Für das kostenfreie Beratungsangebot zum Wärmeschutz von Eigenheimen im Rahmen der Auswertung der Thermografiebefliegung Münster gibt es aktuell wieder freie Termine.
Anfang des Jahres waren im Auftrag der Stadt Wärmebilder von Münsters Dachflächen erstellt und allen Hauseigentümern und Hauseigentümerinnen zur Verfügung gestellt worden. Bei der Interpretation des Wärmebildes, das Aufschluss darüber gibt, in welchem energetischen Zustand sich das jeweilige Dach befindet, helfen Experten und Expertinnen. Sie beraten auch zu verschiedenen Energiefragen rund um das Wohngebäude – etwa, ob eine energetische Sanierung des Daches notwendig und sinnvoll ist. Gerade im Sommer, wenn die Temperaturen steigen, bemerken viele Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer den schlechten energetischen Zustand ihres Wohngebäudes daran, dass sich das Gebäude sehr schnell aufheizt. Auch hier verschafft eine Dämmung von Dach und Außenwänden Abhilfe. Auch die Frage nach Alternativen zur Gas- oder Ölheizung ist aktueller denn je.
In der 30-minütigen Energieberatung geben die Berater und Beraterinnen bei Interesse einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten zur energetischen Sanierung und zum Heizungsaustausch. Dazu gibt es auch Tipps zum richtigen Vorgehen und zu den nächsten Schritten.
Am 23. und 24. September findet der sechste „Münsterhack“ statt. In diesem Jahr wird das Motto „Digitalisierung findet Stadt – MünsterZukunft gemeinsam machen“ aus dem Programm „Modellprojekte Smart Cities“ aufgegriffen. „Wir wollen eine Smart City von und für Menschen entwickeln. Daher ermuntern wir zur Inspiration der Hackerinnen und Hacker alle Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen beim Ideenwettbewerb für den „Münsterhack“, sagt Dr. André Wolf, Leiter der Stabsstelle Smart City im Bau- und Planungsdezernat der Stadt Münster. Schirmherr für diese besondere Form der partizipativen Stadtentwicklung ist Oberbürgermeister Markus Lewe.
Der „Münsterhack“ wird gemeinsam ausgerichtet vom Digital Hub münsterLAND und dem IT-Unternehmen items GmbH Münster. Auf dem zweitägigen Event treffen sich Ideengeberinnen und Ideengeber, Stadt-Visionärinnen und -Visionäre sowie Software-Entwicklerinnen und -Entwickler, um in kleinen Teams intensiv an Prototypen und Software-Demonstratoren für Herausforderungen der digitalen Stadtentwicklung zu arbeiten. „Der Münsterhack bedeutet 36 Stunden konzentrierte Arbeit. Dafür suchen wir Zukunftsideen, durch deren Umsetzung Münster noch lebenswerter werden soll“, erklärt Dr. André Wolf, Leiter der Stabsstelle Smart City im Bau- und Planungsdezernat der Stadt Münster.
Dr. Sebastian Köffer, Vorstand des Digital Hub münsterLAND und Mitinitiator des Münsterhack, betont: „Beim Hackathon steht die prototypische Umsetzung von Ideen im Vordergrund. Was die über 100 Teilnehmenden allein im letzten Jahr auf die Beine gestellt haben, ist mehr als beachtlich. Von einer Blutspende App für das UKM über eine neue Version des Leezenflow vom Hackathon 2019 bis zum Machine-Learning-Modell, das beim gezielten Ausbau von Photovoltaik-Anlagen unterstützt – das Themenspektrum war riesig.“
Neben neuen Ideen können auch andere, bereits teilweise umgesetzte Ideen aus der Civic-Tech-Szene, aus vergangenen „Münsterhacks“ oder anderen Hackathons aufgegriffen und im Ideenwettbewerb eingereicht werden.
Neue Ideen und bestehende Lösungen, die weiterentwickelt werden sollen, kann jede und jeder über die Internetseite www.muensterhack.de/ideen ab sofort einreichen. Diese Ideen und die entwickelten Prototypen werden im weiteren Prozess auch für die Entwicklung der Smart City-Strategie Münster berücksichtigt. Weitere Informationen gibt es auf www.muensterhack.de und in unserem Newsarchiv unter dem Stichwort „Netzwerk“
Ihre Meinung ist gefragt – wir möchten Ihre Ideen für die zukünftige und lebenswerte Entwicklung der Stadt Münster kennenlernen: Machen Sie mit bei der Online-Beteiligung!
Digitalisierung ist inzwischen in vielen Lebensbereichen Wirklichkeit geworden. Dies gilt auch für die Stadt Münster, die sich auf den Weg macht, eine „Smart City“ zu werden. Bei einer „Smart City“ geht es um integrierte, nachhaltige Stadtentwicklung im digitalen Zeitalter. Ziel ist die Steigerung der Lebensqualität und die Stärkung Münsters als attraktiver Wohn- und Wirtschaftsstandort. Durch intelligente Vernetzung von Systemen und Menschen können Kosten reduziert, Ressourcen gespart und eine effektivere Steuerung der Stadt realisiert werden.
Um Digitalisierung und Stadtentwicklung systematisch zusammenzudenken, wurde bereits eine vorläufige Smart City Strategie für Münster entwickelt. In der sogenannten Beta-Version der Strategie werden erste Leitlinien für Projekte der Smart City formuliert. Der Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung der Stadt Münster nahm sie im Juni 2021 zur Kenntnis. Im Rahmen der Förderung als Modellprojekt Smart Cities soll sie in einem breiten partizipativen Prozess zu einer verbindlichen Smart City Strategie ausgebaut werden.
Die erste Kick-off-Veranstaltung am 13. Mai 2022 mit den Stakeholdern aus der Stadt Münster bildete den Auftakt für die gemeinsame Entwicklung der Smart City Strategie für Münster. Vertreter:innen des Konzerns Stadt waren eingeladen sich über das Thema „Smart City“ und die Meilensteine der Strategieentwicklung zu informieren. Die Teilnehmenden konnten sich in einem interaktiven Workshop-Format über die vorläufigen Handlungsfelder der Smart City Strategie austauschen und Ziele für die zukünftige Entwicklung Münsters zusammentragen. Der Beteiligungsprozess mit den Bürger:innen der Stadt startete am 09. Juni 2022 mit einer Dialogveranstaltung in der Glashalle des Stadthaus 3. Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es nun die Möglichkeit zur Online-Beteiligungbis zum 30. Juni 2022.
Stadt lädt zum Dialog über nachhaltige Stadtentwicklung und neue digitale Projekte für Münster ins Stadthaus 3 ein
„Digitalisierung findet Stadt – MünsterZukunft gemeinsam machen“ – unter diesem Titel hat sich die Stadt Münster im vergangenen Jahr als eine von 28 Städten und Gemeinden erfolgreich um Fördermittel aus dem Programm „Modellprojekte Smart Cities“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauen beworben. Neben elf Projekten der digitalen Stadtentwicklung wird auch eine Smart City-Strategie erarbeitet.
Nun sind Ideen und Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern gefragt, um gemeinsam weitere digitale Zukunftsideen für Münster zu entwickeln. Am Donnerstag, den 9. Juni 2022, lädt die Stadt Münster alle interessierten Bürgerinnen und Bürger in die Glashalle des Stadthauses 3 am Albersloher Weg 33 ein. Von 12.00 bis 18.00 Uhr besteht die Möglichkeit, sich mit dem Thema der digitalen Stadtentwicklung zu befassen, sich zu informieren und eigene Ideen und Hinweise in den Entwicklungsprozess auf dem Weg zur Smart City einzubringen.
Nachhaltige Stadtentwicklung vorantreiben
„Mit der Aufnahme in das Förderprogramm ergeben sich für Münster neue Möglichkeiten, nachhaltige Stadtentwicklung weiter voranzutreiben, weil nun die finanziellen und organisatorischen Strukturen bestehen, um eine zukunftsorientierte Smart City Strategie zu entwickeln und gleichzeitig wegweisende Projekte umzusetzen“, sagt Stadtbaurat Robin Denstorff.
Die Stabsstelle Smart City beschäftigt sich mit der Umsetzung des Förderprogramms. Der Förderzeitraum umfasst insgesamt fünf Jahre (2022-2026), bis Ende 2022 muss die Strategie erarbeitet werden. „Eine Smart City nutzt neben Daten und digitalen Technologien vor allem auch das Wissen und das Potenzial ihrer Bürgerinnen und Bürger für schlaue und nachhaltige Lösungen“, sagt Stabsstellenleiter Dr. André Wolf. „Daher möchten wir alle Bürgerinnen und Bürger herzlich zum Dialog und zum Mitmachen einladen. Wir wollen eine Smart City von und für Menschen entwickeln“.
Bei der Erarbeitung der Smart City Strategie wird die städtische Stabsstelle Smart City durch Experten des Beratungsunternehmens „bee smart city“ aus Mülheim an der Ruhr unterstützt. Das Unternehmen hat schon Städte wie etwa Bochum und Gelsenkirchen in den jeweiligen Strategieprozessen beraten. Thomas Müller, Geschäftsführer von „bee smart city“, betont: „Münster hat zum Beispiel mit dem Aaseemonitoring, dem Leezenflow oder dem Digitallabor schon mehrere gute Projekte vorzuweisen. Aber es ist genau richtig, und so will es auch der Fördermittelgeber, nicht jetzt schon eine Leistungsschau zu betreiben, sondern den Auftakt und den weiteren Weg zur Smart City Münster gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern zu gestalten.“
Eine Anmeldung zu der Veranstaltung am 9. Juni im Stadthaus 3 ist nicht erforderlich. Im Anschluss an die Veranstaltung wird es auch eine Online-Beteiligungsmöglichkeit geben.
Stadt und Stadtwerke testen neue Technologien auf P+R-Parkplatz
Nachdem die Bagger am Park+Ride-Parkplatz Nieberding am Albersloher Weg verschwunden sind, sind zunächst nur kleinere Änderungen zu sehen. Neben einer modernen Beleuchtungsstele stechen die acht Ladeplätze für Elektroautos ins Auge. Dabei haben Stadt und Stadtwerke viel mehr neue Technologie installiert.
„Wir möchten dort ausprobieren, wie wir Mobilstationen, Parkplätze und auch ganze Quartiere in Zukunft smart machen können und wie zuverlässig die Technik unter realen Bedingungen bereits ist“, sagt Stefan Kohake, Manager für IoT der Stadtwerke. Mit „Internet of Things“ (IoT) werden moderne, vernetzte Geräte bezeichnet, wie sie hier ausprobiert werden.
Das kommunale Unternehmen hat die Technik auf dem städtischen Parkplatz installiert und arbeitet dafür eng mit der Stadt Münster zusammen. „Bisher verknüpft der Parkplatz ‚nur‘ Auto und Bus. Wir wollen ausprobieren, wie Smart-City-Technik dieses Angebot optimieren bzw. erweitern kann. Die daraus abgeleiteten Erkenntnisse unterstützen die städtischen Pläne zur Mobilitätswende, zur Digitalisierung und für eine nachhaltige, integrierte Quartiers- bzw. Stadtentwicklung gleichermaßen“, sagt Dr. André Wolf, Leiter der Stabsstelle Smart City im Dezernat für Planung, Bau und Wirtschaft der Stadt Münster.
Einige Parkplätze, darunter auch die barrierefreien Plätze, sind mit speziellen Sensoren ausgerüstet, die anzeigen, ob sie besetzt sind oder nicht. Beispielsweise können damit zukünftig Menschen mit Behinderung in einer App sehen, ob für sie reservierte Stellplätze frei sind. Zwei der Ladepunkte sind zudem besonders für Menschen im Rollstuhl optimiert. Herkömmliche Ladesäulen lassen sich zum Teil nur schwer aus dem Rollstuhl hinaus bedienen. „Wenn wir unseren Kundinnen und Kunden das Leben mit dem Einsatz neuer und innovativer Technologien erleichtern können, dann machen wir unseren Job richtig“, ist sich Fabian Röttgering, Innovationsmanager der Stadtwerke, sicher. In die Entwicklung eingeflossen sind die Erfahrungen von Thomas Walbaum, Schwerbehindertenvertreter bei den Stadtwerken.
Zudem zählen Kameras die ein- und ausfahrenden Autos, so dass die Anzahl freier Stellplätze im städtischen Parkleitsystem angezeigt werden kann. Eine weitere Kamera liefert Daten über die Verkehrsbewegungen auf dem Albersloher Weg. „Dabei wird dem Datenschutz jederzeit Rechnung getragen, Kennzeichen oder Gesichter werden nicht erfasst, die Bilder werden nach wenigen Sekunden wieder gelöscht“, so Wolf. Die Datenübertragung im Reallabor Smart City erfolgt überwiegend energie- und strahlungsarm mit LoRaWAN (Long Range Wide Area Network). Eine smarte Straßenlaterne mit WLAN, Abfalleimer, die ihren Füllstand automatisch an die Abfallwirtschaftsbetriebe (AWM) melden und diverse Umweltsensoren, die Bodenfeuchte, Wetter und Luftqualität ermitteln, runden das Angebot ab. Zukünftig sollen neben weiteren Smart City-Technologien weitere Angebote rund um geteilte Mobilität hinzukommen, zum Beispiel mit Leihrädern oder E-Scootern. Elektrisches Carsharing hat bereits heute eine Heimat im Reallabor gefunden.
„Den Test machen wir ganz bewusst in aller Öffentlichkeit: Im Reallabor sollen innovative Smart City-Anwendungen unter realen Bedingungen erprobt werden. Der Testraum schafft Transparenz und liefert wesentliche Erkenntnisse auf dem weiteren Weg zur Smart City“, sagt Stadtbaurat Robin Denstorff. „Was überzeugt, übernehmen wir in den Standard für Stadt- und Mobilitätsplanung.“
Smart City Reallabor aktuell
In unserer Rubrik „Aktuelle Beiträge“ und auf Twitter berichten wir über den aktuellen Stand im Reallabor:
Erste Anwendung: Sensoren, die die Verfügbarkeit der Parkplätze erfassen
Als erste Smart-City-Anwendung installieren Stadt und Stadtwerke Sensoren, die erfassen, ob Parkplätze frei oder belegt sind. „Für eine moderne Mobilstation ist das ein Muss. Wer mit dem Auto von außerhalb kommt, kann sich so gleich zu einem freien Parkplatz außerhalb der Innenstadt navigieren lassen und dort auf den Bus umsteigen“, erklärt Frank Gäfgen den praktischen Nutzen des Systems. E-Ladesäulen gehören ebenfalls zum Umfang der Mobilstation. Erstmals soll auch eine vollständig barrierefreie Ladesäule installiert werden. Außerdem soll es dort weitere Stellplätze für Carsharing-Anbieter sowie eine Abstellfläche für Leihroller oder -räder geben. Fahrräder könnten dann unter einem großen Photovoltaikmodul abgestellt werden, das die Leezen vor Regen schützt und gleichzeitig Ökostrom erzeugt.
Welche Anwendungen sind noch geplant?
Im Smart-City-Reallabor sollen aber nicht nur Anwendungen für Mobilstationen getestet werden, sondern verschiedene Lösungen, die Münster bei der Entwicklung zur lebenswerten und resilienten Stadt der Zukunft unterstützen soll.
Dieser Sensor misst die Bodenfeuchte.
So können Sensoren die Bodenfeuchtigkeit überwachen und damit im Winter vor Glatteis warnen und im Sommer für ausrechende Bewässerung der Bäume sorgen. Auch die Müllbehälter können ihren Füllstand automatisch an die Abfallwirtschaftsbetriebe melden.
LoRaWAN-Netz der Stadtwerke Münster
Für die Datenübertragung kommt das Stadtwerke-eigene LoRaWAN-Netz zum Einsatz. „Wir haben diese wichtige Infrastruktur für die Smart-City-Anwendungen in den letzten Jahren aufgebaut und decken damit fast das ganze Stadtgebiet ab. Vorteile sind der geringe Energieverbrauch und die große Reichweite, weil wir wie hier nur kleine Datenmengen übertragen müssen“, so Frank Gäfgen.
Vorbereitung für neue Quartiere
Auch eine neue Generation Straßenlaternen wird im Smart-City-Reallabor auf die Probe gestellt. „Sie sollen nicht nur Licht – natürlich aus energiesparenden LED – spenden, sondern können auch als WLAN-Hotspot dienen oder anzeigen, ob eine nahegelegene E-Ladestation frei ist“, so Robin Denstorff. „Zum Einsatz könnten diese zum Beispiel in den Quartieren York und Oxford in Gremmendorf und Gievenbeck kommen.“
Installiert werden die verschiedenen Anwendungen sukzessive über die kommenden Monate, die Überwachung und Auswertung erfolgt laufend durch ein gemeinsames Projektteam der Stadtwerke und der Smart-City-Stabsstelle der Stadt. Interessierte können die Daten des Reallabors künftig in Echtzeit über online abrufen.
Das Smart City Reallabor Nieberding ist ein Gemeinschaftsprojekt von
Wussten Sie schon?
„LoRaWAN“ wird besonders im Umweltbereich eingesetzt, weil nur sehr kleine Datenmengen übermittelt werden, so dass die Datenübermittlung sehr energiesparend ist. Die Reichweite der Übertragung kann mehrere Kilometer betragen.
Zehn neue Standorte geplant / Installation ab Herbst 2022 / Leezenflow-Prototyp zurzeit in Reparatur
Im Februar beauftragte der Rat der Stadt Münster die Verwaltung, weitere Standorte für das Leezenflow-System, dem Grüne-Welle-Assistenten für den Radverkehr, zu prüfen. Mittlerweile stehen zehn neue Leezenflow-Standorte fest, die in den nächsten Wochen den Bezirksvertretungen Münster Mitte und Münster Südost sowie dem Ausschuss für Verkehr und Mobilität vorgestellt werden. Die Standortwahl erfolgte insbesondere unter Berücksichtigung der Velorouten sowie im Hinblick auf verkehrstechnische Voraussetzungen, die Verkehrssicherheit und die Stadtgestaltung.
Neue Grüne-Welle-Assistenten sind an der Promenade an der Kreuzung Neutor in beiden Fahrtrichtungen sowie an der Kreuzung Hörstertor in südliche Fahrtrichtung vorgesehen. Die weiteren vorgeschlagenen Standorte befinden sich entlang verschiedener Velorouten: an den Kreuzungsbereichen Steinfurter Straße und Grevener Straße, Neutor und Lazarettstraße, Weseler Straße und Koldering, Salzstraße und Von-Vincke-Straße (jeweils stadtauswärts), Albersloher Weg und Umgehungsstraße, Warendorfer Straße und Ring sowie Warendorfer Straße und Piusallee (jeweils stadteinwärts). Der Ausbau weiterer Leezenflow-Systeme wird durch das Programm „Modellprojekte Smart Cities“ vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert und startet nach aktuellen Planungen im Herbst 2022.
Die Idee zum Leezenflow, der mit Hilfe einer digitalen Anzeige den Radverkehr in Fluss hält und das Radfahren komfortabler gestaltet, entstand 2019 aus der Bürgerschaft im Rahmen der Veranstaltung Münsterhack. Der seit Mai 2021 installierte Prototyp am Hörstertor wurde am Osterwochenende beschädigt und ist aktuell in Reparatur. Die Stadt hofft, dass der Leezenflow so schnell wie möglich wieder genutzt werden kann.
Im Rahmen der Thermografiebefliegung sind bis Ostern 2022 bereits mehr als 1000 Energieberatungen durchgeführt worden. „Das sind mehr als 100 Beratungstermine pro Woche“, erläutert Marco Imberge von der städtischen Koordinierungsstelle für Klima und Energie (KLENKO). „Wir freuen uns darüber, dass die Termine so gut gebucht sind. Es zeigt, dass die Menschen in Münster an energetischen Fragestellungen sehr interessiert sind.“
Für die kostenfreien Einstiegs-Energieberatungen beauftragte die Stadt eine externe Beratungsfirma. Die telefonische Erst-Beratung richtet sich nach dem Zustand des Hausdaches und den daraus resultierenden Fragen der Kunden. Oftmals geht es über die Beratung zur Dachsanierungen hinaus, denn vielen Kund:innen interessieren sich auch für z. B. PV-Anlagen und das Thema Dachbegrünung.
Im Nachgang der rund halbstündigen Einstiegs-Energieberatungen bekommen die Interessenten eine zusammenfassende E-Mail zugeschickt, in der noch einmal mögliche nächste Schritte und Förderprogramme, aber auch Online-Informationsveranstaltungen zu energetischer Sanierung, Heizungserneuerung oder Photovoltaik aufgeführt werden.
Gebucht werden können die Termine über das Online-Buchungsprogramm der Stadt Münster. Die Beratungskapazitäten werden monatsweise kalkuliert und für den jeweiligen Folgemonat freigeschaltet.
Münster ist ohne Frage eine Stadt, in der viele Wege mit dem Rad erledigt werden. Erklärtes Ziel ist es, noch mehr Menschen für dieses Verkehrsmittel zu begeistern und Radfahren sicher und komfortabel zu machen. Um die Infrastruktur hieran anzupassen, erarbeitet die Stadt Münster zurzeit ein lückenloses und systematisches Fahrradnetz 2.0, das Schritt für Schritt umgesetzt werden soll. Damit wird eine konzeptionelle Grundlage geschaffen, mit der die Radwege bedarfsgerecht und modern ausgebaut werden können.
Digitale Bürgerbeteiligung zum Netzentwurf
Nach der im Frühjahr 2021 erfolgreich durchgeführten partizipativen Tracking-Kampagne „Dein AppGrade für Münsters Fahrradwege“ wurde die Bürgerschaft auch bei der Diskussion um den Netzentwurf mit einbezogen. Vom 7. bis zum 20. März hatten alle interessierten Münsteraner:innen die Möglichkeit, den Netzentwurf kennenzulernen, ihn zu kommentieren sowie wichtige Hinweise und Anregungen mit einzubringen. Aufgrund der pandemischen Situation fand diese Beteiligung digital statt.
Dein AppGrade: Daten für die smarte Fahrradstadt 2.0
Zusätzlich zu den bereits vorhandenen Daten wurden 2021 mit der Aktion „Dein AppGrade für Münsters Fahrradwege“ erstmalig mithilfe der Münsteraner Fahrradfahrer:innen Daten von Alltagswegen für den Ausbau des Fahrradnetzes 2.0 Münster erhoben.
Bei der Aktion sind das städtische Fahrradbüro mit Unterstützung der Stabsstelle Smart City neue, digitale Wege gegangen: Alle Bürger:innen waren vom 12. April bis zum 9. Mai 2021 eingeladen, die Fahrradnetz-Planung zu unterstützen, indem sie sich die App Naviki herunterladen und ihre Alltagswege aufzeichnen.
Heatmap bildet aufgezeichnete Wege ab
Wenn möglichst viele Menschen mitmachen, wird sichtbar, welche Wege die Bürger:innen in der Realität nutzen. Bei der Aktion geht es nicht darum, besser zu sein als jemand anderes. Jeder noch so kurze oder lange Weg zählt. Viele individuelle Wege ergeben am Ende ein aussagekräftiges Gesamtbild für die zukünftige Fahrradnetzplanung in Münster.
Über 2000 Menschen beteiligten sich mit fast 23 000 Einzelwegen an der Kampagne. Insgesamt kamen so bei dem Tracking über 160 000 Kilometer zusammen. Das ist mehr als vier Mal um die Welt. Eine ganze Menge Daten, die die Planer:innen nun auswerten können. Details finden Sie in unserer News vom 14.05.2021.Die Heatmap bildet alle während der Aktion aufgezeichneten Wege ab. Je intensiver das Rot, desto häufiger nutzten die Teilnehmer:innen die jeweiligen Strecken. Foto: Stadt Münster
Wozu wurden die Daten gesammelt?
Die Planer:innen erhalten so wichtige Informationen. Zum Beispiel, welche Wege oder Straßen in Münster besonders häufig mit dem Fahrrad genutzt und welche Verbindungsstrecken bevorzugt werden. Natürlich werden bereits einige Möglichkeiten genutzt, um an solche Daten zu kommen – etwa mit Hilfe der Fahrradzählstellen.
Über diese punktuellen Auswertungsmöglichkeiten hinaus werden die Daten aus der App aber ein noch umfangreicheres und zusammenhängenderes Bild liefern.
Fahrradzählstation am Kreisverkehr in Münster. Foto: Smart City Münster
Fahrradnetz-Planung: Ein hierarchisches und zusammenhängendes Fahrradnetz für Münster
Münster hat im Vergleich zu allen Großstädten Deutschlands den höchsten Fahrradverkehrsanteil – rund 43 % aller Wege werden mit dem Rad zurückgelegt. Gerade in den vergangenen Jahren hat die Stadt Münster viel für den Radverkehr getan und zum Beispiel mit der Umgestaltung der Fahrradstraßen nach den politisch beschlossenen Qualitätsstandards neue Maßstäbe gesetzt. Gleichzeitig besteht weiter Handlungsbedarf. Es gilt, die Fahrradinfrastruktur entsprechend der wachsenden Nachfrage und Ansprüche zu erweitern, denn viele Radwege sind zu eng und haben eine schlechte Oberfläche. Dies schränkt sicheres Fahren sowie den Verkehrsfluss ein und bietet Radfahrenden wenig Komfort.
Um das Radfahren auf ein neues Niveau zu heben, entwickelt das Amt für Mobilität und Tiefbau zusammen mit dem Beratungsunternehmen Rambøll und der Planungsgemeinschaft Verkehr PGV-Alrutz GbR das neue Fahrradnetz 2.0 – mit einer lückenlosen Fahrradinfrastruktur und mehr Platz für Fahrräder. Grundlage hiefür ist die im Februar 2020 beschlossene Vorlage: Vorlage V/1186/2019: Fahrradnetz-Planung: ein hierarchisches, zusammenhängendes Fahrradnetz für Münster erarbeiten
Ziel der Netzplanung ist der einfache, komfortable und sichere Fahrradverkehr von Tür zu Tür, der in das städtische Gesamtverkehrsnetz integriert ist. Dabei steht nicht der einzelne Radweg im Fokus, sondern das Fahrradnetz als Ganzes. Vom Kfz-Straßennetz ist das bekannt. Da gibt es auch eine Unterscheidung der Straßen je nach Funktion: Hauptstraßen, Nebenstraßen, Erschließungsstraßen. Eine solche Routenabstufung mit entsprechenden Qualitäten entwickelt die Stadt Münster mit der Netzplanung auch für den Radverkehr.
Die Netzplanung versteht sich als systematisches Vorgehen, das im Rahmen einer Bestandserfassung und -analyse Mängel und Defizite identifiziert und anschließend einen Fahrplan für die Zukunft festlegt: Welche Maßnahmen sind mit welcher Priorität umzusetzen, um Schritt für Schritt ein zukunftsfähiges Fahrradnetz zu erhalten?
Wussten Sie schon?
Die Stadt Münster schreitet bei der Fahrradnetzplanung neue Wege ein: Denn bislang wurde das Netzplansystem – eine Routenabstufung mit entsprechenden Qualitäten – überwiegend in der Kfz-Straßennetzplanung eingesetzt. Die Stadt Münster überträgt diese Idee im Rahmen von Fahrradnetz 2.0 nun erstmalig auch auf den Radverkehr bzw. die Radverkehrsplanung!
Über 41.500 Bescheide mit Zugangsdaten werden bis Mitte März verschickt, 30.000 Empfänger:innen haben den Brief bereits erhalten.
Im Januar 2021 überflog eine Propellermaschine im städtischen Auftrag das bebaute Gebiet von Münster und nahm mit einer Spezialkamera Wärmebilder von fast 120 000 münsterschen Dachflächen auf. „Die so sichtbar gemachten Oberflächentemperaturen geben Hinweise auf die Qualität der jeweiligen Dachdämmung und können Besitzer:innen von Immobilien wertvolle Anhaltspunkte für Einsparpotenziale und mögliche Energielecks geben“, erklärt Stadtbaurat Robin Denstorff. Die Ergebnisse sind in einem für die münstersche Thermografiebefliegung erstellten Webportal gelistet und stehen zum Herunterladen bereit unter: www.thermodatenabruf-muenster.de
Wurde das Bild im Sommer aufgenommen?
Die Stadtverwaltung haben nach der Thermografiebefliegung und dem Versand der ersten Anschreiben viele Fragen erreicht. Dr. André Wolf von Smart City Münster zur häufig gestellten Frage nach dem „gedoppelten“ Bild: „Die Wärmebilder wurden zur besseren Orientierung auf ein Luftbild gelegt. Es handelt sich also um unterschiedliches Kartenmaterial: Das Wärmebild des Hausdaches wurde im Rahmen der Thermografiebefliegung im Januar 2021 aufgenommen. Der Luftbild-Hintergrund stammt aus einer früheren Aufnahme im Frühsommer.“ So lasse sich das Haus besser wiedererkennen und in die Umgebung einordnen.
Über 41 500 Bescheide verschickt die Stadt seit Ende Januar im zweiwöchigen Rhythmus an Münsters Hausbesitzer:innen. „Bis Mitte März werden dann alle Immobilienbesitzende ihr Anschreiben und damit ihre Zugangsdaten zum Download ihrer Wärmebilder erhalten“, so Wolf. „Drei der insgesamt vier Versandaktionen sind schon gelaufen und das Interesse an den Wärmebildern ist sehr hoch. Gut die Hälfte der bereits angeschriebenen Haushalte haben ihr Wärmebild schon angeschaut.“
Liegt mein Haus im überflogenen Bereich?
In den beiden Flugnächten im Januar 2021 wurde nur das bebaute Stadtgebiet von Münster überflogen. „Vor allem die Eigentümer:innen in den Außenbereichen fragen sich, ob ihr Haus im überflogenen Bereich liegt“, weiß Norbert Dephoff vom städtischen Vermessungs- und Katasteramt. „Daher haben wir im Geoportal der Stadt eine Karte veröffentlicht, in der man seine Adresse eingeben kann und dann sieht, ob die Immobilie im überflogenen Bereich liegt.“ Die Karte ist online unter www.smartcity.ms/thermografiebefliegung abrufbar.
Warum wurde die Thermografiebefliegung durchgeführt?
Die Stadt Münster strebt an, bis zum Jahr 2030 klimaneutral zu werden. Daher bietet die Stadt an, auf Basis des persönlichen Wärmebildes einen Termin für eine kostenfreie Einstiegs-Energieberatung zu buchen, um gemeinsam den Schritt zu einer klimafreundlichen Stadt zu gehen. „Gebäudesanierungen sind ein bedeutender Beitrag für die Klimaneutralität. Daher freuen wir uns sehr, dass die Münsteranerinnen und Münsteraner diese Angebote so gut annehmen“, so Matthias Peck, Dezernent für Wohnungsversorgung, Immobilien und Nachhaltigkeit. Zuschüsse für einzelne Sanierungsmaßnahmen, wie beispielsweise eine Dachsanierung, können mit bis zu 25 Prozent bezuschusst werden. Darüber hinaus können Förderzuschüsse von der Stadt Münster im Rahmen des Förderprogramms Klimafreundliche Wohngebäude beantragt werden.