Weitere Standorte für den Leezenflow

Nach der erfolgreichen Pilotphase des Grüne-Welle-Assistenten für den Radverkehr hat der Hauptausschuss der Stadt Münster am Mittwoch (9. Februar) mehrheitlich beschlossen, dass im Rahmen des Förderprojektes „Modelkommune Smart Cities“ bis zu zehn weitere Leezenflow-Systeme in Münster geplant werden können.

Die digitalen Tafeln zeigen an, wie lange eine Ampelphase noch dauert, sodass Radfahrende ihre Geschwindigkeit anpassen können, um nicht so oft anhalten zu müssen. Zusätzlich zu weiteren Standorten wurde im Hauptausschuss einer weiteren Evaluation sowie Verbesserungen am Leezenflow-System zugestimmt.

 

Von der Idee zum Prototyp

Die Idee, den Radverkehr mit Hilfe digitaler Anzeigen im Fluss zu halten, entstand 2019 aus der Bürgerschaft im Rahmen der Veranstaltung Münsterhack und wurde von der städtischen Stabsstelle Smart City Münster weiterentwickelt. Der Leezenflow-Prototyp wurde am 17. Mai 2021 auf der Promenade vor der Kreuzung Hörstertor in Fahrtrichtung Zwinger installiert. Zeitgleich startete das Institut für Verkehrswissenschaft der Universität Münster im Auftrag der Stadt eine Evaluation am Pilotstandort. Diese Evaluation bestand aus einer Online-Umfrage sowie Verkehrsmessungen.

 

Ergebnisse der Evaluation liegen vor

Ein Ergebnis der Umfrage war, dass die Mehrheit der Nutzerinnen und Nutzer ihr Fahrverhalten so optimieren konnten, dass sie flüssiger über die Kreuzung kamen. Die Verkehrsmessung an der Ampel zeigte unter anderem, dass die Zahl der Anhaltevorgänge durch den Leezenflow reduziert wurde, so dass die Auswirkungen auf den Verkehrsfluss insgesamt positiv sind. Als eine mögliche Verbesserung schlugen die befragten Radfahrerinnen und Radfahrer vor, die Anzeige so zu verändern, dass die verbleibende Zeit der Ampelphase in Sekunden dargestellt wird, statt wie bislang grafisch mit einem roten oder grünen Balken.

 

Weitere Standorte

Der Hauptausschuss der Stadt Münster hat beschlossen, die Leezenflow-Systeme vorrangig an den Velorouten und an den zukünftigen Hauptrouten zu installieren. Er hat die Verwaltung beauftragt, fachlich geeignete Standorte zu identifizieren und eine Einbindung der Umlandgemeinden zu prüfen.

 

Leezenflow ist ein Smart City-Projekt

Das Leezenflow-System soll nicht nur den Verkehr voranbringen, sondern auch die digitale Stadtentwicklung. Es zeigt, wie aus einer Idee der Bürgerschaft eine Technik mit Freier Software wird, die bereits das Interesse anderer Kommunen geweckt hat.

Weitere Informationen zum Projekt sowie zur Evaluation stehen auf der Leezenflow-Projektseite.

Pressemeldung der Stadt Münster: https://www.muenster.de/pressemeldungen/web/frontend/output/ms-startseite/design/standard/page/1/show/1093820

Leezenflow wird positiv angenommen und steigert den Radkomfort

Seit Mai 2021 wird an Münsters Promenade der erste Prototyp Leezenflow, der Grüne-Welle-Assistent für den Radverkehr, getestet. Er soll Radfahrenden ermöglichen, ihre Fahrgeschwindigkeit entsprechend der Ampelphase anzupassen und somit einen besseren Verkehrsfluss für den Radverkehr ermöglichen. Reagieren Radfahrende mit entsprechenden Geschwindigkeitsanpassungen auf die Anzeige des Leezenflows, müssen diese weniger oft vor roten Ampeln anhalten und bleiben im Flow. Die Idee zum Leezenflow-System entstand 2019 aus der Bürgerschaft beim Münsterhack und wurde seitdem im Auftrag der Stadt Münster von der Stabsstelle Smart City im Sinne einer koproduktiven Stadtentwicklung weiterentwickelt.

 

Leezenflow im Echtzeit-Test

Die Evaluation

Verbunden mit der Testphase Leezenflow führte die Universität Münster, Institut für Verkehrswissenschaften (IVM), im Auftrag der Stadt Münster eine Evaluation durch, die aus zwei Teilen besteht: Im ersten Teil wurden die Ergebnisse der Online-Umfrage zur Zufriedenheit und Verständlichkeit unter den Nutzerinnen und Nutzern des Leezenflows dokumentiert. Für den zweiten Teil wurden umfangreiche Verkehrsmessungen sowohl direkt am Leezenflow (ca. 110 Meter vor der Ampelkreuzung) als auch am Knotenpunkt Hörstertor durchgeführt.

Mittlerweile ist die Evaluation abgeschlossen und die Ergebnisse stehen im Ratsinformationssystem der Stadt zum Download zur Verfügung. Außerdem lassen sich die Rohdaten, die im Zuge der Evaluation erstellt wurden, über den Publikationsserver der WWU herunterladen.

 

Überblick der Evaluations-Ergebnisse

Onlineumfrage

An der Onlineumfrage haben sich vom 17. Mai 2021 bis zum 14. Juni 2021 insgesamt 534 Menschen beteiligt. Im Folgenden bekommen Sie einen ersten Überblick, detailiertere Informationen stehen im Ergebnisbericht:

Verbesserung des Radfahrkomforts

Mehr als 75 % der Teilnehmenden geben an, dass der Leezenflow die Qualität des Radfahrens erhöht. Etwas mehr als jeder Zehnte möchte wegen des LeezenflowPrototyps sogar häufiger Fahrrad fahren.

Einfluss auf das Fahrverhalten

Ein großer Teil (72 %) der Umfrageteilnehmenden stellt einen Einfluss des Leezenflows auf ihr Fahrverhalten fest.

Verständlichkeit

Die Verständlichkeit des Leezenflows nach mehrmaligem Vorbeifahren wird von mehr als 70 % der Teilnehmenden mit gut oder sehr gut bewertet.

Sichtbarkeit

Die Sichtbarkeit des Leezenflows wird von mehr als 73 % als gut oder sehr gut bewertet. Die Entfernung des Leezenflows zur Ampel ist für fast 60 % optimal.

Verbesserungsvorschläge

Als Verbesserungsvorschläge für den Leezenflow wurde von den meisten Teilnehmenden (81 Personen) eine Sekundenanzeige gewünscht. Dazu passend
wünschen sich 25 Teilnehmende gerne noch weitere alternative Anzeigeformen. 55 Menschen möchten, dass das System besser erklärt wird. Eine Verbesserung der Positionierung bzw. Sichtbarkeit des Leezenflows (niedriger/größer/heller) schlagen 34 Teilnehmende vor.

Weiterentwicklung und RollOut

Die Installation von weiteren LeezenflowGeräten befürworten 77 % der Teilnehmenden. 268 Teilnehmende nennen dazu auch konkrete
Standortvorschläge.

 

Verkehrsmessungen

In einem Bereich von ca. 20 Metern vor und nach dem Leezenflow (also ca. 13090 Meter vor dem Knotenpunkt Hörstertor) wurden vom 19. Mai 2021 bis zum 1. Juli 2021 in unterschiedlichen
Messzeiträumen insgesamt 11.225 Radfahrende als Stichprobe beobachtet. Damit diese Stichprobe ein möglichst repräsentatives Abbild des gesamten Radverkehrs auf der Promenade darstellt, wurden die Messzeiträume sowohl auf unterschiedliche Tageszeiten und Wochentage als auch vermehrt in die Hauptverkehrszeiten gelegt. Bei den Messungen wurde darauf geachtet, wie häufig der
Leezenflow genutzt wurde, ob ein Einfluss auf das Fahrverhalten zu beobachten war und falls ja, wie das Fahrverhalten geändert wurde. Den kompleten Bericht finden Sie hier.

 

Zusammenfassung

Das Leezenflow-Projekt ist ein Pilotprojekt an der Schnittstelle von innovativer Technik und nachhaltiger Mobilität und verfolgt mehrere Ziele. In erster Linie soll Leezenflow den Radverkehrsfluss verbessern. Dies ist bereits mit dem ersten Prototyp gelungen: der Radfahrkomfort wurde nachweislich gesteigert. Zudem ist Leezenflow neben der beobachteten positiven verkehrlichen Wirkung sowohl ein wertschätzendes als auch wertgeschätztes Komfortangebot für Radfahrende. Leezenflow ist somit als werbende Maßnahme für den Radverkehr zu verstehen: Die Stadt Münster steigert den Radfahrkomfort durch Innovationen und lädt dadurch verstärkt zum Radfahren ein. Zur Projektseite Leezenflow

 

Open Source

Zusätzlich ist auch die komplette Bauanleitung des Leezenflows im Internet frei verfügbar. Wir freuen uns über Nachahmerinnen und Nachahmer und stehen für Fragen gerne zur Verfügung!

Thermografiebefliegung: Wärmebilder liegen vor

Klimaschutz aus der Luft: In zwei kalten Januarnächten des vergangenen Jahres hatte ein „Thermoflieger“ im Auftrag der Stadt mit einer Spezialkamera Wärmebilder von fast 120.000 münsterschen Dachflächen aufgenommen. Die so sichtbar gemachten Oberflächentemperaturen weisen die Qualität der jeweiligen Dachisolierung aus und können Hauseigentümer:innen wertvolle Hinweise auf Einsparpotenziale und mögliche Energielecks geben.

 

Wärmebilder können im Webportal heruntergeladen werden

Die Ergebnisse wurden nun in einem eigens für die münstersche Thermografiebefliegung erstellten Webportal gelistet und stehen allen Immobilienbesitzer:innen zum Herunterladen bereit: https://www.thermodatenabruf-muenster.de

Thermodaten-Abruf: Nach Eingabe der persönlichen Zugangsdaten kann das Wärmebild heruntergeladen werden.

 

Post von der Stadt Münster …

Über 41.500 Eigentümer:innen erhalten deshalb in den kommenden Wochen Post von der Stadt – enthalten ist ein individueller Zugriffscode für die eigene Gebäudebewertung, außerdem ein Angebot zur kostenfreien Energieberatung.

Oberbürgermeister Markus Lewe, Stadtbaurat Robin Denstorff und Nachhaltigkeitsdezernent Matthias Peck (v. l. n. r.) freuen sich, dass nun 41.511 Eigentümer:innen ihre Thermobilder herunterladen können. Foto: Stadt Münster / Michael Möller

Kostenfreie Einstiegs-Energieberatungen

Mit der Thermografieaufnahme und einer dazugehörigen Interpretationshilfe bekommen die Eigentümer:innen einen ersten Eindruck, ob eine energetische Sanierung für ihr Haus sinnvoll sein kann. Da die Stadt Münster von einem großen Interesse und erheblichen Beratungsbedarf ausgeht, wird zur Entzerrung die Post in vier Intervallen ab dem 24. Januar verschickt.

Um möglichst viele Termine anzubieten, wurde das bereits vorhandene Beratungskontingent deutlich aufgestockt. Aufgrund der zeitlichen gestaffelten Anschreiben braucht sich jedoch niemand sorgen, Fördermittel zu verpassen oder durch einen späteren Beratungstermin benachteiligt zu sein.

Schön wäre es, wenn möglichst viele das kostenfreie Einstiegs-Energieberatungsangebot der Stadt Münster nutzen und in der Folge ihr Haus sanieren. Denn nur gemeinsam können wir das Ziel der Klimaneutralität erreichen.

Informationen zum Projekt: smartcity.ms/thermografiebefliegung/ und stadt-muenster.de/thermografiebefliegung:

Zur Pressemeldung: https://www.muenster.de/pressemeldungen/web/frontend/output/ms-startseite/design/standard/page/1/show/1092449

Bürgerumfrage 2021 mit Smart City

Schwerpunkte der Bürgerumfrage 2021 sind Fragen zur Innenstadt, Wohnen und Smart City Münster.

Die Stadt Münster setzt auf die Meinung der Bürgerinnen und Bürger: Wie gefällt Ihnen die Innenstadt von Münster? Können Sie sich vorstellen, im Alter aus einer großen in eine kleinere Wohnung umzuziehen? Wie wichtig finden Sie den Einsatz von Digitalisierung für eine zukunftsfähige, nachhaltige Stadtentwicklung hin zur Smart City?

Diese und weitere Fragen stellt die Bürgerumfrage 2021. Über 10 000 Fragebögen werden in diesen Tagen an zufällig ausgewählte Personen verschickt. Oberbürgermeister Markus Lewe hofft auf einen hohen Rücklauf, dienen die Ergebnisse der Umfrage doch der Gestaltung der Lebensbedingungen in der Stadt. Insbesondere die Innenstadt steht vor vielfältigen Herausforderungen.

Die Umfrage kann auf zwei Wegen beantwortet werden. Zum einen schriftlich und auf dem Postweg, zum anderen mit einem individuellen Online-Code am PC oder Smartphone.

Die Teilnahme an der Bürgerumfrage ist freiwillig. Was zählt, ist ein möglichst vollständiger Rücklauf, denn jede einzelne Antwort erhöht die Aussagekraft dieser Umfrage. Alle Beiträge werden anonym ausgewertet und anschließend für Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit aufbereitet.

Ausführliche Informationen gibt es in der Pressemeldung der Stadt Münster.

Idee aus #MSHACK20: Datenbank zu Geschichts-Forschungsergebnissen ist online!

Stadtgeschichte schreiben, das ist eigentlich Sache der Historiker. In Münster erhalten sie seit fast 50 Jahren regelmäßig Unterstützung von zahlreichen Schüler:innen, die im Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten die Geschichte ihrer Stadt erforschen. Den Anstoß für die Zusammenarbeit gab der „MünsterHack 2020“, bei dem Mitarbeitende von Stadtarchiv und Geschichtsdidaktik ihre Daten zu den Forschungen der Schülerinnen und Schüler einbrachten. Dieser erste Aufschlag wurde mit Unterstützung von Dr. Armin Stein (ECRIS) und Studierenden der Wirtschaftsinformatik über ein Jahr lang weiterentwickelt.

„Innovatives digitales Werkzeug“

Über 1700 Beiträge zum Geschichtswettbewerb sind im Lesesaal des Stadtarchivs archiviert. Diese Arbeiten wurden gesichtet, systematisiert und dokumentiert, so dass die Themen nun online leicht durchsucht werden können. Außerdem wurden die Orte, zu denen bereits geforscht wurde, in einem digitalen Stadtplan markiert.

Dass aus dieser Dokumentation schließlich eine allgemein zugängliche Online-Datenbank wurde, ist einer ungewöhnlichen Kooperation zu verdanken: Stadtarchiv und Institut für Didaktik der Geschichte haben dafür mit dem European Research Center for Information Systems (ERCIS) am Institut für Wirtschaftsinformatik der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) zusammengearbeitet.

Auf einer interaktive Karte stellt das neue Online-Angebot die von Schülerinnen und Schülern erforschten Orte in Münster dar. Foto: Stadt Münster.

Open Data und Open Source

Dieses Projekt zeigt anschaulich, wie die modernen Prinzipien Open Data und Open Source neue Kooperationsmöglichkeiten zwischen Wissenschaft, Verwaltungswelt und Zivilgesellschaft ermöglichen. Durch den einfachen, freien Zugang zu Informationen aus dem Stadtarchiv ist eine neue Form der Partizipation entstanden. Mit einem pragmatischen Ansatz und der Zusammenarbeit auf Arbeitsebene wurde ein spannender Mehrwert für geschichtsinteressierte Münsteraner Bürger geschaffen.

 

Die Ergebnisse können jetzt über die Startseite des Stadtarchivs (www.stadt-muenster.de/archiv) oder direkt über www.geschichtswettbewerb-ms.de recherchiert werden.

Ausführliche Informationen finden Sie in der Pressemeldung der Stadt Münster.

Bilder der Thermografiebefliegung sind ausgewertet

Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer werden ab Anfang 2022 angeschrieben

Klimaschutz aus der Höhe: In zwei kalten Nächten Anfang des Jahres hatte ein „Thermoflieger“ im Auftrag der Stadt Spezialfotografien der münsterschen Dachlandschaft gemacht. Mithilfe dieser Wärmebilder werden Oberflächentemperaturen sichtbar gemacht – und lassen so auf die Qualität der Dachisolierung schließen. Gegebenenfalls können auch Wärmelecks, die auf Sanierungsbedarf hinweisen, aufgedeckt werden. Jetzt sind die Bilder ausgewertet.

Großes Interesse an Thermobildern wird erwartet

„Wir erwarten ein großes Interesse an den kostenfreien Wärmebildern – und verzeichnen auch schon erste Nachfragen“, sagt Dr. André Wolf, Leiter der Stabsstelle Smart City, die das Projekt bei der Stadt koordiniert.

Derzeit erstellt das mit der Befliegung und Auswertung beauftragte Unternehmen Hexagon ein Webportal, in dem die Bilder zur Verfügung gestellt werden. Anfang nächsten Jahres werden die Hauseigentümer:innen angeschrieben und darüber informiert, wie sie sich mit einem individuellen Zugangscode ins Webportal einloggen und das exklusive Bild herunterladen können. „Auf Basis der sehr anschaulichen Wärmebilder kann dann eine Einstiegsberatung zur energetischen Dach- und Haussanierung erfolgen“, so Wolf. Aus organisatorischen Gründen erfolgt der Versand der Informationsschreiben in mehreren Staffeln.

Wärmebild aufgenommen beim Flug über Münster am 30.01.2021

Energie-Beratungsangebot wird aufgestockt

Die städtische Koordinierungsstelle für Klima und Energie (Klenko) organisiert das externe Beratungsangebot. „Um möglichst viele Termine anzubieten, werden wir das Beratungskontingent entsprechend aufstocken“, sagt Marco Imberge von der Klenko. Er betont, dass sich niemand sorgen müsse, aufgrund der zeitlich gestaffelten Anschreiben Fördermittel zu verpassen oder durch einen späteren Beratungstermin benachteiligt zu sein.

Wie das bunte Bildmosaik aussieht und wie der komplexe Datensatz ausgewertet wurde, präsentierte jüngst Sven Schöbel, Projektleiter der Firma Hexagon aus Dänemark: „Wir haben die Einzelbilder zu einem großen Wärmebild für das Stadtgebiet Münster zusammengesetzt. Mittels eines Geländemodells wird das Wärmebild geometrisch entzerrt und mit den Daten des Liegenschaftskatasters verknüpft“, erklärt Schöbel. Durch die Anwendung von geographischen Informationssystemen wurde mit Unterstützung des städtischen Vermessungs- und Katasteramtes für jedes bebaute Grundstück bzw. für jedes Gebäude das jeweilige Wärmebild erstellt.

Fernwärmenetz der Stadtnetze Münster

Bei der Befliegung Anfang des Jahres wurden zugleich Aufnahmen des 125 Kilometer langen Fern- und Nahwärmenetzes der Stadtnetze Münster angefertigt. Erste Daten wurden bereits ausgewertet. „Das Wärmenetz wird in der Leitstelle zwar kontinuierlich überwacht, trotzdem zeigen uns die Aufnahmen unser Netz aus einer ganz neuen Perspektive“, so Jan Staymann von den Stadtnetzen Münster. „Die Daten helfen uns in der Planung dabei, das Netz mit Blick auf die langfristige Versorgungssicherheit und die Wärmewende weiterzuentwickeln.“

Warum wurde die Thermografiebefliegung durchgeführt?

Die Durchführung der Thermografiebefliegung im gesamten Stadtgebiet wurde im Rat der Stadt Münster im Jahr 2019 beschlossen. Sie ist eine von vielen Maßnahmen auf dem Weg zur Klimaneutralität bis zum Jahr 2030. Mit der Thermografiebefliegung soll die Stadtbevölkerung für energetische Fragestellungen sensibilisiert und die Eigentümerinnen und Eigentümer über Möglichkeiten der Energieeinsparung beraten werden.

Ausführliche Informationen zur Thermografiebefliegung finden Sie auf auf der Smart City-Projekthomepage und auf www.stadt-muenster.de/thermografiebefliegung

Hier geht’s zur Pressemeldung der Stadt Münster.

Designkiosk K67 wird Anlaufpunkt für Bürgerbeteiligung

Seit Mitte Juni findet sich ein kleiner roter Kiosk im Stadthaus 3 am Albersloher Weg. Der sogenannte K67 ist ein Kiosk, der 1966 vom slowenischen Architekten und Designer Saša J. Mächtig entworfen wurde. Dr. Ansgar Buschmann hat der Stadt Münster jetzt eines der seltenen Exemplare als Dauerleihgabe überlassen.

Bis zum Produktionsstopp 1999 fanden die fast 7.500 hergestellten Einheiten verschiedene Einsatzmöglichkeiten, wie beispielsweise als Zeitungs- oder Ticketverkaufsstand, Snackbude oder Polizeistation. Mit dem Zusammenbruch der sozialistischen Staaten im Osten und Südosten Europas verschwand der K67 jedoch zusehends aus der Öffentlichkeit.

 

Bürgerbeteiligung im Designobjekt

„Wir bringen den Design-Kiosk zurück in die Öffentlichkeit und haben uns zudem eine ganz besondere Einsatzvariante für Münster überlegt“, freut sich Stadtbaurat Robin Denstorff über die hochwertige Leihgabe. „Der K67 wird im Rahmen von Stadtentwicklungsprozessen für die Bürgerbeteiligung eingesetzt, das heißt er taucht als eine Art Markenzeichen für Bürgerbeteiligung immer wieder an verschiedenen Orten auf, um die Münsteranerinnen und Münsteraner dazu einzuladen, sich zu beteiligen“, verrät Denstorff. „Das ist eine ganz besondere, smarte Art Bürger zu beteiligen und dabei Design im öffentlichen Raum zu präsentieren und zu erleben.“

Für die Zeit, in der der Kiosk nicht im Einsatz ist, steht er neben der alten Straßenbahn im gläsernen Foyer des Stadthauses 3.

Der K67, ein Kiosk im zeitlosen Design und doch ein Kind seiner Zeit: Bernadette Spinnen, Leiterin Münster Marketing, Stadtbaurat Robin Denstorff, Leihgeber Dr. Ansgar Buschmann und André Wolf, Leiter Stabsstelle Smart City (v.l.) sind sich einig in ihrer Freude über den smarten Kiosk, der so gut nach Münster passt.. Foto: Amt für Kommunikation / MünsterView, H. Witte

„Der K67 ist in der Sammlung des Museum of Modern Art in New York zu bewundern und jetzt auch in Münster – ein sehr guter Platz für dieses einzigartige Designobjekt“, freut sich Dr. Ansgar Buschmann, von Büroorganisation Buschmann, der den K67 der Stadt als Leihgabe zur Verfügung gestellt hat. „Die Idee, ihn für die Bürgerbeteiligung einzusetzen, ist perfekt. Der K67 wurde in der Vergangenheit bereits für unterschiedlichste Formate genutzt, daher freue ich mich sehr, dass er nun dem Dialog in der Stadt zu Gute kommt.“

 

Der K67 in und für Münster

2020 erwarb Dr. Ansgar Buschmann ein sehr seltenes, vollständig restauriertes Exemplar des K67 und brachte es nach Münster. Der Kiosk fand seinen Platz in seinem abc.k67 ConceptStore am Roggenmarkt in der Innenstadt von Münster und war dort neben zahlreichen weiteren Designobjekten zu bestaunen. Im Frühjahr 2021 machten lange geplante Umbaumaßnahmen den Umzug des K67 unumgänglich. Buschmann war von Anfang an daran interessiert, den K67 in einer „guten Nutzung“ zu wissen, die öffentlich zugänglich ist. Mit der Schlüsselübergabe Ende Juni ging der K67 als Dauerleihgabe in die Hände der Stadt Münster über. Der Kiosk wurde im Stadthaus 3 untergebracht, von wo aus er Bestandteil von Veranstaltungen werden soll. Das Anwendungsfeld ist dabei klar definiert. An einem Kiosk kommen Menschen zusammen, tauschen sich aus, informieren und vernetzen sich. Dieses Prinzip möchte die Stadt Münster mit dem K67 aufgreifen und ihren Bürgerinnen und Bürgern einen Ort für Beteiligung bieten, an dem Informationen zu unterschiedlichen Entwicklungen in der Stadt präsentiert und erlebbar gemacht werden. So soll der kleine rote Kiosk immer wieder an unterschiedlichen Orten in der gesamten Stadt auftauchen und ein Informationsangebot bieten. Durch seine Designsprache verkörpert er dabei eine sehr gute Symbiöse aus zeitloser Modernität und Dialog, weshalb sich das Objekt auch in verschiedenen bedeutenden Sammlungen von Designobjekten wiederfindet. Aktuell werden von Kolleginnen und Kollegen aus dem Dezernat für Planung, Bau und Wirtschaft die ersten Einsätze des K67 geplant und schon bald wird der kleine rote Kiosk im Stadtgebiet zu sehen sein.

Pressemitteilung der Stadt Münster

Münster ist jetzt Smart City-Modellkommune

Die Stadt Münster erhält vom Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat (BMI) über das Programm „Modellprojekte Smart Cities: Stadtentwicklung und Digitalisierung“ einen Förderzuschlag von rund 9,5 Millionen Euro.

Bereits zum dritten Mal hatte das BMI Ende 2020 zur Bewerbung für das Programm aufgerufen. Die Stadt Münster folgte erstmalig dem Aufruf und setzte sich unter 94 Städten, Kreisen und Gemeinden sowie interkommunalen Kooperationen aus ganz Deutschland mit ihrem Vorhaben durch. Die von der Stadt beantragten Maßnahmen haben ein Gesamtvolumen von knapp 15 Millionen Euro für Smart City-Projekte. Das Motto des Aufrufs lautete: „Gemeinsam aus der Krise: Raum für Zukunft“.

 

Münster ist Smart City-Modellkommune

„Münster ist jetzt Smart City-Modellkommune“, sagt Stadtbaurat Robin Denstorff. „Wir sind glücklich über den Zuschlag in Höhe von rund 9,5 Millionen Euro. Nun können wir zahlreiche innovative Projekte realisieren, die Münster als zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort stärken und noch lebenswerter für die Münsteranerinnen und Münsteraner macht.“ Es sei ein Riesenerfolg, dass Münster in das Förderprogramm Smart Cities des Innenministeriums aufgenommen wurde, so Denstorff: „Das freut mich persönlich sehr – auch für die Stabsstelle Smart City und die mittlerweile fast 40 Partner der Allianz Smart City. Es ist auch eine tolle Bestätigung unserer Arbeit, vor allem unseres Ansatzes, Digitalisierung als nachhaltigen Prozess zu verstehen, der der Stadtentwicklung und dem Gemeinwohl nützen muss.“

Digitalisierung findet Stadt:  MünsterZukunft gemeinsam machen

Die Bewerbung baut auf der Smart City-Strategie der Stadt Münster auf und trägt den Titel „Digitalisierung findet Stadt: MünsterZukunft gemeinsam machen“. Sie nimmt Bezug auf das Stadtentwicklungskonzept und die Nachhaltigkeitsstrategie Münsters. Fast 50 Projekte hatte die Stabsstelle Smart City Münster innerhalb der Stadtverwaltung sowie im Rahmen der Allianz Smart City Münster für die Bewerbung eingesammelt. Daraus sind zwölf Maßnahmen entwickelt worden, die drei Kategorien zugeordnet wurden: MitmachStadt, KlimaStadt und MobileStadt.

Grafik: CC BY-NC 3.0 Marie Jacobi, visualrecording.de

Die münsterschen Förderprojekte kurz vorgestellt

  • Young Smart City: #stadtsache 2.0: Kinder und Jugendliche für die Smart City beteiligen und befähigen. Ausgerüstet mit mobilen Endgeräten erkunden sie ihre Umgebung mit Fokus auf Themen einer digitalen Stadt.
  • Leezenflow für die Stadtregion: Weiterentwicklung des Grüne-Welle-Assistenten „Leezenflow“ und Installation auf den 14 Velorouten der Stadtregion Münster.
  • Energiehelden: Unser Klima 2030: Entwicklung eines digital gestützten Bildungs- & Informationsangebotes zum Thema Klimaschutz und erneuerbare Energien.
  • Ideenfarm: open source solution enabler: Unterstützung und Verstetigung von „offenen“ bürgerschaftlichen Ideen und Digitalprojekten durch ein Patenschaftsmodell.
  • Werkraum Innenstadt: Attraktivitätssteigerung der Innenstadt durch Ansiedlung und Nutzbarmachung von Ideen, start-ups und Projekten der Digitalwirtschaft.
  • Ganzheitliche City Logistik: Mit digitalen Lösungen zur optimalen Stadtlogistik. Entwicklung von digital gestützten Maßnahmen, um lokale Lieferwege kurz und umweltfreundlich zu gestalten.
  • Funkhaus 2.0: Das Digitale lokalisieren: Entwicklung eines „Dritten Ortes“ für das Anwenden und Ausprobieren von Techniken und digitalen Lösungen zum Erwerb von Medien- und Digitalkompetenz.
  • Smarte Quartiere für vernetzte Nachbarschaft: Entwicklung und Umsetzung von quartiersbezogenen Digitalprojekten für neue Stadtquartiere wie Oxford und York.
  • Kleine Kiste, große Wirkung: Fühlen.Messen.Mitmachen: Entwicklung eines flächendeckenden und partizipativen Netzwerkes von Messstationen zum Erheben von Umweltdaten.
  • NICO: NetzInfrastrukturCOckpit: Entwicklung einer zentralen Datenplattform und eines digitalen Zwillings für städtische Infrastrukturen.
  • Data-Leeze: smarte Fahrradstadt Münster: Erhebung und Analyse von Daten zur Weiterentwicklung und zum Ausbau der Fahrradinfrastruktur.
  • BOOST: Loop und Busverkehr beschleunigen: Einsatz intelligenter Kommunikationstechnologien zur Optimierung des öffentlichen Personennahverkehrs.

Auch die Smart City-Strategie soll in einem breiten Beteiligungsverfahren mit Hilfe der Fördermittel weiterentwickelt werden.

Weitere Informationen finden Sie in unserer Pressemitteilung.

 

Medienspiegel

Wir suchen Ihre Idee für ein noch lebenswerteres Münster!

Am 24. und 25. September findet der fünfte „MÜNSTERHACK“ statt. Es kommen wieder Menschen zusammen, die digitale Ideen entwickeln, mit deren Umsetzung Münster noch lebenswerter werden soll. Schirmherr dieser besonderen Form der Bürgerbeteiligung ist Oberbürgermeister Markus Lewe. Ab sofort ist dazu ein Ideenwettbewerb geöffnet.

Intensives Arbeiten im Team bringt gute Gedanken hervor. Auch beim fünften „MÜNSTERHACK“ sollen wieder Ideen entwickelt werden, die das Leben leichter machen.

 

MÜNSTERHACK

Der MÜNSTERHACK ist ein zweitägiges Event, auf dem sich Ideengeber sowie Stadt-Visionäre und Software-Entwickler treffen, um in kleinen Teams intensiv an Prototypen und Software-Demonstratoren für vorgegebene oder eigene Problemstellungen zu arbeiten. Der Begriff “Hackathon” ist dabei eine Wortschöpfung aus “Hack” und “Marathon”. Die Stabsstelle Smart City ist offizieller Partner des MÜNSTERHACKS und des mit-organisierendem münsterLAND.digital e.V.

 

Ihre Hacking-Idee für ein (noch) lebenswerteres Münster!

Zur weiteren Inspiration der Hacker:innen ermuntert die städtische Stabsstelle Smart City gemeinsam mit den Organisatoren des Hackathons, dem Digital Hub münsterLAND und dem IT-Unternehmen items GmbH, alle Bürger:innen zum Mitmachen beim Ideenwettbewerb für die Jubiläumsausgabe des „MÜNSTERHACK“.

Bis zum 31.08.2021 können Sie Ihre Idee einreichen über die Internetseite https://www.muensterhack.de/#ideen. Alle Ideen werden im Vorfeld an die Teilnehmer kommuniziert, so dass die Chance besteht, dass ein Team sich Ihrer Idee annimmt – natürlich gerne mit Ihrer Mithilfe durch eine aktive Teilnahme. Unter allen Einreichern werden zudem Sachpreise verlost.

Mehr Informationen finden Sie in der städtischen Pressemeldung.

 

Welche Ideen wurden bereits umgesetzt?

In den letzten Jahren konnten bereits einige Projektideen aus dem MÜNSTERHACK durch die Stadtverwaltung Münster umgesetzt werden: Aaseemonitoring (MÜNSTERHACK-Gewinner 2018), Leezenflow (Zuschauerpreis 2019), KlimaHeroes (MÜNSTERHACK-Gewinner 2020) sowie „Stadtgeschichte für die Zukunft“ (Mentorenpreis 2020). Weitere Ideen wurden mit anderen Partnern ebenfalls umgesetzt.

Alle Infornationen zum MÜNSTERHACK finden Sie hier: https://www.muensterhack.de/

Smart City-Dashboard

Anmerkung der Redaktion (29.01.26): Das Smart City-Dashboard wurde aktuell deaktiviert, da wir an einer Optimierung und strategischen Neuausrichtung arbeiten. Viele der im Smart City-Dashboard abgebildeten Daten findet man auch auf dem Klimadashboard.

Daten sind die Basis für eine nachhaltige integrierte Stadtentwicklung im digitalen Zeitalter. Doch welche Daten sind relevant für eine Smart City? Eine Auswahl von Echzeitdaten aus Münster, die für eine nachhaltige Stadtentwicklung interessant sind, werden nun auf dem Smart City-Dashboard visualisiert: Fahrradzählstationen, Parkhäuser, Passantenfrequenzen sowie Umweltdaten von der Smart City senseBox und dem Aaseemonitoring werden dargestellt.

 

Echzeitdaten

Das Smart City-Dashboard ist ein Informationsangebot der Stabsstelle Smart City Münster, angesiedelt im Dezernat für Planung, Bau und Wirtschaft der Stadt Münster. Echtzeitdaten, die in unterschiedlichen Themenbereichen der Stadtentwicklung durch die Stadt Münster und ihre Partner erhoben werden, werden hier dargestellt. Interaktive Zeitreihen erlauben erste Analysen der Daten.

Das Dashboard und das entsprechende Sensorennetzwerk sollen schrittweise weiter ausgebaut werden. Mit diesen Live-Daten kann künftig ein Überblick zum Beispiel über Luftqualität, Bodenfeuchte und andere Umweltdaten sowie Mobilitätsangebote gegeben werden. Auf Basis von Echtzeitdaten und interaktiven Zeitreihen lässt sich beispielsweise die Wirksamkeit von Maßnahmen im Stadtraum analysieren.

 

Open Data, Open Source

Die interaktive Kartendarstellung gibt Informationen über die jeweiligen Orte der Datensammlung. Informationen und Ansprechpartner zu den einzelnen Themen findet man bei einem Klick auf „Über die Daten“ bei der jeweiligen Themenkachel. Alle Daten sind als Offene Daten (Open Data) auch über das Open-Data-Portal der Stadt Münster für andere Zwecke verfügbar.

Die Software des Dashboards wurde von der münsterschen Firma re:edu entwickelt und ist als Freie Software (Open Source) zur Adaption, Verbesserung und Verbreitung frei verfügbar: Quelltext des Frontends, Quelltext des Backends

 

 

Wussten Sie schon?

In der Stadt der Zukunft spielen Daten eine zentrale Rolle: Digitalisierung betrifft Kommunen in allen Bereichen. Die digitale Transformation verändert unsere Mobilität, unsere Art zu arbeiten, zu wohnen und zu leben, unsere Freizeit, unseren Konsum sowie unsere Kommunikation. Daten bilden das Fundament und sind zudem Treiber dieser Transformation. Wie werden die Daten gesammelt und welche Daten sind für eine nachhaltige Stadtentwicklung wichtig? Im Rahmen unserer Smart City-Projekte sammeln wir unterschiedliche Daten für die Stadtentwicklung, auf dem Smart City-Dashboard visualisieren wir eine Auswahl dieser Offenen Daten.