Das war Hack your City 2026

Beim Jugendhackathon Hack your City haben 35 Jugendliche drei Tage lang intensiv an ihren Ideen, Prototypen und Pitches gearbeitet – mit viel Kreativität, Teamgeist und dem klaren Ziel, Lösungen für Herausforderungen in ihrer Stadt zu entwickeln.  

Den Abschluss bildete das gut besuchte Pitch-Event im Foyer der Fachhochschule. Hier stellten die Teams ihre Projekte vor und zeigten, mit wie viel Kreativität und Engagement sie an konkreten Herausforderungen der Stadt gearbeitet haben. Auch Oberbürgermeister Tilmann Fuchs ließ es sich nicht nehmen, vorbeizuschauen, den Jugendlichen zu gratulieren und sie ausdrücklich dazu zu ermutigen, sich weiter aktiv in die Gestaltung ihrer Stadt einzubringen. 

Gemeinsam an echten Herausforderungen arbeiten 

Zum ersten Mal wurden zu Beginn sogenannte „Challenges“ vorgestellt – konkrete Fragestellungen aus der Stadtverwaltung und aus der Lebenswelt von Jugendlichen. Diese wurden im Vorfeld gemeinsam mit verschiedenen Bereichen der Stadtverwaltung entwickelt. 

Die Teilnehmenden konnten selbst entscheiden, ob sie an diesen Herausforderungen arbeiten oder eigene Ideen entwickeln möchten. So entstanden vielfältige Projekte, die zeigen: Jugendliche haben nicht nur Ideen – sie wollen auch Verantwortung übernehmen und aktiv etwas verändern. 

Denn das ist der Kern eines jeden Hackathons: Probleme erkennen, Lösungen entwickeln – und dabei gemeinsam lernen (und natürlich auch Pizza essen). 

Austausch und neue Impulse 

Eine weitere Premiere war die Kooperation mit dem MÜNSTERHACK. Die erwachsenen Hackerinnen und Hacker trafen sich am Donnerstagabend im Digitallabor für ihr Nachtreffen – und die Jugendlichen hatten die Möglichkeit, ihre Ideen zu präsentieren und in den Austausch zu gehen. 

So entstand eine Brücke zwischen den Generationen mit dem Ziel, die Ideen der Jugendlichen weiterzutragen. „Eine schöne Verzahnung von zwei Veranstaltungen, die ähnliche Ziele verfolgen. Ich bin beeindruckt von der Ideenvielfalt und dem technischen Talent der Jugendlichen. Das sind die ‚MSHACKies‘ der Zukunft!“, beschreibt MÜNSTERHACK Organisator Sebastian Köffer die Zusammenarbeit. 

Programmieren, Tüfteln, Ausprobieren und Zusammenarbeiten 

Viele Teilnehmende waren bereits zum wiederholten Mal dabei und konnten direkt in die Projektarbeit einsteigen. Gleichzeitig haben auch viele neue Gesichter frischen Wind und neue Perspektiven eingebracht und zum ersten Mal “Hackathon” Luft geschnuppert. 

Unterstützt von Mentorinnen und Mentoren aus verschiedenen Fachrichtungen haben die Jugendlichen gelernt, wie aus einer Idee Schritt für Schritt ein funktionierender Prototyp wird – und wie wichtig Teamarbeit, Austausch und unterschiedliche Blickwinkel dabei sind.

Kreative Lösungen für die Stadt von morgen 

Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen: Insgesamt 12 Teams präsentierten ihre Projekte – geprägt von Kreativität, technischem Know-how und einem klaren Blick für gesellschaftliche Herausforderungen. 

So entwickelten Emil, Gabriel, Paul und Yari ein Spiel, das gezielt dazu motiviert, sich draußen mit Freundinnen und Freunden zu treffen – als Gegenentwurf zu rein digitalen Begegnungen. 

Moritz und Paul widmeten sich dem Thema Lebensmittelverschwendung. Ihr „Smart Fridge“ ist ein Modul, so groß wie eine Milchpackung und hilft dabei, den Überblick über Vorräte zu behalten, schlägt Rezepte basierend auf den im Kühlschrank befindlichen Lebensmitteln vor und erstellt Einkaufslisten. 
 
Das Team von „Smart Charge“ entwickelte eine smarte Parkbucht, die erkennt, ob ein Parkplatz belegt ist, wie lange noch geladen wird und sogar, ob dort ein Verbrenner-Fahrzeug steht, das dort nicht parken darf.  

Diese und viele weitere Ideen zeigen, wie engagiert und lösungsorientiert junge Menschen an Themen wie Nachhaltigkeit, Zusammenleben und Stadtentwicklung herangehen. 

Gemeinsam Stadt gestalten 

Für uns als Smart City Team der Stadt ist Hack your City weit mehr als ein Ferienprogramm. Es ist ein Ort, an dem junge Menschen erleben, dass ihre Ideen zählen – und dass sie die Zukunft ihrer Stadt aktiv mitgestalten können.” so Smart City Projektleiter Thomas Hollekamp. 

Seida Bahtovic vom Digitallabor der Stadt ergänzt „Die Jugendlichen haben nicht nur technische Fähigkeiten erlernt, sondern auch erfahren, wie man im Team arbeitet, eigene Ideen weiterentwickeltkonkrete Lösungen für reale Herausforderungen findet und dass Scheitern ein selbstverständlicher und wichtiger Teil von Erfolg ist.  

Wir sagen Danke an alle Teilnehmenden, Mentorinnen und Mentoren, an das Team des Digitallabors und an die openSenseLab gGmbH für die großartige Zusammenarbeit. 

 

 

Bundesförderprogramm Modellprojekte Smart Cities (MPSC)

„Hack your City“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der städtischen Stabsstellen Smart City und Digitale Bildung im Amt für Schule und Weiterbildung. Der Jugendhackathon ist eine Teilmaßnahme des Projektes „Stadt Labor“ und wird im Rahmen des Bundesprogramms „Modellprojekte Smart Cities“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert. Die Stadt Münster, Stabsstelle Smart City, wird bis 2026 insgesamt 11 Förderprojekte in diesem Zusammenhang umsetzen: Modellprojekte Smart Cities.

 

 

Mit freundlicher Unterstützung durch

 

 

 

 

Digitallabor der Stadt Münster
openSenseLab gGmbH

Erfolgreicher Infotag in der Stadtbücherei

Wie vielfältig, kreativ und verbindend digitales Engagement sein kann, hat unser erster Infotag Digitales Engagement eindrucksvoll gezeigt. In der Stadtbücherei Münster kamen am 17. Januar 2026 engagierte Menschen, Organisationen, Initiativen und neugierige Besucher*innen zusammen, um sich auszutauschen, voneinander zu lernen und neue Ideen zu entwickeln.

Fotos: Amt für Kommunikation / MünsterView / Witte


Reges Treiben an den Infoständen

Schon beim Ankommen wurde klar: Das Interesse am digitalen Ehrenamt ist groß. An den Infoständen wurde lebhaft diskutiert, gefragt, erklärt und vernetzt. Ehrenamtliche berichteten von ihren Erfahrungen, Organisationen stellten ihre digitalen Projekte vor – von Online-Patenschaften und digitaler Nachhilfe über Unterstützungsangebote für Senior*innen bis hin zu technisch geprägten Projekten rund um Open Data und Programmierung für den guten Zweck.

Was ist digitales Engagement?

Ein zentrales Thema des Tages war die Frage, was digitales Engagement eigentlich ausmacht. Schnell wurde deutlich: Digitales Engagement ist weit mehr als „Engagieren am Bildschirm“. Es schafft neue Zugänge, ermöglicht flexible Beteiligung und bringt Menschen mit ganz unterschiedlichen Fähigkeiten zusammen. Ob eine Stunde Zeit, spezielles Fachwissen oder einfach Lust auf Ausprobieren – digitales Engagement bietet viele Möglichkeiten, sich niedrigschwellig und wirksam einzubringen.

Spielerisch lernen

Ein besonderer Hingucker waren die Buzzer im Eingangsbereich, die fleißig gedrückt wurden. Spielerisch konnten Besucher*innen so erleben, wie einfach es sein kann, Daten zu erheben, sichtbar zu machen und gemeinsam zu nutzen. So wurde das Thema Open Data ganz praktisch und greifbar.

Im Maker-Space ging es kreativ und technisch zu: Das Jugendhackt Lab Münster zeigte, wie 3D-Modellierung, Coding und Robotik funktionieren – und wie junge Menschen mit digitalen Tools gesellschaftliche Fragen aufgreifen und eigene Lösungen entwickeln. Viele Besucher:innen nutzten die Gelegenheit, selbst Fragen zu stellen, Dinge auszuprobieren und neue Perspektiven kennenzulernen.

Nicht das letzte Mal

Besonders wertvoll war der offene Austausch: zwischen Generationen, zwischen Ehrenamt und Verwaltung, zwischen Technik und sozialem Engagement. Immer wieder ging es auch um die Frage, welche digitalen Projekte in Münster noch fehlen und welche Bedarfe es gibt – ein wichtiger Impuls für zukünftige Angebote und Kooperationen.

Unser Fazit: Der erste Infotag Digitales Engagement hat gezeigt, wie viel Potenzial in digitalem Ehrenamt steckt – und wie groß das Interesse ist, dieses Potenzial gemeinsam weiterzuentwickeln. Die vielen Gespräche, Ideen und Begegnungen machen Mut und Lust auf mehr.

Wir sind uns sicher: Das war nicht das letzte Event zum Thema digitales Engagement.
Vielen Dank an alle, die dabei waren, mitgedacht, mitdiskutiert und mitgemacht haben. Wir freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen – digital, analog oder beides zusammen.

Veranstaltungsseite: https://smartcity.ms/infotag-digitales-engagement/

Abfallfreie Quartiere

Im Rahmen des Projekts „Abfallfreie Quartiere“ werden smarte Lösungen zur Vermeidung von Abfall sowie für eine bessere Kommunikation zwischen Bürger*innen und den kommunalen Abfallwirtschaftsbetrieben (awm) erprobt, unter anderem im York-Quartier (Stadtteil Münster Gremmendorf). Damit werden ein möglichst ressourcenschonendes Leben im Quartier und ein effizienteres kommunales Entsorgungsmanagement möglich.

An zentralen Orten im Quartier werden smarte Sharing-Schränke installiert, die Leihgegenstände des alltäglichen Bedarfs (wie z. B. Bohrmaschinen, Teppichreiniger oder Sportgeräte) unkompliziert an Nutzer*innen ausgeben und ein leichtes Verschenken nicht mehr benötigter Gegenstände ermöglichen. Durch gemeinschaftliche Nutzung wird so Abfall vermieden.

Zudem werden Technologien zur besseren Interaktion zwischen Bewohner*innen und kommunalen Entsorgungsbetrieben erprobt. Dazu gehört die Ausweitung von Füllstands-Sensoren an öffentlichen Papierkörben und Elektroschrott-Behältern sowie die Erprobung von KI in der Erkennung von Störstoffen im Bioabfall. Dabei wird der Abfall bereits während der Schüttung in das Fahrzeug analysiert.

Mit Hilfe eines Kommunikations- und Sensibilisierungs-Konzeptes werden diese Lösungen transparent an die Menschen im Quartier kommuniziert. Ziel ist es, eine größtmögliche Akzeptanz der Erprobung und der beabsichtigten Verhaltensänderungen zu erreichen – bis hin zum ressourcenschonenden Konsum. Durch eine begleitende Untersuchung soll sowohl die Skalierung erfolgreicher Maßnahmen vor Ort als auch der mögliche Einsatz im ganzen Stadtgebiet und in weiteren Kommunen unterstützt werden.

Wussten Sie schon …?

„Abfallfreie Quartiere“ wird als sogenanntes Smart City-Fokusprojekt im Rahmen der „Modellprojekte Smart Cities“ vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert.

Digitale Beteiligung

Mit dem neuen digitalen Portal „Münster mitgestalten“ bündelt die Stadt ab sofort Beteiligungsangebote aus allen Ämtern und Einrichtungen an zentraler Stelle im Internet. Unter www.stadt-muenster.de/beteiligung finden Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Vereine vielfältige Möglichkeiten, sich aktiv an der Gestaltung ihrer Stadt zu beteiligen – digital, analog und hybrid. 

Das Portal ist ein Projekt der Smart City Münster und wurde im Auftrag des Rats von der Stadtverwaltung entwickelt. Es bietet eine Übersicht über alle Beteiligungsmöglichkeiten, die von der Stadt angeboten oder mitverantwortet werden – von Präsenzveranstaltungen bis hin zu digitalen Formaten. Digitale Beteiligungen erfolgen über die Plattform „Beteiligung NRW“. Hier können Interessierte verschiedene Themen kommentieren, über Vorschläge abstimmen, eigene Ideen einreichen oder sich für Veranstaltungen anmelden.

Hybrides Beteiligungsformat beim „Apostelgarten-Dialog“ 

Wie digitale und analoge Beteiligung ineinandergreifen, zeigt aktuell das „hybride“ Beteiligungsformat des „Apostelgarten-Dialogs“. Der Parkplatz an der Neubrückenstraße hatte sich vom 23. bis 27. Mai in einen grünen Aufenthaltsort verwandelt – mit Pflanzbeeten und Sitzmöbeln statt parkender Autos. Wer in diesem Zeitraum nicht vor Ort sein konnte, hat bis zum 8. Juni weiterhin die Möglichkeit, die Pläne online einzusehen und zu kommentieren.

Das neue Portal informiert sowohl über formelle Beteiligungsverfahren – etwa im Rahmen der Stadtplanung – als auch über informelle Formate wie Online-Umfragen, Reallabore im öffentlichen Raum oder interaktive Diskussionsforen. Neben aktuellen Projekten finden sich dort auch langfristige Themen wie das Programm „3.000 Fahrradstellplätze“, Beiträge zum Klimastadt-Vertrag oder Engagement-Möglichkeiten der Freiwilligenagentur. Zudem führt ein direkter Link zum „Mängelmelder“, über den Bürgerinnen und Bürger unkompliziert Hinweise oder Beschwerden an die Stadtverwaltung weitergeben können.

Bürgerbeteiligung verlässlich und transparent gestalten 

Ein zentrales Anliegen der Stadt ist es, Bürgerbeteiligung transparent, nachvollziehbar und für alle zugänglich zu gestalten. Grundlage der Beteiligungsstrategie sind die vom Rat beschlossenen Leitorientierungen für eine gute Öffentlichkeitsbeteiligung, die auch in Leichter Sprache verfügbar sind.

Mit dem neuen Portal geht Münster einen wichtigen Schritt in Richtung moderner, offener Verwaltung. In Zeiten von Klimawandel, Mobilitätswende und Wohnungsknappheit eröffnet „Münster mitgestalten“ neue Wege für eine aktive Mitwirkung der Stadtgesellschaft. Bereits bei der Entwicklung des Portals konnten Bürgerinnen und Bürger im Rahmen des Stadtforums „Lokale Demokratie stärken“ ihre Ideen einbringen. Ihre Anregungen wurden aufgenommen – und auch künftig sind Rückmeldungen (E-Mail: beteiligung@stadt-muenster.de) ausdrücklich erwünscht.

Weitere Informationen zum neuen Beteiligungsportal gibt es unter www.stadt-muenster.de/beteiligung.

Bild: Mit dem neuen digitalen Portal „Münster mitgestalten“ bündelt die Stadt ab sofort Beteiligungsangebote aus allen Ämtern und Einrichtungen an zentraler Stelle im Internet. Foto: Stadt Münster. Veröffentlichung mit dieser Pressemitteilung honorarfrei.

Diese Pressemeldung wurde Wort gleich am 28.05.2025 durch das Amt für Kommunikation der Stadt Münster veröffentlicht.
Pressemeldung Amt für Kommunikation