Das war Hack your City 2026

Beim Jugendhackathon Hack your City haben 35 Jugendliche drei Tage lang intensiv an ihren Ideen, Prototypen und Pitches gearbeitet – mit viel Kreativität, Teamgeist und dem klaren Ziel, Lösungen für Herausforderungen in ihrer Stadt zu entwickeln.  

Den Abschluss bildete das gut besuchte Pitch-Event im Foyer der Fachhochschule. Hier stellten die Teams ihre Projekte vor und zeigten, mit wie viel Kreativität und Engagement sie an konkreten Herausforderungen der Stadt gearbeitet haben. Auch Oberbürgermeister Tilmann Fuchs ließ es sich nicht nehmen, vorbeizuschauen, den Jugendlichen zu gratulieren und sie ausdrücklich dazu zu ermutigen, sich weiter aktiv in die Gestaltung ihrer Stadt einzubringen. 

Gemeinsam an echten Herausforderungen arbeiten 

Zum ersten Mal wurden zu Beginn sogenannte „Challenges“ vorgestellt – konkrete Fragestellungen aus der Stadtverwaltung und aus der Lebenswelt von Jugendlichen. Diese wurden im Vorfeld gemeinsam mit verschiedenen Bereichen der Stadtverwaltung entwickelt. 

Die Teilnehmenden konnten selbst entscheiden, ob sie an diesen Herausforderungen arbeiten oder eigene Ideen entwickeln möchten. So entstanden vielfältige Projekte, die zeigen: Jugendliche haben nicht nur Ideen – sie wollen auch Verantwortung übernehmen und aktiv etwas verändern. 

Denn das ist der Kern eines jeden Hackathons: Probleme erkennen, Lösungen entwickeln – und dabei gemeinsam lernen (und natürlich auch Pizza essen). 

Austausch und neue Impulse 

Eine weitere Premiere war die Kooperation mit dem MÜNSTERHACK. Die erwachsenen Hackerinnen und Hacker trafen sich am Donnerstagabend im Digitallabor für ihr Nachtreffen – und die Jugendlichen hatten die Möglichkeit, ihre Ideen zu präsentieren und in den Austausch zu gehen. 

So entstand eine Brücke zwischen den Generationen mit dem Ziel, die Ideen der Jugendlichen weiterzutragen. „Eine schöne Verzahnung von zwei Veranstaltungen, die ähnliche Ziele verfolgen. Ich bin beeindruckt von der Ideenvielfalt und dem technischen Talent der Jugendlichen. Das sind die ‚MSHACKies‘ der Zukunft!“, beschreibt MÜNSTERHACK Organisator Sebastian Köffer die Zusammenarbeit. 

Programmieren, Tüfteln, Ausprobieren und Zusammenarbeiten 

Viele Teilnehmende waren bereits zum wiederholten Mal dabei und konnten direkt in die Projektarbeit einsteigen. Gleichzeitig haben auch viele neue Gesichter frischen Wind und neue Perspektiven eingebracht und zum ersten Mal “Hackathon” Luft geschnuppert. 

Unterstützt von Mentorinnen und Mentoren aus verschiedenen Fachrichtungen haben die Jugendlichen gelernt, wie aus einer Idee Schritt für Schritt ein funktionierender Prototyp wird – und wie wichtig Teamarbeit, Austausch und unterschiedliche Blickwinkel dabei sind.

Kreative Lösungen für die Stadt von morgen 

Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen: Insgesamt 12 Teams präsentierten ihre Projekte – geprägt von Kreativität, technischem Know-how und einem klaren Blick für gesellschaftliche Herausforderungen. 

So entwickelten Emil, Gabriel, Paul und Yari ein Spiel, das gezielt dazu motiviert, sich draußen mit Freundinnen und Freunden zu treffen – als Gegenentwurf zu rein digitalen Begegnungen. 

Moritz und Paul widmeten sich dem Thema Lebensmittelverschwendung. Ihr „Smart Fridge“ ist ein Modul, so groß wie eine Milchpackung und hilft dabei, den Überblick über Vorräte zu behalten, schlägt Rezepte basierend auf den im Kühlschrank befindlichen Lebensmitteln vor und erstellt Einkaufslisten. 
 
Das Team von „Smart Charge“ entwickelte eine smarte Parkbucht, die erkennt, ob ein Parkplatz belegt ist, wie lange noch geladen wird und sogar, ob dort ein Verbrenner-Fahrzeug steht, das dort nicht parken darf.  

Diese und viele weitere Ideen zeigen, wie engagiert und lösungsorientiert junge Menschen an Themen wie Nachhaltigkeit, Zusammenleben und Stadtentwicklung herangehen. 

Gemeinsam Stadt gestalten 

Für uns als Smart City Team der Stadt ist Hack your City weit mehr als ein Ferienprogramm. Es ist ein Ort, an dem junge Menschen erleben, dass ihre Ideen zählen – und dass sie die Zukunft ihrer Stadt aktiv mitgestalten können.” so Smart City Projektleiter Thomas Hollekamp. 

Seida Bahtovic vom Digitallabor der Stadt ergänzt „Die Jugendlichen haben nicht nur technische Fähigkeiten erlernt, sondern auch erfahren, wie man im Team arbeitet, eigene Ideen weiterentwickeltkonkrete Lösungen für reale Herausforderungen findet und dass Scheitern ein selbstverständlicher und wichtiger Teil von Erfolg ist.  

Wir sagen Danke an alle Teilnehmenden, Mentorinnen und Mentoren, an das Team des Digitallabors und an die openSenseLab gGmbH für die großartige Zusammenarbeit. 

 

 

Bundesförderprogramm Modellprojekte Smart Cities (MPSC)

„Hack your City“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der städtischen Stabsstellen Smart City und Digitale Bildung im Amt für Schule und Weiterbildung. Der Jugendhackathon ist eine Teilmaßnahme des Projektes „Stadt Labor“ und wird im Rahmen des Bundesprogramms „Modellprojekte Smart Cities“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert. Die Stadt Münster, Stabsstelle Smart City, wird bis 2026 insgesamt 11 Förderprojekte in diesem Zusammenhang umsetzen: Modellprojekte Smart Cities.

 

 

Mit freundlicher Unterstützung durch

 

 

 

 

Digitallabor der Stadt Münster
openSenseLab gGmbH

Stadt Münster veranstaltet Hackathon für Jugendliche

Basierend auf den erfolgreichen Jugendhackathons in 2025 (Nachbericht und Fotos) und 2024 (Nachbericht und Fotos) laden die städtischen Stabsstellen Smart City und Digitale Bildung gemeinsam mit der openSenseLab gGmbH vom 09. bis 11. April 2026 erneut zu einem Hackathon für Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren ein. Unter dem Motto „Hack your City“ beschäftigen sich bis zu 30 Jugendliche mit aktuellen und zukünftigen Stadtentwicklungsthemen rund um die Bereiche Mobilität, Smart City oder Umwelt- und Klimaschutz: Anmeldung hier möglich

 

Ziele des Hackathons

Der Hackathon soll dazu dienen, Jugendliche für städtische Zukunftsthemen zu interessieren, um Ideen und Lösungen zu entwickeln, die unser Münster auch in Zukunft lebenswert und nachhaltig machen. Zudem werden spezielle Fähigkeiten im Bereich digitaler Bildung vermittelt wie beispielsweise coding erlernen bzw. vertiefen oder die Arbeit mit dem 3D-Druck.

Veranstaltung vom 09. bis 11. April 2026

Der Hackathon findet im städtischen Digitallabor statt, welches von der Stabsstelle Digitale Bildung betreut wird. Fachliche und organisatorische Unterstützung bekommt die Stadt Münster von der OpenSenseLab gGmbH als erfahrenen Partner zur Durchführung des Hackathons.

Unter fachlicher Anleitung, aber in ihrem Wirken völlig frei, entwickeln die Jugendlichen an drei Tagen in den Osterferien ihre eigenen Ideen und Lösungsansätze. Sie arbeiten in Teams, die von ihnen selber zu Beginn des Hackathons gebildet werden. Am letzten Veranstaltungstag (Samstag) stellen alle Teilnehmenden ihre Lösungsansätze in einem Pitch vor. Eingeladen zur Abschlussveranstaltung sind insbesondere Eltern, Freunde und Verwandte, aber auch alle interessierten Bürger*innen aus Münster und Umgebung.

Anmeldung zu Hack your City 2026


Hier geht’s zur Anmeldung

     

FAQs zum Hackathon

Veranstaltungsort: Digitallabor der Stadt Münster

Adresse

Leonardo-Campus 6a
48149 Münster

Wie komme ich am besten zum Digitallabor?

Am einfachsten erreichst du das Digitallabor natürlich mit dem Fahrrad. Aber auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist es gut zu erreichen. Die nächste Haltestelle ist die Haltestelle „Leonardo-Campus“. Hier halten die Linien 16, R73 und R72 . Von dort aus sind es nur noch wenige Meter bis zum Digitallabor. Falls du dir unsicher bist können wir dich auch an der Bushaltestelle einsammeln.

Benötige ich einen eigenen Laptop?

Nein, du benötigst keinen eigenen Laptop. Wir haben genügend Laptops vor Ort, die du nutzen kannst. Falls du aber einen eigenen Laptop hast, kannst du diesen natürlich gerne mitbringen.

Was ist, wenn ich noch keine Erfahrung mit Programmieren habe?

Kein Problem! Wir haben für jeden das passende Angebot. Egal ob du noch nie programmiert hast oder schon ein Fortgeschritten bist. Wir haben für jeden das passende Angebot.

Zeitplan

Donnerstag, 09. April 2026: 10:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Freitag, 10. April 2026: 09:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Samstag, 11. April 2026: 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Bundesförderprogramm Modellprojekte Smart Cities (MPSC)

„Hack your City“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der städtischen Stabsstellen Smart City und Digitale Bildung im Amt für Schule und Weiterbildung. Der Jugendhackathon ist eine Teilmaßnahme des Projektes „Stadt Labor“ und wird im Rahmen des Bundesprogramms „Modellprojekte Smart Cities“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert. Die Stadt Münster, Stabsstelle Smart City, wird bis 2026 insgesamt 11 Förderprojekte in diesem Zusammenhang umsetzen: Modellprojekte Smart Cities.

Links zum Thema

Nachbericht Hack your City 2025

Nachbericht Hack your City 2024

Nachbericht Jugendhackathon 2023

Digitallabor der Stadt Münster

extern: openSenseLab gGmbH

Erfolgreicher Infotag in der Stadtbücherei

Wie vielfältig, kreativ und verbindend digitales Engagement sein kann, hat unser erster Infotag Digitales Engagement eindrucksvoll gezeigt. In der Stadtbücherei Münster kamen am 17. Januar 2026 engagierte Menschen, Organisationen, Initiativen und neugierige Besucher*innen zusammen, um sich auszutauschen, voneinander zu lernen und neue Ideen zu entwickeln.

Fotos: Amt für Kommunikation / MünsterView / Witte


Reges Treiben an den Infoständen

Schon beim Ankommen wurde klar: Das Interesse am digitalen Ehrenamt ist groß. An den Infoständen wurde lebhaft diskutiert, gefragt, erklärt und vernetzt. Ehrenamtliche berichteten von ihren Erfahrungen, Organisationen stellten ihre digitalen Projekte vor – von Online-Patenschaften und digitaler Nachhilfe über Unterstützungsangebote für Senior*innen bis hin zu technisch geprägten Projekten rund um Open Data und Programmierung für den guten Zweck.

Was ist digitales Engagement?

Ein zentrales Thema des Tages war die Frage, was digitales Engagement eigentlich ausmacht. Schnell wurde deutlich: Digitales Engagement ist weit mehr als „Engagieren am Bildschirm“. Es schafft neue Zugänge, ermöglicht flexible Beteiligung und bringt Menschen mit ganz unterschiedlichen Fähigkeiten zusammen. Ob eine Stunde Zeit, spezielles Fachwissen oder einfach Lust auf Ausprobieren – digitales Engagement bietet viele Möglichkeiten, sich niedrigschwellig und wirksam einzubringen.

Spielerisch lernen

Ein besonderer Hingucker waren die Buzzer im Eingangsbereich, die fleißig gedrückt wurden. Spielerisch konnten Besucher*innen so erleben, wie einfach es sein kann, Daten zu erheben, sichtbar zu machen und gemeinsam zu nutzen. So wurde das Thema Open Data ganz praktisch und greifbar.

Im Maker-Space ging es kreativ und technisch zu: Das Jugendhackt Lab Münster zeigte, wie 3D-Modellierung, Coding und Robotik funktionieren – und wie junge Menschen mit digitalen Tools gesellschaftliche Fragen aufgreifen und eigene Lösungen entwickeln. Viele Besucher:innen nutzten die Gelegenheit, selbst Fragen zu stellen, Dinge auszuprobieren und neue Perspektiven kennenzulernen.

Nicht das letzte Mal

Besonders wertvoll war der offene Austausch: zwischen Generationen, zwischen Ehrenamt und Verwaltung, zwischen Technik und sozialem Engagement. Immer wieder ging es auch um die Frage, welche digitalen Projekte in Münster noch fehlen und welche Bedarfe es gibt – ein wichtiger Impuls für zukünftige Angebote und Kooperationen.

Unser Fazit: Der erste Infotag Digitales Engagement hat gezeigt, wie viel Potenzial in digitalem Ehrenamt steckt – und wie groß das Interesse ist, dieses Potenzial gemeinsam weiterzuentwickeln. Die vielen Gespräche, Ideen und Begegnungen machen Mut und Lust auf mehr.

Wir sind uns sicher: Das war nicht das letzte Event zum Thema digitales Engagement.
Vielen Dank an alle, die dabei waren, mitgedacht, mitdiskutiert und mitgemacht haben. Wir freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen – digital, analog oder beides zusammen.

Veranstaltungsseite: https://smartcity.ms/infotag-digitales-engagement/

Infotag Digitales Engagement

Infotag Digitales Engagement, 17.01.2026, 11 – 15 Uhr

Unter dem Motto „Von der Couch aus engagiert“ lädt die Stadt Münster, der Verein Bürgernetz, die Stadtbücherei Münster und die FreiwilligenAgentur herzlich zum Infotag Digitales Engagement in der Stadtbücherei ein.

An diesem Tag dreht sich alles um die vielfältigen Möglichkeiten, sich in Münster digital zu engagieren:

  • Ehrenamt bequem von zuhause – z. B. in Social Media, Öffentlichkeitsarbeit, Online-Nachhilfe oder Projektkoordination

  • Engagement im Bereich IT, Coding & Programmieren – von Hackerspaces bis zu Projekten für die Stadtgesellschaft

  • Unterstützung im Alltag mit Smartphone, Tablet & Co.

  • Initiativen für digitale Bildung und Teilhabe

Vereine und Initiativen aus Münster stellen sich vor, Interessierte können Angebote kennenlernen und es gibt Raum für Austausch, Vernetzung und neue Kooperationen. 

Programm: 

11.00 UHR | Eröffnung | Zeitungslesesaal
Carolin Köster (Smart City Münster) und Thomas Werner (Open Data)

12:00 UHR | 3 kurze Impulse | Zeitungslesesaal
Caritas Münster, openSenselab gGmbH, Taschengeldbörse

13:00 UHR | 3 kurze Impulse | Zeitungslesesaal
CoderDojo, Freifunk-Münsterland, Caritas Münster

Den ganzen Tag von 11 bis 15 Uhr findet im 1. OG unsere Maker-Space statt, organisiert vom Jugend hackt Lab Münster. Dort geht es vor allem um 3D-Modellierungen, Coding und Robotik. Gleichzeitig findet auch ein interaktives Buzzer-Spiel statt, über das ihr live erleben könnt, wie man Daten spielerisch verarbeiten kann.

Teilnehmende Organisationen: 

Veranstaltungsort:
Stadtbücherei Münster
Alter Steinweg 11, 48143 Münster
11:00 – 15:00 Uhr

Wir freuen uns auf Euch

Kommt einfach vorbei. Der Eintritt ist frei und jederzeit von 11 bis 15 Uhr möglich. 

Programmänderungen vorbehalten
Kontakt: Stadt Münster | Smart City smartcity@stadt-muenster.de
Telefon: 0251 492 7075

Abfallfreie Quartiere

Im Rahmen des Projekts „Abfallfreie Quartiere“ werden smarte Lösungen zur Vermeidung von Abfall sowie für eine bessere Kommunikation zwischen Bürger*innen und den kommunalen Abfallwirtschaftsbetrieben (awm) erprobt, unter anderem im York-Quartier (Stadtteil Münster Gremmendorf). Damit werden ein möglichst ressourcenschonendes Leben im Quartier und ein effizienteres kommunales Entsorgungsmanagement möglich.

An zentralen Orten im Quartier werden smarte Sharing-Schränke installiert, die Leihgegenstände des alltäglichen Bedarfs (wie z. B. Bohrmaschinen, Teppichreiniger oder Sportgeräte) unkompliziert an Nutzer*innen ausgeben und ein leichtes Verschenken nicht mehr benötigter Gegenstände ermöglichen. Durch gemeinschaftliche Nutzung wird so Abfall vermieden.

Zudem werden Technologien zur besseren Interaktion zwischen Bewohner*innen und kommunalen Entsorgungsbetrieben erprobt. Dazu gehört die Ausweitung von Füllstands-Sensoren an öffentlichen Papierkörben und Elektroschrott-Behältern sowie die Erprobung von KI in der Erkennung von Störstoffen im Bioabfall. Dabei wird der Abfall bereits während der Schüttung in das Fahrzeug analysiert.

Mit Hilfe eines Kommunikations- und Sensibilisierungs-Konzeptes werden diese Lösungen transparent an die Menschen im Quartier kommuniziert. Ziel ist es, eine größtmögliche Akzeptanz der Erprobung und der beabsichtigten Verhaltensänderungen zu erreichen – bis hin zum ressourcenschonenden Konsum. Durch eine begleitende Untersuchung soll sowohl die Skalierung erfolgreicher Maßnahmen vor Ort als auch der mögliche Einsatz im ganzen Stadtgebiet und in weiteren Kommunen unterstützt werden.

Wussten Sie schon …?

„Abfallfreie Quartiere“ wird als sogenanntes Smart City-Fokusprojekt im Rahmen der „Modellprojekte Smart Cities“ vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert.

Der Leezenflow Prototyp

Wer „Leezenflow“ bei Grün erreicht, erreicht auch die Ampel bei Grün. Zeigt das System Gelb, kann man sich überlegen, ob ein kleiner Sprint noch lohnt oder ob es klüger ist, schon langsamer zu fahren, um die Standzeit an der roten Ampel zu verkürzen. Bei Rot kann man sich langsam der Fahrradampel nähern, um auch so die Standzeit zu verkürzen.

Ziel des Grüne-Welle-Assistenten ist es, dass Radfahrende flüssiger und damit komfortabler ans Ziel kommen, indem sie mehrere Meter vor der nächsten Straßenkreuzung auf einem LED-Display sehen können, wann die Ampel umschaltet. Hierfür ist der „Leezenflow“ mit der jeweiligen Fahrradampel verbunden und zeigt über einen dynamischen Farbverlauf an, ob Radfahrende die Ampel noch bei Grün erreichen können oder nicht.

Leezenflow nutzt dabei die errechnete Durchschnittsgeschwindigkeit auf Basis der Daten der in Münster durchgeführten Fahrradprojekte „Dein AppGrade“ und „Stadtradeln“. Bei starken Abweichungen von der Durchschnittsgeschwindigkeit (zum Beispiel durch die Verkehrssituation bedingt) kann sich der Flow individuell verändern …

Standort Durchschnittsgeschwindigkeit, die für Leezenflow genutzt wird Entfernung Leezenflow – Fahrradampel
Hörstertor (Prototyp) 17 km/h 110m
Promenade / Zwinger 16 km/h 195m
Bohlweg / Gartenstraße 19 km/h 195m
Schillerstraße / Hansaring 18 km/h 135m
Schloss / Promenade 18 km/h 130m
Neutor / Promenade 16 km/h 115m
Neutor / Lazarettstraße 18 km/h 70m
Steinfurter Straße / Grevener Straße 18 km/h 75m
Warendorfer Straße / Piusallee 17 km/h 105m
Tabelle: Welche Geschwindigkeit wurde für Leezenflow am jeweiligen Standort genutzt und wie weit ist die Entfernung zur Ampel?

Leezenflow ist ein Smart-City-Projekt

Das Leezenflow-System soll den Radverkehr im Sinne der Mobilitätswende und die digitale Stadtentwicklung voranbringen. Es zeigt, wie aus einer Idee der Bürgerschaft eine Technik mit Freier Software (Open-Source) wird, die den Radverkehr fördert und das Interesse anderer Kommunen weckt.

Die Idee zum „Leezenflow“ stammt aus der Bürgerschaft. Im Münsterhack 2019 wurde ein Prototyp entwickelt und anschließend mithilfe der Stadtverwaltung und finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur umgesetzt. 2021 wurde der erste „Leezenflow“-Prototyp auf Münsters Promenade in Betrieb genommen. Aufgrund einer positiven Evaluation des Systems wurden 2024 im Rahmen des Bundesförderprogramms „Modellprojekte Smart City (MPSC)“ acht weitere Systeme im Stadtgebiet von Münster installiert.

In diesem Zuge wurde u.a. die Anzeige des Leezenflows weiterentwickelt und berücksichtigt nun die Durchschnittsgeschwindigkeiten des Radverkehrs. Begleitend zur Einführung der neuen Visualisierung lässt die Stadt die Leistungsfähigkeit und Verkehrssicherheit des Systems untersuchen (Verkehrsbeobachtung und Online-Umfrage). Sollte sich weiterer Optimierungsbedarf herausstellen, wird Leezenflow angepasst. (News vom 27.9.2023).

 

Leezenflow-System an der Fahrradstraße „Schillerstraße“ in Münster; Foto: Stadt Münster

Smarte Technologie für den Radverkehr

Leezenflow nutzt für die Kommunikation zur Ampel eine von Fachleuten als Vehicle-to-everything (V2X) bezeichnete Technik, die weltweit entwickelt wurde, damit Busse, Rettungsfahrzeuge und Autos Kontakt zur Ampel und weiterer Infrastruktur aufnehmen können. Mit Leezenflow wird diese Technik für den Radverkehr genutzt und die neue Datenübertragung im Live-Betrieb getestet.

Leezenflow ist Freie Software (Open-Source). Das heißt u.a., dass die komplette Bauanleitung des Leezenflows im Internet frei verfügbar ist. Eine Weitergabe und Adaption des Systems ist ausdrücklich erwünscht. Die Verwaltung in Münster profitiert von den Erfahrungen anderer Kommunen und Unternehmen und umgekehrt profitieren andere von den Erkenntnissen und Herausforderungen in Münster. Darüberhinaus erzielen die eingesetzten Steuergelder (von Bund, Land und Kommune) durch den Transfer von Lösungen in andere Kommunen eine größere Wirkung: Statt Wissen bei einzelnen Unternehmen zu privatisieren, können alle auf den (durch Steuergelder finanzierten) Arbeitsergebnissen aufbauen (Public Money, Public Code).

 

Neue Technik beim Leezenflow an der Schillerstraße; Foto: Stadt Münster

Prototyp an Münsters Promenade

Vom 17. Mai 2021 bis Mitte 2023 wurde der Prototyp Leezenflow an der Kreuzung Hörstertor auf Münsters Promenade getestet. Im Rahmen der Testphase führte das Institut für Verkehrswissenschaften der WWU Münster im Auftrag der Stadt Münster vom 17. Mai bis Mitte Juli 2021 eine wissenschaftliche Evaluation durch. Diese bestand aus einer Online-Bürger-Umfrage, an der 546 Personen teilgenommen haben, sowie Verkehrsbeobachtungen und -messungen vor Ort. Das Ziel der Untersuchung war, Aussagen darüber treffen zu können, inwiefern Leezenflow den Radverkehrsfluss verbessert, die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigt und die Radfahrer:innen mit dem Prototypen zufrieden sind.

 

Seit 2021 hängt der Leezenflow Prototyp auf der Promenade in Münster, im September 2023 wurde die Visualisierung aktualisiert. Foto: Stadt Münster

Die Ergebnisse der Evaluation stehen im Ratsinformationssystem der Stadt zum Download zur Verfügung. Außerdem lassen sich die Rohdaten, die im Zuge der Evaluation erstellt wurden, über den Publikationsserver der Uni Münster herunterladen.

Insgesamt ist das Leezenflow-System positiv bewertet worden, so dass der Hauptausschuss der Stadt Münster im Februar 2022 beschlossen hat, weitere Leezenflow-Systeme vorrangig an den Velorouten und an den zukünftigen Hauptrouten installieren zu lassen. Ende Mai 2024 wurden acht Leezenflow-Systeme mit der neuen Technik in Betrieb genommen, davon drei zusätzliche Geräte an der Promenade und fünf an Velorouten:

 

Leezenflow-Standorte im Stadtgebiet von Münster, Grafik: Stadt Münster

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Medienspiegel Leezenflow (Auswahl)

Wussten Sie schon?

Leezenflow ist Freie Software (Open-Source). Das heißt u.a., dass die komplette Bauanleitung des Leezenflows im Internet frei verfügbar ist. Eine Weitergabe und Adaption des Systems ist ausdrücklich erwünscht.

Gefördert wurde der Prototyp durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Die neuen Leezenflow-Systeme inkl. überarbeiteter Technik sind Teil des Förderprogramms „Modellprojekte Smart Cities“ des Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen mit einer Ko-Finanzierung durch das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.

 

Ko-Finanzierung der neuen Leezenflow-Systeme durch das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW

Prototyp Leezenflow-System

Logo des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Leezen-LOOPmünster: Stadt und Stadtwerke testen Rikscha-Bus-On-Demand

Besonderes Mobilitäts-Angebot vom 1. August bis zum 25. September: Rikscha-Bus fährt durch die Innenstadt

Statt mit dem großen Bus zum Beispiel vom Schlossplatz zur Rothenburg zu fahren und den restlichen Weg zur Klemensstraße zu laufen, machen Stadt und Stadtwerke Münster den Fahrgästen in diesem Sommer ein besonderes Angebot: Vom 1. August bis zum 25. September sind zwei Rikschas als Teil des Nahverkehrs in Münsters Innenstadt unterwegs. Sie bringen die Fahrgäste im Anschluss an eine Busfahrt klimafreundlich an ihr Ziel oder einfach schnell und bequem von A nach B. „Das Rad ist in der Innenstadt das schnellste Verkehrsmittel, mit ihm geht es über die Promenade und durch fast alle Straßen. Wir möchten ausprobieren, ob und wie Rikschas den Nahverkehr ergänzen sowie besser machen können. Das macht es attraktiver, Münster zu besuchen. Davon profitieren sowohl Besucherinnen und Besucher als auch die Kaufleute der Innenstadt“, erklärt Gerhard Rüller, kommissarischer Leiter des Amtes für Mobilität und Tiefbau der Stadt Münster. Unterwegs sein werden die Rikschas innerhalb des Promenadenrings, am Hauptbahnhof und bis zum Hafen täglich von 7 bis 21 Uhr.

Das Angebot realisieren Stadt und Stadtwerke zusammen mit den Leezen Heroes aus Münster sowie der Software-Firma door2door. „Der ‚Leezenbus‘ wird wie LOOPmünster funktionieren: Er fährt auf Bestellung in der bekannten LOOPmünster-App, ohne Fahrplan und feste Linienwege, so dass die Fahrgäste ganz einfach an der nächsten Straßenecke ein- und aussteigen können. Somit entwickeln sich neue Querverbindungen, die unsere normalen Busse nicht fahren können“, sagt Phil Rose, Nahverkehrsplaner und Projektleiter bei den Stadtwerken. „ÖPNV ist längst nicht mehr nur Bus und Bahn, sondern eine Verknüpfung vieler verschiedener Verkehrsmittel, die sich nachhaltig ergänzen. Indem wir die Rikscha versuchsweise zum Teil des Nahverkehrs machen, wird es für unsere Fahrgäste einfacher, ihr Ziel zu erreichen.“ Es gilt der normale ÖPNV-Tarif: alle Tickets und Abos, die im Stadtgebiet Gültigkeit haben, berechtigen auch zur Fahrt mit den Rikschas. Es ist bundesweit das erste Mal, dass Rikschas komplett integriert als Teil des Nahverkehrs unterwegs sein werden.

Eine Verstetigung des Angebots ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht geplant, nach den acht Wochen möchten Stadt und Stadtwerke auswerten, in welchen Situationen die Rikschas den Nahverkehr effizient unterstützt haben.

Dr. André Wolf, Leiter der städtischen Stabsstelle Smart City, ist gespannt auf den Versuch: „Wir arbeiten an vielen Stellen gemeinsam mit den Stadtwerken daran, innovative Lösungen passgenau für Münster zu entwickeln und auszuprobieren. Dafür braucht es Projekte zum Anfassen und zur Veranschaulichung digitaler Denkweisen und Lösungsansätze – so wie dieses Projekt. Zudem liefert das Angebot auch einen Beitrag zum Zukunftsziel ‚Innenstadt autoarm und erreichbar‘, einem zentralen Handlungsfeld, das der Rat im Rahmen der aktuell laufenden Zukunftsentwicklungen beschlossen hat.“

Florian Voß vom münsterschen Unternehmen Leezen Heroes freut sich bereits auf den Versuch: „Mit Shuttlefahrten – zum Beispiel auf dem Gelände des Universitätsklinikums – haben wir bereits gute Erfahrungen gemacht und Autofahrten ersetzt. Als Ergänzung des Busses können wir auf dem Rad unsere Stärke ausspielen und direktere Wege fahren.“ Gebucht wird das Angebot über die bestehende App LOOPmünster. Diese erhält ein neues Betriebsgebiet in der Innenstadt, das komplett separat vom bestehenden Gebiet in Münsters Süden ist. „Für unsere Entwicklerinnen und Entwickler war die Umsetzung eine spannende Herausforderung. Bisher hat unsere Software nur On-Demand-Kleinbus-Systeme gesteuert, Fahrräder können ihre Wege deutlich flexibler wählen. Nach der Einführung von LOOPmünster setzen wir in Münster die nächste Innovation für den Nahverkehr um“, sagt Ivan Cihlarz, Global Head of Customer Success von door2door.

Pro Leeze können zwei Fahrgäste mitfahren, die Fahrerinnen und Fahrer werden von einem Elektromotor unterstützt. Finanziert wird das Angebot gemeinsam von Stadt und Stadtwerken, die sich die Kosten von 50.000 Euro teilen. Die Arbeiten zur Einbindung in die LOOPmünster-App übernimmt door2door.

Alle Informationen zum Testversuch finden Sie auf unserer Projektseite Leezen-LOOPmünster. Informationen zum Herunterladen App sowie die einzelnen Schritte bis zur Buchung finden Sie auf den Seiten der Stadtwerke Münster.

Bürgerumfrage 2021 mit Smart City

Schwerpunkte der Bürgerumfrage 2021 sind Fragen zur Innenstadt, Wohnen und Smart City Münster.

Die Stadt Münster setzt auf die Meinung der Bürgerinnen und Bürger: Wie gefällt Ihnen die Innenstadt von Münster? Können Sie sich vorstellen, im Alter aus einer großen in eine kleinere Wohnung umzuziehen? Wie wichtig finden Sie den Einsatz von Digitalisierung für eine zukunftsfähige, nachhaltige Stadtentwicklung hin zur Smart City?

Diese und weitere Fragen stellt die Bürgerumfrage 2021. Über 10 000 Fragebögen werden in diesen Tagen an zufällig ausgewählte Personen verschickt. Oberbürgermeister Markus Lewe hofft auf einen hohen Rücklauf, dienen die Ergebnisse der Umfrage doch der Gestaltung der Lebensbedingungen in der Stadt. Insbesondere die Innenstadt steht vor vielfältigen Herausforderungen.

Die Umfrage kann auf zwei Wegen beantwortet werden. Zum einen schriftlich und auf dem Postweg, zum anderen mit einem individuellen Online-Code am PC oder Smartphone.

Die Teilnahme an der Bürgerumfrage ist freiwillig. Was zählt, ist ein möglichst vollständiger Rücklauf, denn jede einzelne Antwort erhöht die Aussagekraft dieser Umfrage. Alle Beiträge werden anonym ausgewertet und anschließend für Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit aufbereitet.

Ausführliche Informationen gibt es in der Pressemeldung der Stadt Münster.

Idee aus #MSHACK20: Datenbank zu Geschichts-Forschungsergebnissen ist online!

Stadtgeschichte schreiben, das ist eigentlich Sache der Historiker. In Münster erhalten sie seit fast 50 Jahren regelmäßig Unterstützung von zahlreichen Schüler:innen, die im Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten die Geschichte ihrer Stadt erforschen. Den Anstoß für die Zusammenarbeit gab der „MünsterHack 2020“, bei dem Mitarbeitende von Stadtarchiv und Geschichtsdidaktik ihre Daten zu den Forschungen der Schülerinnen und Schüler einbrachten. Dieser erste Aufschlag wurde mit Unterstützung von Dr. Armin Stein (ECRIS) und Studierenden der Wirtschaftsinformatik über ein Jahr lang weiterentwickelt.

„Innovatives digitales Werkzeug“

Über 1700 Beiträge zum Geschichtswettbewerb sind im Lesesaal des Stadtarchivs archiviert. Diese Arbeiten wurden gesichtet, systematisiert und dokumentiert, so dass die Themen nun online leicht durchsucht werden können. Außerdem wurden die Orte, zu denen bereits geforscht wurde, in einem digitalen Stadtplan markiert.

Dass aus dieser Dokumentation schließlich eine allgemein zugängliche Online-Datenbank wurde, ist einer ungewöhnlichen Kooperation zu verdanken: Stadtarchiv und Institut für Didaktik der Geschichte haben dafür mit dem European Research Center for Information Systems (ERCIS) am Institut für Wirtschaftsinformatik der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) zusammengearbeitet.

Auf einer interaktive Karte stellt das neue Online-Angebot die von Schülerinnen und Schülern erforschten Orte in Münster dar. Foto: Stadt Münster.

Open Data und Open Source

Dieses Projekt zeigt anschaulich, wie die modernen Prinzipien Open Data und Open Source neue Kooperationsmöglichkeiten zwischen Wissenschaft, Verwaltungswelt und Zivilgesellschaft ermöglichen. Durch den einfachen, freien Zugang zu Informationen aus dem Stadtarchiv ist eine neue Form der Partizipation entstanden. Mit einem pragmatischen Ansatz und der Zusammenarbeit auf Arbeitsebene wurde ein spannender Mehrwert für geschichtsinteressierte Münsteraner Bürger geschaffen.

 

Die Ergebnisse können jetzt über die Startseite des Stadtarchivs (www.stadt-muenster.de/archiv) oder direkt über www.geschichtswettbewerb-ms.de recherchiert werden.

Ausführliche Informationen finden Sie in der Pressemeldung der Stadt Münster.

Designkiosk K67 wird Anlaufpunkt für Bürgerbeteiligung

Seit Mitte Juni findet sich ein kleiner roter Kiosk im Stadthaus 3 am Albersloher Weg. Der sogenannte K67 ist ein Kiosk, der 1966 vom slowenischen Architekten und Designer Saša J. Mächtig entworfen wurde. Dr. Ansgar Buschmann hat der Stadt Münster jetzt eines der seltenen Exemplare als Dauerleihgabe überlassen.

Bis zum Produktionsstopp 1999 fanden die fast 7.500 hergestellten Einheiten verschiedene Einsatzmöglichkeiten, wie beispielsweise als Zeitungs- oder Ticketverkaufsstand, Snackbude oder Polizeistation. Mit dem Zusammenbruch der sozialistischen Staaten im Osten und Südosten Europas verschwand der K67 jedoch zusehends aus der Öffentlichkeit.

 

Bürgerbeteiligung im Designobjekt

„Wir bringen den Design-Kiosk zurück in die Öffentlichkeit und haben uns zudem eine ganz besondere Einsatzvariante für Münster überlegt“, freut sich Stadtbaurat Robin Denstorff über die hochwertige Leihgabe. „Der K67 wird im Rahmen von Stadtentwicklungsprozessen für die Bürgerbeteiligung eingesetzt, das heißt er taucht als eine Art Markenzeichen für Bürgerbeteiligung immer wieder an verschiedenen Orten auf, um die Münsteranerinnen und Münsteraner dazu einzuladen, sich zu beteiligen“, verrät Denstorff. „Das ist eine ganz besondere, smarte Art Bürger zu beteiligen und dabei Design im öffentlichen Raum zu präsentieren und zu erleben.“

Für die Zeit, in der der Kiosk nicht im Einsatz ist, steht er neben der alten Straßenbahn im gläsernen Foyer des Stadthauses 3.

Der K67, ein Kiosk im zeitlosen Design und doch ein Kind seiner Zeit: Bernadette Spinnen, Leiterin Münster Marketing, Stadtbaurat Robin Denstorff, Leihgeber Dr. Ansgar Buschmann und André Wolf, Leiter Stabsstelle Smart City (v.l.) sind sich einig in ihrer Freude über den smarten Kiosk, der so gut nach Münster passt.. Foto: Amt für Kommunikation / MünsterView, H. Witte

„Der K67 ist in der Sammlung des Museum of Modern Art in New York zu bewundern und jetzt auch in Münster – ein sehr guter Platz für dieses einzigartige Designobjekt“, freut sich Dr. Ansgar Buschmann, von Büroorganisation Buschmann, der den K67 der Stadt als Leihgabe zur Verfügung gestellt hat. „Die Idee, ihn für die Bürgerbeteiligung einzusetzen, ist perfekt. Der K67 wurde in der Vergangenheit bereits für unterschiedlichste Formate genutzt, daher freue ich mich sehr, dass er nun dem Dialog in der Stadt zu Gute kommt.“

 

Der K67 in und für Münster

2020 erwarb Dr. Ansgar Buschmann ein sehr seltenes, vollständig restauriertes Exemplar des K67 und brachte es nach Münster. Der Kiosk fand seinen Platz in seinem abc.k67 ConceptStore am Roggenmarkt in der Innenstadt von Münster und war dort neben zahlreichen weiteren Designobjekten zu bestaunen. Im Frühjahr 2021 machten lange geplante Umbaumaßnahmen den Umzug des K67 unumgänglich. Buschmann war von Anfang an daran interessiert, den K67 in einer „guten Nutzung“ zu wissen, die öffentlich zugänglich ist. Mit der Schlüsselübergabe Ende Juni ging der K67 als Dauerleihgabe in die Hände der Stadt Münster über. Der Kiosk wurde im Stadthaus 3 untergebracht, von wo aus er Bestandteil von Veranstaltungen werden soll. Das Anwendungsfeld ist dabei klar definiert. An einem Kiosk kommen Menschen zusammen, tauschen sich aus, informieren und vernetzen sich. Dieses Prinzip möchte die Stadt Münster mit dem K67 aufgreifen und ihren Bürgerinnen und Bürgern einen Ort für Beteiligung bieten, an dem Informationen zu unterschiedlichen Entwicklungen in der Stadt präsentiert und erlebbar gemacht werden. So soll der kleine rote Kiosk immer wieder an unterschiedlichen Orten in der gesamten Stadt auftauchen und ein Informationsangebot bieten. Durch seine Designsprache verkörpert er dabei eine sehr gute Symbiöse aus zeitloser Modernität und Dialog, weshalb sich das Objekt auch in verschiedenen bedeutenden Sammlungen von Designobjekten wiederfindet. Aktuell werden von Kolleginnen und Kollegen aus dem Dezernat für Planung, Bau und Wirtschaft die ersten Einsätze des K67 geplant und schon bald wird der kleine rote Kiosk im Stadtgebiet zu sehen sein.

Pressemitteilung der Stadt Münster