Im Rahmen unseres Stadtforums „Lokale Demokratie stärken – Beteiligung weiterentwickeln“ am 20. Juni 2024 wurden grundlegende Aspekte des Themas diskutiert und vertieft. Den Abend haben wir mit wir in Film und Bild dokumentiert.
Ungefähr 200 Menschen hatten sich für den Austausch von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft angemeldet, darunter auch Einwohnerinnen und Einwohnern, die zufällig aus dem Melderegister gelost, gezielt angeschrieben worden und der Einladung gerne gefolgt waren. Im Anschluss an eine Begrüßung durch Herrn Oberbürgermeister Markus Lewe führte der Sozial- und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Roland Roth aus Berlin mit einem Vortrag zu „vielfältiger Demokratie“ in das Thema ein.
In einer kurzen Podiumsdiskussion stellten sich die weiteren Expertinnen und Experten vor, die die Arbeit in den Workshops unterstützt haben:
Marion Stock, Stiftung Mitarbeit Bonn
Dr. Fee Thissen, Büro für Urbane Transformation, Oberhausen
Tobias Bäcker, startklar a+b GmbH, Köln sowie
Sofie Eichner, StadtRaumKonzept GmbH, Dortmund.
Gemeinsam konnten sie im Gespräch kurze Einblicke in die vertiefenden Workshop-Themen geben, für die die Gäste sich schon bei der Anmeldung entschieden hatten. Der eine oder die andere Teilnehmende nutzte später die Gelegenheit, auch in andere Arbeitsgruppen kurz hineinzuhören.
Nach einer Pause, die auch dem informellen Austausch diente, fanden sich die Teilnehmenden in fünf parallelen Workshops zusammen. Diese Gruppen wurden jeweils von einer der oben genannten externen Expert*innen informiert. Zuständige Fachleute aus der Verwaltung berichteten zum aktuellen Stand in Münster in den jeweiligen Themenfeldern. Die Moderator*innen der Arbeitsgruppen setzten verschiedene Methoden ein, um mit allen ins Gespräch zu kommen.
Im Anschluss berichteten die Teams auf der Bühne und stellten die jeweils erarbeiteten konkreten Empfehlungen vor. Die Workshop-Arbeit ist auch mittels der Stellwände aus den AGs unten dokumentiert.
Abschließend kommentierten die externen Expert:innen Marion Stock und Prof. Roland Roth vom Netzwerk Bürgerbeteiligung das Gesehene und wagten einen Ausblick für Münster. Oberbürgermeister Markus Lewe und Stadtbaurat Robin Denstorff, in dessen Verantwortungsbereich das Thema voran bewegt wird, resümierten das Gesagte aus Münsteraner Sicht und bedankten sich zum Ende.
Dokumentation der Veranstaltung
Die Haupt-Moderation lag bei Prof. Dr. Klaus Selle und Dr. Fee Thissen, das gesamte Programm des Abends finden Sie noch einmal unten. Unser Stadtforum wurde auch vom Essener Grafiker Sven Kröger in einem Bildprotokoll festgehalten.
Das Stadtforum folgte dem Prinzip eines „Trialogs“ von Stadtgesellschaft, Politik und Verwaltung. Gemeinsam wurden an diesem Abend in den Workshops erste Empfehlungen zu den Teilthemen erarbeitet und dabei teilweise weitere Diskussionsbedarfe sichtbar. Die dokumentierten Arbeitsergebnisse werden aktuell für Ihre gewählten Vertretungen im Rat der Stadt und seinen Ausschüssen aufbereitet und im Herbst zur Entscheidung vorgelegt. Weitere Informationen finden Sie dann hier unter muensterzukunft.de und bei der Smart City Münster.
Am 26. Juni 2024 endete die Online-Umfrage zum neuen Leezenflow, dem Grüne-Welle-Assistenten für den Radverkehr. 376 Personen haben teilgenommen – vielen Dank für Ihre Meinung! Ergänzend zur Bürger*innen-Umfrage werden im Rahmen der Evaluation zur Einführung des technisch optimierten Leezenflow-Systems an drei von neun Standorten Verkehrsbeobachtungen durchgeführt. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden voraussichtlich im Herbst 2024 veröffentlicht.
Rückblick
Nach der erfolgreichen Testung des Leezenflow Prototyp an Münsters Promenade beschloss der Rat der Stadt weitere Standorte für zusätzliche Geräte. Verbunden mit der In-Betriebnahme der neuen Geräte wurde auch eine technische Optimierung des Grüne-Welle-Assistenten vorgenommen. Die erneute Evaluation soll prüfen, ob der Leezenflow den Radkomfort positiv beeinflusst, zur Verkehrssicherheit beiträgt und somit einen weiteren Beitrag zur Smart City Münster leistet.
Erklärvideo
Wie funktioniert der Grüne-Welle-Assistent? Auf www.leezenflow.de gibt es ein anschauliches Erklärvideo dazu.
Leezenflow-System an der Fahrradstraße „Schillerstraße“ in Münster. Foto: Stadt Münster
Gut zu wissen …
Der Grüne-Welle-Assistent Leezenflow ist 2021 gestartet. Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Modellprojekte Smart City (MPSC)“ vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB), der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) sowie dem Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW gefördert. Das Förderprogramm ermöglicht auch die begleitende Forschung, durchgeführt von der Ingenieurgesellschaft nts.
Mit dem „Leezenflow“ ist Radfahren in Münster komfortabler geworden: Der Grüne-Welle-Assistent zeigt in einigem Abstand zur nächsten Kreuzung, ob man die Ampel bei Grün erreicht. So finden Radfahrer:innen das richtige Tempo, um bei Grün über die Ampel zu fahren. Im Stadtgebiet von Münster sind nun neun Geräte mit neuer Technik in Betrieb genommen worden. Parallel dazu startet eine weitere wissenschaftliche Analyse und eine erneute Online-Umfrage. An ihr können sich alle Nutzer:innen des Leezenflow beteiligen: https://beteiligung.nrw.de/portal/muenster/beteiligung/themen/1003614
Mithilfe des Leezenflow müssen Radfahrende seltener halten, kommen flüssiger ans Ziel und bleiben im „Flow“. Die Inbetriebnahme der neuen Geräte hat mehr Zeit in Anspruch genommen als geplant, weil die Stadt mehrfach Vandalismus an installierten Geräten feststellen musste. In der Folge verzögerten sich die Ersatzteilbeschaffung und technische Neukonfiguration der Geräte.
Grafik: An diesen neun Standorten sind ab sofort Leezenflow-Geräte in Betrieb und zeigen Radfahrer:innen, ob sie die nächste Ampel bei Grün erreichen. Grafik: Stadt Münster.
Begleituntersuchung
Eine erste wissenschaftliche Analyse in 2021 hat dem Leezenflow einen grundsätzlich positiven Nutzen bescheinigt. Auf Basis der Untersuchungsergebnisse wurden Optimierungen am Leezenflow vorgenommen. Nun wird das Ingenieurbüro nts im Auftrag der Stadt Münster an drei weiteren Standorten untersuchen, inwiefern der optimierte Grüne-Welle-Assistent den Radverkehrsfluss verbessert und welche Auswirkungen er auf die Verkehrssicherheit hat. Die neuen Leezenflow-Geräte haben auch eine Gelbphase, deren Praxistauglichkeit ebenfalls bewertet wird. Dafür wird das Ingenieurbüro an den Standorten Steinfurter Straße (Ecke Grevener Straße), Bohlweg (in Richtung Innenstadt) und Promenade (Ecke Schloss) in den nächsten Wochen Verkehrsbeobachtungen durchführen.
Auf www.leezenflow.de zeigt ein Erklärvideo wie der neue Leezenflow funktioniert.
Schilder an den drei Leezenflow-Untersuchungsstandorten weisen ebenfalls auf die Umfrage hin, ein QR-Code führt direkt zur Befragung und zum Erklärvideo auf www.leezenflow.de.
Gut zu wissen …
Der Grüne-Welle-Assistent Leezenflow ist 2021 gestartet. Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Modellprojekte Smart City (MPSC)“ vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB), der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) sowie dem Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW gefördert. Das Förderprogramm ermöglicht auch die begleitende Forschung, durchgeführt von der Ingenieurgesellschaft nts.
Das Förderprogramm ermöglicht auch die begleitende Forschung, durchgeführt von
Wer „Leezenflow“ bei Grün erreicht, erreicht auch die Ampel bei Grün. Zeigt das System Gelb, kann man sich überlegen, ob ein kleiner Sprint noch lohnt oder ob es klüger ist, schon langsamer zu fahren, um die Standzeit an der roten Ampel zu verkürzen. Bei Rot kann man sich langsam der Fahrradampel nähern, um auch so die Standzeit zu verkürzen.
Ziel des Grüne-Welle-Assistenten ist es, dass Radfahrende flüssiger und damit komfortabler ans Ziel kommen, indem sie mehrere Meter vor der nächsten Straßenkreuzung auf einem LED-Display sehen können, wann die Ampel umschaltet. Hierfür ist der „Leezenflow“ mit der jeweiligen Fahrradampel verbunden und zeigt über einen dynamischen Farbverlauf an, ob Radfahrende die Ampel noch bei Grün erreichen können oder nicht.
Leezenflow nutzt dabei die errechnete Durchschnittsgeschwindigkeit auf Basis der Daten der in Münster durchgeführten Fahrradprojekte „Dein AppGrade“ und „Stadtradeln“. Bei starken Abweichungen von der Durchschnittsgeschwindigkeit (zum Beispiel durch die Verkehrssituation bedingt) kann sich der Flow individuell verändern …
Standort
Durchschnittsgeschwindigkeit, die für Leezenflow genutzt wird
Entfernung Leezenflow – Fahrradampel
Hörstertor (Prototyp)
17 km/h
110m
Promenade / Zwinger
16 km/h
195m
Bohlweg / Gartenstraße
19 km/h
195m
Schillerstraße / Hansaring
18 km/h
135m
Schloss / Promenade
18 km/h
130m
Neutor / Promenade
16 km/h
115m
Neutor / Lazarettstraße
18 km/h
70m
Steinfurter Straße / Grevener Straße
18 km/h
75m
Warendorfer Straße / Piusallee
17 km/h
105m
Tabelle: Welche Geschwindigkeit wurde für Leezenflow am jeweiligen Standort genutzt und wie weit ist die Entfernung zur Ampel?
Leezenflow ist ein Smart-City-Projekt
Das Leezenflow-System soll den Radverkehr im Sinne der Mobilitätswende und die digitale Stadtentwicklung voranbringen. Es zeigt, wie aus einer Idee der Bürgerschaft eine Technik mit Freier Software (Open-Source) wird, die den Radverkehr fördert und das Interesse anderer Kommunen weckt.
Die Idee zum „Leezenflow“ stammt aus der Bürgerschaft. Im Münsterhack 2019 wurde ein Prototyp entwickelt und anschließend mithilfe der Stadtverwaltung und finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur umgesetzt. 2021 wurde der erste „Leezenflow“-Prototyp auf Münsters Promenade in Betrieb genommen. Aufgrund einer positiven Evaluation des Systems wurden 2024 im Rahmen des Bundesförderprogramms „Modellprojekte Smart City (MPSC)“ acht weitere Systeme im Stadtgebiet von Münster installiert.
In diesem Zuge wurde u.a. die Anzeige des Leezenflows weiterentwickelt und berücksichtigt nun die Durchschnittsgeschwindigkeiten des Radverkehrs. Begleitend zur Einführung der neuen Visualisierung lässt die Stadt die Leistungsfähigkeit und Verkehrssicherheit des Systems untersuchen (Verkehrsbeobachtung und Online-Umfrage). Sollte sich weiterer Optimierungsbedarf herausstellen, wird Leezenflow angepasst. (News vom 27.9.2023).
Leezenflow-System an der Fahrradstraße „Schillerstraße“ in Münster; Foto: Stadt Münster
Smarte Technologie für den Radverkehr
Leezenflow nutzt für die Kommunikation zur Ampel eine von Fachleuten als Vehicle-to-everything (V2X) bezeichnete Technik, die weltweit entwickelt wurde, damit Busse, Rettungsfahrzeuge und Autos Kontakt zur Ampel und weiterer Infrastruktur aufnehmen können. Mit Leezenflow wird diese Technik für den Radverkehr genutzt und die neue Datenübertragung im Live-Betrieb getestet.
Leezenflow ist Freie Software (Open-Source). Das heißt u.a., dass die komplette Bauanleitung des Leezenflows im Internet frei verfügbar ist. Eine Weitergabe und Adaption des Systems ist ausdrücklich erwünscht. Die Verwaltung in Münster profitiert von den Erfahrungen anderer Kommunen und Unternehmen und umgekehrt profitieren andere von den Erkenntnissen und Herausforderungen in Münster. Darüberhinaus erzielen die eingesetzten Steuergelder (von Bund, Land und Kommune) durch den Transfer von Lösungen in andere Kommunen eine größere Wirkung: Statt Wissen bei einzelnen Unternehmen zu privatisieren, können alle auf den (durch Steuergelder finanzierten) Arbeitsergebnissen aufbauen (Public Money, Public Code).
Neue Technik beim Leezenflow an der Schillerstraße; Foto: Stadt Münster
Prototyp an Münsters Promenade
Vom 17. Mai 2021 bis Mitte 2023 wurde der Prototyp Leezenflow an der Kreuzung Hörstertor auf Münsters Promenade getestet. Im Rahmen der Testphase führte das Institut für Verkehrswissenschaften der WWU Münster im Auftrag der Stadt Münster vom 17. Mai bis Mitte Juli 2021 eine wissenschaftliche Evaluation durch. Diese bestand aus einer Online-Bürger-Umfrage, an der 546 Personen teilgenommen haben, sowie Verkehrsbeobachtungen und -messungen vor Ort. Das Ziel der Untersuchung war, Aussagen darüber treffen zu können, inwiefern Leezenflow den Radverkehrsfluss verbessert, die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigt und die Radfahrer:innen mit dem Prototypen zufrieden sind.
Seit 2021 hängt der Leezenflow Prototyp auf der Promenade in Münster, im September 2023 wurde die Visualisierung aktualisiert. Foto: Stadt Münster
Die Ergebnisse der Evaluation stehen im Ratsinformationssystem der Stadt zum Download zur Verfügung. Außerdem lassen sich die Rohdaten, die im Zuge der Evaluation erstellt wurden, über den Publikationsserver der Uni Münster herunterladen.
Insgesamt ist das Leezenflow-System positiv bewertet worden, so dass der Hauptausschuss der Stadt Münster im Februar 2022 beschlossen hat, weitere Leezenflow-Systeme vorrangig an den Velorouten und an den zukünftigen Hauptrouten installieren zu lassen. Ende Mai 2024 wurden acht Leezenflow-Systeme mit der neuen Technik in Betrieb genommen, davon drei zusätzliche Geräte an der Promenade und fünf an Velorouten:
Leezenflow-Standorte im Stadtgebiet von Münster, Grafik: Stadt Münster
Gefördert wurde der Prototyp durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Die neuen Leezenflow-Systeme inkl. überarbeiteter Technik sind Teil des Förderprogramms „Modellprojekte Smart Cities“ des Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen mit einer Ko-Finanzierung durch das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.
Ko-Finanzierung der neuen Leezenflow-Systeme durch das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW
Offene Daten schaffen Transparenz auf dem Weg zur Klimaneutralität. Deshalb sind die Daten, die zur Darstellung des Klimadashboards genutzt werden, über das Open Data-Portal der Stadt Münster frei zugänglich. Je selbstverständlicher das Teilen von Daten ist, desto eher können datenbasierte Entscheidungen für mehr Klimaschutz und für eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung getroffen werden.
Für gemeinschaftliches Arbeiten im digitalen Raum ist neben der Bereitstellung Offener Daten („open data“) auch wichtig, dass Software-Quelltexte als Freie Software („open source“) veröffentlicht werden. So kann Software und das darin einprogrammierte Wissen am effizientesten geteilt und bedarfsgerecht angepasst werden. Das hilft, die knappe Zeit bis zur Klimaneutralität bestmöglich zu nutzen. Auch das Klimadashboard ist im Rahmen des Förderprogramms MPSC „open source“ programmiert. So können andere Kommunen den Quelltext des Dashboards aus Münster nutzen und anpassen, um damit ihren Datenstand in Sachen Klimaneutralität und Klimafolgenanpassung zu präsentieren. Der Qellcode, mit dem diese Daten für das Klimadashboard verarbeitet werden, kann im Klimadashboard-Repository unter OpenCODE.de eingesehen werden.
So helfen Daten dem Klima
Wo steht Münster auf dem Weg zur Klimaneutralität? Und wo zeigen sich die Folgen des Klimawandels in Münster schon jetzt? Das Klimadashboard zeigt den aktuellen Datenstand zu verschiedenen Indikatoren von Klimaschutz und Anpassung an die Folgen des Klimawandels und schafft so mehr Transparenz in der gesamtstädtischen Klimaarbeit. Entwickelt wurde das Klimadashboard von der Stabsstelle Smart City und der Stabsstelle Klima der Stadt Münster mit Unterstützung von den Stadtwerken Münster und der Wirtschaftsförderung Münster. Wir arbeiten stetig daran, die Verfügbarkeit der Daten zu verbessern. Das Klimadashboard wird im Rahmen des Förderprogramms „Modellprojekte Smart Cities“ aus Mitteln des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) gefördert.
In 2024 fand der Hackathon für Jugendliche „Hack your city“ vom 4. – 6.4. im städtischen Digitallabor statt.
Wie kann Münster mit neuen Ideen noch lebenswerter werden? Antworten auf diese Frage lieferten jetzt 30 junge Menschen beim Hackathon für Jugendliche der Stadt Münster, der bereits zum zweiten Mal im städtischen Digitallabor stattgefunden hat. In diesem Jahr lautete das Motto „Hack your city“ und erneut erarbeitete der Digital-Nachwuchs originelle Prototypen und kreative Soft- und Hardwarelösungen. Drei Tage lang hatten sich Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 17 Jahren intensiv mit Programmieren beschäftigt und in Kleingruppen getüftelt. Die Ergebnisse wurden in einem Abschlusspitch am Samstagnachmittag den Eltern und interessierten Bürger:innen präsentiert.
Ziel des Jugendhackathons
Im Rahmen des Jugendhackathons möchte die Stadt Münster die kreative und positive Seite von Technik sowie die Arbeit im Team über alle Altersstufen hinweg fördern. Junge Menschen im Rahmen eines Hackathons frühzeitig für Stadtentwicklungsthemen zu begeistern und ihnen gleichzeitig die Technik des Programmierens näher zu bringen, ist eine moderne und innovative Form der Beteiligung. Bei Smart City geht es darum, die Stadt der Zukunft lebenswerter für Bürger:innen zu gestalten, indem die Bürgerschaft aktiv und in besonderen Formaten an der Entwicklung beteiligt wird. Zudem möchte die Stadt gemeinsam mit den Netzwerkpartnern mit Projekten wie ‚Hack your city‘ Jugendliche und Fachkräfte in Münster vernetzen und Angebote für die Gestaltung der digitalen Transformation umsetzen.
Während des Hackathon wurden die Jugendlichen von 10 erfahrenen Mentor:innen von der openSenseLab gGmbH begleitet und unterstützt – und kamen zu originellen Ergebnissen: Themen wie Robotik, Künstliche Intelligenz und Sensorik spielten eine wichtige Rolle bei den Überlegungen der Jugendlichen.
Geselliges Rahmenprogramm
Selbstverständlich spielt das leibliche Wohl der Jugendlichen und Mentor:innen eine wichtige Rolle beim Hackathon. Zusätzlich zu reichlich Obst und frischen Gemüse-Snacks gab es Softgetränke aus Münster und zwar von liba. Traditionell gab es abends das obligatorische Pizza-Essen. Standesgemäß wurde die große Bestellung mit dem Smart City-Lastenbike „Gisela“ abgeholt.
Theresa (14 Jahre) und Emelie (15 Jahre) aus Münster programmierten einen Prototyp für eine Veranstaltungs-Website, auf der ausgewählte Veranstaltungen für junge Menschen in ihrem Alter aufgelistet werden sollen. Zur besseren Übersicht sollen die Locations eingetragen auf einer von den beiden Jugendlichen programmierten Karte zu finden sein. Das Besondere bei diesem Kalender sei, so die beiden jungen Programmiererinnen, dass man von der Karte direkt mit dem Veranstalter verlinkt ist. So könne man direkt mehr Informationen über diese und weitere Veranstaltungen bekommen.
Beispiele zum Thema „Saubere Stadt der Zukunft“
Gleich zwei Gruppen beschäftigten sich mit dem Thema „Saubere Stadt der Zukunft“.
Die 12-jährigen Erik, Oscar und Emil programmierten ein ganz besonderes Abfallmobil, AMSA – das Müllsammeln der Zukunft. Ausgestattet mit einem Sensor fährt der Wagen zum Teil autonom durch die Stadt und erkennt, ob Müll auf der Straße liegt. Sobald dieser erkannt wird, wird er automatisch vom Wagen aufgesammelt.
Damit die Abfallwagen keine unnötigen Wege zu halbvollen Tonnen machen müssen, programmierte eine andere Gruppe einen intelligenten Mülleimer, der ebenfalls mit einem Sensor ausgestattet ein Signal an die örtlichen Abfallentsorgungsbetriebe sendet, wenn die Tonne zu 80% gefüllt ist. So können die Abfallwagen ihre Route zu den gefüllten Tonnen durch die Stadt sparen.
Kann ich eigentlich Erdbeeren anpflanzen ohne Garten und Balkon? Und wie kann ich vielleicht sogar mehrmals im Jahr die Beeren ernten? Diese Fragen stellten sich sechs Jugendliche, die für Hack your city extra von Minden nach Münster gereist sind. Ihre Lösung: Ein smartes Gewächshaus, in dem die Pflanzen durch digitale Steuerung bewässert und bei Dunkelheit automatisch mit UV-Licht bestrahlt werden.
Herzlichen Dank an …
… alleTeilnehmer:innen, Mentor:innen, Impulsgebern, Sponsoren und ganz besonders dem Vorbereitungsteam. Die Veranstaltung in 2024 war ein voller Erfolg und wir hoffen, dass wir in 2025 zur zweiten Runde „Hack your city“ einladen dürfen. Aktuelle Informationen dazu folgen …
Foto: MünsterView/ Heiner Witte
Hier noch ein paar wichtige FAQs zum Hackathon
Wie komme ich am besten zum Digitallabor?
Am einfachsten erreichst du das Digitallabor natürlich mit dem Fahrrad. Aber auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist es gut zu erreichen. Die nächste Haltestelle ist die Haltestelle „Leonardo-Campus“. Hier halten die Linien 16, R73 und R72 . Von dort aus sind es nur noch wenige Meter bis zum Digitallabor. Falls du dir unsicher bist können wir dich auch an der Bushaltestelle einsammeln.
Benötige ich einen eigenen Laptop?
Nein, du benötigst keinen eigenen Laptop. Wir haben genügend Laptops vor Ort, die du nutzen kannst. Falls du aber einen eigenen Laptop hast, kannst du diesen natürlich gerne mitbringen.
Was ist, wenn ich noch keine Erfahrung mit Programmieren habe?
Kein Problem! Wir haben für jeden das passende Angebot. Egal ob du noch nie programmiert hast oder schon ein Fortgeschritten bist. Wir haben für jeden das passende Angebot.
Veranstaltungsort: Digitallabor der Stadt Münster
Adresse
Leonardo-Campus 6a 48149 Münster
Anreise
Am einfachsten erreichst du das Digitallabor natürlich mit dem Fahrrad. Aber auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist es gut zu erreichen. Die nächste Haltestelle ist die Haltestelle „Leonardo-Campus“. Hier halten die Linien 16, R73 und R72 . Von dort aus sind es nur noch wenige Meter bis zum Digitallabor. Falls du dir unsicher bist können wir dich auch an der Bushaltestelle einsammeln.
Kinder- und Jugendbeteiligung in der Smart City
Der erste Hackathon für Jugendliche fand in Münster bereits 2023 statt und zwar in Zusammenrabeit mit der Dachorganisation „Jugend hackt“. Die Veranstaltung wurde ebenfalls von den städtischen Stabsstellen Smart City und Digitale Bildung organisiert und im Rahmen der Modellprojekte Smart Cities durch den Bund gefördert und zwar als Teilmaßnahme des Projektes ePart MS-LAB.
Gruppenfoto 2023 / Foto: Stadt Münster, MünsterView/ Heiner Witte
Wusstest Du schon …?
„Hack your city“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der städtischen Stabsstellen Smart City und Digitale Bildung im Amt für Schule und Weiterbildung. Der Jugendhackathon ist eine Teilmaßnahme des Projektes „STADTLABOR.MS“ und wird im Rahmen des Bundesprogramms „Modellprojekte Smart Cities“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert. Die Stadt Münster, Stabsstelle Smart City, wird bis 2026 insgesamt 11 Förderprojekte in diesem Zusammenhang umsetzen: Modellprojekte Smart Cities.
Hack your city ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Stadt Münster
Am einfachsten erreichst du das Digitallabor natürlich mit dem Fahrrad. Aber auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist es gut zu erreichen. Die nächste Haltestelle ist die Haltestelle „Leonardo-Campus“. Hier halten die Linien 16, R73 und R72 . Von dort aus sind es nur noch wenige Meter bis zum Digitallabor. Falls du dir unsicher bist können wir dich auch an der Bushaltestelle einsammeln.
Benötige ich einen eigenen Laptop?
Nein, du benötigst keinen eigenen Laptop. Wir haben genügend Laptops vor Ort, die du nutzen kannst. Falls du aber einen eigenen Laptop hast, kannst du diesen natürlich gerne mitbringen.
Was ist, wenn ich noch keine Erfahrung mit Programmieren habe?
Kein Problem! Wir haben für jeden das passende Angebot. Egal ob du noch nie programmiert hast oder schon ein Fortgeschritten bist. Wir haben für jeden das passende Angebot.
Veranstaltungsort: Digitallabor der Stadt Münster
Adresse
Leonardo-Campus 6a 48149 Münster
Anreise
Am einfachsten erreichst du das Digitallabor natürlich mit dem Fahrrad. Aber auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist es gut zu erreichen. Die nächste Haltestelle ist die Haltestelle „Leonardo-Campus“. Hier halten die Linien 16, R73 und R72 . Von dort aus sind es nur noch wenige Meter bis zum Digitallabor. Falls du dir unsicher bist können wir dich auch an der Bushaltestelle einsammeln.
Kinder- und Jugendbeteiligung in der Smart City
Der erste Hackathon für Jugendliche fand in Münster bereits 2023 statt und zwar in Zusammenrabeit mit der Dachorganisation „Jugend hackt“. Die Veranstaltung wurde ebenfalls von den städtischen Stabsstellen Smart City und Digitale Bildung organisiert und im Rahmen der Modellprojekte Smart Cities durch den Bund gefördert und zwar als Teilmaßnahme des Projektes ePart MS-LAB.
Gruppenfoto 2023 / Foto: Stadt Münster, MünsterView/ Heiner Witte
Wusstest Du schon …?
„Hack your city“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der städtischen Stabsstellen Smart City und Digitale Bildung im Amt für Schule und Weiterbildung. Der Jugendhackathon ist eine Teilmaßnahme des Projektes „STADTLABOR.MS“ und wird im Rahmen des Bundesprogramms „Modellprojekte Smart Cities“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert. Die Stadt Münster, Stabsstelle Smart City, wird bis 2026 insgesamt 11 Förderprojekte in diesem Zusammenhang umsetzen: Modellprojekte Smart Cities.
Hack your city ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Stadt Münster
Offen zugängliche Daten tragen zur nachhaltigen und partizipativen Stadtentwicklung bei
Zu zwei „Aktionstagen Open Data“ am 5. und 14. März lädt die Stadt Münster ins Haus der Nachhaltigkeit ein. Angesprochen sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, die sich zum Einsatz frei zugänglicher Daten informieren wollen.
Der offene Zugang zu Datenbeständen der öffentlichen Hand ist ein wichtiger Beitrag zu einer nachhaltigen und partizipativen Stadtentwicklung. Bereits seit September 2019 veröffentlicht die Stadtverwaltung Münster entsprechende Datensätze auf einem eigenen Open-Data-Portal. Grundsätzlich können Bürgerschaft, Unternehmen und zivilgesellschaftliche Akteure mit offenen Daten innovative Anwendungen zur Erleichterung des Alltags schaffen oder neue Bedeutungszusammenhänge aufzeigen.
Anwendungsbeispiel Klimadashboard Münster
Ein Beispiel, wie offene Daten genutzt werden können, ist das städtische Klimadashboard. Im Rahmen der bundesweiten Open-Data-Week im März stellen die Stabsstelle Smart City der Stadt Münster, das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit sowie der städtische IT-Dienstleister citeq Hintergründe und Wissenswertes rund um das Konzept der Offenen Daten vor.
Aktionsprogramm am 5. und 14. März 2024 im Haus der Nachhaltigkeit
Dienstag, 5. März 2024, ab 18.00 Uhr: Veranstaltung
Vorstellen verschiedener Anwendungsbeispiele aus der Stadt Münster zum Thema Open Data
Vortrag von Luke Bölling, Mitglied des gemeinnützigen Vereins CorrelAid e.V.: „Wie können Freiwillige zivilgesellschaftliche Datenprojekte nachhaltig umsetzen?“
Diskussionsrunde: Welche Potenziale bietet Open Data für eine nachhaltige Stadtentwicklung?
Donnerstag, 14. März, 14.00 bis 16.00 Uhr: Expertensprechstunde
Offene Expertensprechstunde
Carlo Schick, Stabstelle Smart City, und Thomas Werner, citeq, beantworten Fragen rund um das Thema Open Data. Auch Ideen, wie Münster nachhaltiger und – entsprechend der Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 – enkeltauglich gestaltet werden kann, sind willkommen.
Die Expertensprechstunde kann ohne vorherigeAnmeldung besucht werden.
Veranstaltungsadresse: Haus der Nachhaltigkeit, Hammerstraße 1, 48153 Münster
Bundesförderprogramm
Die Aktionstage sind Teil des Projektes Stadtlabor.MS, welches im Rahmen von Münsters Teilnahme an der Förderung „Modellprojekte Smart Cities“ vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen unterstützt wird.
Basierend auf dem erfolgreichen Jugendhackathon in 2023 laden die städtischen Stabsstellen Smart City und Digitale Bildung gemeinsam mit der OpenSenseLab gGmbH vom 4. bis 6. April 2024 erneut zu einem Hackathon für Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren ein. Unter dem Motto „Hack your city“ beschäftigen sich bis zu 30 Jugendliche mit aktuellen und zukünftigen Stadtentwicklungsthemen rund um die Bereiche Mobilität, Smart City oder Umwelt- und Klimaschutz: Anmeldung
Ziele des Hackathons
Der Hackathon soll dazu dienen, Jugendliche für städtische Zukunftsthemen zu interessieren, um Ideen und Lösungen zu entwickeln, die unser Münster auch in Zukunft lebenswert und nachhaltig machen. Zudem werden spezielle Fähigkeiten im Bereich digitaler Bildung vermittelt wie beispielsweise coding erlernen bzw. vertiefen oder die Arbeit mit dem 3D-Druck.
Impressionen vom 1. Jungendhackathon in Münster 2023
Wie auch in 2023 findet der Hackathon im städtischen Digitallabor statt, welches von der Stabsstelle Digitale Bildung betreut wird. Fachliche und organisatorische Unterstützung bekommt die Stadt Münster von der OpenSenseLab gGmbH als erfahrenen Partner zur Durchführung des Hackathons.
Unter fachlicher Anleitung, aber in ihrem Wirken völlig frei, entwickeln die Jugendlichen an drei Tagen in den Osterferien ihre eigenen Ideen und Lösungsansätze. Sie arbeiten in Teams, die von ihnen selber zu Beginn des Hackathons gebildet werden. Am letzten Veranstaltungstag (Samstag) stellen alle Teilnehmenden ihre Lösungsansätze in einem Pitch vor. Eingeladen zur Abschlussveranstaltung sind insbesondere Eltern, Freunde und Verwandte, aber auch alle interessierten Bürger:innen aus Münster und Umgebung.
Anmeldung zu Hack your city vom 4. bis 6. April 2024
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 1. Jugend Hackathons für Münster 2023 mit Bürgermeisterin Maria Winkel (Bildmitte mit dem Maskottchen Alpaka). Foto: Smart City Münster / MünsterView
„Hack your city“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der städtischen Stabsstellen Smart City und Digitale Bildung im Amt für Schule und Weiterbildung. Der Jugendhackathon ist eine Teilmaßnahme des Projektes „STADTLABOR.MS“ und wird im Rahmen des Bundesprogramms „Modellprojekte Smart Cities“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert. Die Stadt Münster, Stabsstelle Smart City, wird bis 2026 insgesamt 11 Förderprojekte in diesem Zusammenhang umsetzen: Modellprojekte Smart Cities. Auch der Jugendhackathon aus 2023 wurde durch den Bund gefördert und zwar als Teilmaßnahme des Projektes ePart MS-LAB.
Vom 7 bis 9. November fand in Berlin wieder die Smart Country Convention, das führende Event für den digitalen Staat und die öffentlichen Dienste, statt. Das Team der Stabsstelle Smart City war in Berlin dabei und stellte am Gemeinschaftsstand des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und Smart City Dialog sowie am Stand des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitales (MHKBD) des Landes NRW die beiden Projekte Leezenflow und Klimadashboard Münster vor.
Bauminsterin Klara Gewitz informiert sich über den Leezenflow
Auch Bauministerin Klara Geywitz besuchte die Messe und machte in ihrer Keynote noch einmal die Rolle und damit verbundene Chance des Förderprogramms Modellprojekte Smart Cities (MPSC) für die Entwicklung der Digitalisierung im Zusammenhang mit einer nachhaltigen und datenbasierten Stadtentwicklung deutlich. Besonders wichtig sei die Übertragbarkeit der Modell-Projekte auf andere Kommunen, die nicht Teil des Förderprogramms sind.
Plaza Stage
Keynote und Bühnengespräch der Bundesministerin Klara Geywitz, Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen *** Local Caption *** Plaza Stage
Keynote speech and stage talk by Federal Minister Klara Geywitz, Federal Ministry of Housing, Urban Development and Building
Im Anschluss an Ihren Vortrag und das Bühnengespräch besuchte die Ministerin auch den Messestand des BMWSB und informierte sich dort u. a. über das Leezenflow-System und dessen Bedeutung für die nachhaltige integrierte Stadtentwicklung im digitalen Zeitalter. „Ich bin positiv überrascht, wie informiert die Ministerin bereits über Leezenflow war“, so Dr. André Wolf, der im Gespräch mit Frau Geywitz die Innovation aus Münster vorstellte. „Der Austausch mit ihr war sehr erfreulich und inspirierend.“
Rundgang Klara Geywitz, Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen *** Local Caption *** Tour Klara Geywitz, Federal Ministry of Housing, Urban Development and Building
Neue Grüne-Welle-Assistenten sollen das Radfahren in Münster noch komfortabler machen. Vier Standorte sind jetzt mit den sogenannten Leezenflow-Geräten ausgerüstet, sechs weitere folgen in den nächsten Wochen. Dabei kommt eine optimierte Version der Technologie zum Einsatz, die Geschwindigkeitsdaten des Radverkehrs mit einberechnet.
Radfahren in Münster macht Spaß. Was nicht so viel Spaß macht, ist das Anhalten. Um den Radverkehr besser im Fluss zu halten, setzt die Stadtverwaltung seit 2021 ein Leezenflow-Gerät auf Münsters Promenade an der Kreuzung Hörstertor ein. Nun wurden drei von insgesamt neun weiteren Grüne-Welle-Assistenten im Stadtgebiet in Betrieb genommen, davon je einer an den Fahrradstraßen Bohlweg und Schillerstraße sowie ein weiterer an der Promenade in Höhe des Zwingers. Im Herbst sollen weitere Geräte an den Standorten Warendorfer und Steinfurter Straße sowie am Neutor und der dortigen Promenade installiert werden.
Video erklärt überarbeitete Version mit Gelbphase
Die Installation der zusätzlichen Geräte haben das Amt für Mobilität und Tiefbau und die Stabsstelle Smart City genutzt, um die Visualisierung des „Leezenflows“ zu optimieren: Wer den Leezenflow bei grün erreicht, erreicht auch die Ampel bei grün. Dafür berücksichtigt das System jetzt die Durchschnittsgeschwindigkeit des Radverkehrs. Es werden Geschwindigkeitsdaten genutzt, die im Rahmen der Fahrradprojekte „Dein AppGrade“ und „Stadtradeln“ gesammelt wurden. Neu ist zudem eine Gelbphase. Diese zeigt an, ob sich ein kleiner Sprint noch lohnt oder ob es klüger ist, schon langsamer zu fahren, um die Stehzeit an der roten Ampel zu verkürzen. Das Kurzvideo erklärt, wie die neue Visualisierung funktioniert:
Erklärvideo Leezenflow; Video: Stadt Münster
Wissenstransfer von Münster in andere Kommunen
Dass Leezenflow den Radfahrkomfort verbessert, hat sich über die Stadtgrenzen Münsters herumgesprochen. „Wir freuen uns, dass andere Kommunen Interesse am Nachbau des Leezenflows haben. Gerne sollen sie von unseren Erfahrungen lernen und abgucken, denn so funktioniert Smart City,“ so Thomas Terstiege, Projektleiter bei der Stabsstelle Smart City. Die Bauanleitung steht als Freie Software (Open-Source-Programmierung) frei zur Verfügung. Den Link dazu findet man auf der Projektseite www.leezenflow.de. Daher freut es das Team aus Münster, dass bereits mehrere Kommunen Interesse am Leezenflow-System gezeigt haben.
Modellprojekte Smart Cities
Die zusätzlichen Leezenflow-Systeme wurden im Rahmen der Strategiephase des Programms „Modellprojekte Smart City (MPSC)“ vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB), der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) sowie das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (Ko-Finanzierung Mobilitätsprojekte) gefördert. Ziel der Modellprojekte ist es, im Zeitalter der Digitalisierung Lösungsansätze zur Gestaltung einer nachhaltigen Stadtentwicklung zu erproben und umzusetzen. Die Begleitforschung an drei der neuen Standorte wird ebenfalls im Rahmen des Förderprogramms durchgeführt.