Beim Jugendhackathon Hack your City haben 35 Jugendliche drei Tage lang intensiv an ihren Ideen, Prototypen und Pitches gearbeitet – mit viel Kreativität, Teamgeist und dem klaren Ziel, Lösungen für Herausforderungen in ihrer Stadt zu entwickeln.
Den Abschluss bildete das gut besuchte Pitch-Event im Foyer der Fachhochschule. Hier stellten die Teams ihre Projekte vor und zeigten, mit wie viel Kreativität und Engagement sie an konkreten Herausforderungen der Stadt gearbeitet haben. Auch Oberbürgermeister Tilmann Fuchs ließ es sich nicht nehmen, vorbeizuschauen, den Jugendlichen zu gratulieren und sie ausdrücklich dazu zu ermutigen, sich weiter aktiv in die Gestaltung ihrer Stadt einzubringen.
Gemeinsam an echten Herausforderungen arbeiten
Zum ersten Mal wurden zu Beginn sogenannte „Challenges“ vorgestellt – konkrete Fragestellungen aus der Stadtverwaltung und aus der Lebenswelt von Jugendlichen. Diese wurden im Vorfeld gemeinsam mit verschiedenen Bereichen der Stadtverwaltung entwickelt.
Die Teilnehmenden konnten selbst entscheiden, ob sie an diesen Herausforderungen arbeiten oder eigene Ideen entwickeln möchten. So entstanden vielfältige Projekte, die zeigen: Jugendliche haben nicht nur Ideen – sie wollen auch Verantwortung übernehmen und aktiv etwas verändern.
Denn das ist der Kern eines jeden Hackathons: Probleme erkennen, Lösungen entwickeln – und dabei gemeinsam lernen (und natürlich auch Pizza essen).
Austausch und neue Impulse
Eine weitere Premiere war die Kooperation mit dem MÜNSTERHACK. Die erwachsenen Hackerinnen und Hacker trafen sich am Donnerstagabend im Digitallabor für ihr Nachtreffen – und die Jugendlichen hatten die Möglichkeit, ihre Ideen zu präsentieren und in den Austausch zu gehen.
So entstand eine Brücke zwischen den Generationen mit dem Ziel, die Ideen der Jugendlichen weiterzutragen. „Eine schöne Verzahnung von zwei Veranstaltungen, die ähnliche Ziele verfolgen. Ich bin beeindruckt von der Ideenvielfalt und dem technischen Talent der Jugendlichen. Das sind die ‚MSHACKies‘ der Zukunft!“, beschreibt MÜNSTERHACK Organisator Sebastian Köffer die Zusammenarbeit.
Programmieren, Tüfteln, Ausprobieren und Zusammenarbeiten
Viele Teilnehmende waren bereits zum wiederholten Mal dabei und konnten direkt in die Projektarbeit einsteigen. Gleichzeitig haben auch viele neue Gesichter frischen Wind und neue Perspektiven eingebracht und zum ersten Mal “Hackathon” Luft geschnuppert.
Unterstützt von Mentorinnen und Mentoren aus verschiedenen Fachrichtungen haben die Jugendlichen gelernt, wie aus einer Idee Schritt für Schritt ein funktionierender Prototyp wird – und wie wichtig Teamarbeit, Austausch und unterschiedliche Blickwinkel dabei sind.
Kreative Lösungen für die Stadt von morgen
Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen: Insgesamt 12 Teams präsentierten ihre Projekte – geprägt von Kreativität, technischem Know-how und einem klaren Blick für gesellschaftliche Herausforderungen.
So entwickelten Emil, Gabriel, Paul und Yari ein Spiel, das gezielt dazu motiviert, sich draußen mit Freundinnen und Freunden zu treffen – als Gegenentwurf zu rein digitalen Begegnungen.
Moritz und Paul widmeten sich dem Thema Lebensmittelverschwendung. Ihr „Smart Fridge“ ist ein Modul, so groß wie eine Milchpackung und hilft dabei, den Überblick über Vorräte zu behalten, schlägt Rezepte basierend auf den im Kühlschrank befindlichen Lebensmitteln vor und erstellt Einkaufslisten.
Das Team von „Smart Charge“ entwickelte eine smarte Parkbucht, die erkennt, ob ein Parkplatz belegt ist, wie lange noch geladen wird und sogar, ob dort ein Verbrenner-Fahrzeug steht, das dort nicht parken darf.
Diese und viele weitere Ideen zeigen, wie engagiert und lösungsorientiert junge Menschen an Themen wie Nachhaltigkeit, Zusammenleben und Stadtentwicklung herangehen.
Gemeinsam Stadt gestalten
„Für uns als Smart City Team der Stadt ist Hack your City weit mehr als ein Ferienprogramm. Es ist ein Ort, an dem junge Menschen erleben, dass ihre Ideen zählen – und dass sie die Zukunft ihrer Stadt aktiv mitgestalten können.” so Smart City Projektleiter Thomas Hollekamp.
Seida Bahtovic vom Digitallabor der Stadt ergänzt „Die Jugendlichen haben nicht nur technische Fähigkeiten erlernt, sondern auch erfahren, wie man im Team arbeitet, eigene Ideen weiterentwickelt, konkrete Lösungen für reale Herausforderungen findet und dass Scheitern ein selbstverständlicher und wichtiger Teil von Erfolg ist.”
Wir sagen Danke an alle Teilnehmenden, Mentorinnen und Mentoren, an das Team des Digitallabors und an die openSenseLab gGmbH für die großartige Zusammenarbeit.
Bundesförderprogramm Modellprojekte Smart Cities (MPSC)
„Hack your City“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der städtischen Stabsstellen Smart City und Digitale Bildung im Amt für Schule und Weiterbildung. Der Jugendhackathon ist eine Teilmaßnahme des Projektes „Stadt Labor“ und wird im Rahmen des Bundesprogramms „Modellprojekte Smart Cities“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert. Die Stadt Münster, Stabsstelle Smart City, wird bis 2026 insgesamt 11 Förderprojekte in diesem Zusammenhang umsetzen: Modellprojekte Smart Cities.

Mit freundlicher Unterstützung durch






























