezielt angeschrieben worden und der Einladung gerne gefolgt waren. Im Anschluss an eine Begrüßung durch Herrn Oberbürger­meister Markus Lewe führte der Sozial- und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Roland Roth aus Berlin mit einem Vortrag zu „vielfältiger Demokratie“ in das Thema ein. 

In einer kurzen Podiumsdiskussion stellten sich die weiteren Expertinnen und Experten vor, die die Arbeit in den Workshops unterstützt haben: 

  • Marion Stock, Stiftung Mitarbeit Bonn
  • Dr. Fee Thissen, Büro für Urbane Transformation, Oberhausen
  • Tobias Bäcker, startklar a+b GmbH, Köln sowie
  • Sofie Eichner, StadtRaumKonzept GmbH, Dortmund.

Gemeinsam konnten sie im Gespräch kurze Einblicke in die vertiefenden Workshop-Themen geben, für die die Gäste sich schon bei der Anmeldung entschieden hatten. Der eine oder die andere Teilnehmende nutzte später die Gelegenheit, auch in andere Arbeitsgruppen kurz hineinzuhören. 

Nach einer Pause, die auch dem informellen Austausch diente, fanden sich die Teilnehmenden in fünf parallelen Workshops zusammen. Diese Gruppen wurden jeweils von einer der oben genannten externen Expert*innen informiert. Zuständige Fachleute aus der Verwaltung berichteten zum aktuellen Stand in Münster in den jeweiligen Themenfeldern. Die Moderator*innen der Arbeits­gruppen setzten verschiedene Methoden ein, um mit allen ins Gespräch zu kommen.

Im Anschluss berichteten die Teams auf der Bühne und stellten die jeweils erarbeiteten konkreten Empfehlungen vor. Die Workshop-Arbeit ist auch mittels der Stellwände aus den AGs unten dokumentiert.

Abschließend kommentierten die externen Expert:innen Marion Stock und Prof. Roland Roth vom Netzwerk Bürgerbeteiligung das Gesehene und wagten einen Ausblick für Münster. Oberbürgermeister Markus Lewe und Stadtbaurat Robin Denstorff, in dessen Verantwortungsbereich das Thema voran bewegt wird, resümierten das Gesagte aus Münsteraner Sicht und bedankten sich zum Ende.

Dokumentation der Veranstaltung

Die Haupt-Moderation lag bei Prof. Dr. Klaus Selle und Dr. Fee Thissen, das gesamte Programm des Abends finden Sie noch einmal unten. Unser Stadtforum wurde auch vom Essener Grafiker Sven Kröger in einem Bildprotokoll festgehalten.

Einen Videomitschnitt von der gesamten Veranstaltung finden Sie in der Veranstaltungsdokumentation auf den Seiten von MünsterZukunft – Dokumentation des Stadtforums „Lokale Demokratie stärken …“.

Dokumentation der Workshops

Den Kern unseres Stadtforums bildete der Austausch der Gäste aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft, aber auch Wirtschaft und Wissenschaft, in der Workshop-Phase: Informationen und Arbeitsergebnisse zu unseren fünf Workshops.

Ausblick

Das Stadtforum folgte dem Prinzip eines „Trialogs“ von Stadtgesellschaft, Politik und Verwaltung. Gemeinsam wurden an diesem Abend in den Workshops erste Empfehlungen zu den Teilthemen erarbeitet und dabei teilweise weitere Diskussionsbedarfe sichtbar. Die dokumentierten Arbeitsergebnisse werden aktuell für Ihre gewählten Vertretungen im Rat der Stadt und seinen Ausschüssen aufbereitet und im Herbst zur Entscheidung vorgelegt. Weitere Informationen finden Sie dann hier unter muensterzukunft.de und bei der Smart City Münster

Vielen Dank für Ihre Teilnahme!

Am 26. Juni 2024 endete die Online-Umfrage zum neuen Leezenflow, dem Grüne-Welle-Assistenten für den Radverkehr. 376 Personen haben teilgenommen – vielen Dank für Ihre Meinung! Ergänzend zur Bürger*innen-Umfrage werden im Rahmen der Evaluation zur Einführung des technisch optimierten Leezenflow-Systems an drei von neun Standorten Verkehrsbeobachtungen durchgeführt. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden voraussichtlich im Herbst 2024 veröffentlicht.

Rückblick

Nach der erfolgreichen Testung des Leezenflow Prototyp an Münsters Promenade beschloss der Rat der Stadt weitere Standorte für zusätzliche Geräte. Verbunden mit der In-Betriebnahme der neuen Geräte wurde auch eine technische Optimierung des Grüne-Welle-Assistenten vorgenommen. Die erneute Evaluation soll prüfen, ob der Leezenflow den Radkomfort positiv beeinflusst, zur Verkehrssicherheit beiträgt und somit einen weiteren Beitrag zur Smart City Münster leistet.

Erklärvideo

Wie funktioniert der Grüne-Welle-Assistent? Auf www.leezenflow.de gibt es ein anschauliches Erklärvideo dazu.

Leezenflow-System an der Fahrradstraße „Schillerstraße“ in Münster. Foto: Stadt Münster

Gut zu wissen …

Der Grüne-Welle-Assistent Leezenflow ist 2021 gestartet. Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Modellprojekte Smart City (MPSC)“ vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB), der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) sowie dem Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW gefördert. Das Förderprogramm ermöglicht auch die begleitende Forschung, durchgeführt von der Ingenieurgesellschaft nts.

Wichtige Links zum Thema

Erklärvideo und Projektseite Leezenflow: www.leezenflow.de

Pressemeldung zur Online-Befragung auf www.stadt-muenster.de