Wärmeschutz von Wohngebäuden: Freie Termine für kostenfreie Energieberatung

Für das kostenfreie Beratungsangebot zum Wärmeschutz von Eigenheimen im Rahmen der Auswertung der Thermografiebefliegung Münster gibt es aktuell wieder freie Termine.

Anfang des Jahres waren im Auftrag der Stadt Wärmebilder von Münsters Dachflächen erstellt und allen Hauseigentümern und Hauseigentümerinnen zur Verfügung gestellt worden. Bei der Interpretation des Wärmebildes, das Aufschluss darüber gibt, in welchem energetischen Zustand sich das jeweilige Dach befindet, helfen Experten und Expertinnen. Sie beraten auch zu verschiedenen Energiefragen rund um das Wohngebäude – etwa, ob eine energetische Sanierung des Daches notwendig und sinnvoll ist. Gerade im Sommer, wenn die Temperaturen steigen, bemerken viele Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer den schlechten energetischen Zustand ihres Wohngebäudes daran, dass sich das Gebäude sehr schnell aufheizt. Auch hier verschafft eine Dämmung von Dach und Außenwänden Abhilfe. Auch die Frage nach Alternativen zur Gas- oder Ölheizung ist aktueller denn je.

In der 30-minütigen Energieberatung geben die Berater und Beraterinnen bei Interesse einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten zur energetischen Sanierung und zum Heizungsaustausch. Dazu gibt es auch Tipps zum richtigen Vorgehen und zu den nächsten Schritten.

Gebucht werden können die kostenfreien Beratungstermine über das Online-Buchungsportal der Stadt Münster unter https://www.stadt-muenster.de/thermografiebefliegung.

Weitere Informationen zum Projekt Thermografiebefliegung Münster finden Sie auf unserer Projektseite.

Smart-City-Reallabor am Albersloher Weg startet

 Stadt und Stadtwerke testen neue Technologien auf P+R-Parkplatz 

Nachdem die Bagger am Park+Ride-Parkplatz Nieberding am Albersloher Weg verschwunden sind, sind zunächst nur kleinere Änderungen zu sehen. Neben einer modernen Beleuchtungsstele stechen die acht Ladeplätze für Elektroautos ins Auge. Dabei haben Stadt und Stadtwerke viel mehr neue Technologie installiert.  

„Wir möchten dort ausprobieren, wie wir Mobilstationen, Parkplätze und auch ganze Quartiere in Zukunft smart machen können und wie zuverlässig die Technik unter realen Bedingungen bereits ist“, sagt Stefan Kohake, Manager für IoT der Stadtwerke. Mit „Internet of Things“ (IoT) werden moderne, vernetzte Geräte bezeichnet, wie sie hier ausprobiert werden.

Das kommunale Unternehmen hat die Technik auf dem städtischen Parkplatz installiert und arbeitet dafür eng mit der Stadt Münster zusammen. „Bisher verknüpft der Parkplatz ‚nur‘ Auto und Bus. Wir wollen ausprobieren, wie Smart-City-Technik dieses Angebot optimieren bzw. erweitern kann. Die daraus abgeleiteten Erkenntnisse unterstützen die städtischen Pläne zur Mobilitätswende, zur Digitalisierung und für eine nachhaltige, integrierte Quartiers- bzw. Stadtentwicklung gleichermaßen“, sagt Dr. André Wolf, Leiter der Stabsstelle Smart City im Dezernat für Planung, Bau und Wirtschaft der Stadt Münster.  

Einige Parkplätze, darunter auch die barrierefreien Plätze, sind mit speziellen Sensoren ausgerüstet, die anzeigen, ob sie besetzt sind oder nicht. Beispielsweise können damit zukünftig Menschen mit Behinderung in einer App sehen, ob für sie reservierte Stellplätze frei sind. Zwei der Ladepunkte sind zudem besonders für Menschen im Rollstuhl optimiert. Herkömmliche Ladesäulen lassen sich zum Teil nur schwer aus dem Rollstuhl hinaus bedienen. „Wenn wir unseren Kundinnen und Kunden das Leben mit dem Einsatz neuer und innovativer Technologien erleichtern können, dann machen wir unseren Job richtig“, ist sich Fabian Röttgering, Innovationsmanager der Stadtwerke, sicher. In die Entwicklung eingeflossen sind die Erfahrungen von Thomas Walbaum, Schwerbehindertenvertreter bei den Stadtwerken.

Zudem zählen Kameras die ein- und ausfahrenden Autos, so dass die Anzahl freier Stellplätze im städtischen Parkleitsystem angezeigt werden kann. Eine weitere Kamera liefert Daten über die Verkehrsbewegungen auf dem Albersloher Weg. „Dabei wird dem Datenschutz jederzeit Rechnung getragen, Kennzeichen oder Gesichter werden nicht erfasst, die Bilder werden nach wenigen Sekunden wieder gelöscht“, so Wolf. Die Datenübertragung im Reallabor Smart City erfolgt überwiegend energie- und strahlungsarm mit LoRaWAN (Long Range Wide Area Network). Eine smarte Straßenlaterne mit WLAN, Abfalleimer, die ihren Füllstand automatisch an die Abfallwirtschaftsbetriebe (AWM) melden und diverse Umweltsensoren, die Bodenfeuchte, Wetter und Luftqualität ermitteln, runden das Angebot ab. Zukünftig sollen neben weiteren Smart City-Technologien weitere Angebote rund um geteilte Mobilität hinzukommen, zum Beispiel mit Leihrädern oder E-Scootern. Elektrisches Carsharing hat bereits heute eine Heimat im Reallabor gefunden. 

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Projektseite zum Smart City Reallabor.

Thermografiebefliegung: Schon mehr als 1000 Energieberatungen

Im Rahmen der Thermografiebefliegung sind bis Ostern 2022 bereits mehr als 1000 Energieberatungen durchgeführt worden. „Das sind mehr als 100 Beratungstermine pro Woche“, erläutert Marco Imberge von der städtischen Koordinierungsstelle für Klima und Energie (KLENKO). „Wir freuen uns darüber, dass die Termine so gut gebucht sind. Es zeigt, dass die Menschen in Münster an energetischen Fragestellungen sehr interessiert sind.“

Für die kostenfreien Einstiegs-Energieberatungen beauftragte die Stadt eine externe Beratungsfirma. Die telefonische Erst-Beratung richtet sich nach dem Zustand des Hausdaches und den daraus resultierenden Fragen der Kunden. Oftmals geht es über die Beratung zur Dachsanierungen hinaus, denn vielen Kund:innen interessieren sich auch für z. B. PV-Anlagen und das Thema Dachbegrünung.

Im Nachgang der rund halbstündigen Einstiegs-Energieberatungen bekommen die Interessenten eine zusammenfassende E-Mail zugeschickt, in der noch einmal mögliche nächste Schritte und Förderprogramme, aber auch Online-Informationsveranstaltungen zu energetischer Sanierung, Heizungserneuerung oder Photovoltaik aufgeführt werden.

Gebucht werden können die Termine über das Online-Buchungsprogramm der Stadt Münster. Die Beratungskapazitäten werden monatsweise kalkuliert und für den jeweiligen Folgemonat freigeschaltet.

Mehr Informationen gibt es auf den Projektseiten www.smartcity.ms und www.stadt-muenster.de/thermografiebefliegung

Zur Pressemeldung der Stadt Münster.

Thermografiebefliegung: Wärmebilder erfreuen sich großer Nachfrage

Über 41.500  Bescheide mit Zugangsdaten werden bis Mitte März verschickt, 30.000 Empfänger:innen haben den Brief bereits erhalten.

Im Januar 2021 überflog eine Propellermaschine im städtischen Auftrag das bebaute Gebiet von Münster und nahm mit einer Spezialkamera Wärmebilder von fast 120 000 münsterschen Dachflächen auf. „Die so sichtbar gemachten Oberflächentemperaturen geben Hinweise auf die Qualität der jeweiligen Dachdämmung und können Besitzer:innen von Immobilien wertvolle Anhaltspunkte für Einsparpotenziale und mögliche Energielecks geben“, erklärt Stadtbaurat Robin Denstorff. Die Ergebnisse sind in einem für die münstersche Thermografiebefliegung erstellten Webportal gelistet und stehen zum Herunterladen bereit unter: www.thermodatenabruf-muenster.de

 

Wurde das Bild im Sommer aufgenommen?

Die Stadtverwaltung haben nach der Thermografiebefliegung und dem Versand der ersten Anschreiben viele Fragen erreicht. Dr. André Wolf von Smart City Münster zur häufig gestellten Frage nach dem „gedoppelten“ Bild: „Die Wärmebilder wurden zur besseren Orientierung auf ein Luftbild gelegt. Es handelt sich also um unterschiedliches Kartenmaterial: Das Wärmebild des Hausdaches wurde im Rahmen der Thermografiebefliegung im Januar 2021 aufgenommen. Der Luftbild-Hintergrund stammt aus einer früheren Aufnahme im Frühsommer.“ So lasse sich das Haus besser wiedererkennen und in die Umgebung einordnen.

Über 41 500 Bescheide verschickt die Stadt seit Ende Januar im zweiwöchigen Rhythmus an Münsters Hausbesitzer:innen. „Bis Mitte März werden dann alle Immobilienbesitzende ihr Anschreiben und damit ihre Zugangsdaten zum Download ihrer Wärmebilder erhalten“, so Wolf. „Drei der insgesamt vier Versandaktionen sind schon gelaufen und das Interesse an den Wärmebildern ist sehr hoch. Gut die Hälfte der bereits angeschriebenen Haushalte haben ihr Wärmebild schon angeschaut.“

 

Liegt mein Haus im überflogenen Bereich?

In den beiden Flugnächten im Januar 2021 wurde nur das bebaute Stadtgebiet von Münster überflogen. „Vor allem die Eigentümer:innen in den Außenbereichen fragen sich, ob ihr Haus im überflogenen Bereich liegt“, weiß Norbert Dephoff vom städtischen Vermessungs- und Katasteramt. „Daher haben wir im Geoportal der Stadt eine Karte veröffentlicht, in der man seine Adresse eingeben kann und dann sieht, ob die Immobilie im überflogenen Bereich liegt.“ Die Karte ist online unter www.smartcity.ms/thermografiebefliegung abrufbar.

 

Warum wurde die Thermografiebefliegung durchgeführt?

Die Stadt Münster strebt an, bis zum Jahr 2030 klimaneutral zu werden. Daher bietet die Stadt an, auf Basis des persönlichen Wärmebildes einen Termin für eine kostenfreie Einstiegs-Energieberatung zu buchen, um gemeinsam den Schritt zu einer klimafreundlichen Stadt zu gehen. „Gebäudesanierungen sind ein bedeutender Beitrag für die Klimaneutralität. Daher freuen wir uns sehr, dass die Münsteranerinnen und Münsteraner diese Angebote so gut annehmen“, so Matthias Peck, Dezernent für Wohnungsversorgung, Immobilien und Nachhaltigkeit.  Zuschüsse für einzelne Sanierungsmaßnahmen, wie beispielsweise eine Dachsanierung, können mit bis zu 25 Prozent bezuschusst werden. Darüber hinaus können Förderzuschüsse von der Stadt Münster im Rahmen des Förderprogramms Klimafreundliche Wohngebäude beantragt werden.

 

Mehr Informationen finden Sie auf unseren Projektseiten: www.smartcity.ms und www.stadt-muenster.de

Weitere Standorte für den Leezenflow

Nach der erfolgreichen Pilotphase des Grüne-Welle-Assistenten für den Radverkehr hat der Hauptausschuss der Stadt Münster am Mittwoch (9. Februar) mehrheitlich beschlossen, dass im Rahmen des Förderprojektes „Modelkommune Smart Cities“ bis zu zehn weitere Leezenflow-Systeme in Münster geplant werden können.

Die digitalen Tafeln zeigen an, wie lange eine Ampelphase noch dauert, sodass Radfahrende ihre Geschwindigkeit anpassen können, um nicht so oft anhalten zu müssen. Zusätzlich zu weiteren Standorten wurde im Hauptausschuss einer weiteren Evaluation sowie Verbesserungen am Leezenflow-System zugestimmt.

 

Von der Idee zum Prototyp

Die Idee, den Radverkehr mit Hilfe digitaler Anzeigen im Fluss zu halten, entstand 2019 aus der Bürgerschaft im Rahmen der Veranstaltung Münsterhack und wurde von der städtischen Stabsstelle Smart City Münster weiterentwickelt. Der Leezenflow-Prototyp wurde am 17. Mai 2021 auf der Promenade vor der Kreuzung Hörstertor in Fahrtrichtung Zwinger installiert. Zeitgleich startete das Institut für Verkehrswissenschaft der Universität Münster im Auftrag der Stadt eine Evaluation am Pilotstandort. Diese Evaluation bestand aus einer Online-Umfrage sowie Verkehrsmessungen.

 

Ergebnisse der Evaluation liegen vor

Ein Ergebnis der Umfrage war, dass die Mehrheit der Nutzerinnen und Nutzer ihr Fahrverhalten so optimieren konnten, dass sie flüssiger über die Kreuzung kamen. Die Verkehrsmessung an der Ampel zeigte unter anderem, dass die Zahl der Anhaltevorgänge durch den Leezenflow reduziert wurde, so dass die Auswirkungen auf den Verkehrsfluss insgesamt positiv sind. Als eine mögliche Verbesserung schlugen die befragten Radfahrerinnen und Radfahrer vor, die Anzeige so zu verändern, dass die verbleibende Zeit der Ampelphase in Sekunden dargestellt wird, statt wie bislang grafisch mit einem roten oder grünen Balken.

 

Weitere Standorte

Der Hauptausschuss der Stadt Münster hat beschlossen, die Leezenflow-Systeme vorrangig an den Velorouten und an den zukünftigen Hauptrouten zu installieren. Er hat die Verwaltung beauftragt, fachlich geeignete Standorte zu identifizieren und eine Einbindung der Umlandgemeinden zu prüfen.

 

Leezenflow ist ein Smart City-Projekt

Das Leezenflow-System soll nicht nur den Verkehr voranbringen, sondern auch die digitale Stadtentwicklung. Es zeigt, wie aus einer Idee der Bürgerschaft eine Technik mit Freier Software wird, die bereits das Interesse anderer Kommunen geweckt hat.

Weitere Informationen zum Projekt sowie zur Evaluation stehen auf der Leezenflow-Projektseite.

Pressemeldung der Stadt Münster: https://www.muenster.de/pressemeldungen/web/frontend/output/ms-startseite/design/standard/page/1/show/1093820

Leezenflow wird positiv angenommen und steigert den Radkomfort

Seit Mai 2021 wird an Münsters Promenade der erste Prototyp Leezenflow, der Grüne-Welle-Assistent für den Radverkehr, getestet. Er soll Radfahrenden ermöglichen, ihre Fahrgeschwindigkeit entsprechend der Ampelphase anzupassen und somit einen besseren Verkehrsfluss für den Radverkehr ermöglichen. Reagieren Radfahrende mit entsprechenden Geschwindigkeitsanpassungen auf die Anzeige des Leezenflows, müssen diese weniger oft vor roten Ampeln anhalten und bleiben im Flow. Die Idee zum Leezenflow-System entstand 2019 aus der Bürgerschaft beim Münsterhack und wurde seitdem im Auftrag der Stadt Münster von der Stabsstelle Smart City im Sinne einer koproduktiven Stadtentwicklung weiterentwickelt.

 

Leezenflow im Echtzeit-Test

Die Evaluation

Verbunden mit der Testphase Leezenflow führte die Universität Münster, Institut für Verkehrswissenschaften (IVM), im Auftrag der Stadt Münster eine Evaluation durch, die aus zwei Teilen besteht: Im ersten Teil wurden die Ergebnisse der Online-Umfrage zur Zufriedenheit und Verständlichkeit unter den Nutzerinnen und Nutzern des Leezenflows dokumentiert. Für den zweiten Teil wurden umfangreiche Verkehrsmessungen sowohl direkt am Leezenflow (ca. 110 Meter vor der Ampelkreuzung) als auch am Knotenpunkt Hörstertor durchgeführt.

Mittlerweile ist die Evaluation abgeschlossen und die Ergebnisse stehen im Ratsinformationssystem der Stadt zum Download zur Verfügung. Außerdem lassen sich die Rohdaten, die im Zuge der Evaluation erstellt wurden, über den Publikationsserver der WWU herunterladen.

 

Überblick der Evaluations-Ergebnisse

Onlineumfrage

An der Onlineumfrage haben sich vom 17. Mai 2021 bis zum 14. Juni 2021 insgesamt 534 Menschen beteiligt. Im Folgenden bekommen Sie einen ersten Überblick, detailiertere Informationen stehen im Ergebnisbericht:

Verbesserung des Radfahrkomforts

Mehr als 75 % der Teilnehmenden geben an, dass der Leezenflow die Qualität des Radfahrens erhöht. Etwas mehr als jeder Zehnte möchte wegen des LeezenflowPrototyps sogar häufiger Fahrrad fahren.

Einfluss auf das Fahrverhalten

Ein großer Teil (72 %) der Umfrageteilnehmenden stellt einen Einfluss des Leezenflows auf ihr Fahrverhalten fest.

Verständlichkeit

Die Verständlichkeit des Leezenflows nach mehrmaligem Vorbeifahren wird von mehr als 70 % der Teilnehmenden mit gut oder sehr gut bewertet.

Sichtbarkeit

Die Sichtbarkeit des Leezenflows wird von mehr als 73 % als gut oder sehr gut bewertet. Die Entfernung des Leezenflows zur Ampel ist für fast 60 % optimal.

Verbesserungsvorschläge

Als Verbesserungsvorschläge für den Leezenflow wurde von den meisten Teilnehmenden (81 Personen) eine Sekundenanzeige gewünscht. Dazu passend
wünschen sich 25 Teilnehmende gerne noch weitere alternative Anzeigeformen. 55 Menschen möchten, dass das System besser erklärt wird. Eine Verbesserung der Positionierung bzw. Sichtbarkeit des Leezenflows (niedriger/größer/heller) schlagen 34 Teilnehmende vor.

Weiterentwicklung und RollOut

Die Installation von weiteren LeezenflowGeräten befürworten 77 % der Teilnehmenden. 268 Teilnehmende nennen dazu auch konkrete
Standortvorschläge.

 

Verkehrsmessungen

In einem Bereich von ca. 20 Metern vor und nach dem Leezenflow (also ca. 13090 Meter vor dem Knotenpunkt Hörstertor) wurden vom 19. Mai 2021 bis zum 1. Juli 2021 in unterschiedlichen
Messzeiträumen insgesamt 11.225 Radfahrende als Stichprobe beobachtet. Damit diese Stichprobe ein möglichst repräsentatives Abbild des gesamten Radverkehrs auf der Promenade darstellt, wurden die Messzeiträume sowohl auf unterschiedliche Tageszeiten und Wochentage als auch vermehrt in die Hauptverkehrszeiten gelegt. Bei den Messungen wurde darauf geachtet, wie häufig der
Leezenflow genutzt wurde, ob ein Einfluss auf das Fahrverhalten zu beobachten war und falls ja, wie das Fahrverhalten geändert wurde. Den kompleten Bericht finden Sie hier.

 

Zusammenfassung

Das Leezenflow-Projekt ist ein Pilotprojekt an der Schnittstelle von innovativer Technik und nachhaltiger Mobilität und verfolgt mehrere Ziele. In erster Linie soll Leezenflow den Radverkehrsfluss verbessern. Dies ist bereits mit dem ersten Prototyp gelungen: der Radfahrkomfort wurde nachweislich gesteigert. Zudem ist Leezenflow neben der beobachteten positiven verkehrlichen Wirkung sowohl ein wertschätzendes als auch wertgeschätztes Komfortangebot für Radfahrende. Leezenflow ist somit als werbende Maßnahme für den Radverkehr zu verstehen: Die Stadt Münster steigert den Radfahrkomfort durch Innovationen und lädt dadurch verstärkt zum Radfahren ein. Zur Projektseite Leezenflow

 

Open Source

Zusätzlich ist auch die komplette Bauanleitung des Leezenflows im Internet frei verfügbar. Wir freuen uns über Nachahmerinnen und Nachahmer und stehen für Fragen gerne zur Verfügung!

Thermografiebefliegung: Wärmebilder liegen vor

Klimaschutz aus der Luft: In zwei kalten Januarnächten des vergangenen Jahres hatte ein „Thermoflieger“ im Auftrag der Stadt mit einer Spezialkamera Wärmebilder von fast 120.000 münsterschen Dachflächen aufgenommen. Die so sichtbar gemachten Oberflächentemperaturen weisen die Qualität der jeweiligen Dachisolierung aus und können Hauseigentümer:innen wertvolle Hinweise auf Einsparpotenziale und mögliche Energielecks geben.

 

Wärmebilder können im Webportal heruntergeladen werden

Die Ergebnisse wurden nun in einem eigens für die münstersche Thermografiebefliegung erstellten Webportal gelistet und stehen allen Immobilienbesitzer:innen zum Herunterladen bereit: https://www.thermodatenabruf-muenster.de

Thermodaten-Abruf: Nach Eingabe der persönlichen Zugangsdaten kann das Wärmebild heruntergeladen werden.

 

Post von der Stadt Münster …

Über 41.500 Eigentümer:innen erhalten deshalb in den kommenden Wochen Post von der Stadt – enthalten ist ein individueller Zugriffscode für die eigene Gebäudebewertung, außerdem ein Angebot zur kostenfreien Energieberatung.

Oberbürgermeister Markus Lewe, Stadtbaurat Robin Denstorff und Nachhaltigkeitsdezernent Matthias Peck (v. l. n. r.) freuen sich, dass nun 41.511 Eigentümer:innen ihre Thermobilder herunterladen können. Foto: Stadt Münster / Michael Möller

Kostenfreie Einstiegs-Energieberatungen

Mit der Thermografieaufnahme und einer dazugehörigen Interpretationshilfe bekommen die Eigentümer:innen einen ersten Eindruck, ob eine energetische Sanierung für ihr Haus sinnvoll sein kann. Da die Stadt Münster von einem großen Interesse und erheblichen Beratungsbedarf ausgeht, wird zur Entzerrung die Post in vier Intervallen ab dem 24. Januar verschickt.

Um möglichst viele Termine anzubieten, wurde das bereits vorhandene Beratungskontingent deutlich aufgestockt. Aufgrund der zeitlichen gestaffelten Anschreiben braucht sich jedoch niemand sorgen, Fördermittel zu verpassen oder durch einen späteren Beratungstermin benachteiligt zu sein.

Schön wäre es, wenn möglichst viele das kostenfreie Einstiegs-Energieberatungsangebot der Stadt Münster nutzen und in der Folge ihr Haus sanieren. Denn nur gemeinsam können wir das Ziel der Klimaneutralität erreichen.

Informationen zum Projekt: smartcity.ms/thermografiebefliegung/ und stadt-muenster.de/thermografiebefliegung:

Zur Pressemeldung: https://www.muenster.de/pressemeldungen/web/frontend/output/ms-startseite/design/standard/page/1/show/1092449

Bilder der Thermografiebefliegung sind ausgewertet

Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer werden ab Anfang 2022 angeschrieben

Klimaschutz aus der Höhe: In zwei kalten Nächten Anfang des Jahres hatte ein „Thermoflieger“ im Auftrag der Stadt Spezialfotografien der münsterschen Dachlandschaft gemacht. Mithilfe dieser Wärmebilder werden Oberflächentemperaturen sichtbar gemacht – und lassen so auf die Qualität der Dachisolierung schließen. Gegebenenfalls können auch Wärmelecks, die auf Sanierungsbedarf hinweisen, aufgedeckt werden. Jetzt sind die Bilder ausgewertet.

Großes Interesse an Thermobildern wird erwartet

„Wir erwarten ein großes Interesse an den kostenfreien Wärmebildern – und verzeichnen auch schon erste Nachfragen“, sagt Dr. André Wolf, Leiter der Stabsstelle Smart City, die das Projekt bei der Stadt koordiniert.

Derzeit erstellt das mit der Befliegung und Auswertung beauftragte Unternehmen Hexagon ein Webportal, in dem die Bilder zur Verfügung gestellt werden. Anfang nächsten Jahres werden die Hauseigentümer:innen angeschrieben und darüber informiert, wie sie sich mit einem individuellen Zugangscode ins Webportal einloggen und das exklusive Bild herunterladen können. „Auf Basis der sehr anschaulichen Wärmebilder kann dann eine Einstiegsberatung zur energetischen Dach- und Haussanierung erfolgen“, so Wolf. Aus organisatorischen Gründen erfolgt der Versand der Informationsschreiben in mehreren Staffeln.

Wärmebild aufgenommen beim Flug über Münster am 30.01.2021

Energie-Beratungsangebot wird aufgestockt

Die städtische Koordinierungsstelle für Klima und Energie (Klenko) organisiert das externe Beratungsangebot. „Um möglichst viele Termine anzubieten, werden wir das Beratungskontingent entsprechend aufstocken“, sagt Marco Imberge von der Klenko. Er betont, dass sich niemand sorgen müsse, aufgrund der zeitlich gestaffelten Anschreiben Fördermittel zu verpassen oder durch einen späteren Beratungstermin benachteiligt zu sein.

Wie das bunte Bildmosaik aussieht und wie der komplexe Datensatz ausgewertet wurde, präsentierte jüngst Sven Schöbel, Projektleiter der Firma Hexagon aus Dänemark: „Wir haben die Einzelbilder zu einem großen Wärmebild für das Stadtgebiet Münster zusammengesetzt. Mittels eines Geländemodells wird das Wärmebild geometrisch entzerrt und mit den Daten des Liegenschaftskatasters verknüpft“, erklärt Schöbel. Durch die Anwendung von geographischen Informationssystemen wurde mit Unterstützung des städtischen Vermessungs- und Katasteramtes für jedes bebaute Grundstück bzw. für jedes Gebäude das jeweilige Wärmebild erstellt.

Fernwärmenetz der Stadtnetze Münster

Bei der Befliegung Anfang des Jahres wurden zugleich Aufnahmen des 125 Kilometer langen Fern- und Nahwärmenetzes der Stadtnetze Münster angefertigt. Erste Daten wurden bereits ausgewertet. „Das Wärmenetz wird in der Leitstelle zwar kontinuierlich überwacht, trotzdem zeigen uns die Aufnahmen unser Netz aus einer ganz neuen Perspektive“, so Jan Staymann von den Stadtnetzen Münster. „Die Daten helfen uns in der Planung dabei, das Netz mit Blick auf die langfristige Versorgungssicherheit und die Wärmewende weiterzuentwickeln.“

Warum wurde die Thermografiebefliegung durchgeführt?

Die Durchführung der Thermografiebefliegung im gesamten Stadtgebiet wurde im Rat der Stadt Münster im Jahr 2019 beschlossen. Sie ist eine von vielen Maßnahmen auf dem Weg zur Klimaneutralität bis zum Jahr 2030. Mit der Thermografiebefliegung soll die Stadtbevölkerung für energetische Fragestellungen sensibilisiert und die Eigentümerinnen und Eigentümer über Möglichkeiten der Energieeinsparung beraten werden.

Ausführliche Informationen zur Thermografiebefliegung finden Sie auf auf der Smart City-Projekthomepage und auf www.stadt-muenster.de/thermografiebefliegung

Hier geht’s zur Pressemeldung der Stadt Münster.

Smart City-Dashboard ist jetzt online

Daten sind die Basis für eine nachhaltige integrierte Stadtentwicklung im digitalen Zeitalter. Doch welche Daten sind relevant für eine Smart City? Eine Auswahl von Echzeitdaten aus Münster, die für eine nachhaltige Stadtentwicklung interessant sind, werden nun auf dem Smart City-Dashboard visualisiert: Fahrradzählstationen, Parkhäuser, Passantenfrequenzen sowie Umweltdaten von der Smart City senseBox und dem Aaseemonitoring werden dargestellt.

Das Smart City-Dashboard ist ein Informationsangebot der Stabsstelle Smart City Münster, angesiedelt im Dezernat für Planung, Bau und Wirtschaft der Stadt Münster. Echtzeitdaten, die in unterschiedlichen Themenbereichen der Stadtentwicklung durch die Stadt Münster und ihre Partner erhoben werden, werden hier dargestellt. Interaktive Zeitreihen erlauben erste Analysen der Daten.

Das Dashboard und das entsprechende Sensorennetzwerk sollen schrittweise weiter ausgebaut werden. Mit diesen Live-Daten kann künftig ein Überblick zum Beispiel über die Luftqualität, andere Umweltdaten oder Mobilitätsangebote gegeben werden. Auf Basis von Echtzeitdaten und interaktiven Zeitreihen lässt sich beispielsweise die Wirksamkeit von Maßnahmen im Stadtraum analysieren.

Die interaktive Kartendarstellung gibt Informationen über die jeweiligen Orte der Datensammlung. Informationen und Ansprechpartner zu den einzelnen Themen findet man bei einem Klick auf „Über die Daten“ bei der jeweiligen Themenkachel. Alle Daten sind als Offene Daten (Open Data) auch über das Open-Data-Portal der Stadt Münster für andere Zwecke verfügbar.

Die Software des Dashboards wurde von der münsterschen Firma re:edu entwickelt und ist als Freie Software (Open Source) zur Adaption, Verbesserung und Verbreitung frei verfügbar: Quelltext des Frontends, Quelltext des Backends

Hier geht’s zum Smart City-Dashboard.

Leezenflow hängt!

Seit wenigen Stunden hängt der Grüne-Welle-Assistent Leezenflow an der Promenade, Kreuzung Hörstertor! Damit werden die Radler:innen auf der Promenade nun dabei unterstützt, das richtige Tempo zu finden, um ohne Stopp bei Grün über die Ampel zu fahren. Die Idee und ein erster Prototyp wurden bereits im MÜNSTERHACK 2019 mit dem Zuschauerpreis prämiert. Jetzt freuen wir uns, dass dieses kollaborativ entwickelte Projekt in den Echt-Betrieb gehen kann — wasserdicht und mit Echtzeitdatenempfang von der Ampel.

Meinung mitteilen über die Online-Umfrage

Funktioniert der Leezenflow? Ist er verständlich? Hängt er im richtigen Abstand zur Ampel? Was könnte verbessert werden? Die Smart City Münster ist an Ihrer Meinung interessiert! Unter allen Teilnehmer:innen werden Preise verlost, mitmachen lohnt sich also doppelt! [Nachtrag, 14.06.21: Bis zum 12. Juni 2021 war die Umfrage online, nun ist der Link nicht mehr aktiv. Die Evaluation geht aber noch weiter.]

Die Online-Umfrage ist Teil einer wissenschaftlichen Evaluation durch die Universität Münster, die klären soll, ob der Leezenflow das hält, was er verspricht: Einen verbesserten Radverkehrsfluss und eine erhöhte Radverkehrssicherheit. Wenn Leezenflow den Radfahrkomfort erhöht, plant die Stadt Münster weitere Geräte an andere Ampelkreuzungen anzubringen.

Kollaboratives Projekt

Die Stadt Münster hat Leezenflow in Zusammenarbeit mit dem Projekt-Team des MÜNSTERHACKS 2019 weiterentwickelt. Code for Münster und die bCyber UG haben die technische Umsetzung übernommen, die Fachstelle Verkehrsmanagement und Smart Mobility im Amt für Mobilität und Tiefbau hat Expertise im Bereich der Ampeltechnik beigesteuert. Die Firma swarco, von der die Ampelanlage am Hörstertor stammt, hat Technik geliefert und stand mit Rat und Tat zur Seite. Das Design des Leezenflows wurde von Magdalena Schmitz und Leonie Winkelmann im Rahmen ihrer Bachelorarbeit an der Münster School of Design (FH Münster) entworfen. Weil es sich bei der Promenade um einen denkmalgeschützten Ort handelt, ist hier besonders viel Wert auf die Gestaltung gelegt worden.

Projektteam Leezenflow beim Release am 17.05.21. Foto: Stadt Münster, Meike Reiners

Um die Kollaboration weiter zu fördern, wird die Bauanleitung des Leezenflows in Kürze komplett zum (nicht-kommerziellen) Nachbau für alle verfügbar sein.

Weitere Informationen finden sich auf unserer Leezenflow-Projektseite.